DE290708C - - Google Patents

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DE290708C
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L5/00Solid fuels

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Working-Up Tar And Pitch (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
. Die Destillation, also Weiterverarbeitung des Rohteers, ist eine vom volkswirtschaftlichen Standpunkt sehr wichtige Frage, welche aber in erster Linie durch den mehr oder weniger guten Absatz des Peches steht oder fällt. Die Verarbeitung des Rohteers, Zerlegung in Produkte von höherem Wert, kann nur dann in großem Maßstab stattfinden, wenn das Pech ebenfalls in großen Mengen schlanken
ίο Absatz findet. Die Verwendungszwecke des Peches sind derzeit sehr beschränkt; ganz besonders kann Hartpech überhaupt schwer verwendet werden, obwohl die Destillation bis auf Hartpech am meisten zu empfehlen wäre, weil dadurch das Ölausbringen einen höheren Prozentsatz erreicht. Das Verflüssigen und Zerstäuben des Peches zu Brennzwecken ist nicht anwendbar, denn bei der Vorwärmung tritt gleichzeitig Zersetzung ein, die dann auch die Vorwärmgefäße sehr stark mitnimmt. Die einzige Art, mit der man bisher Pech indirekt verfeuern konnte, ist die der Brikettierung, wobei aber die verbrauchten Pechmengen, die als Bindemittel dienen, im Verhältnis zum übrigen Brennstoff vollständig unbedeutend sind.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren, um Pech für Feuerungszwecke brauchbar zu machen und eine technisch vollkommene Feuerungsart mit diesem neuen Brennstoff zu erreichen. Das Verfahren besteht darin, daß die Destillation des Teers bis auf Hartpech getrieben wird. Je härter das Pech ist, desto besser eignet es sich für dieses Verfahren, im Gegensatz zu der bisherigen Pechverwertung für andere Zwecke, bei welchen das ganz harte Pech überhaupt keine Verwendung finden konnte. Nach Erhärten und Abkühlen des Peches wird dieses zu feinem Staub gemahlen und dann unter Zuhilfenahme von Druckluft in Staubform, ähnlich wie bei der Kohlenstaubfeuerung, verfeuert. Selbstredend kann an Stelle der Druckluft auch ein Absaugen auf der entgegengesetzten Seite der Feuerung mit demselben Erfolg stattfinden. Der Vorteil dieses Verfahrens ist auch gegen Kohlenstaubfeuerung sehr bedeutend. Die Pechstaubfeuerung ist praktisch wasser- und aschenfrei, bildet keine Schlacken; der Heizwert des Peches ist nahezu derselbe wie der des Teeröles, infolgedessen bedeutend höher wie der des Kohlenstaubes; die erreichbaren Temperaturen sind infolge des geringen Volumens und der großen Reinheit des Stoffes viel höher. Die Regulierbarkeit ist ganz bedeutend, und mit Rücksicht darauf, daß der Staub sehr fein und leicht ist, ist zu seiner Zerstäubung eine viel geringere Kraft nötig wie zur Zerstäubung des Kohlenstaubes. Da Hartpech äußerst leicht zu zermahlen ist, so verteuern die Mahlkosten den Brennstoff nicht bedeutend; der Kraftverbrauch zu diesem Zwecke ist viel geringer wie beim Mahlen von Kohlenstaub.
Das Verfahren kann in der für Kohlenstaub bekannten Weise derart durchgeführt werden, daß das Zermahlen des Peches unmittelbar vor der Feuerung stattfindet, eventuell das
Pech durch die Zentrifugalkraft des Mahlgerätes in die Feuerung geschleudert wird, oder aber es kann das Zermahlen des Peches zu Pechstaub bereits in der Destillationsanlage stattfinden, in welchem Falle dann das Pech in Staubform an der Konsumstelle angeliefert wird. Zur Zerstäubung sind die allgemein bekannten Einblasevorrichtungen für staubförmige Körper, wie sie für die Kohlenstaubfeuerung, ferner für Sandstrahlgebläse usw. benutzt werden, ohne weiteres verwendbar. Durch diese neuartige Verwendung des Peches, welcher Stoff bisher in Staubform für Feuerungszwecke nicht verwendet wurde, ist ein großer Absatz geboten, was von großer nationalökonomischer Bedeutung ist. Die neue Feuerung eignet sich besonders vorzüglich für Fahrzeuge, wie Lokomotiven, Schiffe usw., wobei neben vielen Vorteilen auch ein bedeutend größerer Aktionsradius erreicht wird. Vermöge der erreichbaren hohen Temperaturen und der Geräuschlosigkeit eignet sie sich auch für allerlei Feuerungs- und Kesseleinrichtungen. In neuerer Zeit wird der Kohlenstaub zwecks Erreichung besserer Heizwirkungen mit flüssigem Brennstoff angefeuchtet und nachher verbrannt. Die Pechfeuerung ersetzt und übertrifft diese verbesserte Kohlenstaubfeuerungsart bedeutend.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Betrieb von Staubfeuerungen, dadurch gekennzeichnet, daß als Brennstoff Pechstaub verwendet wird.
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