DE29680C - Neuerung an Zapfhähnen und Zapflochbüchsen - Google Patents

Neuerung an Zapfhähnen und Zapflochbüchsen

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DE29680C
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Germany
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DENDAT29680D
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W. KROMER in Freiburg i. B
Publication of DE29680C publication Critical patent/DE29680C/de
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67DDISPENSING, DELIVERING OR TRANSFERRING LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B67D1/00Apparatus or devices for dispensing beverages on draught
    • B67D1/08Details
    • B67D1/0829Keg connection means

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  • Devices For Dispensing Beverages (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT!
Fig. 4 der beiliegenden Zeichnung stellt eine bekannte, in Amerika erfundene, einschraubbare Zapflochbüchse und den hinteren Theil eines dazu gehörigen Hahnes dar.
Die Zapflochbüchse α enthält das Verschlufsstück b, einen hohlen Cylinder, der vorn zwei einander gegenüberliegende Ausschnitte c, hinten einen Ansatz d mit Dichtungsring e und zwei einander gegenüberliegende Durchbrechungen f hat und mittelst Schraubengewinde in der Büchse α bewegbar ist.
Soll mit dieser Einrichtung angezapft werden, so wird der Hahn h in die Büchse α gesteckt, wobei sich die Lappen i in die Ausschnitte c einschieben. Der Hahn wird dann vermittelst seines Gewindes in die Büchse geschraubt, wobei die Lappen i das Verschlufsstück b mitnehmen und dasselbe nach hinten aus der Büchse treiben. Die Flüssigkeit läuft nun durch die Durchbrechungen f in den Hahn. Wird der Hahn wieder ausgeschraubt, so zieht er das Verschlufsstück b wieder in die Büchse zurück und der Verschlufs ist wieder hergestellt.
Bei dieser sinnigen Einrichtung haben sich in der Praxis einige Mifsstände gezeigt, nämlich:
ι. Kommt es vor, dafs beim Einschrauben des Hahnes dessen cylindrische Gewinde jene in der Büchse nicht bei der ersten Drehung richtig finden und fassen und dafs mehrere Drehbewegungen vor- und rückwärts mit dem Hahn gemacht werden müssen, ehe das völlige Einschrauben geschehen kann.
Da nun aber bei jeder Drehbewegung das Verschlufsstück b mitgenommen und dabei immer der Verschlufs bei d gelöst wird, so spritzt Flüssigkeit aus dem Fasse, die entweicht, weil der Hahn noch nicht an der Büchse gedichtet hat.
2. Hat man den Gewindeeingriff richtig gefunden, so dringt die Flüssigkeit rasch in die Büchse und in den Hahn, spritzt aber während der ganzen Operation des Einschraubens zwischen den Gewinden heraus, die einen ziemlichen Spielraum haben müssen, weil der eine Hahn in allen Büchsen sicher und leicht laufen mufs.
Die beiden unter 1. und 2. angeführten Entweichungen machen es daher nöthig, dafs das Einschrauben des Hahnes möglichst rasch besorgt wird; dies verursacht aber dann oftmals, dafs die unrichtig eingegriffenen Anfangsgänge der Gewinde forcirt und dabei beschädigt werden.
3. Die Luft, die sich in der Büchse und im Hahn befindet und durch die einströmende Flüssigkeit verdrängt wird, sucht sich den Weg ins Innere des Fasses, was besonders beim gespundeten Bier im Lagerfasse, das zum Abfüllen reif ist, zum grofsen Mifsstände wird.
Jene Luft steigt dann in Blasengestalt am Fafsboden hinauf, wühlt dabei die niedergeschlagenen Hefentheilchen auf und verursacht eine Beunruhigung des Bieres, die die Hefentheilchen bewegt, mit dem Biere vermengt, dasselbe trübt ■und eine Nachgährung zur Folge hat.
Durch meine , nachstehend beschriebene Neuerung bezw. Verbesserung an dieser Einrichtung werden vorstehende Mifsstände vollkommen verhütet, indem dabei der Hahn dicht an der Büchse befestigt wird, ehe der hintere Verschlufs gelöst wird, und somit keine Entweichung von Bier stattfinden kann, und indem die in der
ti i i.-·
Büchse und im Hahn befindliche Luft bei der Hahnmündung q, Fig. 2, herausgelassen wird un3 nicht ins Innere des Fasses dringen kann.
Ich bringe nämlich zu diesem Zweck auf dem Hahngewinde, Fig. 1, 2 und 3, eine Verschraubung / mit Dichtungsringen m und η an, die mittelst des Gewindes 0 mit der Büchse in Verbindung kommt.
Soll nun mit dieser Einrichtung angezapft werden, so wird die Verschraubung / auf dem Hahnrohr, wie Fig. 2 zeigt, zurückgeschraubt, der Hahn bezw. dessen Lappen i werden in die Ausschnitte c gesteckt und die Verschraubung / in die Büchse geschraubt, an der sie bei m, Fig. i, abschliefst. Der Hahn wird dann in die Büchse eingeschraubt, wobei sich das Verschlufsstück b, Fig. 3, nach hinten aus der Büchse bewegt und den Auslauf öffnet.
Da die Gewinde am Hahn die richtige Stellung und Führung zu den Gewinden in der Büchse durch die Gewinde an der Verschraubung / erhielten, so müssen sich jene Gewinde bei jeder Drehung des Hahnes sicher finden.
Durch entsprechende Anziehung des Schraubenringes p, wodurch der Dichtungsring η auf das Hahnrohr gedrückt wird, wird jede Entweichung von Flüssigkeit zwischen den Gewinden hindurch unmöglich.
Die Entweichung der Luft durch die Hahnmündung q wird dadurch veranlafst, dafs der Hahn in geöffnetem Zustande zum Anstechen benutzt wird.
Er wird mit der Mündung q nach unten gerichtet, wie üblich eingesteckt und, nachdem die Verschraubung / angezogen ist, '/2 mal herumgedreht, so dafs die Mündung q nach oben steht. Durch diese '/2 malige Umdrehung hat das Verschlufsstück b etwas Flüssigkeit einlaufen lassen; sobald die Büchse und der Hahn damit angefüllt sind, was bei der nach oben gekehrten Hahnmündung ersichtlich ist, wird der Hahn selbst wieder abgeschlossen und dann völlig in die Büchse eingeschraubt.
Der Hahn kann auch mit der Mündung nach oben in geöffnetem Zustande zum Anstechen benutzt werden. Es wird dann, wenn die Verschraubung / und der Dichtungsring η angezogen sind, Flüssigkeit in die Hahnmündung q gegossen. Wenn der Hahn und die Büchse damit gefüllt sind, wird der Hahn selbst wieder abgeschlossen und dann völlig in die Büchse eingeschraubt.
In beiden Fällen ist die Luft durch die Hahnmündung entwichen und somit das Eindringen derselben ins Fafs verhütet.
Schliefslich erwähne ich noch einen Mifsstand dieser Zapfeinrichtung und dessen Beseitigung, nämlich:
Der Umstand, dafs das Verschlufsstück b nur nach dem Innern des Fasses bewegbar ist und nicht nach vorn aus der Büchse α geschraubt werden kann, bietet Nachtheile, welche durch die in Fig. 5 dargestellte Aenderung gehoben Werden können, wobei die Abdichtung durch eine sich umkrempende Scheibe ν erfolgt.

Claims (1)

PATENT-Ansprüche:
1. Bei Fafsbüchsen, welche sich beim Einschrauben eines Hahnes gegen das Innere des Fasses öffnen, zum Zweck der Abdichtung des Hahnes gegen die Büchse vor begonnener Oeffnung die Anwendung einer auf dem Hahne laufenden Schraubenhülse /, in welcher sich das innere Gewinde der Büchse verlängert und welche aufserdem mit zwei äufseren Schraubengewinden versehen ist, von welchen das eine in das Gewinde 0 der vorn erweiterten Fafsbüchse eingreift und bei m abdichtet, während das andere behufs Dichtung bei η eine Stopfbüchsenhülse/ trägt.
2, In Verbindung hiermit die Erweiterung der Fafsbüchse nach aufsen mit dem Gewinde 0.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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