DE290940C - - Google Patents
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
- E01B—PERMANENT WAY; PERMANENT-WAY TOOLS; MACHINES FOR MAKING RAILWAYS OF ALL KINDS
- E01B31/00—Working rails, sleepers, baseplates, or the like, in or on the line; Machines, tools, or auxiliary devices specially designed therefor
- E01B31/02—Working rail or other metal track components on the spot
- E01B31/06—Making holes, e.g. by drilling, punching, flame-cutting
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Architecture (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Drilling And Boring (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Bohren der Laschenbolzenlöcher in Eisenbahnschienen
; sie unterscheidet sich von den bekannten Bohrmaschinen durch die Neuerung, daß die Triebschraube, welche die Bohrspindel
vorschiebt, selbsttätig durch eine nach dem seitlichen Arbeitswiderstande des Bohrers sich
richtende regelbare Vorrichtung gebremst wird, so daß ein Durchstechen des Bohrers" vermie-.10
den und der Bohrer gegen Zerbrechen geschützt wird.
Auf der beiliegenden Zeichnung sind dargestellt in:
Fig. ι die Seitenansicht der Bohrmaschine, Fig. 2 ein teilweiser Längenschnitt,
Fig. 3 ein Schnitt durch das obere Gestell und die obere Ansicht,
Fig. 4 ein senkrechter Schnitt durch den Oberteil des Gehäuses und Ansicht der Kuppelungs-
und Bremseinrichtung,
Fig. 5 die obere Ansicht dieser Teile,
Fig. 6 ein wagerechter Schnitt durch die Kuppelhülse,
Fig. 7 desgleichen oberhalb des vorstehenden Schnittes,
Fig. 8 Ansicht eines Teiles der senkrechten Welle.
In dem unteren Gehäuse 1 sind die Bohrspindel 2 und die Triebschraube 3 gelagert.
Auf der Bohrspindel sitzt das Kegelrad 5. Beide Teile sind durch den Keil 6 und die
Nut 4 in der Drehrichtung miteinander verbunden. Gegenrad von 5 ist das Kegelrad 7.
Dieses Kegelrad 7 ist auf der senkrechten' Welle 8 durch einen Stift 9 befestigt; das
Loch für diesen Stift im Oberteil des Kegelrades ist, wie in Fig. 6 zu ersehen, in der Drehrichtung
des Rades erbreitert, und ist daher das Kegelrad 7 auf der Welle 8 begrenzt drehbar,
in der Achsrichtung der Welle jedoch nicht verschiebbar. Der oben befindliche Hals des
Kegelrades ist mit zwei Zähnen versehen und bildet eine Hälfte einer Kuppelung, deren andere
Hälfte aus der darüberliegenden, mit zwei Gegenzähnen versehenen Hülse 10 besteht. Die
Zähne' der beiden Hälften sind an der einen Kante gerade und an der anderen keilförmig
geformt. Die Hülse 10, welche in Fig. 7 im Querschnitt dargestellt ist, hat zwei Keilnuten
und ist durch eine in der Welle 8 sitzende Platte 11 in der Drehrichtung mit der Welle 8
unbeweglich, in der Achsrichtung beweglich verbunden. Oberhalb der Kuppelhülse 10 befindet sich der mit zwei Außenzapfen versehene
Druckring 12. Den Druck erhält er von dem einarmigen Doppelhakenhebel 13, der mit dem
Schwanzende c am Gehäuse schwingbar befestigt ist und mit seinen zwei aufwärts gehenden
Haken über die Zapfen des Druckringes 12 greift. Als Druckmittel dient die in einer Gehäusebohrung
untergebrachte Spannfeder 14 mit der darüber befindlichen Stellschraube 15.
An der unteren Fläche des Hakenhebels 13 befindet sich das Bremsstück d. Unterhalb
desselben ist auf der als Triebschraube dienenden Schraubenspindel 3 ein Bremsrad 16 angebracht,
dessen äußerer Rand mit Vertiefung ausgedreht ist, in welche das Bremsstück d
eingreift. Das Bremsrad ist auf der Triebschraube durch einen Nietstift befestigt. Zwisehen
dem Bremsrad und der Gehäusewand befindet sich das Kugellager 17.
Durch diese unter Federdruck stehende Kuppelungs- und Bremseinrichtung kommt auf
folgende Weise die selbsttätig wirkende, als Neuerung bezeichnete Arbeitsleistung zustande.
Dreht sich die senkrechte Welle 8 rechtsum, dann wird die Drehbewegung auf das die Bohrspindel
antreibende Kegelrad 7 durch den . Kuppelring 10 übertragen, da dieser in der
Drehrichtung mit der Welle 8 durch Keilnut und Keil verbunden ist, dagegen das Kegelrad
in der Drehrichtung — begrenzt — lose auf der Welle sitzt. Da nun die Kuppelzähne in der
Richtung der Druckübertragung keilförmig geformt sind, wird sofort ein Abgleiten des
Kuppelringes 10 nach oben erfolgen (Fig. 4), sobald die Bohrspindel 2 genügenden Widerstand
durch Schwergang leistet, wie dieses bei der Bohrarbeit der Fall ist. Liegt das Bremsstück d infolge des Federdruckes fest
in der Dreikantrinne des Bremsrades 16, dann ist es, weil die Bremsreibung viel größer ist
als die Gewindereibung innerhalb der Bohrspindel, nicht möglich, daß die Triebschraube 3
sich mit der Bohrspindel 2 zusammen umdreht, wie es der Fall sein würde, wenn das
Bremsrad 16 von dem Druck des Bremsstückes befreit wäre. Solange dieser Druck
darauf ruht, muß also die Triebschraube 3 stillstehen, wenn die Bohrspindel 2 sich dreht.
Die Folge davon ist, daß die drehende Bohrspindel beim Rechtsgang sich auf der feststehenden
Triebschraube nach vorn und beim Linksgang nach rückwärts schraubt, undzwarbei jeder
Umdrehung um einen Gewindegang. Demnach ist nach dem Ansetzen der Bohrmaschine der
Bohrer mit stark beschleunigtem Vorschub an dem Schienensteg angelangt und beginnt zu
schneiden. Sowie der Bohrer sich einfrißt, entsteht starker seitlicher Reibungswiderstand
und Schwergang der Bohrspindel, der immer stärker wird, bis daß der auf der senkrechten
Welle 8 sitzende Kuppelring sich auslöst und nach oben gleitet. Dadurch wird der auf dem
Zapfen des Druckringes 12 ruhende Hebel 13 gehoben und das Bremsstück d von dem
Bremsrade 16 entfernt (s. Fig. 4). Da nunmehr jede Reibung am Bremsrad aufgehört
hat, macht die Triebschraube die Drehbewegung der Bohrspindel mit und der Vorschub
des Bohrers ist aufgehoben. Läßt die starke seitliche Reibungsarbeit des schneidenden Bohrers
nach, so ist die Feder 14 wieder imstande, den Kuppelring 10 und den Hebel 13 nach
unten zu drücken, wodurch erneut eine Bremsung des Bremsrades und ein Vorschub des
Bohrers erfolgt. Der Gang dieses sich ständig wiederholenden Spieles kann beeinflußt werden
durch eine stärkere oder schwächere Anspannung der Feder 14 mittels der Stellschraube
15, so daß ζ. Β. bei einem kleineren Bohrloch eine vermehrte Bremsung und ein
stärkerer Vorschub des Bohrers erfolgen kann. Da in der Achsrichtung der Bohrspindel und
der Triebschraube keine federnden Teile vorhanden sind, so hat auch der in dieser Riehtung
erfolgende Bohrdruck keine Wirkung auf die Bremseinrichtung der Triebschraube und
den Vorschub des Bohrers.
Das Heben oder Senken der Kuppelhülse 10
und das Betätigen der Bremseinrichtung wird nur allein von dem seitlichen Arbeitswiderstande
verursacht, den die Schneide des Bohrers beim Umdrehen hervorruft. Je nach der Stärke
dieses Widerstandes und der Anspannung der Feder ist auch der Vorschub ein starker oder
schwacher.
Der Vorteil dieser Einrichtung gegenüber einer Vorschubeinrichtung, welche von einem in der
Achsrichtung erfolgenden Bohrdruck beeinflußt wird, liegt darin, daß der Bohrer beim
Durchtreten durch den Schienensteg sich nicht festsetzen und zerbrechen kann.
Claims (1)
- Patent-A N SP RU ch:Schienenbohrmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrspindel (2) einen nach der Stärke des seitlichen Arbeitswiderstandes des Bohrers und nicht nach dem Achsdruck sich richtenden selbsttätigen Vorschub durch Beeinflussung , eines auf der Triebschraube (3) befindlichen Bremsrades (16) erhält.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE290940C true DE290940C (de) |
Family
ID=545856
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT290940D Active DE290940C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE290940C (de) |
-
0
- DE DENDAT290940D patent/DE290940C/de active Active
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