DE292280C - - Google Patents
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E03—WATER SUPPLY; SEWERAGE
- E03B—INSTALLATIONS OR METHODS FOR OBTAINING, COLLECTING, OR DISTRIBUTING WATER
- E03B5/00—Use of pumping plants or installations; Layouts thereof
- E03B5/02—Use of pumping plants or installations; Layouts thereof arranged in buildings
- E03B5/025—Use of pumping plants or installations; Layouts thereof arranged in buildings with surface tanks
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- Hydrology & Water Resources (AREA)
- Public Health (AREA)
- Water Supply & Treatment (AREA)
- Jet Pumps And Other Pumps (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Wasserversorgungsanlage, bei der das Rohrnetz von mehreren
Pumpwerken mit selbsttätig ein- und ausschaltbaren Pumpmaschinen gespeist wird. Es sind
Pumpwerke bekannt, bei denen mehrere Pumpen, die durch Kontaktmanometer bei verschiedenen
Drücken ein- und ausgeschaltet werden, durch eine gemeinsame Rohrleitung mit einem oder mit mehreren Druckwindkesseln
ίο in Verbindung stehen, so daß diese Windkessel
und das Rohrnetz beständig unter demselben Druck stehen. Diese Einrichtung hat den
Übelstand, daß bei geringem Wasserbedarf im wesentlichen nur eine einzige Pumpe tätig ist,
während die übrigen Pumpen dauernd in Ruhe verharren, weil der Druck im Windkessel nicht
so tief sinkt, daß diese Pumpen eingeschaltet werden. Sind beispielsweise drei Pumpen vorgesehen,
von denen jede in der Stunde 10 cbm fördert, so wird, wenn der stündliche Verbrauch
des Rohrnetzes diese Menge nicht überschreitet, nur die Pumpe tätig sein, die entsprechend der
Anordnung des Kontaktmanometers zuerst anspringt, während die beiden anderen Pumpen
still stehen. Durch langen Stillstand leiden aber sowohl die Pumpen als auch die sie antreibenden
Elektromotoren und die diese selbsttätig an- und abstellenden Schalt vorrichtungen.
• Ein weiterer Übelstand, der sich namentlich bei Verwendung von Schleuderpumpen bemerkbar
machen kann, besteht darin, daß bei einem die Leistung der Pumpen übersteigenden Wasserverbrauch,
z. B. bei Ausbleiben des die Pumpen antreibenden elektrischen Stromes, der
Druck in dem Rohrnetz und den Druckspeichern schnell erheblich fällt, und daß dann bei der
Wiederkehr des vorher unterbrochenen Stromes die Pumpen zunächst nur gegen einen ganz
niedrigen Druck zu fördern haben. Hierdurch wird aber der Antriebsmotor und besonders
auch der Anlasser sehr stark in Anspruch genommen, da ja bei einer selbsttätigen Wasserversorgungsanlage,
die oft fern von jeder bewohnten Ortschaft liegt, ein Wärter, der in außergewöhnlichen Fällen eingreifen könnte,
nicht anwesend ist.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun in erster Linie, auch bei geringem Wasserverbrauch
sämtliche Pumpwerkspumpen zur Speisung des Rohrnetzes heranzuziehen, so daß nicht eine
oder mehrere Pumpen mit ihren Motoren längere Zeit still stehen. Dies wird dadurch
erzielt, daß jedes mit je einer Pumpmaschine ausgestattete Pumpwerk mit einem besonderen
Druckspeicher versehen ist, der mit dem Rohrnetz über eine selbsttätige Drosselvorrichtung
verbunden ist. Diese ist so eingerichtet, daß sie sowohl beim Steigen des Druckes des Rohrnetzes
auf eine bestimmte Höchstgrenze als auch bei Sinken des Druckes im Druckspeicher
auf eine bestimmte untere Grenze die Verbindung zwischen Pumpmaschine und Druckspeicher
einerseits und dem Rohrnetz andererseits unterbricht. Infolge dieser Anordnung sind die Pumpen der angeschlossenen Pumpwerke
unabhängig voneinander und können je
nach der Einstellung der Drosselvorrichtungen in annähernd gleichem Maße oder in verschieden
großem Umfange an der Gesamtförderung beteiligt sein. Wenn z. B. drei derartig zusammengestellte
Pumpwerke von je io cbm stündlicher Leistung vorgesehen sind, können die Drosselvorrichtungen
z. B. so eingestellt werden, daß bei einem stündlichen Verbrauch von weniger als io cbm alle drei Pumpwerke in Tätigkeit
treten, von denen jedes annähernd ein Drittel des Bedarfes liefert. Die Einstellung kann
aber auch so geschehen, daß ein Pumpwerk ungefähr die Hälfte des Bedarfes deckt, während
die beiden anderen in einem beliebigen gegen-
!5 seitigen Verhältnis an der restlichen Lieferung
beteiligt sind.
Fig. ι der Zeichnung zeigt ein derartiges Pumpwerk mit seinem Zubehör. Fig. la und ib
zeigen die Drosselvorrichtung in zwei anderen Stellungen. Fig. 2 zeigt eine Anlage nlit drei
an ein gemeinsames Verteilungsrohrnetz angeschlossenen Pumpwerken. In der Pumpstation
A ist ein Pumpwerk und in der an der entgegengesetzten Seite des Rohrnetzes liegenden
Station B sind zwei Pumpwerke untergebracht, die je eine Pumpmaschine, einen Druckwindkessel
und die erwähnte Drosselvorrichtung aufweisen.
Die durch einen Elektromotor α angetriebene
Pumpe b schöpft mittels Saugrohr c Wasser aus einem unter Druck stehenden Rohrnetz
oder aus einem Behälter oder Brunnen d und drückt es durch Rohr e in den Druckwindkessel
f. Ein in die Stromzuleitung g zum Motor α eingeschaltetes Kontaktmanometer q
bewirkt in bekannter Weise die Einschaltung der Pumpmaschine, wenn im Kessel ein vorher
festgelegter kleinster Druck unterschritten wird, und die Pumpe wird stillgesetzt, sobald ein
bestimmter höchster Druck erreicht ist. Bezüglich der Größe dieser Druckschwankungen
ist Bedingung, daß der niedrigste Kesseldruck etwas höher sein muß als der beabsichtigte
Betriebswasserdruck beim Eintritt in das Haupt rohr h. Der höchste Druck dagegen kann ganz
unabhängig vom gewünschten Versorgungsdruck beliebig hoch bemessen werden. Auf seinem Wege aus dem Druckwindkessel f. nach
dem Verteilungsrohrnetz durchläuft das Wasser zunächst das Rohr i, dann die Drosselvorrichtung
k, I, m, η und ein Rückschlagventil p.
Dicht hinter p und am Anfang des Hauptrohres h kann ein Stoßfangwindkessel s an die
Druckleitung angeschlossen werden. In der als Hohlzylinder ausgebildeten Kammer k der
Drosselvorrichtung kann ein dichtabschließender Kolben I auf und ab gleiten, der durch
eine Stange mit einem Kolbenschieber η verbunden ist. In seiner Tiefstlage (Fig. ia) gibt
der Schieber η den Eintritt des Wassers aus f durch Rohr i nach der Kammer k ganz frei.
In dieser Lage verschließt der untere Teil des Kolbens / die nach dem Verbindungsrohre 0
führende Austrittsöffnung aus der Kammer k. Der Druck des Wassers in k wird bestrebt sein,
den Kolben I anzuheben; diesem Bestreben wirkt aber eine gespannte Feder m entgegen.
Erst dann, wenn der Wasserdruck gegen I hinreichend angewachsen ist, um die Druckfeder m
weiter zusammenpressen zu können, werden / und % sich aufwärts bewegen. Jetzt öffnet sich
für das Wasser zunächst der Weg durch das Rohr 0 und das Rückschlagventil p nach dem
Hauptrohre h, während der Kolbenschieber η
vorläufig noch unterhalb der Austrittsöffnung des Rohres i bleibt. Findet jetzt eine noch weitere
Drucksteigerung statt, so heben sich die Kolben I und η noch höher, wobei η allmählich
den Zufluß des Wassers vom Kessel f her drosselt (Fig. 1) und zuletzt ganz absperrt
(Fig. ib). Die Feder m der Regelungsvorrichtung ist so eingestellt, daß bei einem Wasserdruck
in der Kammer k, der dem beabsichtigten Normaldruck am Anfange der Hauptleitung
h entspricht, der Durchgang aus f durch i, k, 0 und p nach h ganz freigegeben ist.
Der Stoßfangwindkessel s bezweckt die Verhütung von Wasserstößen im Rohrnetze bei
plötzlichen Änderungen der Wasserentnahme. Das Rückschlagventil p soll Drucksteigerungen,
wie solche unter anderem auch durch Pendelbewegungen von Wassermassen in Rohrnetzen
entstehen, von der Drosselvorrichtung fernhalten.
Der Stoßwindkessel s kann auch zwischen der Drosselvorrichtung und dem Rückschlagventil
p angeordnet werden.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Anlage wird das Ortsrohrnetz C gleichzeitig durch die beiden
Pumpstationen A und B mit Wasser versorgt. Station A ist mit einem Pumpwerk ausgestattet,
während in Station B zwei Pumpwerke angeordnet sind. Jedes Pumpwerk enthält
sämtliche gemäß Fig. 1 erläuterte Einzelheiten, mit Ausnahme nur eines, eigentlich dem Rohrnetze
zuzurechnenden gemeinschaftlichen Stoßfangwindkessels s in Station B. Sind die Federn
m auf gleiche Spannung eingestellt, so werden bei den Verbrauchsschwankungen im
Verteilungsrohrnetz alle Regelungsschieber « no mehr oder weniger gleichzeitig sich öffnen und
schließen, so daß aus sämtlichen Druckwindkesseln f, f eine Speisung nach den Verbrauchsstellen stattfinden muß. Da eine Rückfüllung
der Druckwindkessel f selbst beim Auftreten von Wasserstößen durch die Rückschlagventile p
mit Sicherheit verhindert wird, kann niemals der Fall eintreten, daß der eine oder der andere
Pumpmaschinensatz längere Zeit steht, ohne an der Wasserversorgung mitzuwirken.
Für jedes einzelne Pumpwerk werden mit zunehmender Wasserabgabe nach dem Ver-
teilungsrohrnetz die Ruhepausen zwischen den einzelnen Arbeitsperioden der Pumpen sich
immer mehr verkürzen, bis schließlich die Wasserabgabe mit Erreichung der ununterbrochenen
Pumpenförderung ihren Höchstwert erreicht, da eine weitere Steigerung der Entnahme
aus dem Druckwindkessel durch die Drosselvorrichtung verhindert wird. Diese Begrenzung
der Pumpenförderung ist, wie oben
ίο erwähnt, beim Betriebe mit Schleuderpumpen
insofern von Bedeutung, als dadurch eine Überlastung des Antriebsmotors verhindert wird.
Der Umfang, in welchem jedes der an das gemeinsame Verteilungsrohrnetz angeschlossenen
Pumpwerke an der Deckung des Gesamtbedarfes bis zu seiner Höchstleistung und bis
zur Gesamtleistung sämtlicher Pumpwerke sich beteiligt, hängt nicht nur von der einstellbaren
Spannkraft der Federn m ab, sondern auch davon, ob die Entnahme- oder Zapfstellen dem
einen oder dem anderen Pumpwerke näher oder weiter entfernt liegen.
Für die Ruhe- und Arbeitsperioden der einzelnen Pumpen der verschiedenen Pumpwerke
ergibt sich hieraus ein zeitlich meist abwechselndes, gelegentlich aber auch gleichzeitiges
Arbeiten der fördernden Pumpmaschinen.
Claims (2)
1. Selbsttätige Wasserversorgungsanlage mit mehreren selbsttätig ein- und ausschaltbaren
Pumpwerken, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Pumpwerk mit einem besonderen Druckwindkessel versehen ist, der
mit dem Rohrnetz über eine selbsttätige Drosselvorrichtung verbunden ist, die sowohl
bei Steigen des Druckes des Rohrnetzes auf eine bestimmte Höchstgrenze als auch bei Sinken des Druckes im Druckwindkessel
auf eine bestimmte untere Grenze die Verbindung zwischen Druckwindkessel und Rohrnetz unterbricht.
2. Selbsttätige Wasserversorgungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß hinter jedem Windkessel (f) ein Schieber mit zwei Absperrflächen (η, ΐ) angebracht
ist, der bei Flüssigkeitsüberdruck im Zwischenraum (k). zwischen diesen beiden Flächen
entgegen dem Druck einer Feder (m) mit der einen Absperrfläche (n) vor die Zutrittsöffnung
(i) vom Windkessel (/"), bei Druckmangel dagegen unter dem Druck der
Feder (m) mit der anderen Absperrfläche (I)
vor den Austrittsstutzen (0) zum Rohrnetz tritt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE292280C true DE292280C (de) |
Family
ID=547062
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT292280D Active DE292280C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE292280C (de) |
-
0
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