DE511386C - Gestaengelose Schiebersteuerung fuer Kolbendampfmaschinen - Google Patents

Gestaengelose Schiebersteuerung fuer Kolbendampfmaschinen

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DE511386C
DE511386C DET32026D DET0032026D DE511386C DE 511386 C DE511386 C DE 511386C DE T32026 D DET32026 D DE T32026D DE T0032026 D DET0032026 D DE T0032026D DE 511386 C DE511386 C DE 511386C
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slide
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DET32026D
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FRITZ TOLKIEN DIPL ING
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L15/00Valve-gear or valve arrangements, e.g. with reciprocatory slide valves, other than provided for in groups F01L17/00 - F01L29/00
    • F01L15/08Valve-gear or valve arrangements, e.g. with reciprocatory slide valves, other than provided for in groups F01L17/00 - F01L29/00 with cylindrical, sleeve, or part-annularly-shaped valves; Such main valves combined with auxiliary valves

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)

Description

  • Gestängelose Schiebersteuerung für Kolbendampfmaschinen Die vorliegende Erfindung stellt eine weitere Ausbildung der gestängelosen Schiebersteuerung an Kolbendampfmaschinen nach dem Hauptpatent 442 136 dar, die in der Hauptsache dadurch gekennzeichnet ist, daß die besonderen Dampfverteilungsschieber des Hauptpatents in Fortfall kommen, dergestalt, daßdi:e größeren Differentialkolben des Schiebers, also die größeren Steuerkolben des Schiebers, gleichzeitig auch die Dampfverteilung regeln. Durch den Fortfall der besonderen Dampfverteilungsschieber bzw. Kolben wird die ganze Schiebersteuerung wesentlich einfacher und vor allen Dingen der Schieber in seiner Gesamtheit erheblich leichter, so daß er durch die Erfindung für Maschinen mit hohen Drehzahlen besonders geeignet wird. Die Umsteuerräume der größeren Differentialkolben werden bei Wech@selstrommaschinen gemäß der vorliegenden Erfindung für den Dampfaustritt ausgenutzt, sie stehen mit den Austrittsöffnungen dauernd in Verbindung, so daB die in dem Hauptpatent für die Entlüftung dieser Umsteuerräume notwendigen Leitungen in Fortfall kommen.
  • Die Erfindung ist auf den beiliegenden Zeichnungen in zwei Ausführungsformen veranscha.ul,icht, und zwar zeigt Abb. i die neue Schiebersteuerung bei einem doppelt wirkenden Wechselstromdasnpfzylinder, während in den Abb.2 und 3 die neue Schiebersteuerung in Verbindung .mit einer aus zwei einfach wirkenden Gleichstromzylindern bestehenden Dampfmaschine dargestellt ist.
  • Gemäß Abb. i ist der Arbeitszylinder a, in dem der Kolben b mit Kolbenstange b1 arbeitet, mit den Dampfei.n- und -auslaßschlitzen a1 und a2 ausgerüstet. Unmittelbar an den Zylinder a schließt sich das Schiebergehäuse c an, in welchem der aus den Differentialkolbenpaaren e, e1, e2, e3 sich zusammensetzende Schieber bewegt. Bei o ist der Dampfeintritt und bei p und p1 der Dampfaustritt angedeutet. Zu den Umsteuerräumen f l und f', die zwischen dem größeren und dem kleineren Differentialkolben liegen, führen vom Arbeitszylinder a Leitungen in, ml, die an den Zylinder mittels der Zweigleitungen i und 2 angeschlossen sind, deren jede für sich ab- und angestellt werden kann. Die Umsteuerräume f und f 3 der kleineren Differentialkolben e und e3 sind über Kreuz durch die Leitungen n, n1 an das Schiebergehäuse angeschlossen.
  • Die Wirkungsweise ist die folgende: Bei der in Abb. i dargestellten Stellung des Kolbens b und des Schiebers erfolgt der Dampfeintritt in den Arbeitszylinder durch den Schlitz al, so daß der Kolben b abwärts bewegt wird. Der Abdampf des vorhergehenden Arbeitshubes unterhalb des Kolbens b entweicht, in der Pfeilrichtung durch den -Schlitz a2, den Umsteuerraum f2 in den Austritt p1. Durch die Leitung u1 tritt Frischdampf hinter den kleinen Differentialkolben es und hält den Schieber in der gezeigten Stellung fest. Es sei nun angenommen, daß zur Regelung der Füllung des Arbeitszylinders die Zweigleitungen 2 offen und die Zweigleitungen i geschlossen sind. Gibt nun der Arbeitskolben b beim Abwärtsgiange .die Zweigleitung 2 der Leitung m frei, so tritt durch,diese beiden Leitungen 2 und m Dampf aus dem Zylinder in den Umsteuerraum f l ein, der auf .den größeren Differentialkolben e" einwirkt. Es erfolgt nun eine Bewegung des Schiebers, durch :die der größere Differentialkolbenel den Dampfeintrittsschlitzal schließt, während der andere Differentialkolben e2 den Dampfaustrittskanal a2 schließt. Gleichzeitig verschließt auch der kleinere Differentialkolben e die Leitung m, und es öffnet der größere Differentialkolben die Dampfaustrittsöffnung p, so daß der größere Umsteuerraum f l entlüftet. Infolgedessen bleibt der Schieber zunächst in der sogenannten Abschlußstellung stehen. In -dem Umsteuerraum f3 tritt jetzt nicht mehr neuer Frischdampf durch die Leitung n1, sondern der Umsteuerraum f 3 bleibt jetzt durch die Leitung n1 in Verbindung mit dem Arbeitszylinder. Die in dem Schiebergehäuse vorgesehenen öffnungen, die den Dampfein- und -auslaßschlitzen a1, a2 des Arbeitszylinders entsprechen, sind ,derart ausgebildet, daß trotz der eben geschilderten Verschiebung des Schiebers, bei der die Differentialkolben e1, e2 die Schlitze a1, a2 abdecken, eine Verbindung der Leitungen za und n1 mit dem Arbeitszylinder bestehen bleibt.
  • In der jetzt geschilderten Stellung beginnt nun oberhalb des Kolbens b die Expansion und unterhalb des Kolbens b die Kompression. Es sei bemerkt, daß sich die Kompression mit dem Verstellen der Füllung auf der anderen Seite des Kolbens ändert, was besonders für Lokomotiven von Bedeutung ist.
  • In dieser Schieberabschlußstellung beginnt nun, wie bereits bemerkt, unterhalb des Kolbens b die Kompression, :die sich durch den Schlitz a2 und die an diesen angeschlossene Leitung yz fortsetzt und in dem Umsteuerranm f auf den kleineren Differentialkolben e einwirkt. Infolgedessen wird der Schieber weiter über die bisher innegehabte Abschlußstellung nach oben verschoben, bis der kleine Differentialkolben es die Leitung ml freigibt. In diesem Augenblick tritt durch (die Leitung,nzl bzw. ihre Abzweigung 2 der gleiche Kompressionsdruck -in den Umsteuerraum f 2, so daß der Schieber in der erreichten Stellung wieder festgehalten wird, bis der Kolben über die Zweigleitung 2 der Leitung ml hinaus nach unten gegangen ist, so daß dann der Kompressionsdruck aus -dem Unvsteuerraum f 2 wieder in den Zylinder entweichen kann. Der Schieber geht dann in die Endstellung über, wobei der Einlaßkanal a2 geöffnet ist, während der obere Schlitz a1 schon vorher geschlossen war. Der kleinere Differentialkolben e wird dann durch Frischdampf mittels der Leitung n beauf.schlagt, so daß der Schieber .in dieser neuen Endstellung festgehalten wird.
  • Bei der Ausführungsform, die in den Abb.2 und 3 veranschaulicht ist, liegt der Schieber quer zu den beiden Arbeitszylindern a3 und a4 und hat nur die Aufgabe, den Dampfeinlaß zu steuern, da es sich ;hier um einfach wirkende Dampfzylinder handelt, bei denen der Dampf nachdem Gleichstromprinzip den Zylinder durchströmt. Der Dampfeintritt erfolgt hier wie in Abb. i in der Mitte des Schiebergehäuses durch den Stutzen o, während der Auspuff bei jedem Zylinder in bekannter Weise durch die Schlitzek erfolgt. Im übrigen sind hier dieselben Teile vorhanden und auch die gleichen Bezeichnungen verwandt wie bei Abb. i.
  • Die Abb. 2 veranschaulicht die Füllstellungen, d. h. die Teile befinden sich in der Stellung, die dem Beginn eines Arbeitshubes der beiden Zylinder I und II entspricht. In der Abb. 3 hat der Schieber die schon vorhin erwähnte Abschlußstellung erreicht.
  • Bei Beginn des Arbeitshubes tritt der Frischdampf aus dem Zylinder .durch eine der Zweigleitungen i, 2, 3 und die Leitung m in den größeren Umsteuerraum f 1 des größeren Differentialkolbens e1 .ein. Der Frischdampf gelangt durch die Leitung n1 in den Umsteuerraum f 3, wirkt auf den kleineren Differentialkolben e3 ein und hält ihn fest. Der Schieber wird nunmehr durch die Einwirkung,des aus dem Zylinder in den Umsteuerraum f 1 einströmenden Dampfes auf den Differentialkolben e1 nach rechts verschoben, und zwar bis in die Stellung der Abb. 3. Dabei werden die beiden Dampfeintrittsschlitze al und a2 der beiden Zylinder abgedeckt, und es beginnt in dem linksseitigen Zylinder a3 die Expansion, wobei in der gleichen Weise, wie in Abb. i geschildert, die Verbindung des Innenraumes des Zylinders durch die Leitung n1 mit dem Umsteuerraum f g des kleineren Differentialkolbens e3 aufrechterhalten bleibt. In dem rechtsseitigen Arbeitszylinder a4 beginnt gleichzeitig die Kompression, die durch den Schlitz a2 und die an diesen angeschlossene Leitung n in dem Umsteuerraum f auf den kleineren Differentialkolben e einwirkt. Der größere Umsteuerr.aum f1 ist in der Abschlußstellung durch die Leitung o entlüftet. Der Schieber wind nun durch den auf den Differentialkolben e wirkenden Kompressionsdruck weiter nach rechts verschoben, dergestalt, daß dann die Kompression in dem Arbeitszylinder a4 auch durch die Leitung in' und die entsprechend geöffnete Zweigleitung i, 2 oder 3 in dem Umsteuerraum f2 zur Wirkung gelangt, so daß selbst .durch zu hohen Kompressionsdruck der Schieber nicht ganz umgesteuert wird, weil in diesem Augenblick, wenn also der Umsteuerraum f2 ebenfalls unter Kompressionsdruck steht, die Bewegung des Schiebers gehemmt wird. Erst wenn der Kolben II des Arbeitszylinders a4 die Zweigleitung 3 freigegeben hat, kann der Kompressionsdruck aus dem Umsteuerraum f2 in den Zylinder abblasen, so daß dann der Schieber seine Endstellung erreicht.
  • Die Schieberbewegung wird dabei durch den Dampfdruck, der auf die kleineren Differentialkolben jeweils auf der entgegengesetzten Seite wirkt, gedämpft und ,ist von der Drehzahl abhängig, mit der Wirkung, daß bei hoher Drehzahl nur eine geringe Dämpfung, bedingt durch schnellen Abfall der Expansion, eintritt, während bei kleiner Drehzahl eine starke Dämpfung infolge langsamen Fallens des Expansionsdruckes eintreten wird. Die vorliegende Ausführungsform eignet sich also besonders für Schnellläufer.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Gestängelose Schiebersteuerung für Kolbendampfmaschinen mit doppelten Differentialkolben nach Patent 4d.2136, bei der der erste Teil der Schieberbewegutlg durch auf den größeren Differentialkolben wirkenden Zylinderdampf, der Rest der Schieberbewegung durch auf den kleineren Differentialkolben wirkenden Frischdampf erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die größeren Differentialkolben (e1, e2) des Schiebers gleichzeitig den Dampfein- und -auslaß steuern.
  2. 2. Gestängelose Schiebersteuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Wechselstrommaschinen an die Umsteuerräume (f 1, f 2) der größeren Differentialkolben (e1, e2) des Schiebers Auspufföffnungen (p, p1) angeschlossen sind, welche in der Dampfabschlußstellung des Schiebers zur Entlüftung dieser Räume dienen.
  3. 3. Gestängelose Schiebersteuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitungen (ii, n1), die den Umsteuerräumen (f, ß) der .kleineren Differentialkolben (e, e3) aus dem Arbeitszylinder Kompressions- und Frischdampf zuführen, über Kreuz an die Enden des Dampfzylinders ständig angeschlossen sind.
  4. 4. Gestängelose Schiebersteuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß nach Füllungsschluß und gleichzeitigem Kompressionsbeginn der Schieber durch den Kompressionsdruck nur bis zum Öffnen der Leitungen (m oder m') durch den kleinen Differentialkolben (e oder e3) vorgesteuert wird, wobei noch beide Dampfkanäle (a1, a-) geschlossen sind, und daß der Schieber erst in die Endstellung gelangt, nachdem der Arbeitskolben (b) den betreffenden Füllungsanschluß (1, 2) freigelegt hat. j. Gestängelose Schiebersteuerung nach Anspruch i für zwei einfach wirkende Dampfzylinder mit um i8o° gegeneinander versetzten Kurbeln, dadurch, gekennzeichnet, daß bei Gleichstrommaschinen die größeren Differentialkolben (e1, e2) nur den Dampfeinlaß (a1, a2) steuern und ihre Umsteuerräume (f 1, f2 ) durch besondere Leitungen (&, o2) entlüftet werden.
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