DE294273C - - Google Patents

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DE294273C
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piston
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hand washing
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06FLAUNDERING, DRYING, IRONING, PRESSING OR FOLDING TEXTILE ARTICLES
    • D06F5/00Hand implements for washing purposes, e.g. sticks 
    • D06F5/02Plungers, dollies, pounders, squeezers, or the like

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Detail Structures Of Washing Machines And Dryers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE Bd. GRUPPE
„STUCO" Gesellschaft m.b.H. in BERLIN.
Handwaschapparat mit Stampfkolben. Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. Februar 1915 ab.
Es sind bereits Handwaschapparate mit unten offenem und auf die Wäsche im Waschgefäß aufgesetztem Gehäuse bekannt, in welchem ein Kolben mit Luftzutritt hin und her bewegt wird, um Luft und Wasser durch die darunter befindlichen Wäschestücke zu pressen und so den durch das wiederholte Stampfen gelockerten Schmutz mit fortzureißen.
ίο Es sind auch bereits Einrichtungen bekannt, bei welchen das Führungsgehäuse für den Stampfkolben von einem Mantel umgeben · ist und das beim Anheben des Kolbens mitgenommene Wasser und die Luft durch Öffnungen des Führungsgehäuses in den ebenfalls unten offenen Ringraum zwischen Mantel und Gehäuse einströmen.
Diese bekannten Handwaschapparate erforderten bei ihrer Benutzung einen erhebliehen Kraftaufwand, da die Kolben sich immer dicht an die Gehäusewandungen anschmiegen mußten, und die von dem Handwaschapparat erzeugte Luft- und Wasserbewegung für das Durchströmen der Wäsche und die Schaumbildung erwies sich in Anbetracht der aufgewendeten Arbeit nicht als befriedigend.
Den Gegenstand der« Erfindung bildet nun ein Handwaschapparat, der diesen Übelständen abhilft und dabei von einfachster Bauart und leichtester Handhabung ist. Erreicht ist dies dadurch, daß der Kolben aus einem wie sein Gehäuse nur unten offenen Trichter besteht, welcher im Gehäuse mit so viel Spielraum am Rande beweglich ist, daß die beim Aufsetzen., des Apparates auf die Wäsche gefangene Luft zum geringen Teil unter Schaumbildung durch diesen Zwischenraum entweicht, zum größeren Teil aber infolge der Enge dieses Zwischenraumes vom niedergehenden Kolben durch die Wäsche gepreßt wird.
Ventile o. dgl. kommen bei dieser Kolbenanordnung, welche eine leichte Bewegung des Kolbens gestattet, völlig in Fortfall.
Weitere Teile der Erfindung bilden die Art der Führung des Kolbens im Gehäuse mit Spielraum und die Anordnung eines Behälters zur Aufnahme von Waschmitteln oder Bleichmitteln im Kolbeninnern, zwecks sparsamer Abgabe dieser Mittel.
Die zeichnerische Darstellung veranschaulicht eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, und zwar in
Fig. ι im Längsschnitt, und in
Fig. 2 in Unteransicht mit teilweisem Horizontalschnitt.
Das Gehäuse M des neuen Handwaschapparates ist unten offen und mit einem innernen, als Anschlag für den Kolben dienenden Rand α versehen, oben mit einer Führungsbüchse b für die Kolbenstange K ausgerüstet. In das Innere des Gehäuses M hinein ragen achsiale Rippen R geringer Erhöhung, welche dem Kolben als Führung dienen und einen schmalen Ringraum Z zwischen Kolben und Gehäuse sichern.
Der an der Kolbenstange K befestigte Kolben T besteht aus einem oder mehreren konzentrischen Trichtern, welche nach oben ge-
nach unten aber offen sind und
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dort abgerundete Ränder m für die Berührung mit der Wäsche besitzen. Der TrichterkolbenK oder die Trichterkolben bilden dichte Luftkammern, aus welchen die Luft beim Niedergehen des Kolbens erst entweichen kann, wenn die darunter befindliche Wäsche hochquillt. Je mehr konzentrische Kolbentrichter vorgesehen sind, um so mehr Ränder m -sind für die mechanische Bearbeitung der Wäsche
ίο vorhanden.
Die Handhabung bzw. Wirkungsweise ist die folgende:
Das Gehäuse M wird mit dem immer in ihm befindlichen Kolben T in das Waschgefäß und auf die Wäsche gestellt, wobei es sich
- mit der Waschflüssigkeit füllt. In der Kolbenkammer ist beim Einsetzen in die Waschflüssigkeit dagegen Luft verblieben. Wird der Kolben nunmehr gesenkt, so pressen die Ränder m die Wäsche mechanisch zusammen, und nachdem der Kolben vorher die Flüssigkeit durch die Wäsche getrieben hatte, dringt die Wäsche teilweise in die Kolbenkammer ein. Dadurch entweicht die Luft, und zwar zum geringen Teil durch den Ringraum Z zwischen Gehäuse M und Kolben T, zum größten Teil wird sie aber, bleichend wirkend, durch die unter dem Kolben befindliche Wäsche getrieben. Die mehrfachen Kolben und Rippen R bewirken eine lebhafte Wirbelung von Luft und Wasser und insbesondere das Hindurchtreten durch den schmalen Ringraum Z hat eine gute Schaumbildung zur Folge.
Beim Hochgang des Kolbens werden das Wasser und in der Wäsche etwa noch verbliebene Luftreste durch die Wäsche mit aller , Kraft zurückgesaugt, da das Gehäuse M infolge seiner Schwere mit seinem »Rande α fest auf der Wäsche ruht. Die obere Kappe des Gehäuses M ist mit Auslaßöffnungen versehen, um oberhalb des Kolbens befindliche Luft oder Wasser ungehindert austreten zu lassen.
Nach völligem Anheben des Kolbens T im Gehäuse M wird der ganze Apparat aus der Waschflüssigkeit herausgehoben und dann wieder auf die Wäsche gestellt, so daß der Hohlraum unter dem Kolben wieder mit Luft gefüllt wird.
Innerhalb des Kolbens T oder bei mehreren konzentrischen Kolben T innerhalb des innersten ist bei einer besonderen Ausführungsform der Erfindung eine nach unten offene Kappe H mit einem Verschlußdeckel S vorgesehen, welche eine Kammer S1 zur Aufnahme eines Wasch- oder Bleichmittels abschließen. Der Boden P des Deckels S kann ebenfalls mit Rändern m für die mechanische Bearbeitung der Wäsche ausgerüstet sein.
Um aus der Kammer S1 das Wasch- oder Bleichmittel recht sparsam und doch regelmäßig an die Waschflüssigkeit abzugeben, kann der Verschlußdeckel S der Kappe H durch irgendeinen Verschluß fest mit der Kappe H verbunden sein, in seinem Boden P aber ein Ventil vorgesehen sein, welches abwechselnd wenig Waschflüssigkeit und wenig Lösung des Wasch- oder Bleichmittels eintreten bzw. austreten läßt. Die Anordnung kann auch so getroffen sein, daß der auf der Kappe H sitzende Deckel S der Kappe gegenüber achsial verschiebbar ist, und Kappe und Deckel an ihren Halsteilen ringförmige Lochreihen I und I1 besitzen, die dann bei der Bewegung des Deckels 5 gegen die Kappe H nur zeitweilig übereinander zu liegen kommen. Im Boden P des Deckels 5 sind dann einige kleinere Löcher I2 vorhanden, durch welche wenig Waschflüssigkeit beim Niedergehen des Kolbens eintreten kann. Die Lösung des Wasch- und Bleichmittels entweicht dann seitlich, wenn die Lochreihen Z und I2 übereinanderliegen.

Claims (3)

Patent-Ansprüche: g
1. Handwaschapparat mit innerhalb eines Gehäuses hin und her bewegbarem Stampfkolben, dadurch gekennzeichnet, daß ein aus einem oder mehreren, oben abgeschlossenen, unten offenen Trichtern bestehender Kolben im Gehäuse mit so viel Spielraum am Rande beweglich ist, daß die beim Aufsetzen des Apparates auf die Wäsche unter dem Kolben gefangene Luft zum geringeren Teil durch diesen Zwischenraum unter Schaumbildung entweicht, zum größeren Teil aber infolge der Enge dieses Zwischenraumes vom niedergehendenKolben durch die Wäsche gepreßt wird.
2. Handwaschapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Trichterkolben (T) an seinem Rande durch innere, achsiale Rippen (R) geringer Erhöhung des Gehäuses (M) geführt ist.
3. Handwaschapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Innern des Trichterkolbens (T) ein an sich bekannter Behälter für Wasch- oder Bleichmittel vorgesehen ist, der aber bei der Stampfbewegung des Kolbens die Waschflüssigkeit bzw. die Lösung des Waschoder Bleichmittels mit dieser nur durch sich kurz öffnende Löcher oder Ventile eintreten bzw. austreten läßt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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