DE293594C - - Google Patents
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
- G01R11/00—Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption
- G01R11/46—Electrically-operated clockwork meters; Oscillatory meters; Pendulum meters
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- General Physics & Mathematics (AREA)
- Dynamo-Electric Clutches, Dynamo-Electric Brakes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■■- JVe 293594 KLASSE
21 e. GRUPPE
Zeitzähler für Wechselstrom nach Ferrarisschem Prinzip.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. April 1915 ab.
Die Zeitzähler für Wechselstrom nach Ferrarisschem Prinzip beruhen darauf, daß zwei
Wechselfelder (J)1 und φ2, welche räumlich und
zeitlich gegeneinander verschoben sind, auf eine drehbar gelagerte Metallscheibe einwirken.
Das treibende Drehmoment D eines solchen Apparates bei einer Netzfrequenz f und zeitlicher
Verschiebung ψ ist:
D =
• f · sin ψ.
Erzeugt man beide Felder durch eine Spannungswicklung hoher Eigeninduktivität und
legt an diese Wicklung die Netzspannung Eu,
so sind beide Felder annähernd proportional den Quotienten aus Netzspannung Eu und
Frequenz f:
Φι oo C k
P2 CVD C2 · ■
Eu_
f ,
Die zeitliche Verschiebung ψ zwischen beiden Feldern erreicht man durch eine sinngemäß
angebrachte, einen Teil des gesamten Feldes beeinflussende Kurzschlußwindung. Vereinigt
man die Konstanten c, C1, c2 zu einer Konstanten
c3> so kann man das treibende Drehmoment
auch schreiben:
■ f · sin xb.
Durch die Drehung der Scheibe in dem Gesamtfelde werden in ihr Wirbelströme erzeugt,
die zusammen mit dem Felde φ ein bremsendes
Drehmoment Dg ergeben; dies kann
ausgedrückt werden:
DB = A1-Cp2-W;
hierbei sind u die Umdrehungen der Scheibe pro Zeiteinheit. Da man den Gesamtfluß φ
annähernd proportional dem Quotienten aus Netzspannung und Frequenz setzen kann:
φ co A2
Ek
so kann man das bremsende Drehmoment auch schreiben:
= A3 ■
Ik
Für den Gleichgewichtszustand ist das treibende Drehmoment gleich dem bremsenden
Drehmoment:
D=z DB,
und die Gleichung für die Umdrehungen wird
El
C ί
C ί
f . sin ψ
Gleichgültig, wie man die Kurzschlußwindungen anbringt, ist die Tourenzahl einer solchen Vorrichtung
also unabhängig von der Netzspannung. Von der Frequenz dagegen ist die Tourenzahl nur dann unabhängig, wenn der
Sinus des Verschiebungswinkels zwischen beiden
motorisch wirkenden Feldern annähernd umgekehrt proportional der Frequenz ist:
sin ψ
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung bezweckt nun, eine Anordnung zu treffen,
welche diese Bedingung erfüllt. Die grundsätzliche räumliche Anordnung zeigt Fig. i.
Ein Eisenkern α trägt eine Spannungswicklung b; in dem Luftspalt c kann die Scheibe
rotieren. Ein Eisenwinkel d mit Kurzschlußwindung f bildet einen Nebenschluß zum Luftspalt,
in dessen Weg ein Luftspalt e eingeschaltet ist. Durch die gestrichelten Linien
ist die Verteilung der magnetischen Flüsse angedeutet. Man sieht, daß die Flüsse (J)1
und (J)2 räumlich gegeneinander verschoben sind. Die zeitliche Folge der magnetischen
und elektrischen Größen zeigt das in Fig. 2 dargestellte Diagramm. X sind die gesamten
von der Spannungswicklung b erzeugten AW. Xhl sind die den Eisenverlust für den Fluß (J)1
deckenden AW, XUl, die magnetisierenden AW
sind die Differenz von X und X/,,; mit ihnen in Phase ist der Fluß (J)1. Die gesamten A W X
sind außerdem gleich der geometrischen Summe der AWX2 und X23, deren Bedeutung aus
Fig. ι hervorgeht. Die entsprechenden magnetisierenden
AWX111 und X„,3 unterscheiden
sich von den AW X2 und X23 wiederum um
die Beträge der Verlust-AWX,h und Xh.2s. Bezeichnet
man mit XR die entgegen den AW X2
wirkenden AW der Kurzschlußwindung f, so sind die für den Eisenwinkel d aufzuwendenden
AWX^. Mit den AW X11., ist der Fluß (J)2
in Phase, mit den AWZ„3 der Fluß φ3. Die
Summe beider ist der Fluß (J)23; mit ihm in
Phase sind die AWXu,3. Der Gesamtfluß φ
ist schließlich die Summe der Flüsse (J)1 und φ2 3.
Ihm eilt um 90 ° vor die EMK. E; die Netzspannung Ej1 ergibt sich schließlich aus der
Summe von E und dem Ohmschen Spannungsabfall i · r.
Aus dem Diagramm ersieht man, daß der Hilfsfluß (J)2 dem Hauptfluß (J)1 um den Winkel ψ
voreilt. Man kann nun durch richtige Wahl der Dimensionen und des Materials des Eisenwinkelst
und der Kurzschlußwindung f leicht erreichen, daß der Winkel ψ mit steigender
Frequenz abnimmt, so daß das Produkt f ■ sin ψ konstant bleibt.
Eine Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung zeigen die Fig. 3 und 4 in zwei Ansichten.
Auf dem Eisenkern α sitzt eine Wicklung b. Im Luftspalt c läuft eine Ferrarisscheibe g um. Das Hilfsfeld wird erzeugt
durch einen Eisenwinkel d in Verbindung mit einer Kurzschlußwindung f. Der Luftspalt β 6ο
des Nebenschlusses ist hier nicht vorhanden, sondern ersetzt durch den Luftwiderstand der
unteren Fortsetzung h des Eisenwinkels g gegen den Eisenkern a. Der eine Schenkel i
des Eisenkernes α kann um die Achse k gedreht
werden, wodurch in der Hauptsache die Größe des Hauptflusses (J)1 verändert wird;
dagegen bleiben die Verhältnisse des Diagramms und infolgedessen das Verhalten des
Apparates bei Frequenzänderungen unverändert bestehen.
Claims (2)
1. Zeitzähler für Wechselstrom nach Ferrarisschem Prinzip, bei dem ein von
einer Spannungswicklung erzeugter magnetischer Fluß in zwei räumlich und zeitlich
gegeneinander verschobene Teile, einen Hauptfluß und einen Hilfsfluß, zerlegt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß an dem einen Schenkel des Triebkernes ein Eisenwinkel
mit Kurzschlußwicklung befestigt ist, welcher um die Triebscheibe herumgreift und
ein Hilfsfeld zum Hauptfeld erzeugt, das dem Hauptfeld zeitlich voreilt und sich
so mit der Frequenz ändert, daß der Sinus des Verschiebungswinkels zwischen den beiden Feldern umgekehrt proportional
der Frequenz ist, zum Zwecke, die Tourenzahl des Apparates nicht nur von Spannungsänderungen, sondern auch von
Frequenzänderungen in weiten Grenzen praktisch unabhängig zu machen.
2. Zeitzähler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Regelung
der Tourenzahl der eine Schenkel des Triebkernes verschoben werden kann, so daß durch ihn in der Hauptsache nur die
Größe und räumliche Verschiebung des Hauptfeldes geregelt wird, während das Hilfsfeld im wesentlichen unverändert bestehen
bleibt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE293594C true DE293594C (de) |
Family
ID=548246
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT293594D Active DE293594C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE293594C (de) |
-
0
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