DE292650C - - Google Patents

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DE292650C
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DE
Germany
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valve
steam
machine
exhaust steam
rotary
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DENDAT292650D
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Active legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B25/00Regulating, controlling or safety means
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B2250/00Accessories of steam engines; Arrangements or control devices of piston pumps, compressors without crank shafts or condensors for so far as they influence the functioning of the engines
    • F01B2250/002Valves, brakes, control or safety devices for steam engines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Exhaust Silencers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14g\ GRUPPE
ACTIEN-GESELLSCHAFT „WESER" in BREMEN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Oktober 1913 ab.
Die Erfindung betrifft'eine Maschinenanlage, insbesondere Schiffsmaschinenanlage, bei welcher der Abdampf der Hilfsmaschinen und Apparate entweder nach dem Niederdruckteil
5- der Hauptmaschine oder nach dem Kondensator geführt wird. Die Erfindung besteht darin, daß der zur Regelung des Umschaltorganes verwendete, vom Regelungsorgan der Hauptmaschine gesteuerte Kolben nach einer
ίο ganz bestimmten Verdrehung sich selbsttätig in seiner Längsachse verschiebt, und hierdurch die Form seiner Schieberschlitze den Dampfein- und Austrittsöffnungen gegenüber verändert. Gleichzeitig mit dieser selbsttätigen Ver-Schiebung des Drehschiebers in der Längsachse wird ein am Kolbendrehschieber befindliches Ventil plötzlich geöffnet oder geschlossen.
Hierdurch wird erreicht, daß kurz nach dem Umschalten des Abdampfes der Hilfsmaschinen entweder auf den Niederdruckteil der Hauptmaschine oder auf den Kondensator das Manöverierventil zwecks genauer Einregulierung der durch das Überströmen des Abdampfes veränderten Leistung wieder teilweise geschlossen oder geöffnet werden kann, ohne hierdurch das Überströmen des Abdampfes zu ändern.
Ferner besteht die Erfindung darin, daß zur Bewegung des Umschaltorganes zwei zu beiden Seiten des Umschaltorganes angeordnete, je mit einem Kolben versehene, in ihrem Durchmesser verschieden große Dampfzylinder vorgesehen sind, deren Bodenseiten mit dem Abdampf raum in Verbindung stehen, während die Deckelseiten des kleineren Dampfzylinders dauernd unter hochgespanntem Dampfdruck stehen. Die Decketeeite des größeren Zylinders erhält entsprechend den verschiedenen Stellungen des Kolbendrehschiebers hochgespannten Dampf oder wird mit der Abdampfleitung verbunden.
Beiliegende Zeichnung gibt das Beispiel einer Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes wieder, und zwar stellen dar: Fig. 1 eine schematische Darstellung der Anordnung mit dem wechselseitig wirkenden Absperrorgan und dem Drehschieber im Längsschnitt, Fig. 2 einen teilweisen Schnitt und Aufsicht auf den neuen Drehschieber, in Fig. 3 bis 10 verschiedene, den einzelnen Stellungen entsprechend aufeinandergelegte Abwicklungen des Drehschiebergehäuses und Abwicklung seines Kolbendrehschiebers. ..
Durch den Wechselschieber α wird die Abdampfleitung b entweder mit dem Niederdruckteil der Hauptmaschine durch das Rohr c oder mit dem Kondensator durch das Rohr d verbunden. Der Wechselschieber trägt an der Verlängerung seiner durchgehenden Schieberstange auf der einen Seite den kleineren Dampfzylinder e, welcher durch das Rohr f dauernd unter Dampfdruck steht, auf der anderen Seite den größeren Dampfzylinder g und den an sich bekannten Bremszylinder h.
Durch das Steuerventil, i, dessen Ventilkegel k mit einem kombinierten Kolbendrehschieber I verbunden ist, wird dem Dampfzylinder g durch die Leitung m Dampf zu- bzw. abgeführt und somit der Wechselschieber α gesteuert.
Die Bewegung des Steuerventiles i geschieht durch den mit dem Manöverierventil verblockten Hebel n, auf welchem sich das Zahnsegment ο befindet, welches wiederum das auf der Schieberstange j> befindliche Zahnrad q bewegt. Das Zahnrad q ist mit der Schieberstange p, auf welcher der kombinierte Kolbendrehschieber I verschiebbar aufgekeilt ist, fest verbunden. Ist das Manöverierventil geschlossen, so steht der Kolbendrehschieber I in der in der Zeichnung angegebenen Stellung. Der Raum rechts des Kolbendrehschiebers I ist durch die Abdampföffnung s mit der Niederdruckentwässerungsleitung t verbunden. Die Zudampföffnung u ist geschlossen. Der durch die Leitung ν unter dem Kolbendrehschieber I tretende Dampf hält also denselben in der verzeichneten Endlage Fig. 3, und das Ventil i ist geöffnet, das Leckloch w geschlossen.
Es tritt nun der Steuerdampf durch die Leitung m in den größeren Dampfzylinder g und steuert den Wechselschieber so, daß der Abdampf der Hilfsmaschinen in den Kondensator strömt. Wird nun das Manöverierventil geöffnet, dann wird der Kolbenschieber I in * die Stellung entsprechend Fig. 4 gedreht. Während dieser Zeit steigen die Umdrehungen der bisher nur durch Frischdampf getriebenen Hauptmaschine von 0 auf eine bestimmte Drehzahl (angenommen 110). Die Abdampf-Öffnung s wird geschlossen und die Zudampföffnung u öffnet sich. Nun tritt der Dampf durch die Zudampföffnung u über den Kolbendrehschieber I und der Dampfdruck über und unter dem Kolbendrehschieber gleicht sich aus. Die Feder r bewegt jetzt den Kolbendrehschieber I plötzlich in eine Stellung entsprechend Fig. 5 und das Ventil i ist geschlossen, das Leckloch w geöffnet. Nun entweicht der Dampf aus dem Dampf zylinder g durch das jetzt geöffnete Leckloch w und der Wechselschieber α wird durch den Dampfdruck im Dampfzylinder e so gesteuert, daß der Abdampf der Hilfsmaschinen in den Niederdruckteil der Hauptmaschine strömen muß. Hierdurch steigt die Drehzahl der Hauptmaschine, ohne daß das Manöverierventil weiter geöffnet wird (von angenommen 110 auf 125 Umdrehungen, je nach Menge des Abdampfes).
Die Umdrehungen zwischen 110 und 125 lassen sich durch geringes Wiederschließen des Manöverierventils, ohne daß hierdurch die Zufuhr des Abdampfes der Hilfsmaschine beeinflüßt wird, regeln, da, wie die Abwicklung y des Kolbens / in Fig. 5 zeigt, die Überdeckung so gewählt ist, daß beim Wiederschließen des Manöverierventils um einen kleinen Betrag (beispielsweise 15 Maschinenumdrehungen) die Zudampföffnung u noch nicht geschlossen und die Abdampföffnung s noch nicht geöffnet wird. Es bewegt sich also der Kolbendrehschieber I beim Zurückregulieren der Drehzahl in den Grenzen des erwähnten kleinen Betrages von der in Fig. 5 wiedergegebenen Stellung in die Stellung der Fig. 6. Geht die Maschine nun auf höhere Umdrehungen, sa-bewegt sich der Kolbenschieber I von Stellung Fig. 6 in Stel-
lung Fig. 7. In Stellung Fig. 7 ist das Ma-
j növeriervcntil ganz geöffnet.
Wird nun das Manöverierventil wieder geschlossen, dann bewegt sich der Kolbendrehschieber I von Stellung Fig. 7 in Stellung Fig. 8. In dieser Stellung wird sich die Abdampföffnung s öffnen und die Zudampföffnung schließen. Der Dampf rechts des Kolbendrehschiebers / entweicht durch die Öffnung s und der Dampfdruck unter dem Kolben I drückt ihn in Stellung Fig. 9. Das Ventil i ist wieder geöffnet, das Leckloch w wieder geschlossen. Der Steuerdampf tritt nun durch die Leitung m in den großen Dampfzylinder g und steuert den Wechselschieber α so, daß der Abdampf der Hilfsmaschinen nun wieder in den Kondensator strömen kann.
Steht der Kolbendrehschieber / in Stellung Fig. 6, dann macht die Hauptmaschir^e bei vorliegendem Beispiel etwa 110 Umdrehungen und fällt bei der Bewegung des Kolbendrehschiebers I in Stellung Fig. 9 durch Schalten des Abdampfes der Hilfsmaschinen auf die Kondensatoren auf etwa 95 Umdrehungen. Die Umdrehungen zwischen 95 und 110 lassen sich durch geringes Wiederöffnen des Manöverierventils, ohne daß der Abdampf der Hilfsmaschinen wieder eingeschaltet wird, regeln, da, wie die Abwicklung y des Kolbendreh-
Schiebers I in Stellung Fig. 9 zeigt, die Überdeckung wiederum so gewählt ist, daß beim
j Wiederöffnen des Manöverierventils um etwa 15 Maschinenumdrehungen die Abdampföffnung s noch nicht geschlossen und die Zudampföffnung u noch nicht geöffnet wird. Es bewegt sich also der Kolbendrehschieber Z beim Regeln der durch das Schalten des Abdampfes der Hilfsmaschinen auf die Kondensatoren gefallenen Umdrehungen von Stellung Fig. 9 in
! die Stellung Fig. 10 und beim Schließen des
Manöverierventils in Stellung Fig. 3.
In der Frischdampfleitung nach dem Kolbendrehschieber kann ein Dreiwegehahn so eingeschaltet sein, daß durch Drehung desselben um 90° bei jeder Gangart der Maschine der Abdampf der Hilfsmaschinen sofort auf den Kondensator geschaltet wird. Die Stellung des Manöverierventiles wird hierdurch in keiner Weise beeinflußt.
Ferner kann diese neue Umschaltvorrichtung mit der Schnellschlußvorrichtung der Hauptmaschine so in Verbindung gebracht sein, daß beim Inkrafttreten des Schnellschlusses in der Zudampfrohrleitung zur Hauptmaschine gleichzeitig auch der Wechselschieber a so gesteuert wird, daß der Abdampf der Hilfsmaschine direkt in den Kondensator gelangt. •Dies wird dadurch erreicht, daß die Rohrleitung m mit der Verbindungsrohrleitung zwischen Schnellschlußeinrichtung an der Maschinenwelle und Schnellschlußventil der Zudampfrohrleitung zur Hauptmaschine verbunden ist.
Das Umschaltorgan ist so eingerichtet, daß in keiner Stellung eine Verbindung der Rohre c und d stattfinden kann.
Der an sich bekannte, an der Führerstange des Umschaltorganes α befindliche Bremszylinder h hat den Zweck, die Bewegung des Umschaltorganes langsam erfolgen zu lassen. Hierdurch wird die durch das Überströmen des Abdampfes der Hilfsmaschinen bedingte Leistungsänderung langsam erfolgen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zum Umschalten des Abdampfes' der Hilfsmaschinen und Apparate nach dem Niederdruckteil der Hauptrnaschine oder Kondensator, insbesondere für Schiffsmaschinenanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß der zur' Regelung des Umschaltorganes verwendete, vom Regelungsorgan der Hauptmaschine gesteuerte Kolbendrehschieber (/) sich nach einer bestimmten Verdrehung selbsttätig in seiner Längsachse verschiebt, hierdurch die Überdeckungen seiner Schieberschlitze den Dampfein- und Austrittsöffnungen gegenüber im Sinne einer Weiterbewegung des Schiebers verändert und gleichzeitig mittels eines Ventiles (i) die Hilfsmaschine des Umschaltorganes (a) umsteuert.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
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