DE2202292C3 - FüUorgan für Gegendruckfüllmaschinen - Google Patents
FüUorgan für GegendruckfüllmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Füllorgan für Gegendruckfüllmaschinen mit einem ortsfesten Ventilgehäuse,
einer auf diesem geführten, mit einer Dichtung ausgestatteten Zentriertulpe und einem in den gemeinsamer,
Fiüssigkeits- und Gasraum ragenden, axial verschiebbar durch das Ventilgehäuse geführten Gasrohr
und einer gegenüber dem Gasraum abschließbaren Gaskammer zum Ausdrücken der im Gasrohr befindlichen
Restflüssigkeit
Die Erfindung geht aus von einem bekannten Füllorgan für Gegendruckfüllmaschinen, welches ein bei
Druckausgleich zwischen Füllerkessel und Rasche öffnendes Flüssigkeitsventil aufweist Das unter ein
Fülleleinent gepreßte Gefäß wird bei dieser Ausführung
nach öffnen des Gasventils unter einen dem Füllmaschinenkessel gleichen Druck gesetzt, worauf das unabhängig
vom Gasventil angeordnete Flüssigkeitsventil durch Federkraft geöffnet wird und die Flüssigkeit in die
Flasche einlaufen kann. Während der Befüllung des Gefäßes gelangt die darin befindliche Gasmenge im
Austausch mit der Flüssigkeit durch das Gasrohr in den Gasraum des Füllmaschinenkessels zurück. Sobald das
Gefäß bis zur öffnung des Gasrohres gefüllt ist, steigt
die Flüssigkeit durch das Gasrohr etwa bis zur Höhe des im Füllmaschinenkessel anstehenden Flüssigkeitsspiegels.
Anschließend wird das Gasventil geschlossen, worauf die im Gasrohr unterhalb des Gasventils
verbleibende Flüssigkeit bei anschließender Entlastung des Gefäßinnenraumes in diesen abgespritzt wird
(DE-PS 6 53 179).
Mit diesen Füllorganen ist im allgemeinen eine hohe Abfülleistung erzielbar. Nachteilig ist, daß die Reinigung
dieser aus relativ vielen Einzelteilen bestehenden Füllorgane nur unter einem erheblichen Aufwand
einwandfrei durchgeführt werden kann. Abgesehen davon besteht ein weiterer Nachteil in der zwangsläufig
notwendig werdenden Abspritzung der innerhalb des Gasrohres nach beendigter Füllung anstehenden Flüssigkeit
Diese Maßnahme ist bei den bekannten Füllorganen nur nach Entlastung des Gefäßraumes
einzuleiten, was insbesondere bei CXVhaltigen Getränken
eine erhebliche Beunruhigung des Gefäßinhaltes zur Folge hat Darüber hinaus ist bei Füllorganen mit als
Ringkanal ausgebildeten Flüssigkeitsaustritten ein Nachlauf der darin befindlichen Flüssigkeit unvermeidbar.
Der Erfindung liegt unter Vermeidung der aufgezeigten Nachteile die Aufgabe zugrunde, ein in
seiner Bauart wesentlich vereinfachtes Füliorgan für Gegendruckfüllmaschinen zu schaffen, dessen Rückgasrohr
zugleich den Ventilverschließkörper bildet und eine selbsttätige öffnung des Schließkörpers ohne
weitere Elemente zuläßt und ein Ableiten der angestiegenen Restflüssigkeit während des Schließvorganges
bei noch nicht entlastetem Gefäß bewirkt
Ausgehend von einem Füllorgan der eingangs genannten Art wird zur Lösung dieser Aufgabe
erfindungsgemäß ein Füllorgan vorgeschlagen, welches
sich auszeichnet durch ein in der Flüssigkeitsaustrittsmündung axial verschiebbar geführtes und an seinem
oberen Ende zentriertes Gasrohr mit einem in Strömungsrichtung hinter dem Ventilsitz angeordneten
Schließkörper und einer mit dem oberen Gasrohrende verbundenen Kammer, deren Volumen bei axialer
Bewegung des Gasrohres in Schließrichtung des Flüssigkeitsventils bei noch nicht entlastetem Füllgefäß
verminderbar ist
Ferner wird vorgeschlagen, daß die Verbindung zwischen der Kammer und dem Gasraum des
Flüssigkeitsbehälters aus Kanälen besteht die durch eine auf dem oberen Gasrohrende axial verschiebbar
gehaltene Dichtlippe verschließbar sind.
Das Füllorgan gemäß der Erfindung hat gegenüber dem bekannten Füllorgan nicht nur den Vorteil einer
einfachen Ausgestaltung, sondern auch den weiteren Vorteil, eine einwandfreie Entleerung des Gasrohres bei
noch vorgespanntem Gefäß sicherzustellen. Schließlich wird dieser Vorgang unmittelbar durch die Schließbewegung
des Ventils erzielt Darüber hinaus werden bei dieser Bauart zusätzliche Austrittskanäle für die
Flüssigkeit, die bei den bekannten Füllventilen unterhalb des Ventilsitzes angeordnet sind und auf Grund der
darin befindlichen Flüssigkeit zu einem unerwünschten Nachlauf führro, vermieden.
Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform der Erfindung sieht vor, daß die Kammer auf einem
ortsfesten Kolben geführt und in ihrer oberen Stellung gegen eine kompressible Dichtung anlegbar ist, dagegen
in ihrer unteren Stellung eine dem Kolben zugeordnete Austrittsbohrung des Gaskanals freigibt
Es gehört auch zu der Erfindung, daß die Kammer als Faltenbalg ausgebildet ist Eine weitere Variante sieht
vor, daß die Kammer als WeUrohrfeder ausgebildet ist
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß auf dem Gasrohr ein dessen untere
Stellung begrenzendes, relativ zur Gasrohrmündung verstellbares Abstützelement angeordnet ist Mit dieser
Ausgestaltung ist unabhängig von der Schließwirkung des Füllventils eine beliebige, den jeweiligen Verhältnissen
anpaßbare Einstellung der Füllhöhe innerhalb des Behälters gegeben.
Ferner zeichnet sich die Erfindung aus durch einen das Dichtelement des Gasrohres abstützenden, im
Flüssigkeitsaustrittsstutzen des Ventilgehäuses zentrierten Führungskörper, dessen vorzugsweise konisch
verjüngte Außenfläche eine Vielzahl schräg zur Mantelfläche verlaufende Flüssigkeitsführungsnuten
aufweist
Im nachfolgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher beschrieben.
F i g. 1 ein Füllorgan gemäß der Erfindung im geschlossenen Zustand,
F i g. 2 das Füllorgan gemäß F i g. 1 in geöffneter Stellung,
F i g. 3 eine Variante der Erfindung mit einem Kolben als Kammerführung,
F i g. 5 einen Ausschnitt des Füllorgans mit einem im Ventilgehäuse geführten Gasrohr.
Das an einem gemeinsamen Flüssigkeits- und Gasraum 1 einer nicht weiter dargestellten Füllmaschine
angeordnete Füllorgan 2 besteht im wesentlichen aus einem mit dem Flüssigkeits- und Gasraum 1 verschraubten
Ventilgehäuse 3 mit einem darin geführten, axial verschiebbar gehaltenen Gasrohr 4. Innerhalb des
Ventilgehäuses 3 sind zu den einzelnen Vakuum- bzw. Entlastungsventilen führende Kanäle 5, 6 eingelassen.
Ferner weist das Ventilgehäuse 3 einen sich nach unten leicht konisch verjüngenden Flüssigkeitsaustrittsstutzen
7 mit einem unteren zylindrischen Austrittsteil 8 auf. Das Ventilgehäuse selbst wird von einer auf diesem in
axialer Richtung mittels einer nicht dargestellten Hubeinrichtung bewegbaren Zentriertulpe 9 mit einer
Dichtung 10 für das anzupressende Gefäß 11 umschlossen.
Der zum Gefäß 11 weisende Teil des Gasrohres 4 ist
mit einem die Flüssigkeitsauslaßmündung verschließenden Dichtelement als Schließkörper 12 ausgestattet,
welches von einem im zylindrischen Teil 8 des Flüssigkeitsaustrittsstutzens 7 zentrierten Führungskörper
13 abgestützt ist Der Führungskörper 13 ist vorzugsweise konisch verjüngt und weist auf seiner
Außenfläche eine Vielzahl schräg zur Mantelfläche verlaufender Flüssigkeitsführungsnuten 14 auf. Die
Stege der Nuten 14 sind im zylindrischen Teil 8 geführt Etwa in der Mitte des Gasrohres 4 ist auf diesem ein in
seiner Höhe durch Austausch von Distanzscheiben 15 verstellbares Abstützelement 16 vorgesehen. Mit seiner
unteren Fläche ruht das Abstützelement 16 in geöffneter Stellung des Flüssigkeitsventils auf dem
to Ventilgehäuse 3. Dadurch ist die untere Lage der Gasrohrmündung 32 fixiert
Das zum Gasraum 1 oberhalb des Flüssigkeitsspiegels 17 weisende Ende des Gasrohres 4 steht mit einer
Kammer 18 in Verbindung, welche bei Anpressen einer Dichtung 19 gegen die obere Begrenzung 20 des
Flüssigkeits- und Gasraumes 1 in ihrem Volumen verminderbar ist Von der Kammer 18 führen Kanäle 21
in den Gasraum 1. Die Kanäle 21 sind durch eine längsbeweglich auf dem Gasrohr geführte Dichtung 22,
welche unter dem Einfluß einer von außen wirksamen Steuereinrichtung steht verschließbar. Eine Hülse 24,
welche Winkelscheiben 25 aufweist und an ihrem oberen Ende die Dichtung 22 trägt ist von Armen 23 der
Steuereinrichtung bewegbar. Die Hülse 24 steht ferner unter dem Einfluß einer Druckfeder 26. In das Gasrohr 4
bzw. die Kammer 18 greift ein an der oberen Begrenzung 20 fest angeordneter Führungsstift 27 an,
der gleichzeitig in Verbindung mit dem unteren Teil 8 des Flüssigkeitsaustrittsstutzens 7 die Zentrierung des
Gasrohres 4 übernimmt Auf dem Mantel des Führungsstiftes 27 sind Gasdurchtrittskanäle 28 eingearbeitet
angepreßter Stellung, so daß keine Flüssigkeit austreten kann. Ebenfalls liegt die Kammer 18 mit ihrer Dichtung
19 an der Begrenzung 20 an. Die Kanäle 21 sind durch die Dichtung 22, welche von den auf die Hülse 24
einwirkenden Armen 23 der Steuereinrichtung in oberer Stellung gehalten wird, geschlossen, wodurch ein
Gasaustritt aus dem Gasraum vermieden wird. In der Kammer 18 herrscht atmosphärischer Druck. Auf den
äußeren Mantel der Kammer 18 wirkt dagegen der im Kessel anstehende Überdruck, der diese in ihrer oberen
Von einem nicht näher dargestellten Förderer wird das leere und oben offene Gefäß 11 dem vorzugsweise
ortsfesten Standteller 29 zugeführt und von diesem zentriert. Anschließend wird die Zentriertulpe 9 mit
ihrer Dichtung 10 mittels einer nicht näher dargestellten Gabel, welche in eine Ausnehmung 30 der Zentriertulpe
9 eingreift auf das Gefäß 11 abgesenkt Das Gasrohr 4, welches auch gleichzeitig zur Vorspannung des Gefäßes
11 dient verbleibt zunächst infolge des auf die Kammer 18 einwirkenden Differenzdruckes in geschlossener
Position. Sobald die nicht dargestellte äußere Steuervorrichtung mit ihren Armen 23 die Hülse 24 entgegen
der Wirkung der Druckfeder 26 abwärts bewegt, werden die Kanäle 21 freigegeben, wodurch Vorspanngas
in das vorher evakuierte oder in anderer Weise vorbehandelte Gefäß U durch die Bohrung 31 des
Gasrohres einströmt. Sobald der Druckausgleich zwischen FlUssigkeits- und Gasraum 1 und Gefäß 11
hergestellt ist, senkt sich das Gasrohr 4 durch Eigengewicht in seine durch das Abstützelement 16
begrenzte untere Position. Dadurch wird auch das Dichtelement 12 von dem Ventilsitz abgehoben, so daß
die Flüssigkeit in das Gefäß einströmen kann. Dies
geschieht gemäß dem in F i g. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel zunächst mit geringer Vorlaufgeschv/indigkeit
durch den relativ engen Ringspalt sowie durch die am Außenmantel des Führungskörpers 13
angeordneten Flüssigkeitsführungsnuten 14. Sobald das Gasrohr mit dem Führungskörper seine untere Stellung
erreicht hat, bildet der sich verjüngende Führungskörper 13 einen entsprechend größeren Ringspalt zur
schnellen Ableitung der Flüssigkeit. Während der Beffillung gelangt das Vorspanngas im Austausch mit
der Flüssigkeit durch die Bohrung 31 des Gasrohres 4 sowie durch die Kanäle 28 und die offene Kammer 18 in
den Gasraum zurück.
Die Füllung des Behälters ist beendet, sobald der Flüssigkeitsspiegel die untere Austrittsmündung 32 des
Gasrohres 4 erreicht. Im weiteren Verlauf steigt die Flüssigkeit durch die Bohrung 31 etwa bis zur Höhe des
im Flüssigkeits- und Gasraum 1 anstehenden Flüssigkeitsniveaus 17. Zum gleichen Zeitpunkt bewegen sich
die von außen gesteuerten Arme 23 in ihre obere Position. Hierbei werden zunächst die Kanäle 21 durch
die Dichtung 22 geschlossen. Darauf wird das Gasrohr 4 in seine obere Position zurückbewegt Dabei legt sich
die nach oben ragende Dichtlippe der Dichtung 19 gegen die obere Begrenzung 20 des Flüssigkeits- und
Gasraumes 1, wodurch das Gefäß von dem Gasraum getrennt ist Das so gebildete Volumen der Kammer 18
wird nun durch weitere Bewegung des Gasrohres 4 bis zur oberen Position durch Anpressen der Dichtung 19
vermindert Dabei entspricht die Differenz des bei Anliegen der Dichtung 19 gegen die obere Begrenzung
20 gebildeten Volumens und dem verminderten Volumen bei endgültiger oberer Stellung des Gasrohres
4 etwa der in der Bohrung 31 anstehenden Flüssigkeitsmenge, welche dadurch automatisch bei noch nicht
entlastetem Gefäß 11 unter vorteilhafter Bedingung zugegeben wird. Bei der anschließenden Entlastung des
Gefäßraumes wird keine weitere, eine Beunruhigung des Inhaltes bewirkende Abspritzung der angestiegenen
Flüssigkeit notwendig. Das so entlastete Gefäß 11 wird nun durch Aufwärtsbewegung der Zentriertulpe 9 von
der Dichtung 10 getrennt und im weiteren Verlauf den Standtellern 29 entnommen, um im nächstfolgenden
Arbeitsgang verschlossen zu werden.
Nach dem in Fig.3 dargestellten Ausführungsbeispiel
ist eine mit dem Gasrohr 4 in Verbindung stehende Kammer 33 auf einem in der oberen Begrenzung des
Flüssigkeits- und Gasraumes 1 fest angeordneter Kolben 34 geführt. Der Kolben 34 weist eine Dichtung
35 mit einer Dichtlippe 36 auf, gegen welche die Stirnwand 37 der Kammer 33 dichtend anlegbar ist
s Auch in diesem Falle ist die Kammer 33 über Kanäle 38, welche mittels einer Dichtung 39 verschließbar sind, mil
dem Gasraum verbindbar. Im geschlossenen, d. h„
angepreßten Zustand der Kammer 33 wirkt der im Gasraum herrschende Druck gegen den Mantel der
Kammer und hält diese infolge ihres inneren verminderten Druckes in oberer Stellung. Sobald die Kanäle 38
freigegeben werden und damit ein Druckausgleich zwischen Gefäß und Gasraum eintritt, fällt die Kammer
mit dem Gasrohr 4 in die untere Position, wodurch gleichzeitig Kanäle 40, welche auf dem Kolben 34
angeordnet sind, freigegeben werden. Auf diese Weise kann während der Vorspannung des Gefäßes 11 das
Vorspanngas durch den Kanal 40 und die Bohrung 31 in dieses eingeführt werden. Ebenso gelangt die Rücklufl
durch die Bohrung 31 über den Kanal 40 in den Gasraum zurück. Bei Aufwärtsbewegung der Kammer
33 in Richtung der oberen Begrenzung 20 wird derer Volumen durch die Einführung des Kolbens 34
vermindert und dadurch die anstehende Flüssigkeits menge aus dem Gasrohr 4 bzw. der Bohrung 31 in da:
Gefäß 11 abgedrückt
Eine Variante der Erfindung zeigt F i g. 4. Bei diesei
Ausgestaltung ist die Kammer als in sich zusammengelegter Faltenbalg 41 ausgebildet welcher zusätzlich
durch eine unter Federkraft stehende Hülse 4i abgestützt ist Ebenso ist eine als Wellrohrfedei
ausgebildete Kammer denkbar.
Nach dem in Fig.5 dargestellten Ausführungsbei
spiel wird die untere Führung des Gasrohres < unmittelbar von dem in seiner Höhe durch Austausch
von Distanzscheiben 15 veränderbaren Abstützelemem 16 übernommen. Das Abstützelement 16 ist in dieserr
FaIIe zur Überbrückung des Gesamthubes in einei Ausnehmung 43 des Ventilgehäuses 3 geführt Da:
Gasrohr 4 weist eine zylindrische Hülse 44 auf, die mil einer im Ventilgehäuse 3 angeordneten Dichtung 4i
korrespondiert Das gleichzeitig als Abweisschirm füi die austretende Flüssigkeit dienende Dichtelement Ii
weist bei dieser Ausgestaltung auf seiner Mantelfläche Führungsnuten als Verzahnung auf, die sowohl gerade
schräg als auch gebogen verlaufen können.
Claims (8)
1. Füllorgan für Gegendruckfüllmaschinen mit einem ortsfesten Ventilgehäuse, einer auf diesem
geführten, mit einer Dichtung ausgestatteten Zen- s triertulpe und einem in den gemeinsamen Flüssigkeits-
und Gasraum ragenden, axial verschiebbar durch das Ventilgehäuse geführten Gasrohr und
einer gegenüber dem Gasraum abschließbaren Gaskammer zum Ausdrucken der im Gasrohr
befindlichen Restflüssigkeit, gekennzeichnet durch ein in der Flüssigkeitsaustrittsmündung (8)
axial verschiebbar geführtes und an seinem oberen Ende zentriertes Gasrohr (4) mit einem in Strömungsrichtung
hinter dem Ventilsitz angeordneten 1S Schließkörper (12) und einer mit dem oberen
Gasrohrende verbundenen Kammer (18, 33, 41), deren Volumen bei axialer Bewegung des Gasrohres
in Schließrichtung des Flüssigkeitsventils bei noch nicht entlastetem Füllgefäß verminderbar ist
2. Füllorgan nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen Kammer und
dem Gasraum des Flüssigkeitsbehälters aus Kanälen (21, 38) besteht, die durch eine auf dem oberen
Gasrohrende axial verschiebbar gehaltene Dichtlip- 2S
pe (22,39) verschließbar sind.
3. Füllorgan nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (18, 33,
41) gegenüber ihrem Innenquerschnitt einen vergrößerten Außenquerschnitt aufweist, wobei der Ring- M
querschnitt mit der unteren Kammerstirnseite eine Angriffsfläche für den im Gasraum anstehenden
Überdruck bildet
4. Füllorgan nach einem der Ansprüche I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (33) auf
einem ortsfesten Kolben (34) geführt und in ihrer oberen Stellung gegen eine kompressible Dichtung
(35) anlegbar ist, dagegen in ihrer unteren Stellung eine dem Kolben (34) zugeordnete Austrittsbohrung
(40) des Rückgaskanals (31) freigibt.
5. Füllorgan nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (18, 41)
als Faltenbalg ausgebildet ist.
6. Füllorgan nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (18, 41)
als Wellrohrfeder ausgebildet ist.
7. Füllorgan nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem
Gasrohr (4) ein dessen untere Stellung begrenzendes, relativ zur Gasrohrmündung (32) verstellbares
Abstützelement (16) angeordnet ist.
8. Füllorgan nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen das Dichtelement
(12) des Gasrohres (4) abstützenden, im Flüssigkeitsaustrittsstutzen (8) des Ventilgehäuses
(3) zentrierten Führungskörper (13), dessen vorzugsweise konisch verjüngte Außenfläche eine Vielzahl
schräg zur Mantelfläche verlaufende Flüssigkeitsfiihrungsnuten (14) aufweist.
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