DE294136C - - Google Patents

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DE294136C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B3/00Refining fats or fatty oils
    • C11B3/001Refining fats or fatty oils by a combination of two or more of the means hereafter

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
.PATENTSCHRIFT'
Jr 294136 -KLASSE 23 a. GRUPPE
Die Geruchlosmachung von Tran ist eine technische Aufgabe, welche bereits vielfach zu-lösen versucht worden ist. Bei allen bis-■ herigen Verfahren kommt jedoch durchweg im Prinzip die Arbeitsweise zum Ausdruck, welche bereits in dem britischen Patent 8854 vom Jahre 1841 niedergelegt wurde.
Nach diesem Verfahren soll der Tran dadurch geruchlos gemacht werden, daß er zunächst auf hohe Temperaturen — bis 3000C und darüber — erhitzt wird, um sodann nach der Abkühlung auf etwa 170 ° C dem bekannten Prozeß des Dämpfens unterzogen zu werden. Auch das britische Patent 7901 vom, Jahre 1906, das ein Verfahren zur Herstellung geruchloser Fischöle betrifft, schreibt hohes Erhitzen mit nachfolgendem Dämpf prozeß vor; desgleichen das Verfahren desselben Erfinders zur Darstellung eines Leinölersatzes aus Tran
ao (Chem. Revue über die Fett- und Harz-. Industrie 1909, S. 88, r, Sp. Abs. 1).
Die auch heute noch bestehende Bestrebung, brauchbare Verfahren der Geruchlosmachung von Tran und ähnlichen Produkten auszu-
a5 arbeiten, zeigt," daß der schon seit vielen Jahrzehnten beschrittene Weg, d.i. hohes Erhitzen, nicht das gewünschte Ergebnis gehabt hat, oder doch wenigstens Mängel in sich birgt, , welche zu beseitigen der Wunsch der Technik geblieben ist.
Selbst zugegeben, daß durch hohe Erhitzung wenigstens eine· wesentliche Geruchsverbesserung bei Tranen usw. eintritt,'zeigt doch der erste. Versuch, daß durch diese hohe· Erhitzung auf Temperaturen von 300° C und darüber die Trane in der Farbe so stark leiden, daß selbst aus den hellsten und reinsten ölen stark dunkel gefärbte Produkte entstehen, die minderwertig und in vielen Fällen überhaupt nicht zu gebrauchen sind. Es ist nun zwar allgemein bekannt, daß die Intensität der beim Erhitzen von Fettstoffen eintretenden Verfärbung von der Höhe der Temperatur abhängig und es deshalb möglich ist, weniger gefärbte Produkte zu erhalten, wenn während des der Dampfbehandlung voraufgehenden Erhitzens die Temperatur niedriger gehalten wird. Alsdann wird aber auf keinen Fall eine iGeruchlosmachung erreicht, wie bereits William Newton in seinem Patent 8854 vom Jahre 1841 richtig hervorhebt. .
Die Temperatur von etwa 300° C ist offenbar nach der bisherigen Ansicht die untere Grenze des Erhitzens,. bei welcher ein Effekt der Geruchlosmachung zu erzielen ist.
Die Wirkung des hohen Erhitzens in bezug auf das Geruchlpswerden der Trane erklärte man bisher allgemein dahin, daß durch die hohen Temperaturen die mit dem Namen »Phonicin«. belegten Geruchssubstanzen der Trane usw. zerstört würden: ■
Vorliegendes Verfahren unterscheidet sich nun von diesen bekannten Verfahren fundamental dadurch, daß dabei die Fettsubstanz selbst durch Erhitzen mitv basischen Körpern ,65 auf etwa 210° so verändert wird, daß sich der Trangeruch nicht wieder von neuem bildet.
Wie nämlich bereits von anderer Seite ausgesprochen wurde, sind nicht die sogenannten Phonicihe die Geruchsbildner, sondern der Gehalt der Trane an ungesättigten Fettsäuren ist die Ursache des unangenehmen Geruches
(2. Auflage, ausgegeben am 6. Mär\ 1919-)
(Chem. Revue über die Fett - und Harz-
„■ Industrie 1909, S. 85, 1. Sp. letzter Abs. ff.). Erst nach dieser Behandlung wird der Tran dem bekannten' Prozeß des Dämpfens uhterworfen. Die Anwendung solcher hohen Temperaturen wie bei den vorgenannten Verfahren ist dabei nicht erforderlich^ weil unter Mitverwendung chemischer Agenzien, insbesondere basischer Stoffe; der Umwandlungsprozeß bei weit niedrigeren Temperaturen vor sich geht. Auf diese Weise wird nicht nur ein geruchloses, sondern auch ein dem Ausgangsmäterial gleich helles Produkt erzielt, was gegenüber dem mit den bekannten· Verfahren erzielten Effekt einen wesentlichen Fortschritt bedeutet.
Die britische Patentschrift 8854 vom Jahre
1841 enthält des weiteren auf S. 6, Zeile 21 ff., Angaben über eine Behandlung von Tran mit Kalk oder Tonerde bei Temperaturen von 140 bis 150 ° C. Eine Beziehung zwischen diesen Angaben und vorliegendem Verfahren besteht aber nicht, denn die obige Literaturstelle bringt eine Methode in Vorschlag, nach welcher gewöhnlicher oder bereits geruchlos gemachter Tran »gebleicht« werden soll. Infolgedessen ist auch eine Nachbehandlung mit Dampf hier nicht vorgesehen worden. Vergleichende Versuche ergaben,zudem, daß nach diesem Verfahren behandelter Tran selbst bei nachfolgender Dampfbehandlung keine im Geruch wesentlich verbesserten Produkte lieferte, weil die Temperatur zur Geruchlösmachung zu niedrig ist. . ..
AusführungsbeispieÜ
Fisehöl wird in einer geeigneten Apparatur unter Zusatz von 1,5 Prozent Ätzkalk 6 Stunden lang auf 2100 C erhitzt, darauf bis auf z. B. 150° C abgekühlt und während 2 Stunden mit strömendem Wasserdampf behandelt. An Stelle von Ätzkalk können auch andere Erdalkalien, Oxyde und Hydroxyde sowie die gleichen Verbindungen von Metallen Verwendung finden.'

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    ■ . Verfahren zur Geruchs verbesserung .von Fischölen, insbesondere Tranen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß diese Produkte vor dem bekannten Dämpfen mit basischen Stoffen, insbesondere den Oxyden oder Hydroxyden der Alkalien, Erdalkalien oder anderer Metalle, ohne Anwendung eines Überdruckes auf höhere Temperaturen (ungefähr 2000 C) erhitzt werden.
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