DE2935657C2 - Vorrichtung zum Zerstäuben von Öl in einer Druckluftleitung - Google Patents
Vorrichtung zum Zerstäuben von Öl in einer DruckluftleitungInfo
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- F16N7/30—Arrangements for supplying oil or unspecified lubricant from a stationary reservoir or the equivalent in or on the machine or member to be lubricated the oil being fed or carried along by another fluid
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zerstäuben von öl in einer Druckluftleitung zur Versorgung
von Druckluftaggregaten, bei der einem Dosierraum über einen Einlaß zugeleitetes Öl durch einen mit Druck
beaufschlagbaren Dosierkolben in die Druckluftleitung überführbar ist, wobei zur Druckbeaufschlagung des
Dosierkolbens eine Steuerleitung dient, deren in die Druckluftleitung mündendes Ende durch ein Schließelement
verschließbar ist, das unter der Einwirkung des Luitstromes in der Druckluftleitung aus seiner Schließstellung
in eine Offenstellung bewegt wird, und wobei zwischen dem Dosierraum und dem Ausgang des Öls in
die Druckluftleitung ein Rückschlagventil angeordnet ist, das bei Betätigung des Dosierkolbens in seine
Offenstellung übergeht.
Aus der US-PS 38 41 438 ist eine Vorrichtung der vorstehenden Art bekannt, bei der der Dosierraum von
einem Teil einer Bohrung gebildet wird, die eine ölzuführleitung kreuzt und die zur Führung des
Dosierkolbens dient. Am dem Dosierkolben abgewandten Ende des Dosierraumes ist das Rückschlagventil
angeordnet das bei Betätigung des Dosierkolbens das Passieren von Öl zuläßt Die bekannte Vorrichtung
eignet sich nicht für den Anschluß an eine sie intermittierend mit Öl beaufschlagende Druckmittelquelle.
Der Grund hierfür besteht darin, daß eine intermittierend arbeitende Druckmittelquelle mit jedem
ölstoß öl über das Rückschlagventil in die Druckluftleitung
fördern würde. Das Öl würde sich hier sammeln und bei der nächstfolgenden Inbetriebnahme des mit
Schmieröl zu versorgenden Druckluftaggregaies käme es zur Bildung eines völlig übersättigten ölnebels und
hieraus resultierenden unvertretbaren Umweltbelastungen. Ein Verzicht auf eine intermittierende Druckbeaufschlagung
des Dosierraumes bringt es andererseits aber mit sich, daß bei längerem ununterbrochenen Betrieb
eines Druckluftaggregates die Gefahr einer Unterschmierung entsteht denn die bekannte Vorrichtung
arbeitet im Einschalttakt des Druckluftaggregates.
Die Gefahr einer Oberschmierung bestehe bei einer anderen aus der DE-AS 24 20 050 bekannten Vorrichtung,
die an die intermittierend arbeitende Druckmittelquelle einer Zentralschmieranlage anschüeßbar ist. Bei
dieser zweiten bekannten Vorrichtung wird die Dosierung des Schmieröls mit Hilfe eines Dosierventils
gesteuert das einen unter der Wirkung einer Feder stehenden Dosierkolben aufweist Die bekannte Vorrichtung
ist außerdem mit einem ölspeicher zum Ausgleich von Leckverlusten ausgestattet der ebenfalls
einen unter der Wirkung einer Feder stehenden Kolben besitzt Die Verwendung von mit Federkraft beaufschlagten
Kolben hat zur Folge, daß auf das sich im Dosierraum befindliche öl ständig ein Druck ausgeübt
wird. Dies erweist sich dann als nachteilig, wenn an die Druckluftleitung ein Druckluftwerkzeug oder ein
anderes Luftdruckaggregat angeschlossen ist das selten benutzt wird. In diesem Fall wird die Vorrichtung
wesentlich häufiger von der Zentralschmieranlage mit Druck beaufschlagt als das zu schmierende Druckluftwerkzeug
in Benutzung genommen wird. Da geringe Undichtigkeiten in der Vorrichtung unvermeidbar sind,
verschleicht sich das öl unter der Einwirkung der durch die Kolben ausgeübten äußeren Kräfte. Dies führt dazu,
daß ungewollt öl in die Druckluftleitung gelangt und sich dort ansammelt. Wird anschließend die Druckluftleitung
mit Druckluft beaufschlagt so wird der Druckluft mehr öl zugesetzt als erforderlich. Bei dieser
zweiten bekannten Vorrichtung besteht also nicht die Gefahr einer Unterschmierung, wohl aber die Gefahr
einer Überschmierung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der in Betracht gezogenen Art zu schaffen,
die von einer Druckmittelquelle intermittierend mit Öl versorgt werden kann und durch die nach längeren
Einschaltpausen eine Überschmierung von Druckluftaggregar.en unmittelbar nach dem Einschalten verhindert
wird. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zwischen dem Dosierraum und dem Einlaß
ein weiteres Ventil angeordnet ist, über das der Dosierraum intermittierend mit Druck beaufschagt wird
und das außer einer ein zweites Rückschlagventil bildenden Manschette einen Ventilkörper aufweist, der
bei nicht förderndem Dosierkolben durch eine Feder gegen eine öffnung einer zum ersten Rückschlagventil
und zun Ausgang führenden Bohrung gedrückt wird. ·
Die t rfindungsgemäße Vorrichtung bielet gegenüber gattungsgleichen Vorrichtungen den Vorteil, daß sie
intermittierend von einer Druckmittelquelle mit öl beaufschlagt werden kann, ohne daß es nach längeren
Abschaltzeiten des jeweiligen Druckluftaggregates zu einer Ölansammlung und hieraus resultierenden vorübergehende
unerwünschte Umweltbelastungen mit sich bringenden Überschmierungserscheinungen kommt. Die Mehrfachnutzung des zwischen dem
Dosierraum und dem Einlaß angeordneten Ventils ermöglicht eine einfache Bauweise.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher
erläutert.
In der einzigen Figur der Zeichnung ist 1 ein Gehäuse mit einer Druckluftleitung 2, in die eine Steuerleitung 3
ragt deren Ende durch die Dichtung 4 eines Schließelementes 5 geschlossen gehalten wird, das aus
einer unter der Wirkung einer Feder 6 stehenden Klappe besteht.
Die Steuerleitung 3 steht mit einer von einem Teil
einer Bohrung 7 gebildeten Kammer 8 in Verbindung, die über eine Entlüftungsleitung 9 entlüftbar ist In der
Bohrung ist ein Dosierkolben 10 geführt der zwei von Manschetten gebildete Abschnitte 11 und 12 unterschiedlichen
Durchmessers besitzt Der üosierkolben 10
bildet einen nachgiebigen Wandteil, welcher die Kammer 8 von einem Dosierraum 13 trennt der
wiederum einen Teil der Bohrung 7 darstellt Der Dosierraum 13 steht über einen Durchlaß 14 mit einem
Teil einer Bohrung 15 in Verbindung. In das Ende der Bohrung 15 ist ein Anschlußstutzen 16 eingeschraubt
der einen Einlaß 17 für insbesondere von einer nicht dargestellten Zentralschmieranlage geliefertes Öl bildet.
Gegen den Anschlußstutzen 16 stützt sich eine Feder 18 ab. Die Feder 18 trägt einen Ventilkörper 19
mit einer Manschette 20. Die Stirnseite 21 des Ventilkörpers stützt sich gegen die Stirnseite des
rohrförmigen Mundstücks 22 eines Einsatzes 23 ab, der ein Gehäuse für eine Kugel 24 und eine Feder 25 bildet.
Ein Sicherungsring 26 hält die Kugel 24 und die Feder 25 in dem für sie vorgesehenen erweiterten Teil einer
Bohrung 27 des Einsatzes 23.
28 ist ein in die Druckluftleitung 2 ragender Ausgang ·*ο
für das bei Bevufschlagung der Druckluftleitung 2 in dieser zu zerstäubende Öl.
Der Hub des Dosierkolbens 10 kann durch einen verstellbaren Anschlag 29 verändert werden. Zur Be-
bzw. Entlüftung des zwischen den Abschnitten 11 und 12 des Dosierkolbens angeordneten Ringraumes 30 dient
eine Be- bzw. Entlüftungsleitung 31.
Die beschriebene Vorrichtung arbeitet wie folgt: Durch den Einlaß 17 wird Öl in die Bohrung 15 gepreßt
Das Öl kann zwischen der Wand der Bohrung 15 und der ein erstes Rückschlagventil bildenden Manschette
20 des Ventilkörpers 19 passieren. Es gelangt über den Durchlaß 14 in den Dosierraum 13 und drückt den
Dosierkolben 10 nach links, bis er die in der Zeichnung dargestellte durch den Anschlag 29 definierte Lage
erreicht In die Bohrung 27 kann kein Öl eintreten, da der Zugang zu dieser Bohrung 27 durch die Stirnseite 21
des Ventilkörpers 19 verschlossen ist
' Sobald der Druck in der Zentralschmxranlage abfällt
ist das sich im Dosierraum 13, im Durchlaß 14 und im mit dem Durchlaß 14 verbundenen Teil der Bohrung 15
befindliche Öl druckentlastet. Ein Rückstrom von Öl wird durch die Manschette 20 verhindert.
Strömt durch die Druckluftleitung 2 Druckluft, so bewegt sich das Schließelement 5 aus der dargestellten
Lage in die durch gestrichelte Linien angedeutete Stellung. Die Folge ist daß die Steuerleitung 3 mit dem
in der D*uckluftleitung 2 herrschenden Druck beaufschlagt wird. Dieser Druck wird auch in der Kammer 8
wirksam und schiebt den Dosierkolben 10 in der Zeichnung nach rechts. Die Folgt ist, daß der
Ventilkörper 19, der zusammen mit der Feder 18 ein Steuerventil bildet, nach unten bewegt wird und öl in
die Bohrung 27 gelangt. Der durch den Dosierkolben 10 auf das öl ausgeübte Druck reicht aus, um die
zusammen mit der Feder 25 ein Rückschlagventil bildende Kugel 24 von ihrem Sitz abzuheben, was dazu
führt, daß Öl über den Ausgang 28 in die Druckluftleitung 2 gelangen kann.
Beim nächsten Druckölstoß wird der Dosierraum 13 neu mit Öl gefüllt.
Hitrzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Zerstäuben von Öl in einer Druckluftleitung zur Versorgung von Druckluftaggregaten,
bei der einem Dosierraum Ober einen Einlaß zugeleitetes Öl durch einen mit Druck
beaufschlagbaren Dosierkolben in die Druckluftleitung überführbar ist, wobei zur Druckbeaufschlagung
des Dosierkolbens eine Steuerleitung dient deren in die Druckluftleitung mündendes Ende durch
ein Schließelement verschließbar ist, das unter der Einwirkung des Luftstromes in der Druckluftleitung
aus seiner Schließstellung in eine Offenstellung bewegt wird, und wobei zwischen dem Dosierraum
und dem Ausgang des Öls in die Druckluftleitung ein Rückschlagventil angeordnet ist, das bei Betätigung
des Dosierkolbens in seine Offenstellung übergeht, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
dem Dosierraum (13) und dem Einlaß (17) ein weiteres Ventil (18, 19, 20) angeordnet ist, über das
der Dosieiraum (13) intermittierend mit Druck beaufschlagt wird and das außer einer ein zweites
Rückschlagventil bildenden Manschette (20) einen Ventilkörper (19) aufweist, der bei nicht förderndem
Dosierkolben (10) durch eine Feder (18) gegen eine öffnung einer zum ersten Rückschlagventil (24, 25)
und zum Ausgang (28) führenden Bohrung (27) gedrückt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Dosierkolben (10) zwei Abschnitte (11, 12) mit unterschiedlichem Durchmesser aufweist,
von rinnen der Abschnitt (11) mit größerem
Durchmesser über die Steuerleitung (3) mit Druck beaufschlagbar ist
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet daß der Hub d>_i Dosierkolbens (10)
einsteilbar ist
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Dosierkolben (10),
das Steuerventil (18, 19, 20) und die beiden Rückschlagventile (20; 24,25) in zwei miteinander in
Verbindung stehenden Bohrungen (7, 15) angeordnet sind.
Priority Applications (3)
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| DE2935657A DE2935657C2 (de) | 1979-08-31 | 1979-08-31 | Vorrichtung zum Zerstäuben von Öl in einer Druckluftleitung |
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Family Applications (1)
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