DE294572C - - Google Patents

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DE294572C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/0076Dyeing with mineral dye
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B57/00Other synthetic dyes of known constitution
    • C09B57/10Metal complexes of organic compounds not being dyes in uncomplexed form
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Im Patent 291138 ist beschrieben, wie durch
Ammoniummolybdänat unter Verwendung von organischen aromatischen Verbindungen, welche OH- oder NH2-Gruppen enthalten, Haare, Pelze, Felle u. dgl. gefärbt werden können.
In dem Zusatzpatent 293232 ist ergänzend gesagt, daß an die Stelle von Ammoniummolybdänat auch andere Lösungen der Molybdänsäure, beispielsweise Kalium- oder Natriummolybdänat, treten können.
Es hat sich nun weiter gezeigt, daß sich die Lösungen del Molybdänsäure in Verbindung mit den genannten aromatischen Körpern ganz allgemein als Grundstoffe zum Färben eignen, beispielsweise in Form von Wasserfarben, Ölfarben, Lackfarben usw. und für die verschiedenartigsten Stoffe, beispielsweise Leder, Seide, Baumwolle, Holz, Papier usw.
Zum Färben dieser Stoffe können ohne weiteres die in den Beispielen der oben genannten Patente beschriebenen Farbmischungen angewandt werden. Indem man die Lösungen eindampft und den Rückstand in alkoholischer Schellacklösung oder unter Zugabe von Alkohol in Öl löst, erhält man Lack- oder Ölfarben.
Zur Erzeugung von Farbtönungen können, wie im Hauptpatent beschrieben, Metallsalze zugesetzt werden.
Beispiele.
ι. Gleiche Teile einer 4prozentigen wäßrigen Pyrogallol- und einer 5prozentigen wäßrigen Ammoniummolybdänatlösung werden im Wasserbad zu etwa zwei Drittel eingedampft. Es entsteht eine tiefschwarze Farbe, die an den Wänden der Porzellanschale als glänzender Überzug haften bleibt und ebenso auf Papier, Karton und gehobeltem Pappelholz als glänzend schwarzer Überzug auftrocknet.
2. Papier, Karton und gehobeltes Pappelholz wurden gefärbt mit einer Ölfarbe, zu deren Herstellung gleiche Teile 4prozentiger wäßriger Pyrogallol- und 5prozentiger wäßriger Ammoniummolybdänatlösung auf dem Wasserbad zur Trockne eingedampft wurden, worauf der verbleibende schwarze Rückstand mit Bernsteinlack und Leinölfirnis verrieben wurde.
3. Dieselben Ausgangsstoffe wie bei den Beispielen ι und 2 wurden mit einer Lackfarbe gefärbt, zu deren Herstellung gleiche Teile 4prozentiger wäßriger Pyrogallol- und 5prozentiger wäßriger Ammoniummolybdänatlösung mit 1Z2 Teil Soda auf dem Wasserbad zur Trockne verdampft wurden, worauf der rotbraune Rückstand in einer alkoholischen Schel- lacklösung gelöst wurde.
*) Früheres Zusatzpatent: 293232.
4· Mit Gerbsäure vorbehandelte Baumwolle wurde dadurch gelbbraun gefärbt, daß sie zwei Minuten; in eine kalte Lösung gelegt wurde, bestehend aus einer Mischung- aus 50 g Ammoniummolybdänat, 100 ecm Ammoniak (3 = 0,96) und 900 ecm Wasser einerseits und einer 4prozentigen Pyrogallollösung andererseits.
5. Seide, die V2 Stunde in einer 4prozenti-■ gen Gerbsäurelösung gekocht war, wurde in einer kalten 4 prozentigen Pyrogallollösung umgezogen. Darauf wurde zu letzterer Lösung dasselbe Volumen einer Lösung aus 50 g Amm'oniutnmolybdänat, 100 ecm Ammoniak und 900 ecm Wasser zugegeben. In der kalten .Mischung wurde die Seide 10 Minuten belassen. Sie wurde gelbbraun gefärbt.
6. Seide und Baumwolle wurden durch halbstündiges Kochen in einer 4prozentigen Gerbsäurelösung vorgebeizt. Als Metallsalzlösung wurde folgende Mischung angewandt: 50 g Ammoniummolybdänat, 100 ecm Ammoniak, 900 ecm Wasser. Statt Pyrogallol wurde an zweiter Stelle eine 21/2prozentige Lösung von o-Phenylendiamin angewandt. Die zu färbenden Stoffe wurden in der Mischung beider Lösungen gerade bis zum Aufkochen erhitzt. Man erhielt rotbraune Färbungen.
7. Wild- und Kalbleder wurde zwei Stunden in einer kalten io prozentigen Gerbsäurelösung vorgebeizt und- nach gutem Auswaschen eine Nacht in einer Mischung aus gleichen Teilen einer 4prozentigen Pyrogallollösung und einer Lösung aus 30 g Kupfersulfat, 30 g Ammoniummolybdänat, 150 ecm Ammoniak (s=o,96) und 850 ecm Wasser liegen gelassen, darauf gut ausgewaschen und getrocknet. Man erhielt braune Färbungen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Anwendung von Ammonium-, Kalium- oder Natriummolybdänat und von organischen aromatischen Verbindungen, welche OH- oder NH2-Gruppen enthalten, mit oder ohne Zusatz von Metallsalzen gemäß Patent 291138 und 293232 zum Färben von Leder, Seide, Baumwolle, Holz und Papier sowie zur Herstellung von Wasser-, Öl- und Lackfarben.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5597622A (en) * 1991-08-28 1997-01-28 Leybold Aktiengesellschaft Process for the production of a reflection-reducing coating on lenses

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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