DE405753C - Verfahren zur Gewinnung von Waermeschutzmitteln - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von WaermeschutzmittelnInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16L—PIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16L59/00—Thermal insulation in general
Landscapes
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Description
- Verfahren zur Gewinnung von Wärmeschutzmitteln. Es ist bekannt, den bei der Reinigung von Hochöfengasen anfallenden Gichtstaub als Wärmeschutzmittel zu verwerten. Abgesehen davon, daß Gichtstaub nur in besonderen Gegenden zu haben ist, wo sich Hochöfen befinden, enthält derselbe nicht unerhebliche Mengen von Schwermetalloxvden, die das .spezifische Gewicht desselben erhöhen. Dies ist aber gerade das, was man vermeiden will. Ebenso ist es bekannt, daß die Aschenrückstände besonders von Braunkohlenfeuerungen ein vorzügliches Wärmeschutzmittel bilden, weil die Kalk- und Tonverbindungen enthaltenden Braunkohlen nach dem Verbrennen eine Asche hinterlassen, welche zementartig abbindende Eigenschaften hat. Es ist nicht möglich, die A@s.chenrückstände von Braunkohle aus Haushaltungen o. dgl. zu sammeln, weil diese dort mit vielen anderen Stoffen vermischt wird, deren Entfernung zu kostspielig ist. Auch hat man bisher nicht verstanden, Braunkohlenasche, wie sie in Braunkohlen-Großkraftwerken in gewaltigen Mengen anfällt, zu dein hier in Frage stehenden "!.weck aufzubereiten, weil die darin vorkommenden sandigen und schlackigen Beimischungen das spezifische Gewicht und dadurch die Isolierfähigkeit ungünstig beeinflussen. Anderseits befinden sich in solchen Aschen noch bis zu 20 Prozent und mehr brennbare Stoffe, wie unverbrannte Kohle, die in Wärmeschutzmassen nicht enthalten sein dürfen. Von einer guten Wärmeschutzmasse wird verlangt, (laß sie unverbrennbar ist, insbesondere dann, wenn sie für hoch überhitzte Danipfleitunren verwendet werden soll. Man konnte bisher diese lästigen Beimischungen auf wirtschaftliche Weise nicht beseitigen.
- Neuerdings sind die Kraftwerke dazu übergegangen ihre Kesselanlagen auf nassem Wege mit Druckwasser zu entaschen. Erfinder hat einen billigen Weg aufgefunden, die in der Asche enthaltenen isolierenden leichten Stoffe von den spezifisch schweren und auch von den brennbaren Teilen zu trennen.
- Die nasse Entaschung der Kesselanlage ist so eingerichtet, daß Asche und Wasser vermischt als Brei in bereitgehaltene Wagen oder in Sümpfe abfließen. Wenn dieses Geanisch zur Ruhe kommt, tritt eine Scheidung ein. Die als Wänneschutz.mwsse nicht geeigneten schweren, sandigen und schlackigen Teile setzen sich rasch am Boden ab, während die als Wärmeschutzmasse brauchbareren leichteren Ascheteile in der Oberschicht verbleiben. Nach dem Ablaufen des Wassers läßt sich die Oberschicht durch Abstechen leicht von der unteren Schicht trennen. In der oberen Schicht sammelt sich auch ein großer Teil aller in der Asche verbliebenen brennbaren Stoffe an. Obwohl diese brennbaren Teile spezifisch schwerer sind als Wasser, sinken sie doch nicht rasch zu Boclen, sondern schwimmen längere Zeit oben, teils infolge ihrer feinen Verteilung und teils wegen Beimischung von öligen Destillationsprodukten. Die Folge davon ist, daß die gewonnene Oberschicht stark mit brennbaren Stoffen angereichert ist. Die Oberschichten, also das Gemisch von feiner Asche und brennbaren Teilen, weisen bis zu 5o Prozent an brennbaren Bestandteilen auf. Durch diese Anreicherung mit brennbaren Stoffen wird die weitere Aufbereitung zu Wärmeschutzinassen wirtschaftlich ermöglicht.
- Nachdem die Oberschicht abgestochen und getrocknet ist, wird sie zu mäßig hohen Haufen geschichtet und angezündet. Ohne weitere Zufuhr von Brennstoffen, allein durch die eigenen brennbaren Bestandteile, fängt der geschichtete Haufen langsam an durchzuglühen und wird kalziniert. Nach vollständiger Verbrennung verbleibt als Rückstand ein feines, leichtes, zementartig abbindendes unverbrennbares Ascheprodukt, das nach Mahlung und Siebung unter Zusatz der üblichen Faserstoffe als hochwertige Wärmesclititzniasse handelsfertig ist.
- Man kann auch das Glühen in Ofen unter Ausnutzung der entstehenden Wärme zum Trocknen der nassen Asche vornehmen.
- Hat man Braunkohlenasche zur Verfügung, die nicht naß, sondern pneuniatiseh trocken der Kesselanlage entnommen wird, so kann man die erforderliche Anreicherung mit lirennbaren Stoffen in der Weise erreichen, daß inan durch Sichtung die sandigen und schlackigen Stoffe herausholt. Der Rückstand winl dann mit den darin angereicherten Brennstoffen kalziniert. Auch das so erzeugte Produkt ist für bautechnische Zwecke verwendlyar.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Gewinnung Voll Wärmeschutzmitteln aus den Ascherückständen von auf nassem Wege entrichten hraunkohlenfeuerungsanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß man den in den Sümpfen u. dgl. angesammelten, aus Asche und Wasser bestehenden Brei einige Zeit der Ruhe überläßt, wobei sich zuerst schnell die schweren -schlackigen und sandigen Teile und über diese Schichten langsainer die leichten, noch unverbrannten Kohlenstoffe enthaltenden Teile absetzen, worauf man nach Beseitigung des darüber stehenden Wassers die ollere Schicht von der unteren Schicht abhebt und abtropfen läßt und die so gewonnene -Masse ohne besonderen Zusatz von Kohlenstoff ka1-ziniert.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man aus trockenen Asclierückständen durch Sichtung diie schweren sandigen und schlackigen Stoffe herausholt, worauf der mit brennbaren Stoffen angereicherte Rückstand zwecks Ausbrennen" des I#,'olilenstoffes kalziniert wird.
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