DE2936095C2 - Antriebseinrichtung für einen Baumstamm bei einer Furnierschälmaschine - Google Patents

Antriebseinrichtung für einen Baumstamm bei einer Furnierschälmaschine

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DE2936095C2
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Antriebseinrichtung für einen Baumstamm bei einer Furnierschälmaschine mit einer Einspannvorrichtung zur drehbaren Lagerung des Baumstamms und mit parallel zur Schneidkante eines Messers an Halterungen angeordneten Druckorganabschnitten, zwischen denen axial drehbare Antriebszylinder vorgesehen sind, die im Bereich der Schneidkante des Messers nebeneinander angeordnet sind und Schneidorgane aufweisen, die in die Baumstammoberfläche eingreifen, und die gemeinsam mit dem Messer und den Druckorganen seitlich gegen den Baumstamm und von diesem weg bewegbar sind.
Bei einer bekannten derartigen Antriebseinrichtung (DE-OS 27 55 097) drehen sich die Antriebszylinder um eine zur Schneidkante des Messers parallele Achse, so daß sie mit der sie tragenden Welle eine antreibbare Andrückwalze bilden, die mit nach außen gerichteten Schneidorganen besetzt ist Die Schneidorgane dringen in die Baumstammoberfläche ein und übertragen vor der Schneidkante des Messers Antriebskraft auf den Baumstamm, wodurch dieser von Biegekräften entlastet wird, so daß auch minderwertigere Baumstämme bis auf einer dünnen Reststamm zu Furnieren verarbeitet werden können. Die Reststammbelastung wird erfahrungsgemäß umso geringer, je kleiner der Abstand zwischen der Schneidkante des Messers und den Schneidorganen ist Einer solchen gegenseitigen Annäherung sind jedoch dadurch Grenzen gesetzt, daß die Schneidorgane dieser bekannten Andrückwalze häufig durch das abgeschnittene Furnier hindurch mit der Messerklinge in Berührung kommen, so daß aufgrund des Fndlosaufbaus der Andrückwalzenoberfläche die Schneidorgane und/oder das Messer beschädigt werden. Ferner könnte eine Verringerung de; Durchmessers der Andrückwalze zu einer weiter verminderten Reststammbelastung führen, jedoch wird hierbei die Anzahl der auf ihrem Umfang angeordneten Schneidorgane verringert mit dem Ergebnis, daß die auf den Baumstamm übertragene Antriebskraft herabgesetzt und der Baumstamm zur Überwindung des Schneidwiderstandes nicht mehr genügend angetrieben wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs erwähnte Antriebseinrichtung für einen Baumstamm bei einer Furnierschälmaschine so zu verbessern, daß sie auf den Baumstamm eine zu seiner Drehung ausreichende Antriebskraft überträgt, ohne daß die Schneidorgane mit der Messerklinge so zusammengeraten, daß sie diese beschädigen oder selbst brechen können.
Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Hauptanspruches enthaltenen Merkmale gelöst.
Der Endlosaufbau der bekannten Andrückwalze wird auf diese Weise durch einzelne zu der Baumstammoberfläche tangential gerichtete Antriebszylinder ersetzt, deren Außengewinde am unteren Endteil unmittelbar vor der Schneidkante des Messers in die Baumstammoberfläche eindringen kann, so daß der Baumstamm während der Antriebsübertragung von quergerichteten Druckbelastungen praktisch frei bleibt und sich Baumstämme geringerer weicher Qualität bis auf einen sehr dünnen Stammrest zerschälen lassen, ohne sich zu verbiegen oder zu zerbrechen. Auf diese Weise wird die Produktionsleistung bei der Furnierherstellung erhöht, wobei aufgrund der Durchbiegungsfreiheit des Baumstammes Furniere gleichmäßiger Dicke erzeugt werden, was für jede Art der Weiterverarbeitung günstig ist. Die nebeneinander angeordneten einzelnen Antriebszylinder bewirken, daß trotz der für die Verringerung der Baumstammbelastung günstigen dichten Annäherung von Messerschneidkante und Außengewinden der Antriebszylinder nicht die Gefahr besteht, daß die beiden so zusammengeraten, daß sie sich gegenseitig beschädigen. Die wenigstens teilweise angeschärften Außengewinde der Antriebszylinder schneiden in die Oberfläche des Baumstammes ein, wobei ihre anpetrie-
bene Axialdrehung in Antriebskraft zur Drehung des Baumstammes umgewandelt wird. Die übertragene Antriebskraft reicht zur Überwindung des Schneidwiderstandes aus, und es wird eine gleichmäßige Drehung des Baumstammes erreicht, die Voraussetzung für die Herstellung sauber geschnittener Furniere ist
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung schema tisch dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform der Erfindung,
F i g. 2 eine schematische Draufsicht der Anordnung nach F ig. 1,
Fig. 3 und 4 schomatische Seitenansichten verschiedener Abwandlungen des bei der Ausführungsform der F i g. 1 und 2 verwendeten Druckorgans,
FJ g. 5 eine geschnittene Seitenansicht einer anderen Ausführungsform der Erfindung,
F i g. 6 eine schematische Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform der Erfindung,
F i g. 7 eine von dem Stamm abgeschälte Furnierplatte mit von einem angeschärften Gewinde auf dem Antriebszylinder angebrachten Einschnitten.
Gemäß Fig. 1 und 2 ist ein Messer 1 auf einem Messerträger 2 montiert, der seinerseits auf einem geeigneten Ständer befestigt ist. Der Baumstamm 3 wird von einer nichtgezeichneten geeigneten Einspannvorrichtung um seine Achse drehbar gehalten. In der Nähe des Baumstammes 3 ist ein Messer 1 angeordnet, das seitlich gegen den oder weg von dem Baumstamm i> bewegbar ist, bis die Schneidkante des Messers 1 den Baumstamm 3 an seiner Oberfläche tangential berührt, um ein Furnier 4 abzuschälen. Über dem Messer 1 sind mehrere senkrechte Antriebszylinder 5 nebeneinander gegenüber dem Baumstamm 3 oberhalb der Schneidkante des Messers 1 und entlang ihrer gesamten Breite angeordnet. Um den Umfang jedes Antriebszylinders 5 ist ein angescharftes Außengewinde 6 integriert herumgeformt. Antriebszylinder mit Linksgewinde erhalten eine axiale Drehung im Uhrzeigersinn, während Antriebszylinder mit Rechtsgewinde im Gegenuhrzeigersinn axial gedreht werden. Linksgewinde-Zylinder und Rechtsgewinde-Zylinder sind abwechselnd angeordnet. Außengewinde 6 jedes Antriebszylinders 5 haben eine gleichmäßige Steigung. Die unteren Enden der Antriebszylinder 5 sind unmittelbar vor der Schneidkante des Messers 1 angeordnet. Die Antriebszylinder 5 können gemeinsam mit dem Messer 1 seitlich gegen den und von dem Baumstamm 3 weg bewegt so werden. Ein Motor 7 dreht die Antriebszylinder 5 axial. Zwischen je zwei benachbarten Antriebszylindern 5 ragt ein Druckleistenfinger 8a (F i g. 3), der etwas vor der Schneidkante des Messers 1 gegen den Stanmumfang drückt. Die Druckleistenfinger 8a werden von einem Druckleistenhalter 9 getragen. Die Druckleistenfinger 8a können durch eine Andrückwelle Sb (Fig. 4) oder eine Doppeldrupkleiste ersetzt werden. In jedem Falle ist es vorteilhaft, als Druckmittel eine Blattfeder zu verwenden. Der Messerträger 2, die Antriebszylinder 5 und die Druckleisten 8 sind miteinander verbunden und bilden eine Einheit, die gegen den Baumstamm 3 bzw. von diesem weg bewegt wird.
Anschließend wird die Funktion dieser Ausführungsform der Antriebseinrichtung erläutert. Die das Messer 1, den Messerträger 2, die Antriebszylinder 5 und die Druckleistenfinger 8a enthaltende Baueinheit wird gegen den Baumstamm 3 geführt, bis die angeschärften Außengewinde 6 in die Stammoberfläche einschneiden und die Schneidkante des Messers 1 den Baumstamm 3 im wesentlichen tangential berührt Da die angeschärften Außengewinde 6 axial gedreht werden, wird der drehbar gelagerte Baumstamm 3 im Uhrzeigersinn gedreht Als Ergebnis schält das Messer 1 ein Furnier 4 von dem Baumstamm 3. Bei diesem Vorgang ist besonders bemerkenswert daß die unteren Endteile der Antriebszylinder 5 den Baumstamm 3 unmittelbar vor der Schneidkante des Messers 1 antreiben.
Eine andere Ausführungsform der Erfindung ist in Fig.5 gezeigt Der allgemeine Aufbau entspricht im wesentlichen der erläuterten Ausführungsform. Es hat jedoch jeder Antriebszylinder 5 hierbei eine konvergierende Verlängerung mit einem gewölbten Profil am unteren Endteil. Die Verlängerung trägt ein Hilfsgewinde, das das angeschärfte Außengewinde 6 identisch fortsetzt und über die Schneidkante des Messers 1 hinausragt wobei es im wesentlichen parallel zur Messerklinge verläuft, so daß die Kante des Gewindes die Klinge nicht berührt.
Die Funktion dieser Ausführungsform entspricht praktisch derjenigen des ersten Beispieles. Der Schälvorgang ist jedoch effektiver, weil die Antriebskraft sowohl auf den Stammumfang unmittelbar vor der Schneidkante des Messers 1 als auch auf das abgeschälte Furnier 4 hinter der Schneidkante des Messers 1 einwirkt.
F i g. 6 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung. Der allgemeine Aufbau dieser Antriebseinrichtung entspricht im wesentlichen den vorangegangenen Beispielen. Der Antriebszylinder 5 hat jedoch ein konisches Endteil 5a, das nach unten bis hinter die Schneidkante des Messers 1 konvergiert. Auf diesem konischen Endteil 5a ist ein Außengewinde 6a angebracht. Das Außengewinde 6a hat eine stumpfe Kante, die in eine von dem angeschärften Außengewinde 6 hergestellte Nut eingeführt wird und die Klinge des Messers 1 so berührt daß das Messer 1 von dem Antriebszylinder 5 festgehalten wird. Auf diese Weise können dünne und scharfwinklige Messer 1 verwendet werden, durch die das von dem Baumstamm 3 abgeschälte Furnier 4 eine verbesserte Oberflächenqualität erhält.
Bei allen erläuterten Ausführungsformen sind verschiedene geringfügige Abwandlungen möglich. Beispielsweise ist auf jedem Antriebszylinder 5 nur ein Außengewinde 6 ausgebildet jedoch können auch mehrere Außengewinde 6 auf jedem Antriebszylinder 5 vorgesehen sein. Das Außengewinde 6 hat bei den vorstehenden Beispielen gleichmäßige Steigung. Ein solches Außengewinde 6 kann jedoch durch ein Außengewinde mit ungleichmäßiger Steigung ersetzt werden. Anstatt des einstückig auf den Antriebszylinder 5 aufgeformten Außengewindes 6 kann ein den Antriebszylinder umgebendes austauschbares Gewindestück verwendet werden. Die erwähnten Abwandlungen führen zu verschiedenen Wirkungen beim Abschälen eines Furniers 4 von dem Baumstamm 3. Zum Beispiel ermöglichen mehrere Außengewinde 6 eine Vergrößerung des Betrages des Stammdrehwinkels eines Ganges. Durch ein Außengewinde 6 mit unregelmäßiger Steigung wird auf die Stammoberfläche Zug oder Druck ausgeübt damit das von dem Baumstamm 3 abgeschälte Furnier 4 in bekannter Weise einem Erweichungseffekt ausgesetzt ist. Die Austauschbarkeit von Außengewinden 6 erlaubt die Verwendung verschiedener Gewindearten in Anpassung an die
Stammqualität. Normalerweise sind die Antriebszylinder 5 mit regelmäßigen Abständen entlang der gesamten Länge des Messers 1 nebeneinander angeordnet. Beim tatsächlichen Einsatz nimmt ihr Abstand gegen die Enden des Baumstammes 3 allmählich ab, während ihre Abstände im mittleren Bereich des Baumstammes 3 verhältnismäßig groß sind. Hierdurch wird die Möglichkeit eines Durchbiegens des Baumstammes 3 verringert. F i g. 2 zeigt eine abwechselnde Anordnung von Linksgewinde- und Rechtsgewindezylindern. Es ist jedoch auch möglich, daß alle Antriebszylinder einer Furnierschälmaschine entweder Linksgewindezylinder oder Rechtsgewindezylinder sind.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (9)

Patentansprüche:
1. Antriebseinrichtung für einen Baumstamm bei einer Furnierschälmaschine mit einer Einspannvorrichtung zur drehbaren Lagerung des Baumstamms und mit parallel zur Schneidkante eines Messers an Halterungen angeordneten Druckorganabschnitten, zwischen denen axial drehbare Antriebszylinder vorgesehen sind, die im Bereich der Schneidkante des Messers nebeneinander angeordnet sind und Schneidorgane aufweisen, die in die Baumstammoberfläche eingreifen, und die gemeinsam mit dem Messer und den Druckorganabschnitien seitlich gegen den Baumstamm und von diesem weg bewegbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Rotationsachse jedes Antriebszylinders (5) in bezug auf die Baumstammachse senkrecht ausgerichtet ist,
daß der Umfang jedes Antriebszylinders (5) bis herab zu seinem unteren Endteil mit wenigstens einem wenigstens teilweise angeschärften Außengewinde (6,6a) umgeben ist,
und daß der untere Endteil jedes Antriebszylinders
(5) sich in der Nähe der Schneidkante des Messers (1) befindet.
2. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Endteil jedes Antriebszylinders (5) vor der Schneidkante des Messers (1) angeordnet ist (F ig. 1).
3. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Endteil jedes Antriebszylinders (5) über die Schneidkante des Messers (1) hinausragt, und daß sein Außengewinde
(6) die Klinge des Messers (1) nicht berührt (F i g. 5).
4. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rand des auf dem unteren Endteil ausgebildeten Außengewindes (%a) stumpf ist und die Klinge des Messers (1) berührt (F i g. 6).
5. Antriebseinrichtung nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Endteil (5a) jedes Antriebszylinders (5) nach unten konvergiert.
6. Antriebseinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Außengewinde (6,6a) regelmäßig? Steigung aufweist.
7. Antriebseinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Außengewinde (6,6ajunregelmäßige Steigung aufweist.
8. Antriebseinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis
7, dadurch gekennzeichnet, daß Antriebszylinder (5) mit Rechts- und Linksgewinde vorgesehen und abwechselnd nebeneinander angeordnet sind.
9. Antriebseinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis
8, dadurch gekennzeichnet, daß die gegenseitigen Abstände der Antriebszylinder (5) gegen die beiden Enden des Baumstammes allmählich kleiner werden.
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