DE928024C - Magnetische Aufhaengung fuer das drehbare System von Messgeraeten od. dgl., insbesondere von Elektrizitaetszaehlern - Google Patents

Magnetische Aufhaengung fuer das drehbare System von Messgeraeten od. dgl., insbesondere von Elektrizitaetszaehlern

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DE928024C
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Albert Hansen Jun
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R11/00Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption
    • G01R11/02Constructional details
    • G01R11/12Arrangements of bearings

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Description

  • Magnetische Aufhängung für das drehbare System von Meßgeräten od. dgl., insbesondere von Elektrizitätszählern Für den Betrieb vieler Meßinstrumente, wie z. B.
  • Wattstundenzähler, ist es von größter Wichtigkeit, daß alle Ungenauigkeitsursachen soweit als irgend möglich beseitigt werden. Bei Zählern mit umlaufender Ankerachse ergibt sich aber durch die Reibung ein bremsendes Drehmoment, und es ist daher erwünscht, Mittel vorzusehen, um dieses auf einen Mindestwert zurückzuführen. Die üblichen Wattstundenzähler weisen ein Unterlager für die Ankerachse auf, durch welches das Ankergewicht aufgenommen wird. Dieses Unterlager ist im allgemeinen ein Saphirsteinlager und wird unter der Wirkung des Spurzapfens unter Umständen schon in kurzer Zeit zerbrochen oder aufgerauht. Das Aufrauhen hat eine Änderung der Lastkurve zur Folge, indem der Zähler bei bestimmten Belastungen, und zwar insbesondere, wenn er bei geringer Belastung arbeitet, zu langsam läuft. Soweit dies der Fall ist, tritt für das Kraftwerk bei der Energielieferung ein geldlicher Verlust ein, der um so mehr ins Gewicht fällt, als im allgemeinen ein großer Teil der Zähler mehrere Stunden täglich bei geringen Lasten im Betrieb ist.
  • Um diese aufgeführten Schwierigkeiten zu beseitigen, ist es von Zeit zu Zeit bereits versucht worden, eine magnetische Aufhängung zur teilweisen oder vollständigen Abstützung des drehbaren Systems umlaufender Geräte, wie beispielsweise Wattstundenzähler, unter Verwendung von Dauermagneten. zu erhalten, indem von der magnetischen Anziehung Gebrauch gemacht wurde. Diese Versuche führten jedoch bisher zu keinem Erfolg und ergaben keine in der Praxis zu verwendende Lösung, so daß bisher die Abstützung der Achse mittels Spurlager als die normale Ausführung beibehalten werden mußte. Bei magnetischen Aufhängevorrichtungen konnte außerdem bisher keine genügende Stabilität für das drehbare System in der horizontalen und/oder in der vertikalen Ebene erreicht werden. Weiterhin hatten gewisse, beim Betrieb von Wattstundenzählern in Betracht kommende besondere Verhältnisse der praktischen Einführung solcher Aufhängungen entgegengestanden.
  • Die Erfindung beschäftigt sich mit einer magnetischen Aufhängung und Anbringung für das drehbare System von Meßgeräten od. dgl., die die vorerwähnten Nachteile und Schwierigkeiten beseitigt und bei einfacher und derber Bauart in der vertikalen Richtung magnetisch stabil ist, gegen entmagnetisierende Stromstöße, gegen Temperatureinflüsse, gegen Hysterese- und Wirbelstromwirkungen unempfindlich ist sowie ebenfalls die Drehbewegung nicht beeinflußt. Durch die magnetische Aufhängung kann das Gewicht des drehbaren Systems mehr oder weniger vollständig aufgenommen werden, so daß dieses unter Umständen einfach schwebend gehalten wird. Zweckmäßig läßt sich das mit einer Ausführung erzielen, bei der zwei in der Längsrichtung polarisierte, zylindrische Dauermagnete von hoher Koerzitivkraft benutzt werden. Diese Magnete können dann in axialer Symmetrie so angeordnet sein, daß der eine den anderen konzentrisch umschließt, während die Zylinderachsen vertikal und gleichachsig mit dem drehbaren System liegen. Die Anordnung der Magnete ist zugleich so, daß sie aufeinander an jedem Ende eine Anziehung ausüben und damit die einander zugeordneten Enden in die gleiche horizontale Ebene zu bringen suchen. Der eine Magnet ist an dem Zählerrahmen befestigt, der andere dagegen an der drehbaren Achse oder dem abzustützenden drehbaren System und innerhalb des fest eingebauten Magnets. Bei einer derartigen Anordnung schwebt der bewegliche Magnet frei innerhalb des festliegenden, und zugleich wird das ganze Gewicht des drehbaren Systems schwebend gehalten, so daß es vollständig frei von jeder Bremswirkung wird, die sich infolge einer vertikalen Lastkomponente ergeben könnte. Geeignete Führungslager sind am oberen und unteren Ende der Achse angeordnet und sichern das bewegliche oder drehbare System gegen seitliche Verschiebung. Durch die Magnete wird auch eine zentralisierende Kraft hervorgebracht, die sich mit wachsender Last vergrößert.
  • Die Erfindung soll nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert werden. Sie ist dabei in Verbindung mit einem Einphaseninduktionszåhler veranschaulicht.
  • Fig. I und 2 geben in Seiten- und Vorderansicht den Zähler in der vertikalen Betriebslage wieder; Fig. 3 entspricht der Fig. I, jedoch mit der Abweichung, daß die Grundplatte des Zählers horizontal liegt, also eine Lage einnimmt, wie sie beim Versand in Betracht kommt; in der Fig. 4 ist die Lagerung des drehbaren Systems mit der magnetischen Aufhängung in einem größeren Maßstabe gesondert dargestellt und in Fig. 5 schließlich eine etwas abgeänderte Ausführung.
  • Der Zähler weist die übliche Grundplatte 10 und einen Rahmen I2 auf, der auf der Grundplatte befestigt ist, sowie weiterhin eine Kappe I4, um die wirksamen Teile einzuschließen. Die Laufachse i6 ist im Betrieb vertikal angeordnet .und besteht zweckmäßig aus einem Werkstoff von verhältnismäßig geringem Gewicht, beispielsweise Aluminium.
  • Sie ist für den Umlauf durch eine Mehrzahl von Führungsmitteln I8 und 20 gehalten, die am oberen und unteren Ende der Ankerachse sich befinden und eine geeignete Bauart aufweisen, um ein Mindestmaß von Reibung für das bewegliche oder - drehbare Element 16 zu ergeben. Der Aufbau des Unterlagers 20 umfaßt einen einstellbar angeordneten, ringförmigen, zur Aufnahme des Seitendruckes geeigneten Lagerteil 21 und einen Zapfen 22 von geringem Durchmesser, der am Ende der Ankerachse I6 angebracht ist. Der Zapfen 22 tritt durch den ringförmigen Lagerteil 21 hindurch bzw. ist in diesem gelagert und damit in- seiner Lage festgelegt.
  • Der Lagerteil 21 selbst ist in einer Ausnehmung 23 am Ende eines Stöpsels bzw. Trägers 24 angeordnet.
  • Der Stöpsel 24 ist in eine hohle Buchse 25 eingesetzt, die mit einem Außengewinde bei 26 in eine angezapfte Offnung eines fest fstehenden Armes 28 eingeschraubt ist, der sich am unteren Ende des Zählerrahmens befindet. Die Buchse 25 kann in dem Arm 28 verstellbar angeordnet sein, um den Lagerteil 21 in geeigneter Weise einstellen zu können, und läßt sich in einer gegebenen Lage durch ein entsprechendes Mittel, beispielsweise eine Halteschraube 30, festklemmen. Der Lagerteil 21 kann aus irgendeinem geeigneten Werkstoff hergestellt sein, z. B. einem mit Harz getränkten Gewebe, wie es unter dem Namen Textolite bekannt ist, oder einem für die üblichen Edelsteinlager benutzten Werkstoff.
  • Der Aufbau des oberen Seitendrucklagers IS umfaßt einen Lagerteil 31 ähnlich dem Lagerring 21 und einen verhältnismäßig langen elastischen Zapfen 32 von kleinem Durchmesser, der an einem Tragglied 34 befestigt ist. Der Lagerteil 3', durch den der Zapfen 32 hindurchtritt, ist in eine Ausnehmung 35 am oberen Ende der Ankerachse eingebaut. Die Ausnehmungen 23 und 35 können mit einem Schmiermittel gefüllt sein, sofern dies erwünscht ist. Das Tragglied 34 weist einen Hohlraum oder eine Ausnehmung 36 auf, um die Verwendung eines langen Zapfens zu ermöglichen, der die gewünschte Elastizität besitzt, wie dies nachstehend noch näher erläutert werden wird. Das Tragglied 34 ist seinerseits in einer Durchbrechung 37 eines Armes 38 angeordnet, der am oberen Ende des Rahmens 12 befestigt ist. Eine Halteschraube 39 ermöglicht es, das Tragglied 34 in bezug auf den Arm 38 nach Wunsch einzustellen. Durch die Ausführung der Zapfen 22 und 32 mit kleinem Durchmesser wird erzielt, daß die keibungskräfte an den beiden den Seitendruck aufnehmenden Lagern nur mit einem kleinen Radius wirken.
  • Mit der Ankerachse I6 ist eine stromleitende Scheibe verbunden, die mit dem in der Zeichnung nicht sichtbaren üblichen Triebmagnetsystem zusammenwirkt, so daß die Achse I6 sich der gemessenen Menge entsprechend dreht. Wie an sich bekannt ist, sind bei Wechselstromwattstundenzählern, die beispielsweise ein einziges Triebsystem aufweisen, zwei Wechselstrommagnete vorhanden, von denen der eine durch den Strom und der andere durch die Spannung des Stromkreises erregt wird, in dem der Energieverbrauch gemessen werden soll, wobei jeder der beiden Magnete in der Ankerscheibe phasenverschobene Wirbelströme induziert.
  • Der Antrieb der Scheibe ergibt sich aus dem Zusammenwirken des Feldes eines Magnets mit dem durch den anderen in der Scheibe hervorgebrachten Strom. Zwei übliche Bremsmagnete 46, deren jeder einen zum Aufnehmen der Scheibe 44 geeigneten Luftspalt zwischen den Polen besitzt, liefern ein Magnetfeld, das dem Umlauf der Scheibe 44 entgegenwirkt und deren Geschwindigkeit dem gemessenen Energieverbrauch proportional macht.
  • Ein geeigneter Zählmecbanismus 48 wird mittels einer auf der Ankerachse angeordneten Schnecke 51 über das Rad 56 entsprechend der Umlaufbewegung der Ankerachse angetrieben und zeigt damit die während eines Zeitraumes gemessene Energieentnahme an.
  • Durch die Wirkung der Wirbelströme an der Scheibe 44 und des ständig in einer Richtung verlaufenden Magnetflusses der Bremsmagnete kann eine schwingende Bewegung der Scheibe und der Ankerachse eintreten. Die Verbreiterung des Spannungstriebfiusses verursacht ebenfalls eine Schwingbewegung. Indem man den Zapfen 32 sehr elastisch macht, werden die durch diese Schwingbewegung sich ergebenden Laufgeräusche wesentlich vermindert.
  • Um das aus der Achse und der Scheibe 44 bestehende Umlaufelement genau und wirksam magnetisch aufzuhängen, ist eine Magnetanordnung ; vorgesehen, bei der zwei Dauermagnete 54 und 56 benutzt werden. Diese Magnete sind als Hohlzylinder ausgebildet und teleskopartig angeordnet, wobei die Zylinderachsen vertikal liegen und miteinander zusammenfallen. Die Magnete befinden sich also in konzentrischer Anordnung oder in axialer Symmetrie derart, daß ein Magnet den anderen umschließt. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der hohlzylindrische Magnet 56 auf das Ende der Ankerachse I6 aufgepreßt und konzentrisch innerhalb des Magnets 54 angeordnet.
  • Natürlich läßt sich, obgleich diese Anordnung der Magnete wegen ihrer besonderen Einfachheit und der Möglichkeit, den drehbaren Magnet mit kleinem Durchmesser auszuführen, vorzuziehen ist, die gegenseitige Lage des festen und des drehbaren Magnets grundsätzlich auch umgekehrt wählen. Die Befestigung des Magnets 56 auf dem Umlaufelement läßt sich im übrigen statt durch Aufpressen auch in anderer Weise bewerkstelligen, beispielsweise durch Aufkitten. Der hohlzylindrische Magnet 54 ist bei dem Ausführungsbeispiel durch eine Preßverbindung in einem geeigneten nicht magnetischen, hülsenartigen Teil 58 gehalten, der zweckmäßig aus einem gut stromleitenden Werkstoff, wie Kupfer oder Messing, hergestellt und bei 60 mit einem Schraubgewinde versehen ist, mit dem er auf das Tragglied 34 aufgeschraubt werden kann. Mit Hilfe der Halteschraube 39 kann der fest angeordnete Magnet 54 gegenüber dem oberen Stützarm 38, dem unteren Arm 26 und dem Bremsmagnet 46 verschiedlen! eingestellt werden, um für die Scheibe 44 die richtige Lage in. den Luftspalten der Bremsmagnete zu erzielen. Das Einstellen der Scheibe 44 läßt sich noch dadurch erleichtern, daß auch das Tragglied 34 und die Durchbrechung 37 des Armes 38 mit Sc'hraubgewinde versehen werden. Der Magnet 54 und sein Träger 58 können des besseren Aussehens halber abgeschrägt werden, wie dies bei 55 gezeigt ist.
  • Jeder der Magnete 54 und 56 ist in Richtung der Längsachse des Zylinders magnetisiert, jedoch ist dabei die Magnetisierungsrichtung für die beiden Magnete verschieden. Sie sind axial derart zueinander angeordnet, daß die Pole des einen Magnets jeweils zu gleichnamigen Polen des anderen Magnets benachbart liegen und beide Magnete zusammen damit einen geschlossenen Flußpfad ergeben. Die Figuren lassen im übrigen ersehen, daß die wirksame Zone des oberen Pols des umlaufenden und axial beweglichen Magnets 56 oberhalb der sogenannten neutralen Zone des fest stehenden Magnets liegt, also der Ebene, in der sich seine Polarität beim Übergang von einem Ende nach dem anderen umkehrt. Auf diese Weise ergibt sich eine Anziehungskraft an jedem Ende, zugleich aber eine Abstoßungskraft zwischen dem oberen Pol des drehbaren Magnets und dem unteren Pol des fest stehenden Magnets. Da die Pole des äußeren Magnets in radialer Richtung weiter von der Drehachse abliegen als die mit ihnen zusammenwirkenden Pole des umlaufenden Magnets, befindet sich der fest stehende Magnet immer außerhalb des Weges einer Axialbewegung des drehbaren Magnets.
  • In der Fig. 5 ist eine etwas geänderte Magnetanordnung 52a veranschaulicht. Die Magnete 54 und 56 sind danach von einem Schirmteil 62 umschlossen, der aus einem geeigneten magnetischen Material von hoher Permeabilität besteht, wie beispielsweise weichem Eisen. Der Magnet 54 ist in einem nicht metallischen, haubenartigen Tragglied 58a gehalten, das im allgemeinen aus einem plastischen oder Preßmaterial hergestellt sein kann. Jeder der Magnete ist an seiner Oberfläche mit einer Hülle aus gut stromleitendem Werkstoff. vorzugsweise einer Kupferplattierung. abgedeckt. Sofern dies gewünscht wird, kann auch das Tragglied 58a aus stromteitendem Werkstoff bestehen. Diese aus der Fig. 5 zu entnehmenden Maßnahmen können einzeln oder gemeinsam bei der Anordnung nach Fig. 4 benutzt werden. Auf der Ankerachse I6 sitzt ein Zahnrad5Ia> das ein Zahnrad50b von großem Durchmesser antreibt, wobei dann das letzere den Antrieb des Zählwerkes bewirkt. Eine derartige Ausbildung des Getriebes ist besonders in den Fällen zweckmäßig, wo ein größeres Drehmoment erforderlich ist, um den Zähl- od. dgl. Mechanismus anzutreiben, weil dabei auf die Scheibe 44 eine Wirkung im Sinne einer Änderung der axialen Lage im Luftspalt 47 wegfällt, die bei der Ausführung nach Fig. 4 auftreten kann. Statt dessen kann auch eine an sich bekannte Magnetkupplung für die Bewegungsübertragung von der Ankerachse auf den Zähl- od. dgl. Mechanismus benutzt werden.
  • Dies ist ein hinsichtlich der Meßgenauigkeit wichtiger Gesichtspunkt wegen des hohen Flußgefälles der hochkoerzitiven Werkstoffe, die für den Aufbau der Bremsmagnete benutzt werden.
  • Mit Rücksicht auf den beschränkten zur Verfügung stehenden Raum, die durch Verwendung eines Normalrahmens mögliche Kostenersparnis, die besonderen, bei Betrieb von Wattstundenzählern vorliegenden Verhältnisse und andere Gesichtspunkte, auf die noch später eingegangen werden wird, ist es wichtig, für die Dauermagnete 54 und 56 einen Werkstoff zu verwenden, der eine verhältnismäßig hohe Koerzitivkraft hat und andererseits verhältnismäßig unempfindlich gegenüber den vorkommenden Temperaturänderungen ist. Als zweckmäßig hat sich insbesondere ein magnetischer Werkstoff erwiesen, der eine Koerzitivkraft von 8oo Orsted hat und eine restliche Induktion von wenigstenfs I000 Gauß aufweist, weil eine magnetische Aufhängung, bei der diese Verhältnisse zutreffen, in solcher Größe bzw. mit solchen Abmessungen ausgeführt werden kann, wie dies in bezug auf das Umlaufelement des Wattstundenzählers praktisch besonders geeignet erscheint.
  • Grundsätzlich läßt sich eine brauchbare Aufhängung aber mit Magneten von weitgehend abweichenden und unter den angegebenen Werten liegenden magnetischen Eigenschaften ebenfalls erzielen. Wenn die Eigenschaften des magnetischen Werkstoffes unter die vorstehend angegebenen Mindestwerte heruntergehen, hat dies jedoch zur Folge, daß die Länge der Magnete des magnetischen Aufhängungssystems einen verhältnismäßig großen Teil der Gesamtlänge des beweglichen Systems ausmacht.
  • Als besonders -günstig für die Ausführung der Erfindung hat sich eine Legierung erwiesen, die im wesentlichen aus Kupfer, Nickel und Kobalt besteht. Derartige Legierungen sind hergestellt worden mit einer Koerzitivkraft zwischen ungefähr 100 bis 950 Orsted und einer restlichen Induktion zwischen mehr als I000 bis ungefähr 8ooo Gauß, Eine Legierung mit etwa 60 O/o Kupfer, 20 O/s Nickel und 20°/o Kobalt hat besonders befriedigende Ergebnisse erzielen lassen, jedoch kann die prozentuale Zusammensetzung in weiten Grenzen geändert werden. Beispielsweise können 50 ovo Kupfer, 25 Q/0 Nickel und 25 O/o Kobalt in Betracht kommen oder auch Legierungen aus Kupfer, Nickel und Kobalt mit einem oder mehreren anderen Bestandteilen. Wenn die Magnete aus einer Legierung der an erster Stelle angegebenen Zusammensetzung hergestellt sind, ist ihre Koerzitivkraft ungefähr 950 Örsted und ihre restliche Induktion ungefähr 2I00 Gauß, und diese Magnete sind bei geeigneter .Alterung vor ihrer Verwendung in dem Zähler gegen Temperatureinflüsse außerordentlich unempfindlich. Bei Legierungen dieser Art braucht die Endform auch nicht notwendig durch Gießen erzielt zu werden, da sie leicht durch Bearbeitung auf gewünschte Abmessungen gebracht wird. Diese Möglichkeit einer Bearbeitung durch Bohrer und andere schneidende Werkzeuge bedeutet einen großen Vorteil für die Fabrikation und ergibt wesentliche Ersparnisse an Zeit und Kosten, besonders mit Rücksicht darauf, daß die inneren Hohlräume oder Lochungen, die bei den zylindrischen Magneten hergestellt werden müssen, nur einen kleinen Durchmesser aufweisen.
  • Hinsichtlich der Länge der für die magnetische Aufhängung benutzten Magnete 54 und 56 ist es am günstigsten für die zu erzielende Wirkung, wenn beide Magnete im wesentlichen die gleiche Länge besitzen. Sofern ein Magnet länger ist als der andere, vergrößert sich die für eine gegebene Gewichtszunahme eintretende Verlagerung, so daß das System schwieriger einzustellen ist, besonders in bezug auf die Lage der Ankerscheibe in den Luftspalten der Bremsmagnete.
  • Für den Betrieb des Zählers werden die Teile in der beschriebenen Weise zusammengebaut, und der fest stehende Magnet wird vertikal derart eingestellt, daß der drehbare Magnet eine Aufwärts- oder Abwärtsbewegung erfährt, bis die Ankerscheibe die richtige Lage in den Luftspalten der Bremsmagnete einnimmt. Wenn die Scheibe durch das Triebsystem in Umlauf versetzt wird, dann wird das drehbare System einschließlich des drehbaren Aufhängemagnets sowie der Scheibe und der Achse, die er trägt, infolge der Magnetwirkung schwebend gehalten, da es von der Schwerewirkung vollständig frei gemacht ist, soweit eine vertikale Komponente in Betracht kommt. Die teleskopische oder konzentrische Anordnung der Magnete, so daß ihre zusammenwirkenden Pole in der Querrichtung bzw. Radialrichtung verschiedenen Abstand von der Achse aufweisen, gewährleistet bei der vertikalen Lage unter allen Umständen einen Luftspalt zwischen den zusarnmenwlirkenden Polen, und das System ist, unabhängig von dem an dem drehbaren Magnet hängenden Gewicht, bis zu dessen höchstmöglichem Wert im Gleichgewicht. Sofern an dem drehbaren Magnet kein Gewicht hängt, nimmt er eine neutrale oder Nullstellung ein, in der seine Enden etwa in der gleichen horizontalen Ebene mit den entsprechenden Enden des fest stehenden Magnets liegen, oder liegt doch in bezug auf den fest stehenden Magnet im wesentlichen symmetrisch. Praktisch ist eine solche Lage jedoch nicht zu erreichen, einerseits wegen des Eigengewichts des Magnets, andererseits wegen der an sich geringen Reibung in den Führungslagern.
  • Bei einer Gewichtsbelastung des drehbaren Magnets bewegt dieser sich vertikal nach unten, bis die Fluß änderung bei einer gegebenen Gewichtszunahme ein Maximum wird. Eine wabrscheinliche Erklärung dafür ist, daß, obgleich die entsprechenden Nofd- und Südpole der beiden Magnete mit wachsendem Gewicht ihren Abstand vergrößern, das System trotzdem innerhalb des Bereiches seiner maximalen Tragfähigkeit stabil bleibt, weil mit dem Absenken des drehbaren Magnets sein oberer Pol sich dem unteren Pol des fest stehenden Magnets nähert und, da dies ein gleichnamiger Pol ist, eine zunehmende Abstoßungskraft sich ergibt, deren vertikale Komponente den drehbaren Magnet aufwärts zu treiben sucht. Es hat sich herausgestellt. daß bei der Gewichtsbelastung des drehbaren Magnets über einen weiten Bereich eine im wesentlichen lineare Beziehung zwischen der Hub- oder Tragkraft und der vertikalen. Verlagerung des Magnets besteht. Diese Beziehung gilt auf alle Fälle für Gleichgewichtsbelastungen, wie sie bei Wattstundenzählern in Betracht kommen. Auf diese Weise wird das drehbare System, wenn es durch eine zufällige Störkraft nach oben oder unten verstellt wird, mit dem Aufhören dieser Kraft alsbald in seine ursprüngliche Lage zurückkehren, also die eingestellte Schwebelage wieder einnehmen, in der es frei aufgehängt ist und keiner Unterstützung durch ein das Gewicht aufnehmendes Drucklager bedarf.
  • Die Vertikalbewegung des drehbaren Systems wird natürlich dadurch begrenzt, daß die Polenden der Bremsmagnete, die durch den gewünschten Luftspalt 47 getrennt sind, gegen die Scheibe 44 treffen.
  • In der Fig. 3 ist veranschaulicht, wie sich dies vorteilhaft für den Versand der Zähler ausnutzen läßt.
  • Wenn die Magnete 54, 56 nicht das schwebende System zu stützen haben, beispielsweise die Grundplatte eine horizontale Lage einnimmt, ist die magnetische Anziehung groß genug, um die Scheibe44 nach links gegen die oberen Polenden der Bremsmagnete zum Anliegen zu bringen, wie dies bei 66 gezeigt ist. Damit wird ein Vibrieren und Klappern der Teile verhindert. Überdies ergibt sich eine Ersparnis an Zeit und Kosten, da es sonst, um Zähler für den Versand herzurichten, vielfach üblich ist, einen Keil oder eine Feder zu verwenden, um die Ankerscheibe in einer gegebenen Lage festzuhalten.
  • Im übrigen ist zu berücksichtigen, daß die Abstoßungskraft, die sich aus dem Zusammenwirken der gleichnamigen Pole ergibt, auch eine horizontale Komponente hat und daß die gleichnamigen Pole sich einander nähern, wenn der drehbare Magnet gegenüber dem fest stehenden sich nach unten bewegt, diese Komponente mit wachsendem Gewicht größer wird, woraus sich radiale Kräfte im Sinne einer Zentrierung des drehbaren Magnets ergeben. Diese zentrierende Kraft ist von wesentlicher Bedeutung für das Arbeiten lder erfindungsgemäßen Vorrichtung. Sie bewirkt eine seitliche Stabilität mit dem Erfolg, daß eine geringe seitliche Verlagerung des aufgehängten Systems gegenüber den Führungslagern nicht einen stärkeren seitlichen Druck an den Lagern herbeiführt. Im Hinblick auf diese erwünschte Wirkung einer Verminderung des Seitendrucks empfiehlt es sich, den drehbaren Magnet in einer solchen Lage schwebend zu halten, daß die Zone seines oberen Pols nahe der neutralen Zone des fest stehenden Magnets liegt.
  • Daß die beiden Magnete in einem möglichst geschlossenen Flußpfad liegen, ist höchst w,irkungsr voll und vorteilhaft. Da die magnetomotorische Kraft jedes Magnets die des anderen unterstützt, wirken beide Enden der Magnete im Sinne eines Anhebens des drehbaren Elementes. Der magnetische Widerstand des Magnetkreises ist erheblich verringert, und der Streufluß verringert sich auf einen Mindestwert, so daß die nutzbare magnetische Energie der beiden Magnete in der wirksamsten Weise ausgenutzt wird. Es können infolgedessen viel kürzere Magnete verwendet werden, was eine wesentliche Materilalersparnis bedeutet und weiterhin für die Möglichkeit von großer Wichtigkeit ist, eine magnetische Aufhängung und Führungsteile zu verwenden, die innerhalb der normalen vertikalen Länge der Ankerachse untergebracht werden können, s;o daß die Abmessungen des Zählers nicht vergrößert werden müssen. Aus der Möglichkeit, einen normalen Zählerrahmen zu verwenden, ergibt sich eine erhebliche Kostenersparn,is, und weiterhin lassen sich damit vorhandene Zähler noch nachträglich in einfacher Weise mit einer magnetisehen Aufhängung ausrüsten.
  • Dadurch, daß die magnetomotorischen Kräfte der beiden Magnete einander im wesentlichen unterstützen, kann die Vorrichtung auch verhältnismäßig unempfindlich gegen kleine seitliche Abweichungen oder eine Exzentrizität der drehbaren Magnete mit kleinem Durchmesser gemacht werden, denn eine derartige Anordnung gestattet die Verwendung verhältnismäßig großer ringförmiger Luftspalte zwischen den Magneten, so daß der drehbare Magnet eine merldiche Bewegung seitlich oder exzentrisch ausführen kann, ohne eine nennenswerte Vergrößerung der Kraft zu bewirken, die ihn aus der zentrischen Lage zu entfernen sucht. Mit anderen Worten bedeutet dies, daß das drehbare System besser in die Lage versetzt wird, unausgeglichenen- seitlichen Drucken zu widerstehen, die auf es ausgeübt werden.
  • Die Anordnung der Magnete in axialer Symmetrie, so daß der bewegl,iche Magnet um seine Polachse rotiert, ist insofern ebenfalls von Wichtigkeit, als damit die Hysterese- und die Wirbelstromwirkungen auf einen Mindesitwert heruntergedrückt werden können. Wenn die Magnete aus homogenem magnetischem Material zusammengesetzt und gleichmäßig magnetisiert sind, besteht zwischen dem fest stehenden und dem beweglichen Magnet immer ein im wesentlichen gleichförmiger radialer Fluß bzw. ein gleichförmiges magnetisches Potential, so daß Hysterese- und Wirbelstromwirkungen nicht auftreten können. Soweit derartige Wirkungen vorhanden sind, ergeben sie Schwierigkeiten beim Anlauf sowie ein bremsendes Drehmoment an dem dreh- baren System während seines Umlaufes, und sie vermindern die Wirksamkeit der Aufhängung.
  • Es gibt im Betrieb der Wattstundenzähler überhaupt verschiedene wichtige Wirkungen, die eine Beeinflussung der für die Aufhängung des umlaufenden Systems benutzten Magnete ergeben können.
  • So besteht bei Dauermagneten bekanntlich eine diesen innewohnende Neigung, im Laufe der Zeit sich allmählich zu schwächen. Auch magnetische Störungen oder Temperaturänderungen können eine solche Schwächung herbeiführen. Die in Verbrauchernetzen von Kraftwerken eingebauten Zähler unterliegen im allgemeinen unter den dabei in Betracht kommenden Bedingungen zwei Arten magnetischer Störungen. Einerseits kann auf der Verbraucherseite des Zählers ein Kurzschluß auftreten, der kurzzeitig einen Strom von hundert- bis tausendfacher Stärke des Zählernenustromes durch die Stromspule oder -spulen fließen läßt, ehe die Sicherungen oder Unterbrecher den Stromkreis öffnen. Andererseits ist es möglich, daß der Zähler vorübergehend für sehr kurze Zeit einer ueber spannung oder einem Überstrom unterworfen wird, besonders im Falle eines durch einen Blitzschlag verursachten Stromstoßes. Derartige B'-ktzstromstöße können von verschiedenster Stärke sein bis zu einem Wert, der genügt, den Zähler zu verbrennen oder seine Isolation zu zerstören, aber häufig sind diese Stromstöße dazu nicht ausreichend und bewirken lediglich kurzzeitig einen ungewöhnlich starken Strom in der Spannungswicklung des Zähler.s. Wenn eine dieser Störungsarten eintritt oder auch beide gemeinsam, ergeben sich um die Zählerspulen herum starke magnetische Felder, und ihre Eisenkörper können vollständig gesättigt werden, so daß erhehiicbe Streufelder hervorgerufen werden. Diese möglichefweise auftretenden Felder können in der Größenr ordnung des Hundert- oder gar Tausendfachen des Normalwertes der Streufelder sein, denen die Aufhängemagnete gewöhnlich unterworfen sind, und da sie gewöhnlich Idurch VV;echselstrom hervorgebracht werden, wirken sie entmagnetisierend.
  • Infolge der Eigenschaften des Werkstoffes, aus dem die Dauermagnete 54, 56 bestehen, und des Umstandes, daß sie vor dem Einbau in den Zähler einer Entmagnetisierung durch einen Wechselstrom unterworfen werden, läßt sich erreichen, daß diese Magnete ihren Magnetismus weitgehend konstant halten und Wattstundenzähler, die mit der eridungsgemäß en magnetischen Aufhängung versehen sind, ihre gute Wirksamkeit praktisch unbeschränkt behalten. Diese Wechselstromentmagnetisierung, der die Magnete absichtlich unterworfen werden, indem man enne gewisse Zahl entmagnetisierender Amperewindungen auf sie wirken läßt, macht sie in einem wesentlich erhöhten Maße widerstands fähig gegen Stromstöße, so daß das Vorstehende selbst dann zutrifft, wenn ein außerordentlich starkes Störfeld in der Nähe der Aufhängemagnete hervorgebracht werden sollte. Die Zahl der enttnagnet,isierenden Amperewindungen für die Längeneinheit bildet in weitem Umfange ein Maß für die Unabhängigkeit eines gegebenen Magnets. gegenüber entmagnetisierenden Einflüssen, wie Stromstößen der vorerwähnten Art. Bisher hat man vielfach magnetische Schirme benutzt, um die Magnete gegen die entmagnetisierenden Wirkungen von Stromstößen zu schützen, aber dieses Mittel ergibt nur einen teilweisen Schutz gegen derartige Stromstoßwirkungen da es fast unmöglich ist, eine magnetomotorische Kraft durch einen magneüschen Schirm vollständig abzufangen.
  • Wegen der Möglichkeit, das Entmagnetislierungsprinzip in dem notwendigen Maße auf die hochkoerzitiven Werkstoffe anzuwenden, hat es sich als nicht unbedingt erforderlich erwiesen, entweder einen magnetischen oder einen stromleitenden Schirm in Verbindung mit der Anordnung nach Eig. - 4 zu verwenden. In gewissen Fällen, insbe sondere wenn ein äußerst enger Zusammenbau erforderlich ist, so Idaß die Aufhängemagnete sehr dicht neben den Arbeitsspulen des Zählers angebracht werden müssen, empfiehlt es sich jedoch, einen stromleitenden Schirm oder einen magnetischen Schirm oder beide zu verwenden, wie dies die Fig. 5 zeigt. Der magnetische Schirm ergibt einen gewissen Schutz der Magnete gegen die Wirkung stetiger oder gleichförmiger äußerer Felder einschließlich derjen,igen von geringer Frequenz; der kupfer- oder stromleitende Schirm schützt die Magnete in gewissem Umfange vor Hochfrequenzstromstößen und Sprungwellen, wie sie infolge Blitzschlages oder beim Schalten- auftreten können.
  • Wattstundenzähler, bei denen die erfindungsgemäße magnetische Aufhängung benutzt wird; wie sie in Fig. 4 veranschaulicht ist, und deren Aufhängemagnete im wesentlichen aus einer Kupfer-Ntilckel-Kobalt-Legierung bestimmter Zusammensetzung bestehen, sind in geräuschfreien Räumen im Vergleich mit solchen der bisherigen normalen Ausführung mit Kugel- und Zapfenlager untersucht worden. Bei Lasten zwischen 200 und 400°/o der Nennlast wurde dabei festgestellt, daß der Zähler mit dem Kugel- und Zapfenlager klapperte oder jedenfalls ein durch den Führungsteil des Unterlagers verursachtes und durch die Ankerscheibe verstärktes Geräusch ergab, das darauf zurückzuführen ist, daß die Kugel über den Radius der Edel steinschale auf und ab gleitet. Die Wattstundenzähler mit einer magnetischen Aufhängung gemäß der Erfindung zeigten demgegenüber einen vollständig ruhigen Lauf bis zu 6oo 0/o der Nennlast. Außerdem ändert sich bei den Zählern mit Kugel und Zapfenlager bei hohen Lasten die Lage der Anlçerscheibe in dem Luftspalt der Bremsmagnete, weil die Kugel an der Seite des Unterlagers hochzuklettern sucht.
  • Infolge des hohen Flußgefälles oder auch der ungleichen Flußverteilung über die Breite des Luftspaltes solcher Brenismagnete tritt, wenn sie, wie es gewöhnlich der Fall ist, aus hochkoerzitivem Werkstoff bestehen, mit dieser Lageänderung der Ankerscheibe eine erhebliche Mderung der geeichten Werte ein. Bei der Untersuchung einer Vorrichtung nach Art der Fig. 4 wurde auch noch ein genügender Strom durch die Arbeitsspulen des Zählers ge- schickt, um diese Spulen zu zerstören, aber selbst unter dieser Bedingung konnte keine nennenswerte Lageänderung der Ankerscheibe in den Luftspalten der Bremsmagnete festgestellt werden.
  • Gewöhnhcbe Wattstundenzähler können Temperaturänderungen zwischen 600 unter Null und I00° über Null unterliegen. Auch hierbei ändert sich, wie ebenfalls durch Versuche festgestellt werden konnte, die Lage der Ankerscheibe in den Luftspalten der Bremsmagnete nicht.
  • Da.mit hat die erfindungsgemäße magnetiscbe Aufhängung sich als geeignet erwiesen, den bes-onderen Bedingungen und störenden Einflüssen, die beim Betrieb von Wattstundenzählern zu berücksichtigen sind, mit vollem Erfolg zu genügen. Sie eignet sich aber auch für die Aufhängung der drehbaren Systeme der verschiedensten sonstigen Arten von Meßgeräten. Dabei ergibt sie eine größere Genauigkeit der Registrierung oder Anzeige, weil die Lagereibung vermindert ist. Weiterhin macht sie eine häufige Nachprüfung unnötig, so daß dadurch eine Verminderung der laufenden Kosten erzielt wird.
  • Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen ist angenommen, daß die Aufhängemagnete auf der oberen Seite der Ankerscheibe angebracht sind, um sie möglichst weit von den Spulen des Triebsystems zu entfernen, und weil damit die günstigste Raumausnutzung zu erzielen ist. Grundsätzhch ist es aber auch möglich, die Magnete irgendwo, sonst längs der Ankerachse anzuordnen. Der Zähler, bei dem die Aufhängevorrichtung benutzt wird, kann im übrigen natürlich ein Mebrphasenzähler sein, wobei die Triebsysteme auf eine oder mehrere Ankerscheiben wirken können. Statt der rohrförmigen Magnete in hoblzyhndrischer Form läßt sich die Ausführung weiterhin noch so treffen, daß entweder die Innenfläche des äußeren Magnets oder die Außenfläche des inneren Magnets der Außenfläche eines vielkantigen Körpers entspricht.

Claims (11)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Magnetische Aufhängung für das drehbare System von Meßgeräten od. dgl., insbesondere von Elektrizitätszåhlern, dadurch gelsenlnzeichnet, daß zwei Dauermagnetkörper, vorzugsweise gleicher axialer Länge, von denen der eine fest stehend, der andere mit dem drehbaren System verbunden ist, teleskopartig ineinandergreifend gleich.achsig angeordnet und beide in axialer Richtung, aber in entgegengesetztem Sinne magnetisiert sind.
  2. 2. Magnetische Aufhängung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Teil des drehbaren Magnets im Betrieb zwischen dem oberen Ende und der neutralen Zone des fest stehenden Magnets liegt, so daß im Betrieb vorzugsweise die beiden Pole des fest stehenden Magnets auf den oberen Pol des drehbaren Magnets vertikale Kraftkomponenten gleicher Richtung ergeben.
  3. 3. Magnetische Aufhängung nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der fest stehende Magnet zur Regelung der Betriebslage des drehbaren Systems axial einstellbar ìst.
  4. 4. Magnetische Aufhängung nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das drehbare System im Betrieb vollständig schwebend gehalten wird und beide Lager als einfache Führungslager ausgebildet sind.
  5. 5. Magnetische Aufhängung nach Anspruch I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß beim Umlegen des Zählers in die horizontale Lage die auftretende Verschiebung des drehbaren Systems in axialer Richtung durch Auftreffen der Ankerscheibe gegen die oberen Bremsmagnetpole zur Arretierung dient.
  6. 6. Magnetische Aufhängung nach Anspruch I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnete am oberen Achsenende des drehbaren Systems angeordnet sind.
  7. 7. Magnetische Aufhängung nach Anspruch I bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der fest stehende Magnet an dem Zapfenträger des Oberlagers angeordnet und mit diesem zusammen verstellbar ist.
  8. 8. Magnetische Aufhängung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Oberlagerzapfen in an sich bekannter Weise als eine lange, dünne, elastisch wirkende Nadel ausgebildet ist.
  9. 9. Magnetische Aufhängung nach Anspruch I bis 8, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Legierung für die Magnete, die diese in ihrer Wirkung weitgehend temperaturunabhängig macht.
  10. IO. Magnetische Aufhängung nach Anspruch I bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnete aus einer Kupfer, Nickel und Kobalt enthaltenden Legierung bestehen, z. B. 40 bis 6o0/o Kupfer, 20 bis 300/0 Nickel und 20 bis 300/( Kobalt.
  11. 11. Magnetische Aufhängung nach Anspruch I bis IO, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnete durch elektrisch leitende oder durch magnetische Abschirmung oder auch beides gegen die Einwirkung fremder Magnetfelder geschützt sind.
    I2. Magnetische Aufhängung nachAnspruch I bis I I, dadurch gekennzeichnet, daß beide Magnete hohlzylindrische Form aufweisen,.
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1018542B (de) * 1955-08-10 1957-10-31 Siemens Ag Lagerung fuer Anker von Elektrizitaetszaehlern
DE1093005B (de) * 1957-04-09 1960-11-17 Licentia Gmbh Mittel zur Verbesserung der Fehlerkurve von Elektrizitaetszaehlern mit temperaturkompensierter magnetischer Lagerentlastung
DE1211460B (de) * 1962-07-21 1966-02-24 Siemens Ag Magnetisch tragendes Lager fuer stehende Wellen, insbesondere fuer die Laeuferwelle eines Elektrizitaetszaehlers
DE1213193B (de) * 1962-07-21 1966-03-24 Siemens Ag Unterlager fuer einen mittels einer Magnet-anordnung in der Schwebe gehaltenen Laeufer eines Elektrizitaetszaehlers

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