DE296205C - - Google Patents

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DE296205C
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acetyl cellulose
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camphor
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L1/00Compositions of cellulose, modified cellulose or cellulose derivatives
    • C08L1/08Cellulose derivatives
    • C08L1/10Esters of organic acids, i.e. acylates
    • C08L1/12Cellulose acetate

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)

Description

KAISERLIGHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-Λ! 296205 -. KLASSE 39 h. GRUPPE-C
Acetylcellulose.
- Zusatz zum Patent 287745. ■ .
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. November 1910 ab. Längste Dauer: 26. November 1925.
Es hat sich gezeigt, daß man den nach dem Verfahren des Patents 287745. zu verwendenden Alkohol bzw. die anderen nicht lösenden Flüssigkeiten auch durch Lösungsmittel ersetzen kann.
Während Cellulosetriacetate sich mit Lösungsmitteln mit und ohne Anwendung von Druck leicht formen lassen, wie dies beispielsweise im Patent 188542 beschrieben ist, da sie die Eigenschaft besitzen, durch diese Lösungsmittel zum Quellen und Erweichen gebracht zu werden, ehe sie in Lösung übergehen, verhalten sich die acetonlöslichen Acetylcellulosen ganz anders. Übergießt man diese Acetate mit einem Lösungsmittel, wie beispielsweise Aceton, Eisessig, Essigäther, so fällt das voluminöse Pulver fast momentan zusammen und bildet schon bei relativ geringen Mengen des Lösungsmittels, beispielsweise der anderthalbfachen Gewichtsmenge, flüssige oder halbflüssige Massen. Wird der Acetylcellulose gleichzeitig ein hochsiedendes Lösungsmittel (Kampferersatzmittel) hinzugefügt, so tritt dieser Verflüssigungsprozeß ■in noch viel stärkerem Maße ein, und die entstandenen teigartigen oder gar sirupösen Massen halten infolge ihres kolloidalen Zustandes die flüchtigen Lösungsmittel derart fest gebunden, daß der Trocknungsprozeß außerordentlich lange Zeit beansprucht.
Vermindert man die Menge der flüssigen Lösungsmittel und ebenfalls diejenigen der Kampferersatzmittel, wie letzteres zur Erzielung harter, plastischer Massen notwendig ist, so erhält man selbst bei starkem Verrühren der Mischung von Acetat, Lösungsmittel und Kampferersatzmittel keine homogene Masse, denn die letzteren werden von einem Teile des sehr voluminösen Acetates aufgenommen, und es bildet sich ein Gemenge von gelöstem, gequollenem und unverändertem Acetat.
Überraschenderweise kann man in außerordentlich kurzer Zeit, gegebenenfalls in wenigen Minuten, eine vollkommen gleichmäßige, der gelatinierten Nitrocellulose ähnliche Masse erhalten, welche sich sofort auswalzen, schneiden und andersartig bearbeiten läßt und die infolge ihres geringen Gehaltes an Lösungsmitteln ' in kurzer Zeit trocknet," wenn man die Mischung der Acetylcellulose und der flüchtigen und nichtflüchtigen Lösungsmittel in einem Knetapparat, zweckmäßig unter Erwärmung, welche im übrigen auch spontan eintritt, vornimmt. Durch die starke mechanische Verknetung werden die einzelnen Acetatkörper fortwährend mit neuen Mengen der Lösungsmittel zusammengebracht, ohne daß diese infolge ihrer ungenügenden Gesamtmenge imstande wären, ohne weiteres eine wirkliche Lösung der Körner herbeizuführen. Diese tritt vielmehr erst im Laufe des Knetprozesses ein, wobei sich keine richtige flüssige Lösung, sondern nur eine sogenannte starre Lösung bildet,
d. h. eine : horhogene, aus einer Quellung der Acetylcellulose in Kampferersatzmitteln be-
• stehende Masse, welche die Weiterverarbeitung in Form von Platten, Blöcken und Stäben in gleicher Weise wie Celluloid gestattet. Das Typische des Verfahrens ist, wie beim Verfahren des Hauptpatents, die Anwendung solch geringer Mengen von Kampferersatzmitteln, d. h. hochsiedenden Lösungsmitteln der
ίο angewandten Acetylcellulose, daß nach dem Trocknen in der Kälte hartgummiartige, in der Wärme plastisch werdende Massen entstehen, und daß diese Kampferersatzmittel durch die eben ausreichenden Mengen von flüchtigen Lösungsmitteln (an Stelle der nicht lösenden Flüssigkeiten des Verfahrens des Hauptpatents) verdünnt und verteilt werden.
Beispiel.
10 kg acetonlösliche Acetylcellulose, 3 kg Acetochlorhydrin und 6 kg Aceton werden in einem Knetapparat in der Weise zusammengebracht, daß das Flüssigkeitsgemisch der in Bewegung befindlichen Acetylcellulose in kleinen Portionen zugefügt wird. Die Temperatur wird hierbei möglichst niedrig gehalten, bis eine gleichmäßige Verteilung stattgefunden hat, und dann auf 35 bis 40 ° gesteigert. Die Acetylcellulose erhält zunächst ein gequollenes glasiges Aussehen, sintert immer mehr zusammen, und bei fortlaufender Knetung entsteht ein vollkommen gleichmäßiges Material, welches im Gegensatz zu den eigentlichen Acetonlösungen der Acetylcellulose nicht klebt, sondern ohne weiteres auf der Walze bearbeitet werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Der Ersatz der in dem Verfahren gemäß Patent 287745 anzuwendenden nicht lösenden Flüssigkeiten durch niedrig siedende, d. h. beim Trocknen verdunstende Lösungsmittel der acetonlöslichen Acetylcellulose, die in solch geringer Menge angewendet werden, daß sie zur Herstellung einer vollständigen Lösung ohne Zuhilfenahme von mechanischer Bearbeitung oder Erwärmung nicht ausreichen.
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