DE294698C - - Google Patents

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DE294698C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B21/00Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles
    • B28B21/02Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles by casting into moulds
    • B28B21/06Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles by casting into moulds into moulds having sliding parts

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Manufacturing Of Tubular Articles Or Embedded Moulded Articles (AREA)
  • Press-Shaping Or Shaping Using Conveyers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
— JVr 294698-KLASSE 80 a. GRUPPE
Querschnitt auf der Strangpresse.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. Dezember 1914 ab.
Das Formen von rohrförmigen Tonkörpern, deren Wandstärke überall einigermaßen gleich ist, geschieht leicht mittels der Strangpresse. Schwieriger erscheint es, rohrformige Körper aus Ton herzustellen, deren Wand beträchtliche Dickenunterschiede zeigt. Es ist nämlich fast unmöglich, den Strang so aufzufangen, daß keine Verzerrungen der in der Presse erzeugten Oberfläche stattfinden.
ίο Es würde daher naheliegen, in der Strangpresse nur ein Rohr von überall gleicher Wandstärke herzustellen und ihm die endgültige Form durch Pressen zu geben. In der Tat ist vorgeschlagen worden, z. B. Muffenrohre so herzustellen, daß man zunächst ein glattes Rohr vom Durchmesser der Muffen zieht und dieses in einer Preßform unter Anwendung eines passenden Kernes von außen zusammendrückt. Dies Verfahren läßt sich wohl bei zylindrischen Rohren anwenden, bei denen der Kern durch Drehen gelockert und entfernt werden kann; bei unrundem Querschnitt würde aber die Entfernung eines festgepreßten Kernes unmöglich sein. Auch wird bei sehr unregelmäßigen Querschnitten die Massenverteilung keine gleichmäßige werden, so daß ein Reißen des Formlings beim Brennen nicht zu vermeiden sein wird.
Nach der vorliegenden Erfindung werden rohrformige Tonkörper von unregelmäßigem Querschnitt und wechselnder Wandstärke dadurch hergestellt, daß man zunächst mit der Strangpresse ein Rohr herstellt, dessen Form in der Hauptsache der endgültigen Massenverteilung entspricht.
Der aus der Presse kommende Strang wird so aufgefangen, daß er möglichst gut unterstützt wird, um Verzerrungen zu vermeiden. Wenn z. B. Rohre von etwa herzförmigem Querschnitt hergestellt werden sollen, wie sie als Wasserverdampfer bei Zentralheizungen gebraucht werden, so fängt man den Strang in der Weise auf, daß er auf zwei Kanten läuft. Das abgeschnittene Rohrstück kommt nun in eine zweiteilige Form, die einerseits dem Umriß des Stranges entspricht, anderseits aber noch feinere Muster enthält, die das Rohr etwa erhalten soll. Sodann wird ein konischer Kern, dessen größter Querschnitt etwas größer ist als der lichte Querschnitt des Stranges, ohne Anhalten glatt hindurchgezogen. Hierdurch wird das etwa schwach verzerrte Material wieder in die richtige Form gebracht, zugleich werden aber die feineren Muster eingepreßt, wozu der schwache Druck des Kernes ausreicht.
Es ist zwar auch schon bekannt, Rohre mittels eines Kernes zu formen, der langsam durch das Rohrinnere gezogen wird. Da die Rohrwand sich aber hierbei aus der eingeschütteten Masse erst bilden muß, so kann der Kern nur langsam und unter hohem Druck durchgezogen werden, und er würde deshalb festkleben, wenn er nicht ständig durch Drehen gelockert würde. Dies Verfahren würde sich also auf Rohre von unrundem Querschnitt nicht anwenden lassen, ebensowenig jenes bekannte Verfahren, bei dem der Kern im Innern des zu formenden Rohres durch starken Druck gespreizt wird.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß ein Rohr von unregelmäßigem Querschnitt und starken Unterschieden in der Wanddicke im wesentlichen schon auf der Strangpresse geformt, dann aber zwecks Geraderichtung in eine mehrteilige Form gebracht wird, in der es durch Hindurchziehen eines Kernes, der nur einen mäßigen Druck ausübt, geradegerichtet und mit etwaigen feineren Mustern
ίο versehen wird.
Das Verfahren wird genauer durch die Zeichnung erläutert.
Fig. ι bedeutet das Mundstück der Preßform,
Fig. 2 einen Querschnitt, und
Fig. 3 einen Längsschnitt durch die zweiteilige Preßform.
Fig. 4 stellt eine Oberansicht des fertigen Körpers dar.
Es ist hierbei angenommen, daß es sich um die Herstellung von Tonrohren handelt, die als Verdampfungskörper bei Zentralheizungen dienen. Würde man die öffnung a des Mundstückes mit der Symmetrieachse A-B senkrecht anordnen, so daß der Strang entweder mit dem Punkte b oder den Punkten c, c nach unten aus der Preßform herauslaufen würde, so würde eine erhebliche Formänderung der Körper beim Auffangen des Stranges eintreten, und es müßte mindestens ein Mann angestellt sein, der das Rohr beim Herauspressen auffängt, was unnütz viel Zeit und Lohn erfordern würde. Die Achse A-B ist deshalb schief gelegt, so daß sich der Strang beim Herauslaufen aus der Presse auf zwei Kanten stützt. Man schneidet sodann in bekannter Weise die gewünschten Längen mit dem Draht ab, steckt einen passend geformten Kern in das abgeschnittene Stück und überträgt es so in den unteren Teil e der zweiteiligen Form e, f. Den Formdeckel f drückt man mittels einer beliebigen bekannten Vorrichtung fest auf den unteren Formteil e, steckt nun einen konischen Kern g, der mit einem Stiel h versehen ist, in den Tonkörper i und zieht durch letzteren den Kern hindurch. Der Kern kann aus jedem dazu brauchbaren Stoff bestehen.
Die Musterung der Körper besteht in diesem Fall aus einer rechteckigen Vertiefung k (Fig. 4) und vier vertieften Linien m, m, m, m. Die Vertiefung k wird durch den Vorsprung η des Mundstückes (Fig.' 1) hervorgebracht. Sie erstreckt sich zunächst über das ganze abgeschnittene Stück hin, während beabsichtigt ist, erhabene Ränder q an beiden Enden des Stückes stehen zu lassen (Fig. 3 und 4). Diese erhabenen Ränder lassen sich aber dadurch herstellen, daß man den Ton, während der Körper in der zweiteiligen Form liegt, und nachdem der konische Kern durchgezogen ist, von innen mit dem Finger gegen die entsprechenden Aussparungen r der Form streicht. Die richtige Stärke des Rohres wird an d'iesen Stellen durch nachträgliches Auftragen von Ton ausgeglichen.
Die vertieften Linien werden durch entsprechende Rippen 0, 0, 0, 0 im Deckel der Form hervorgebracht.
Nachdem die Körper soweit fertig sind, ist noch ein Boden oder Steg j> einzusetzen, der in Ffg. 3 punktiert gezeichnet ist. Dies macht keine Schwierigkeiten, so daß die Beschreibung der Einzelheiten sich erübrigt.
Nach demselben Verfahren können natürlieh rohrförmige Körper von anderem, unregelmäßigem Querschnitt hergestellt werden. Die feineren Muster können außer aus geraden auch aus Zickzack-, Wellen- oder anderen ornamentalen Linien und Mustern bestehen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung rohrförmiger, kantiger Tonkörper von unregelmäßigem Querschnitt auf der Strangpresse, dadurch gekennzeichnet, daß beim Pressen des Stranges die Öffnung des Mundstückes der Presse so gelegt ist, daß der Körper auf mindestens zwei Kanten aus der Presse läuft, und daß darauf die Formlinge in einer an sich bekannten mehrteiligen und fein gemusterten Form dadurch nachgepreßt und gemustert werden, daß ein Kern durch den rohrförmigen Tonkörper hindurchgezogen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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