DE297153C - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 297153 KLASSE 21 e. GRUPPE
ALBERT LOTZ in CHARLOTTENBURG.
Die nachstehend beschriebene und in den Fig. ι bis 3 durch Beispiele erläuterte Erfindung
betrifft ein für beliebige Stromarten und Zwecke verwendbares, elektrisches Drehspulgerät, bei
welchem die Drehspule einen ringförrnigen, feststehenden Innenpol umfaßt, der sich über mehr
als i8o ° erstreckt und an einer sich nur, über
einen kleinen Drehwinkel erstreckenden Stelle mit dem induzierenden Dauer- oder Elektromagneten
beliebiger Form magnetisch verbunden ist. Sie besteht darin, daß der konzentrische
Gegenpol, wie z. B. q1 (Fig. i) oder q5
(Fig. 3) die Drehspule d1 (Fig. ι und 2) bzw. d3
(Fig. 3) topfartig von mehreren Seiten umschließend, wie z. B. q1, q3 (Fig. 1) bzw. q1', q1,
q3 (Fig. 2) oder qs (Fig. 3), über mindestens 180°
. . ausgedehnt ist bis auf einen Ausschnitt o1, o1',
o1 (Fig. 1) für jene Anschlußstelle pv (Fig. 1
und 2) des Innenpoles fi1 (Fig. 1 und 2) bzw. -p3
(Fig. 3), zum Zweck, durch diese tunlichste Verringerung des magnetischen Widerstandes
des Arbeitsluftspaltes h1 (Fig. 1 und 2) bzw. A2
(Fig. 3) der Drehspule im Verhältnis zum Gesamtwiderstande des magnetischen Kreises
eine tunlichst geringe magnetische Streuung des induzierenden Magneten m1,. m2 (Fig. 1) bzw.
m2, m3, ml (Fig. 2) bzw. m5, me (Fig. 3), sowie
eine tunlichst homogene Feldstärke B in dem Arbeitsluftspalte h1 usw. trotz dessen großem
Drehwinkelbereich zu erzielen, ohne das Herausnehmen der Drehspule durch eine Lücke 0
im Innenpol zu behindern.
Bei den bekannt gewordenen Drehspulgeräten für großen Drehwinkel trifft das nicht zu. Ist
nämlich nur ein einfacher ringförmiger Gegenpol, wie z. B. der Teil q1 (Fig. 1), konzentrisch um
den Innenpol φ1 angeordnet oder achsial über
oder unter letzterem ein oder zwei gleichartige Ringpole, so wird erstens die Drehspule nur' über
einen geringen Teil ihres Windungsumfanges von ihnen induziert bzw. von Kraftlinien geschnitten
; zweitens ist der magnetische Widerstand solcher Pole verhältnismäßig groß; drittens
ist ihre den Übertritt der Kraftlinien zum Innenpol vermittelnde Polfläche klein und damit
der magnetische Widerstand des Arbeitsluftspaltes h1 usw. groß im ^Verhältnis zum
Gesamtwiderstand des Magnetsystems, so daß an dessen Anschlußstellen φ1' bzw. qv usw. eine
wesentlich höhere Streuung auftritt. Durch letztere wird die Drehspule in ihren verschiedenen
Drehwinkellagen verschieden beeinflußt, und zudem ist die Induktion B im Arbeitsluftspalt
nicht in homogener Stärke verteilt. Dies auch deshalb, weil die Kraftlinien in die der
Anschlußstelle qv solch einfacher Außenpole diametral gegenüberliegenden Ausläufer derselben,
wie z. B. von q1 bei o1, o1 (Fig. 1), ja nur
durch die ganze Länge eines Schenkels derselben gelangen können, während sich ihnen bei dem
Außenpol nach der Erfindung in dieser Hinsicht auch ein Weg von q1' (Fig. 1) über den Topfboden
q% nach o1, o1 hin bietet, so daß hier das
Feld im Luftspalt h1 in derselben Stärke B
wie bei q1' auftreten kann. Hierdurch ist ein ein brauchbares Drehspulgerät mit praktisch
gleichmäßiger Skalenteilung für einen großen Drehwinkelbereich (bis etwa 270 °) geschaffen,
das insbesondere z. B. als tachometrisches Anzeigegerät in Verbindung mit einer Unipolarmaschine
gemäß Patent 245775, oder mit einer beliebigen sonstigen Magnetmaschine Anwen-
dung finden kann ; aber auch zu vielen anderen Zwecken, wie z. B. als Ampere-, Volt- oder Wattmeter
für Schalttafeln usw., wo weithin ablesbare Zeigergeräte, also solche mit möglichst großen
und tunlichst gleichmäßigen Skalenintervallen erwünscht sind. Die zur Erreichung dessen
sonst übliche bekannte Zahnradübersetzung zwischen Drehspule und Zeiger bringt bekanntlich
erhebliche Nachteile mit sich, insbesondere
ίο veränderliche Reibungsniomente usw., die bei
dem vorliegenden Gerät wegfallen.
Der Aufbau und die Wirkungsweise desselben sind folgende:
Die Drehspule könnte eine beliebige Form haben und ist nach Fig. 1 und 2 z. B. in Form
eines länglichen Rechteckes d1, nach Fig. 3 in Ringform d3 gewählt. Mittels eines z. B. aus
Aluminiumrohr bestehenden Armes b ist sie auf der in üblicher Weise in Edelsteinlagern oder
sonstwie gelagerten Achse α drehbar befestigt, und z. B. mittels üblicher Richtfedern f, f1 nebst
deren Stehbolzen in bekannter Weise leitend nach außen verbunden.
Die Drehspule d1 umfaßt, frei gegen ihn verdrehbar,
den ringförmigen, feststehenden Innenpol ft1, der eine entsprechende Querschnittsform hat.
Mittels des sich hier z. B. nur über einen Drehwinkelbereich von etwa 36 ° erstreckenden Anschlußstückes
ft1' ist dieser Innenpol ft1 je nach der Stromart mit einem beliebigen D.auer-
oder aber Elektromagneten (wie z. B. m1, m2)
an einen Pol S desselben magnetisch verbunden. An den anderen Pol N desselben ist dagegen der
topfartige, konzentrische Gegenpol q1, q2, qs mittels
des sich gleichfalls nur über einen kleinen Winkel erstreckenden Anschlußstückes q1' magnetsich
verbunden. Derselbe ist mit einem Ausschnitt o1, o1', o1 (Fig. 1) zur Wahrung eines.
unerwünscht hohe Kraftlinienverluste vermeidenden Abstandes vom andern Pol ft1 versehen.
Der Magnet m1, m2 erzeugt derart ein zwischen
den beiden Polen ft1, q1 usw. durch deren rings
um ft1 bzw. ft3 liegende Luftspalte h1 bzw. h2
übertretendes, praktisch homogenes magnetisches Feld, das die Drehspule d1 schneidet.
Fließt durch die Wickelung derselben ein jenem Luftspaltfeld gleichgearteter Strom, so
wird dieser, und damit die Drehspule, rechtwinklig zur Stromrichtung abgelenkt; sie dreht
sich, soweit sich das Luftspaltfeld h1 bzw. h2
erstreckt. Bei der in Fig. 1 gewählten Nullstellung s1 des über einer ringsum angeordneten
Skala S1Ys1, s1" schwebenden, mit der Achse a
der Drehspule d1 verbundenen Zeigers z1 würde
■ · dieser daher ersichtlich entgegen der Kraft der
Richtfedern (f usw.) nicht nur in der einen (21')
oder der anderen Richtung^1") um etwa 135° bis
zu den Enden o1, o1 des Außenpoles q1 bewegt
werden, insoweit das Drehmoment der Federn bis dahin noch nicht überwiegt, sondern auch
noch zwischen den Polen ft1, q1 heraus bis zum
Anschlag gegen das Anschlußstück ft1'. Da jedoch bei Wanderung in diese extreme Stellung
das die Drehspule schneidende Feld und damit ihr Drehmoment praktisch auf 0 sinken, so
bildet dieser Umstand einen einfachen, erwünschten Schutz der Drehspule gegen die
möglichen, bekannten mechanischen Beschädigungen bei Stromüberlastungen, wie z. B. Verbiegen
des Zeigers, Ausbrechen der Lagerspitzen oder Steine, Störung der Homogenität des Feldes zufolge stellenweiser Magnetisierung
der Polschuhe durch die Drehspule bei Kurz-Schlüssen usw.
Dabei ist es zweckmäßig, daß der äußere Gegenpol die Drehspule z. B. U-förmig, wie
z. B. q1, q2, q3 (Fig. ι und 2), oder halbkreisförmig,
wie z. B. q5 (Fig. 3), magnetisch umschließt, und zwar so, daß die offene Stelle desselben
das Herausziehen der Drehspule in achsialer Richtung gestattet.
Im übrigen könnte z. B. auch der innere Teil q3 des Außenpoles (Fig. 1 und 2) achsial
dieselbe Länge wie der außen liegende Teil q1 haben, wonach jedoch der Dreharm b der Drehspule
d1 aus der statisch vorteilhaftesten Mittellage zur Drehspule, an jenem verlängerten
inneren Polteil· qz frei vorbeiführend, an der noch freien Schmalseite der Spule angreifen
müßte und dabei nachteilig auf Drehung beansprucht würde.
Aber auch hierbei ist unter Umständen, nämlich bei sehr großem Querschnitt des.
Elektro- oder Dauermagneten, der magnetische Widerstand des Arbeitsluftspaltes (h1 oder A2)
der Drehspule im Verhältnis noch zu groß, um die höchstzulässige magnetische Belastung B
des inneren Ringpoles ft1 bzw. ft3 und damit das höchstmögliche Drehmoment für einen gegebenen
Wickelungsquerschnitt der Drehspule zu erreichen.
Es ist in solchem Falle vorteilhaft, daß an dem Außenpol der Drehspule, wie z. B. an q1
(Fig. ι und 2) oder an q5 (Fig. 3), ein eine
weitere Fortsetzung der magnetischen Umschließung der Drehspule, wie z. B. von d1
bzw. d3, bis auf einen freien Spalt, wie z. B. g (Fig. 2 und 3) für deren Dreharm b bildender,
ringförmiger Aufsatz bzw. Poldeckel, wie z. B. ql, qv (Fig. 2) bzw. q6 (Fig. 3) derart abnehmbar
angeordnet ist, z. B. mittels Schrauben, wie z. B. i1 usw. (Fig. ι und 2) bzw. i5 usw. (Fig. 3),
befestigt, daß nach seiner Entfernung das achsiale Herausnehmen der Drehspule aus dem
Polsystem gleichfalls nicht mehr behindert ist, zum Zweck, gegebenenfalls auch eine nahezu
völlige magnetische Umschließung der Drehspule und eine höchstmögliche Verringerung
des magnetischen Widerstandes ihres Arbeitsluftspaltes h1 oder h2, sowie die Möglichkeit,
sie ohne Störung des übrigen Polsystemes herausnehmen zu können, zu erzielen.
Dies ist im Falle von Dauermagneten insbesondere dann erforderlich, wenn dieselben
in bekannter Weise in zusammengesetztem Zustande mit dem Polsystem, mittels Erregerwickelung,
wie z. B. x1, x2 (Fig. i) oder wie die
Pfeile neben mh, me (Fig. 3) andeuten, hochmagnetisiert
worden sind, wodurch bekanntlich das Dauerfeld bis zur doppelten Stärke gebracht
werden kann, und dies nach dem Herausnehmen der Drehspule nicht jedesmal wiederholt werden
soll.
Ist diese Hochmagnetisierung bei aufgesetztem Poldeckel q* bzw. qB geschehen, so wird sie
durch Abnehmen desselben je nach den Verhältnissen immerhin .' etwas geschwächt, und
muß also wiederholt werden, falls sie ihren ursprünglichen Betrag wieder erlangen soll.
,Aus dem Grunde ist es auch zweckmäßig,
daß der von der Drehspule umfaßte Innenringpol, wie z. B. ft1 (Fig. 1 und 2) mit einem
Ausschnitt (Lücke), wie z. B. 0 (Fig. 1 und 2), versehen ist, der durch ein die äußere Form des
Innenpoles und damit die Homogenität des Arbeitsluftspaltes h1 oder A2 wiederherstellendes
Einsatzstück, wie z. B. e, aus paramagnetischem Material ausgefüllt ist, das z. B. mittels Schrauben
i befestigt und so leicht. herausnehmbar angeordnet ist. ■ Wird danach die Drehspule
genau über diesen Ausschnitt 0 gedreht, so kann sie durch denselben bequem achsial
herausgezogen werden, ohne das Feld wesentlich stören zu müssen. Denn z. B. gemäß Fig. 1 ist
der Einsatz e so gut wie gar nicht magnetisch belastet.
Will man nun aber, wie es meistens der Fall sein wird, nicht nur ein Drehspulgerät mit solch
großem Drehwinkel und der zufolge der großen Ausdehnung des Luftspaltes h1 in umgekehrtem
Verhältnis verringerten Induktion B in demselben, so besteht eine Ausführungsform der
Erfindung darin, daßdie magnetischen Anschlußstücke, wie z. B. -p1' bzw. q1' (Fig. 1 und 2) der
den Arbeitsluftspalt h1 oder A2 bildenden Pole,
mit Verlängerungen, wie z. B. f1" bzw. q1"
(Fig. ι und 2) oder q&" (Fig. 3) versehen sind,
zum Zweck, insbesondere bei Verwendung von Dauermagneten, diese in tunlichst großer Anzahl,
wie z. B. w2 bis mi (Fig. 2) oder m5, m6
(Fig. 3), bzw. einen großen Querschnitt derselben, magnetisch an das Polsystem anschließen
zu können bei kleiner Winkelausdehnung von dessen magnetischen Anschlußstücken φ1' usw.,
und damit eine hohe magnetische Induktion B in dem ausgedehnten Arbeitsluftspalt A1 oder A2
der Drehspule, bzw. ein tunlichst großes Drehmoment derselben im Verhältnis zu ihrer wirksamen
Amperewindungszahl, bei dennoch kompendiösem Bau des Gerätes zu erzielen, insbesondere
bezüglich seines Durchmessers, Aus letzterem Grunde sind diese Polverlängerungen
p1", q1" usw. am besten in ,achsialer Richtung.
anzuordnen. . .
Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, daß bei dem Gerät nach der Erfindung das. magnetische
Anschlußstück des von der Drehspule umfaßten Innenringpoles, wie z. B. p1' von p1
(Fig. ι und. 2), auf einem antimagnetischen (aus Messing o. dgl.) oder nur schwach paramagnetischen
Verbindungselement (z. B. eine Platte), wie t1 (Fig. 1 und 2), befestigt ist, z. B.
mittels Schraube i3 und Prisonstifte «4, während
dasselbe (t1) anderseits an dem äußeren Gegenpol, wie z. B. q1, q2, qz, am besten an
dessen scheibenförmiger Polplatte, wie z. B. q2 (Fig. 2) oder q$ (Fig. 3), befetigt ist, z. B. mittels
Schrauben, wie z. B. i2 (Fig. 1), zum Zweck,
das Polsystem in einfacher Weise zu einem von den Magneten statisch unabhängigen korn- So
pakten Ganzen zu vereinigen.
Dabei kann dieses Verbindungselement t1
zweckmäßig entweder selbst aus einer Legierung bestehen, deren magnetische Permeabilität mit
steigender Temperatur abnimmt, oder aber eine besondere, aus solcher Legierung bestehende .'
Platte mit anpressen, zum Zweck, den bei steigender Temperatur zunehmenden Ohmschen
Widerstand der Drehspule, mehr oder weniger zu kompensieren. '
Steigt nämlich die Temperatur, so nimmt wohl der Ohmsche Widerstand des Drehspulkreises
in bekanntem, von der Art des verwendeten Leitmateriales abhängigem Maße zu,
. umgekehrt aber die Permeabilität des Thermonebenschlusses t1 ab; es werden von ihm dementsprechend
weniger Kraftlinien des Magneten m1 usw. absorbiert, die nun, durch den Arbeitsluftspalt
A1 oder h2 der Drehspule getrieben,
auf diese einwirken, so daß das Produkt aus Amperewin.dungszahl derselben und der jeweiligen
Größe B der Feldstärke im Arbeitsluftspalt derart mehr oder weniger konstant
erhalten wird innerhalb gewisser praktischer Grenzen. ' .
Dies dürfte in allen den Fällen erwünscht sein, wo es darauf ankommt, daß die durch die sonst
üblichen Kompensationsnebenschlüsse oder Vorschaltwiderstände bedingte Erhöhung der am
Gerät für ein gegebenes Drehmoment erforderlichen Stromstärke bzw. Spannung wegfällt,
bzw. wo z. B. eine nur geringe Spannung zur Verfügung steht, wie bei der Anwendung als
tachometrisches Anzeigegerät in Verbindung mit einer kleinen Unipolarmagnetmaschine für
niedrige Spannung gemäß Patent 245775, oder in Verbindung mit sonstigen Stromquellen
niedrigster Spannung, wie z. B. mit Thermoelementen, namentlich zur Messung ihrer Einzel spannung
oder zur Temperaturmessung mittels derselben usw.
In jedem der Fälle kann das durch Trenn-
linien begrenzte Zwischenstück u (Fig. 2) entweder
aus demselben Material wie das Verbindungselement t1, bzw. wie die erwähnte besondere
legierte Platte, und ev. aus einem Stück mit denselben hergestellt oder gegossen,
oder aber umgekehrt z. B. aus Eisen, Stahl usw. bestehen und mit dem Polstück pv aus einem
Stück hergestellt oder gegossen sein.
Es finden jedoch geringere Kraftlinienverluste
Es finden jedoch geringere Kraftlinienverluste
ίο über den Ausschnitt o1, o1', o1 des, Außenpoles
q1 statt, wenn das. Zwischenstück, wie u
(Fig. 2), nicht dem Polstück ^1' angehört, indem
dieses alsdann weniger tief eder kaum in den Ausschnitt hineinragt. Im Falle von Raummangel
kann das Verbindungselement t1 z. B. in einer Vertiefung o2 desAußenpoles befestigt sein.
Sollen die Magnete des Gerätes, wie z. B. m1,
M2 (Fig. 1) oder wa bis mi (Fig. 2) oder ms, me
(Fig. 3), keine Dauermagnete sein, sondern das Nutzfeld auf elektromagnetischem Wege erzeugen,
so können sie aus Eisen bestehen und mit geeignet bemessenen Wickelungen, wie z. B.
x1, x1 (Fig. 1) bzw. die eine solche andeutenden
Pfeile um m5, m6 (Fig. 3), versehen und von dem
zur Geltung zu bringenden Gleich- oder Wechselstrom o. dgl., oder von einem Spannungsstrom
durchflossen sein.
Dabei kann aber der Elektromagnet, oder im Falle eines Dauermagneten auch dieser, außer
den dargestellten Formen ev. auch jede beliebige andere, also z. B. die allgemein übliche
Hufeisen- oder U-Form haben. Seine Pole N, S sind nur gleichfalls an die besagten Anschlußstellen,
wie z. B. pv bzw. qv oder qh", der den
Luftspalt h1 bzw. A2 bildenden Pole magnetisch
zu verbinden.
Soll das Gerät z. B. als Wattmeter, wenn auch nur für technische Zwecke, z. B. für Motorschalttafeln
usw., dienen, so wird die Wickelung χ1, χ2· usw. des Magneten bekanntlich
am besten an die sich in geringerem Maße ändernde Spannung angelegt, bei Wechselstrom
z. B. unter Vorschaltung eines induktionsfreien Widerstandes oder eines Spannungstransformators,
während die Drehspule d1 oder d3 am
besten von dem veränderlichen Nutzstrom oder parallel zu einem Nebensehluß (Shunt) von einem
Teile desselben durchflossen wird.
Als Strommesser können die Magnet- und die Drehspulwickelung parallel oder in Reihe geschaltet
werden und dergleichen bekannte Schaltungen und Anwendungen mehr.
Soll das Gerät aber als Millivolt- oder Amperemeter, oder als Ampere- oder Voltmeter für
Gleichstrom dienen, so können alle die bekannten Schaltungen mit Kompensationsnebenschluß
zur Korrektion des Temperaturkoeffizienten des Ohmschen Widerstandes des Drehspulkreises,
oder große, nicht mit solchem Koeffizienten behaftete Vorschaltwiderstände zur- Drehspule
Anwendung finden usw.
Bei Anwendung des Drehspulgerätes nach der Erfindung für Wechselströme irgendwelcher
Art wird es meistens erforderlich sein," sowohl den induzierenden Magneten, wie m1, m"- usw.,
als auch die Pole, wie p1, q1 usw., in geeigneter
üblicher Weise aus geblättertem Eisen (Blechen) herzustellen.
Schließlich sei noch. erwähnt, daß das Drehspulgerät
wegen seines großen Drehwinkels und gleichzeitig relativ großen, gleichmäßigen Drehmomentes
mit Vorteil z. B. auch zur Bildung integrierender oder oszillierender Wattstundenoder
Amperestunden-Elektrizitätszähler in bekannter Weise Anwendung finden kann; so z. B. gemäß dem Patent 107429 und der
schweizerischen Patentschrift 12753, oder nach Patent 75502; des ferneren natürlich zur Bildung
von selbstregistrierenden Schreibgeräten bekannter Art.
Als Gegengewicht der Drehspule d1 (Fig. 1)
kann ein Gewicht c1 am Zeigerarm z1 bzw. eine
Verstärkung des letzteren angeordnet sein.
Mittels eines zentralen Bolzens ν (Fig. 2) mit Mutter v' läßt sich z. B. das ganze Magnetsystem
leicht konzentrisch im Gehäuse des Gerätes befestigen.
Claims (3)
1. Elektrisches Drehspulgerät mit von der Drehspule umschlossenem ringförmigen Innenpol,
der sich über mehr als 180 ° erstreckt , und an einer sich nur über einen kleinen
Drehwinkel erstreckenden Stelle mit dem induzierenden Dauer- oder Eloktromagneten
beliebiger Form magnetisch verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß sein konzentrischer
Gegenpol (q1 oder q5), die Drehspule
(d1 oder d&) topfartig von mehreren
Seiten umschließend, über mindestens 180 ° ausgedehnt ist bis auf einen Ausschnitt (o1)
für jene Anschlußstelle (pv) des Innenpols, zum Zweck, durch diese tunlichste Verringerung
des magnetischen Widerstandes des Arbeitsluftspaltes, (h1 oder A2) der Drehspule
im Verhältnis zum Gesamtwiderstand des magnetischen Kreises eine tunlichst geringe magnetische Streuung des induzierenden
Magneten, sowie eine tunlichst homogene Feldstärke (B) in dem Arbeitsluftspalte
trotz dessen großem Drehwinkelbereich zu erzielen, ohne das Herausnehmen und Einsetzen der Drehspule durch eine
Lücke (0) im Ipnenpol zu behindern.
2. Elektrisches Drehspulgerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
magnetischen Anschlußstücke (wie z. B. ftv,
Fig. ι und 2) der den Arbeitsluftspalt (ä1
oder h2) bildenden Pole mit Verlängerungen (wie z. B. p1" bzw. q1", Fig. 1 und 2, oder
qs", Fig. 3) versehen sind, zum Zweck, insbesondere
bei Verwendung von Dauer-
magneten diese in tunlichst großer Anzahl (wie z. B. m*- bis m4·, Fig. 2, oder m5, m6,
Fig. 3), bzw. einen großen Querschnitt derselben, magnetisch an das Polsystem anschließen
zu können bei kleiner Winkelausdehnung von dessen magnetischen Anschlußstücken (pv usw.), und damit eine
hohe magnetische Induktion (B) in den ausgedehnten Arbeitsluftspalt (A1 oder A2) der
Drehspule, bzw. ein tunlichst großes Drehmoment derselben im Verhältnis zu ihrer
wirksamen Amperewindungszahl, bei dennoch kompendiösem Bau des Gerätes zu er-,
zielen, insbesondere bezüglich seines Durchmessers.
3. Elektrisches Drehspulgerät nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das magnetische Änschlußstück des von der Drehspule umfaßten Ringpoles (pv
von p1, Fig. ι und. 2) auf einem antimagnetischen
(aus Messing o. dgl.) oder nur schwach paramagnetischen Verbindungselement (z. B. eine Platte wie t1 Fig. 1 und 2)
befestigt ist, das anderseits an dem äußeren Gegenpol (q1, q2, q3), am besten an dessen
scheibenförmiger Polplatte (q2, Fig. 2, bzw. q5, Fig. 3) befestigt ist, zum Zweck, das Polsystem
in einfachster Weise zu einem von ■ den Magneten statisch unabhängigen Ganzen
zu vereinigen, wobei dieses Verbindungselement zweckmäßig entweder selbst aus einer Legierung besteht, deren magnetische
Permeabilität mit steigender Temperatur abnimmt, oder eine besondere, aus solcher
Legierung bestehende Platte mit anpreßt, um den bei steigender Temperatur zunehmenden
Ohmschen Widerstand der Drehspule mehr oder weniger zu kompensieren.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE297153C true DE297153C (de) |
Family
ID=551471
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT297153D Active DE297153C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE297153C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE750070C (de) * | 1940-06-30 | 1944-12-12 | Drehspulmesswerk der sogenannten unipolaren Bauart | |
| DE937479C (de) * | 1941-07-03 | 1956-01-05 | Cfcmug | Eisengeschlossenes wattmetrisches Elektrodynamometer |
-
0
- DE DENDAT297153D patent/DE297153C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE750070C (de) * | 1940-06-30 | 1944-12-12 | Drehspulmesswerk der sogenannten unipolaren Bauart | |
| DE937479C (de) * | 1941-07-03 | 1956-01-05 | Cfcmug | Eisengeschlossenes wattmetrisches Elektrodynamometer |
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