DE292649C - - Google Patents

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DE292649C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C3/00Fats, oils, or fatty acids by chemical modification of fats, oils, or fatty acids obtained therefrom
    • C11C3/12Fats, oils, or fatty acids by chemical modification of fats, oils, or fatty acids obtained therefrom by hydrogenation

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT,
Es ist bekannt, daß ungesättigte Fettkörper bei Gegenwart eines als Kontaktsubstanz wirkenden, fein verteilten Metalls sich durch Wasserstoff in der Wärme mehr oder weniger leicht hydrieren lassen. Der Erfolg hängt aber in so hohem Maße von bestimmten Bedingungen, namentlich von der physikalischen Beschaffenheit der metallischen Kontaktsubstanz ab, daß das Verfahren bisher nur sehr beschränkte technischeAnwendung gefunden hat. Der Verwendung kolloidaler Metalle der Platingruppe, welche die katalytische Übertragung von Wasserstoff auf ungesättigte Fettkörper bei gewöhnlicher Temperatur und unter gewöhnlichem Druck ermöglichen (vgl. Berichte d. D. ehem. Ges. 41 [1908], S. 2282 ff.), steht für technische Zwecke der hohe Preis dieser Metalle entgegen.
Es wurde nun die Beobachtung gemacht, daß als Kontaktsubstanz fein verteilte Metalloxyde viel besser als die Metalle geeignet sind, flüssige Fettkörper durch Hydrierung in feste überzuführen. Dies steht in Übereinstimmung mit Versuchen von I ρ a t i e w (Berichte d. D.
ehem. Ges. 40 [1907], S. 1281), welcher unter starkem Druck gewisse organische Verbindungen, nämlich Benzol, Naphtalin und einige andere aromatische Kohlenwasserstoffe, ferner Phenol, ,Naphtol, Benzophenon und Aceton bei Gegenwart von Nickeloxyd hydrieren konnte.
Die Anwendung dieser Arbeitsweise auf ungesättigte Fette oder Fettsäuren führte zu dem überraschenden Ergebnis, daß hier die Anlagerung von Wasserstoff bei Gegenwart von Metalloxyden bereits unter gewöhnlichem Druck erfolgt, was für die technische Brauchbarkeit des Verfahrens ausschlaggebend ist.
Am raschesten wirkt von allen Metalloxyden das Nickeloxyd. Es braucht nur V2 bis 1 Prozent davon dem Öl zugesetzt zu werden.
Aber nicht nur Nickeloxyd und das ihm nahe verwandte Kobaltoxyd sind als Wasserstoffüberträger wirksam; auch andere Metalloxyde lassen sich verwenden, wenn sie sich in einem sehr fein verteilten Zustande befinden. So bewirkt ein äußerst voluminöses, durch Fällung hergestelltes Kupferoxyd die Reduktion der Ölsäure zu Stearinsäure fast ebenso schnell wie Nickeloyd. Voluminöses Eisenoxydul wirkt erheblich langsamer. Aber dieser Mangel läßt sich durch Verwendung einer größeren Menge des Katalysators ziemlich ausgleichen. Bei größerer Billigkeit kommen daher auch die katalytisch weniger energisch wirkenden Oxyde für dieses technische Verfahren in Betracht.
Beispiel 1.
50 1 Leinöl (Jodzahl 178) werden in einem Quarzgefäß auf 2550 erwärmt. Es wird dann
0,5 kg feines Nickeloxyd oder Nickeloxydul eingetragen und ein kräftiger Wasserstoffstrom durch das heiße Öl gepreßt. Von Zeit zu Zeit werden Proben entnommen und auf ihren Erstarrungspunkt geprüft. Dieser beträgt bereits nach 41/, Stunden 35,5°, nach 51Z2 Stunden 420 und nach 9 Stunden 620, während die Jodzahl auf 0,3, also praktisch auf Null sinkt.
Ein Parallelversuch, bei welchem unter sonst gleichen Bedingungen an Stelle von Nickeloxyd die gleiche oder selbst die doppelte Ge-Vvichtsmenge frisch reduziertes metallisches Nickel angewendet wird, zeigt, daß nach 5V2 Stunden das Leinöl bei gewöhnlicher Temperatur überhaupt noch nicht erstarrt.
An Stelle von Nickeloxyd kann im Beispiel ι die doppelte Menge Kobaltoxyd angewendet werden.
Beispiel 2.
Gereinigtes Fischöl (Jodzahl 95) wird mit ι Prozent Nickeloxyd auf 2500 erhitzt und ein Gasstrom von reinem Wasserstoff durchgeleitet.
Nach 4 Stunden besitzt das Öl einen Erstarrungspunkt von 360, nach 14 Stunden einen Erstarrungspunkt von 490 und die Jodzahl 9.
Beispiel 3.
Ölsäure (Erstarrungspunkt 140) wird in einem kupfernen Rührkessel mit 2 Prozent voluminösem Kupferoxyd versetzt und auf 2600 erhitzt. Unter kräftigem Rühren wird ein starker Wasserstoffstrom durchgepreßt. Nach 6 Stunden ist der Erstarrungspunkt auf 40,5° gestiegen. Nach einmaligem Umkristallisieren schmolz die Fettsäure bei 700 und erwies sich durch die Analyse als reine Stearinsäure.
Das nämliche Resultat wird erzielt, wenn in diesem Beispiel das Kupferoxyd durch eine 10 Prozent des Öles betragende Gewichtsrnenge von möglichst voluminösem Eisenoxydul ersetzt wird, wie man es durch Fällen einer Eisenvitriollösung mit Kalilauge und Trocknen des ausgewaschenen Niederschlages bei iio° im Vakuum erhält. s
Es schadet nichts, wenn dem Wasserstoff Stickstoff oder wenn ihm Kohlenoxyd beigemengt ist. Demnach sind für das beschriebene Verfahren an Stelle von Wasserstoff auch Wassergas oder ähnliche wasserstoffhaltige Gasgemische verwendbar. Auch ein gewisser Gehalt des wasserstoffhaltigen Gases an Sauerstoff oder Luft ist keineswegs schädlich, scheint vielmehr zur Beschleunigung der Ölhärtung beizutragen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von gesättigten Fettsäuren und deren Glyceriden aus den entsprechenden ungesättigten Verbindungen durch Hydrierung, dadurch gekennzeichnet, daß als Wasserstoffüberträger ein fein verteiltes Metalloxyd verwendet wird.
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