DE2935282C2 - Drahtlose Temperaturmeßeinrichtung - Google Patents
Drahtlose TemperaturmeßeinrichtungInfo
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Description
- einem Sender für ylektromagneiische Wellen,
mit einem Oszillator, dessen Abgabefrequenz innerhalb bestimmter Grenzen durchstimmbar
ist und einer Antenne,
- einem mit dem Gegenstand in Berührung zu bringenden, passiv erregbaren Festkörperoszillator,
dessen im Bereich der Abgabefrequenz des Senders liegende Resonanzfrequenz sich in
Abhängigkeit von der Temperatur ändert,
- einem selektivem Empfänger, der die bei Resonanzbedingung
am Resonatorelement auftretende elektromagnetische Strahlung zu identifizieren vermag und mit
- einer Steuer- und Verarbeitungsschaltung, welche die selektive Durchstimmung der Senderabgabefrequenz
und die auswertbare Aufbereitung der vom selektiven Empfänger bei Resonanzbedingungen
abgegebenen Signale besorgt,
dadurch gekennzeichnet, daß
- der Festkörperoszillator (46) gemeinsam mit einer
Sendespule (52) einen Hochfrequenzresonanzkreis (60) bildet,
- der Oszillator (76) durch die Steuer- und Verarbeitungsschaltung
(66; 74) digital und in festgelegten Frequenzstufen sequentiell umschaltbar ist,
- die Antenne (80) dem Oszillator in diskreten Sendezeitschlitzen (F i g. 7, C) zuschaltbar ist,
- dem Empfänger (62; 82) eine digital steuerbare Detektorschaltung (84) nachgeschaltet ist, die
während durch die Steuer- und Verarbeitungsschaltung festgelegten und im Takt der Scndcrfrequenzumschaltung
aufeinanderfolgenden Sendezeitschlitzen die vom Empfänger die in sich direkt den sendezeitschlitzenden anschließenden
Empfangszeitschlitzen (F i g. 7, F) erfaßten Frequenzkomponenten überprüft.
2. Temperaturmeßeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Resonatorelement
als in die zu garende Speise (24) einsteckbarc Meßsonde (26) gestaltet ist, in deren einsteckbarer Spitze
der Festkörperoszillator (46) eingebaut und elektrisch mit dem im Hauptkörper der Meßsonde (54)
eingebauten Hochfrequenzresonanzkreis (48 bis 52) verbunden ist.
3. Temperaturmeßeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Sender und Empfänger
beide mit einem in einem Herdinnenraum angebrachten Widerstand-Heizstabelement einer
Grilleinrichtung als Antenne (30; 58) verbunden sind.
4. Temperaturmeßeinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine
Anzeigevorrichtung (16; 64), die vom Empfänger iius gesteuert, eine einem durch die Steuer- und
Überwachungseinrichtung festgelegten Frequenzwert zugeordnete Temperatur anzeigt.
Die Erfindung betrifft eine drahtlose Temperaturmeßeinrichtung zur Regelung der Heizenergiezufuhr zu
einem Gerät zur Erwärmung vor. Gegenständen gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
Ein derartiges Gerät ist aus der CH-PS 5 25 431 bekannt. Von einem gewobbelten Mikrowellensender
wird ein Signal an einen Ferrittresonator gesandt, dessen Resonanzfrequenz von seiner Temperatur abhängt.
Im Resonanzfall absorbiert der Ferritresonator besonders viel Energie. Es wird die reflektierte, bei Resonanz
geschwächte Strahlung abhängig von der jeweils vorliegenden Frequenz gemessen. Bei Temperaturänderung
tritt bei jedem Wobbeivorgang das Minimum der reflektierten Energie bei einer anderen Resonanzfrequenz
auf. Die jeweilige Resonanzfrequenz ist der Temperatur des Ferritresonators zugeordnet. Dadurch ist es möglich,
die Temperatur eines Gegenstandes berührungslos festzustellen. Die Temperaturmessung wird dann zu Regelzwecken
verwendet.
Aus der DE-OS 14 73 283 ist eine ähnliche Temperaturmeßeinrichtung
bekannt. Bei ihr wird der Erregungsstrom in einem Sender gemessen, der einen temperaturabhängigen
Resonanzkreis anregt. Im Fall der Resonanz
ist der Erregungsstrom am kleinsten. Aus der Resonanzfrequenz wird wiederum die Temperatur des Gegenstandes
berechnet, an dem das temperaturabhängige Resonatorelement befestigt ist.
Bei beiden bekannten Temperaturmeßeinrichtungen wird also laufend reflektierte Energie bzw. der Erregungsstrom
gemessen. Im Resonanzfall nehmen diese Größen Maximalwerte ein. Der Resonanzfall muß also
aus dem Verhältnis eines größeren gemessenen Wertes zu laufend gemessenen kleineren Werten bestimmt
werden. Ein solches Verfahren ist nicht allzu genau. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
drahtlose Temperaturmeßeinrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, die so ausgebildet ist, daß die
Temperatur genauer als bisher bestimmt werden kann.
Die erfindungsgemäße Lösung ist im Hauptanspruch gekennzeichnet. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand
von Unteransprüchen.
Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß nur in Zeiischlit/.en gesendet und empfangen wird, wobei sich
jeder Zeilschlitz, innerhalb dem das Signal der Resonanzschwingung empfangen wird, an einen Zeitschlitz,
innerhalb dem gesendet wird, anschließt. Beim Stand der Technik wurde dagegen kontinuierlich und gleichzeitig
empfangen und gesendet. Das erfindungsgemäße Verfahren ist erheblich genauer, da außerhalb dem Resonan/.fall
in einem Empfangszcitschlitz praktisch keinerlei Leistung von Resonan/strahlung empfangen
wird. Nur im Fall der Resonanz strahlt der Resonator im Empfangszcitschlitz, der sich an den Sendezeiischlitz
anschließt, innerhalb dem Strahlung mit der Resonanzfrequenz gesendet wurde. Es ist also kein Verhältnis
zwischen mehr und weniger Energie mehr zu bilden, sondern der Fall liegt so, daß außerhalb der Resonanz
praktisch keine Energie, im Resonanzfall aber ein sehr starkes Signal empfangen wird. Dadurch läßt sich der
Resonanzfall sehr genau feststellen. Die Genauigkeit wird noch dadurch erhöht, daß das Verfahren im Gegensatz
zu den Analogverfahren des Standes der Technik ein Digiialvcrfahren ist. Die Sendefrequenz wird
nicht kontinuierlich gewobbelt, sondern in Stufen erhöht. Auch dadurch läßt sich der Resonanzwert sehr
genau festlegen.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand von Figuren näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Perspektivdarstellung eines Mikrowellenherdes
mit einer drahtlosen Temperaturmeßeinrichtung;
Fig.2 die Schnittdarstellung des Herde; gemäß
Fig.l;
F i g. 3 eine Schnittdarstellung durch tine Temperaturmeßsonde;
F i g. 4 ein Blockschaltbild der drahtlosen Temperaturmeßeinrichtung;
F i g. 5 ein Schaubild des Verlaufs der Resonanzkennlinie eines Kristalloszillatörs innerhalb der Meßsonde
gemäß F i g. 3;
Fig.6 ein weiteres Blockschaltbild der drahtlosen Temperaturmeßeinrichtung mit weiteren Einzelheiten;
und
Fig.7 ein Diagramm des zeitlichen Verlaufs verschiedener
Signale innerhalb der Schaltung gemäß Fig. 6.
Obgleich die Erfindung nachfolgend in Anwendung auf einen Mikrowellenherd beschrieben ist sei betont,
daß sich das Temperaturüberwachungssystem auch für andere Arten von Kochgeräten, beispielsweise für Gasofen,
Elektroherde sowie Kombinationsherde mit Mikrowelleneinrichtung und anderen Heizquellen eignet.
Der in F i g. 1 gezeigte Mikrowellenherd 10 mit einem drahtlosen Temperaturüberwachungssystem gemäß der
Erfindung umfaßt eine Tür 12, Türverriegelungselemente 14, einen Drehtisch 22 als Speiseauflage, einen Türöffnungsschalter
20, ein Konirollfeld mit einer Tasteneingabeeinheit 18 und einer Anzeige 16. Eine Speise 24 ist
auf den Drehtisch 22 aufgelegt. Ein Temperaturmeßfühler 26 ist in die Speise 24 eingesteckt, um die Innentemperatur
zu erfassen. Als drahtlosesVerbindungselement in Verbindung mit dem Meßfühler 26 dient ein Heizelement,
beispielsweise eine Grilleinrichtung.
F i g. 2 zeigt den Mikrowellenherd 10 in Schnitt-Ansichtsdarstellung.
Dieses Bild zeigt in weiteren Einzelheiten den in die Speise 24 eingesetzten Meßfühler 26,
die ein Heizelement 30 enthaltende zusätzliche Heizoder Grilleinrichtung 28, einen Wellenleiter 32, ein Magnetron
34, eine Einheit 36 zur drahtlosen Kommunikation mit dem Meßfühler 26. eine Einheit 38 zur Steuerung
der Heizleistung, einen Antriebsmotor 40 für die Speisenauflage, ein Paar von Stützrollen 42 sowie ein
Paar von Drosseln am Gehäuse 44.
Ergänzend zu dem in seinem Aufbau im Prinzip bekannten Mikrowellenherd ist das erfindungsgemäßc
drahtlose Verbindungssystem zur Überwachung der Innentemperatur der Speise 24 vorhanden. Zu diesem
Verbindungssystem gehört die geschirmte zusätzliche Heizeinrichtung 28, die drahtlos arbeitende Verbindungseinheit
36 sowie der Temperaturmeßfühler 26.
Die drahtlos arbeitende Verbindungseinheit 36 gibt in an sich bekannter Weise über ein PLL-Systtm
(PLL =· Phase Look Loop) unter Verwendung eines spannungssteuerbaren Oszillators (VCO = Voltage
Controlled Oscillator) eine Signalfolge ab. Diese durch das PLL-VCO-System gelieferte Signalfolge weist eine
Frequenz auf, die sich in genau festgelegten Stufen von beispielsweise 1 kHz nach Ablauf jeweils einer festgelegten
Zeitperiode von beispielsweise etwa 8,3 msec stufenweise erhöht. Bei dieser ersten Ausführungsform
der Erfindung wird diese so in der Frequenz stufenweis ansteigende Signalfolge von der Verbindungseinheit 36
über die zusätzliche Heizeinrichtung 38 auf den Temperaturmeßfühler 26 gegeben. Die Innentemperatur der
Speise 24 wird auf diese Weise überwacht, wie weiter unten noch in Einzelheiten beschrieben werden wird.
Fig.3 läßt den Innenaufbau des Meßfühlers 26 erkennen;
er enthält einen Kristalloszillator 46. einen Trimmerkondensator 48, eine Drosselanordnung 50, eine
Spulenantenne 52 sowie eine Umhüllung 54.
Der K ristalloszillator 46 befindet sich in der Spitze des Meßfühlers 26, die etwa bis zur Mitte in die Speise 24 eingedrückt wird. Alle übrigen Teile des Meßfühlers 26, also der Trimmerkondensator 48. die Drosselanordnung 50 sowie die Spulenantenne 52 befinden sich im Bereich des anderen Endes des Meßfühlers 26, also außerhalb der zu garenden Speise, deren Temperatur im Verlauf des Kochvorgangs überwacht werden soll. Die Spulenantenne 52 empfängt die über das Heizelement 28 abgestrahlte Signalserie. Sie gibt außerdem der oder den Resonanzfrequenzen) entsprechende Signale an das zusätzliche Heizelement 28 ab. Der Kristalloszillator 46, der Trimmerkondensator 48 und die Spulenantenne 52 bilden zusammen einen JLC-Resonanzkreis. Dieser LC-Resonanzkreis läßt sich auf einer bestimmten Folge von durch die drahtlose Verbindungseinheit 36 abgegebenen Signalen erregen, deren Frequenz mit der Resonanzfrequenz des LC- Resonanzkreises übereinstimmt. Die Resonanzfrequenz andererseits ändert sich in Abhängigkeit von der Innentemperatur der Spei-21) se 24, da wiederum die Resonanzfrequenz des Kristalloszillators 46 in nachfolgend beschriebener Weise von der Temperatur abhängt. Die verschiedenen Resonanzzustände des LC-Resonanzkreises werden durch die zusätzliche geschirmte Heizeinrichtung 28 aufgefangen und damit drahtlos auf die Verbindungseinheit 36 übertragen. Die Drosselanordnung 50 wird benötigt, um zu verhindern, daß Mikrowellensignale in den Innenraum des Temperaturmeßfühlers 26 eindringen.
Der K ristalloszillator 46 befindet sich in der Spitze des Meßfühlers 26, die etwa bis zur Mitte in die Speise 24 eingedrückt wird. Alle übrigen Teile des Meßfühlers 26, also der Trimmerkondensator 48. die Drosselanordnung 50 sowie die Spulenantenne 52 befinden sich im Bereich des anderen Endes des Meßfühlers 26, also außerhalb der zu garenden Speise, deren Temperatur im Verlauf des Kochvorgangs überwacht werden soll. Die Spulenantenne 52 empfängt die über das Heizelement 28 abgestrahlte Signalserie. Sie gibt außerdem der oder den Resonanzfrequenzen) entsprechende Signale an das zusätzliche Heizelement 28 ab. Der Kristalloszillator 46, der Trimmerkondensator 48 und die Spulenantenne 52 bilden zusammen einen JLC-Resonanzkreis. Dieser LC-Resonanzkreis läßt sich auf einer bestimmten Folge von durch die drahtlose Verbindungseinheit 36 abgegebenen Signalen erregen, deren Frequenz mit der Resonanzfrequenz des LC- Resonanzkreises übereinstimmt. Die Resonanzfrequenz andererseits ändert sich in Abhängigkeit von der Innentemperatur der Spei-21) se 24, da wiederum die Resonanzfrequenz des Kristalloszillators 46 in nachfolgend beschriebener Weise von der Temperatur abhängt. Die verschiedenen Resonanzzustände des LC-Resonanzkreises werden durch die zusätzliche geschirmte Heizeinrichtung 28 aufgefangen und damit drahtlos auf die Verbindungseinheit 36 übertragen. Die Drosselanordnung 50 wird benötigt, um zu verhindern, daß Mikrowellensignale in den Innenraum des Temperaturmeßfühlers 26 eindringen.
Das Prinzipblockschaltbild der F i g. 4 zeigt den Aufbau des drahtlosen Verbindungssystems. Dieses System
umfaßt eine Antenne 58, einen /.C-Resonanzkreis 60, einen Sender 56. einen Empfänger 62, eine Zentralprozessoreinheit
66 (CPU), eine Anzeige 64, eine Tasteneingabeeinheit 72, eine Überwachungseinheit 68 für die
Erzeugung der Mikrowellenenergie sowie ein Magnetron 70.
Die Antenne 58 entspricht der geschirmten zusätzlichen Heizeinrichtung 28 der Fig. 1 und 2. Der LC-Resonanzkrcis
60 wiederum entspricht dem bereits erläuterten LC-Resonanzkreis innerhalb des Temperaturmcßfühlers
der F i g. 3.
Der Sender 56, der Empfänger 62 und die CPU 66 sind in der Verbindungseinheit 36 der F i g. 2 enthalten. Über
den Sender 56 werden die von der CPU 66 gelieferten Signalfolgcn abgestrahlt. Der Empfänger 62 nimmt die
bei Resonanzbedingung des LC-Resonanzkreises 60 auftretenden Resonanzfrequenzsignale auf. Die Resonanzbedingungen
enthalten eine Aussage über die Innentemperatur der Speise 24.
Die vom Empfänger 62 ermittelte Resonanzfrequenz wird auf die CPU 66 übertragen, welche die erzeugte
Resonanzfrequenz entsprechend der Temperaturinformation ändert, die der abgefragten Innentemperatur
entspricht. Die CPU 66 bewirkt eine Informationszwibo
schenspeicherung, um die ermittelte Resonanzfrequenz entsprechend der Temperaturinformation zu ändern.
Die Temperatur wird momentan auf der Anzeige 64 angezeigt, welche der Anzeige 16 nach Fig.l entspricht.
Die Tasleneingabeeinheit 72 entspricht der Tabs steneingabeeinheit 18 der Fig. 1. Über die Tasteneingabeeinheit
72 läßt sich eine bestimmte Temperatur in der CPU 66 vorgeben. Die CPU 66 erregt die Überwachungseinheit
68 für die Erzeugung der Mikrowellen-
energie, bis die bestimmte Temperaturinformation durch die CPU 66 festgelegt ist. Die CPU 66 steuert die
Überwachungsschaltung 68 zur Erregung der Mikrowellenerzeugung durch das Magnetron 70 entsprechend
der Differenz zwischen der mit Hilfe des Empfängers 62 ermittelten Temperaturinformation und der in
der CPU 66 gespeicherten bestimmten Temperaturinformation.
Das Schaubild der F i g. 5 zeigt die Resonanzkennlinie des Kristalloszillators 46 in Abhängigkeit von der Temperatur.
Wie sich daraus ersehen läßt, weist die Resonanzfrequenz des Kristalloszillators 46 einen sehr genau
linearen Zusammenhang mit der Temperatur auf. Nur beispielshalber sind einige Resonanzfrequenz/Temperatur-Werte
eingetragen: !0,559436 MHz bei — 100C,
10,587516 MHz bei 200C und 10,662396 MHz bei 100°C.
Dies entspricht einer Steigung
oc = 936 Hz/°C. Diese günstige Frequenz-Temperaturkennlinie
des Kristalloszillators 46 wird in vorteilhafter Weise für das erfindungsgemäße drahtlose Temperaturüberwachungssystem
ausgenützt.
Um diese beschriebenen Eigenschaften zu erhalten, wird ein bestimmtes Volumen eines Rohkristalls so geschnitten,
daß die Eigenschwingungen von der Umgebungstemperatur abhängen. Bei dieser Ausführungsform eignet sich beispielsweise ein YS-Schnitt mit einem
von der Y-Schnittebene um 5° abweichenden Schnittwinkel. Der Kristalloszillator 46 liegt im erwähnten
Resonanzkreis, um den Gütefaktor Q ganz wesentlich zu verbessern, der bekanntlich für Kristalloszillatoren
dieser Bauart sehr hoch liegt.
Die Resonanzfrequenz des den Kristalloszillator 46 enthaltenden Resonanzkreises weicht von der des Kristalloszillators
46 konstant um einen bestimmten Wert von beispielsweise 1 kHz über den gesamten Temperaturbereich
ab. Die Resonanzfrequenz des Resonanzkreises mit dem Kristalloszillator 46 entspricht damit im
Prinzip genau jener des Kristalloszillators 46 per se. Über die Resonanzfrequenz des Resonanzkreises mit
dem Kristalloszillator 46 läßt sich also die Innentemperatur
der Speise 24 genau identifizieren.
Anstelle des Kristalloszillators 46 eignet sich auch ein Keramikoszillator, da sich auch für Keramikoszillatoren
Kennlinien der Resonanzfrequenz in genauer Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur erreichen lassen.
Auch andere temperaturempfindliche Elemente eignen sich für den hier vorgesehenen Zweck, soweit sie
ähnlich günstige Temperaturkennlinien aufweisen, wie der oben beschriebene Kristalloszillator 46. Der durch
Resonanzwerte bestimmte Betrieb der Vorrichtung ist jeuocii nicht auf den beschriebenen linearen Zusammenhang
beschränkt. Für den Fachmann ist ersichtlich, daß sich auch bei einem nicht-linearen Zusammenhang
zwischen der Resonanzfrequenz und der Temperatur im Rahmen des Erfindungsgedankens eine vorteilhafte Lösung
für eine drahtlose Temperaturmessung und -überwachung erreichen läßt.
Das Blockschaltbild der F i g. 6 zeigt in weiteren Einzelheiten das drahtlose Verbindungssystem der F i g. 4.
Die dargestellte Anordnung umfaßt eine CPU 74, einen Oszillator 76, einen Senderverstärker 78, eine Antenne
80. einen Empfängerverstärker 82, eine Detektorschaltung
84, einen Impulszähler 86, zwei UND-Glieder 88 und 90 sowie den in die Speise 24 eingesetzten Meßfühler
26.
Die F i g. 7 verdeutlicht in einer zeitbezogenen Darstellung den Verlauf verschiedener Signale innerhalb
der Anordnung nach Fi g. 6. Die Arbeitsweise und das
Zusammenwirken der einzelnen Baugruppen der F i g. 6 wird nachfolgend unter Bezug auf die F i g. 7 beschrieben,
wobei die Buchstabenhinweise A bis H in den F i g. 6 und 7 verwendet sind, um anzugeben, an welchen
Stellen die einzelnen Signale der Fig. 7 innerhalb der Schaltung von F i g. 6 auftreten.
Der Oszillator 76 erzeugt verschiedene Signalarten B, die sich hinsichtlich ihrer Frequenz unterscheiden, deren
Frequenz sich insbesondere laufend um einen exakt
ίο festgelegten Wert, z. B. etwa 1 kHz nach Verlauf einer
bestimmten Zeitperiode von beispielsweise 8,3 msec erhöhen, genau wie bei dem oben erwähnten PLL-VCO-System.
Die CPU 74 überwacht den Oszillator 76, so daß dieser die laufend sich ändernden Signale B in aufeinan
!5 derfolgenden Zeitintervallen abgibt, die wie erwähnt,
jeweils eine Dauer von etwa 8,3 msec aufweisen. Um dies zu erreichen liefert die CPU 74 eine Serie von Steu
ersignalen A im Abstand der erwähnten Zeitintervalle Diese Sleuersignalserie A gelangt auf den Oszillator 76.
Damit ändern sich die Frequenzen des Signals B bei spielsweise wie angegeben von 10,559MHz bis
10,672 MHz innerhalb eines Temperaturbereichs von -10bis 100°C(vgl.Fig. 5).
Bei einem erprobten Ausführungsbeispiel der Erfin dung wurden die Frequenzen des Signals B im Bereich von Decameterwellen gewählt. Das bevorzugte Fre quenzband für die Erfindung ist jedoch nicht auf den Bereich der Decameterwellen beschränkt. Je nach den eingesetzten Bauelementen und den speziellen Eigen schäften, beispielsweise des Kristalloszillators 46 kann der Frequenzbereich auch anders gewählt werden.
Bei einem erprobten Ausführungsbeispiel der Erfin dung wurden die Frequenzen des Signals B im Bereich von Decameterwellen gewählt. Das bevorzugte Fre quenzband für die Erfindung ist jedoch nicht auf den Bereich der Decameterwellen beschränkt. Je nach den eingesetzten Bauelementen und den speziellen Eigen schäften, beispielsweise des Kristalloszillators 46 kann der Frequenzbereich auch anders gewählt werden.
Um das Verständnis zu erleichtern sei angenommen daß sich die Frequenzen der Signale B um jeweils 1 kHz
ändern. Die Frequenzwerte der Signale B sind jedoch vollständig in Anpassung auf die Resonanzfrequenzen
des Kristalloszillators 46 wählbar und zwar in unter schiedlichen Abstufungswerten je nach der Umge
bungstemperatur(vgl. auch hier F i g. 5). Selbst wenn di Frequenzen der Signale B sich — wie angegeben — in
Stufen von 1 kHz ändern, ist für die Genauigkeit de ermittelten Temperatur ein Bereich von etwa +0,1
anzusetzen, da die Steigung χ die Kennlinie des Kristall
Oszillators 46 wie oben erwähnt 936 Hz/° C entspricht.
Die CPU 74 gibt außerdem eine Serie von Impulssi· gnalen Cab, deren Impulsbreite jeweils beispielsweise
2,5 msec entspricht. Die Impulssignale Cund die Signal B gelangen auf das UND-Glied 88, an dessen Ausganj
diskrete Einzelsignale D auftreten, die sich hinsichtlich ihrer Frequenz unterscheiden. Die so unterteilten Signa
so le D werden über den Senderverstärker 78 verstärk abgestrahlt und gelangen über die Antenne 80 auf der
Meßfühler 26. Wie erwähnt ist der Meßfühler 26 au eine jeweils bestimmte Frequenz abgestimmt, bei de
der Resonanzkreis entsprechend der Innentemperatu der Speise 24 auf seinem Eigenwert anspricht. Die je
weilige Resonanzfrequenz ist durch die Temperaturin formation wie folgt festgelegt:
Die spezielle Resonanzfrequenz wird durch die An tenne 80 empfangen und überprüft Die Ausgangssigna
Ie der Antenne 80, die einem bestimmten Resonanzfre quenzwert entsprechen, gelangen auf den Empfanget
verstärker 82, über den eine Signalfolge Eentsteht we
ehe die Frequenzkomponenten /"der diskreten Signal
D und anderer Komponenten ic der den Resonanzkrei erregenden Resonanzfrequenz enthält. Die Signale
und die von der CPU 66 gelieferten Impulssignale gelangen in das UND-Glied 90, an dessen Ausgang S
gnale C erscheinen, die lediglich die Frequenzkompc
7 8 ,
nente feder Resonanzfrequenz enthalten. Die Impulssi- p.
gnale Fweisen eine Breite von etwa 1 msec auf.
Die Signale G und die Signale Fspeisen die Dctektor-
oder Prüfschaltung 84 und führen zum Erregersignal H, welches angibt, daß die CPU 74 die Frequenzkompo- j
nenten feder Resonanzfrequenz in den Impulszähler 86 als Speicherwert übernehmen soll. Das Erregersignal H
gelangt außerdem auf die CPU 74.
Die jetzt auf den Impulszähler 86 gelangenden Signale
G, d. h. die Frequenzkomponenten ic, werden jetzt aufeinanderfolgend als Resonanzfrequenzwert erfaßt.
Der Impulszähler 86 liefert damit eine für die jeweilige Resonanzfrequenz maßgebliche Codeinformation, die
unter Steuerung durch das Erregersignal H in die CPU 74 übernommen wird. Die spezielle Codeinformation
bezieht sich aiso auf die betreffende Resonanzfrequenz, bei der eine ausreichende Resonanzüberhöhung auftritt,
um damit die Innentemperatur der Speise 24 zu bestimmen. Die Innentemperatur wird also über die CPU 74
für jeden Frequenzdurchgang des sich ändernden Signals B überprüft. Der Impulszähler 86 sollte soviel
Speicherplätze aufweisen wie der Impulsanzahl entspricht, also maximal beispielsweise 10 672 entsprechend
dem höchsten Frequenzwert des Signais S, aiso in diesem Fall 10,672 MHz.
Die CPU 74 speichert die Information als Zwischenwert,
um die zugeführte Codeinformation auf die Temperaturinformation zu ändern. Die überprüfte Temperaturinformation
wird augenblicklich unter Steuerung durch die CPU 74 angezeigt (sie entspricht beispielsweise
der Anzeige 64 in Fig.4). Soweit die überprüfte Temperatur nicbr mit der über die Tasteneingabeeinheit
vorgegebenen Temperatur übereinstimmt (die Tasteneingabe kann der Tasteneingabeeinheit 72 in F i g. 4 entsprechen),
erregt die CPU 74 die Steuereinheit zur Mikrowellenerregung, so daß Mikrowellenenergie abgegeben
wird. Die Steuereinheit für die Mikrowellenerregung kann der Einheit 68 in F i g. 4 entsprechen.
Stimmt die gemessene Temperatur mit dem Temperatureinstellwert überein, so wird die weitere Erzeugung
von Mikrowellenenergie durch die CPU 74 gesperrt. Um sicherzustellen, daß die gewünschte Innentemperatur
auch tatsächlich vorliegt, ist es vorteilhaft, die Unterbrechung der Mikrowellenenergieerzeugung
über die CPU 74 so lange auszusetzen, bis der gleiche überprüfte Temperaturwert der CPU 74 über mehrere
Zyklen des Signals B vom Impulszähler 86 angezeigt wird, also beispielsweise innerhalb des bei 10,559 MHz
beginnenden und bei 10,672 MHz endenden Bereichs für das Signal B.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
bO
Claims (1)
1. Drahtlose Temperaturmeßeinrichtung zur Regelung der Heizenergiezufuhr zu einem Gerät zur
Erwärmung von Gegenständen in Abhängigkeit von der Temperatur, mit
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP10798978A JPS5533783A (en) | 1978-08-31 | 1978-08-31 | Cooking device heating source controller |
| JP11271778A JPS5539162A (en) | 1978-09-12 | 1978-09-12 | Cooking device heating source controller |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2935282A1 DE2935282A1 (de) | 1980-03-27 |
| DE2935282C2 true DE2935282C2 (de) | 1984-07-05 |
Family
ID=26447967
Family Applications (1)
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