DE407154C - Verfahren zur Herstellung von Steinzeugen aus Kesselschlacken, Muellschlacken, Aschen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Steinzeugen aus Kesselschlacken, Muellschlacken, Aschen

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DE407154C
DE407154C DEK86396D DEK0086396D DE407154C DE 407154 C DE407154 C DE 407154C DE K86396 D DEK86396 D DE K86396D DE K0086396 D DEK0086396 D DE K0086396D DE 407154 C DE407154 C DE 407154C
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ashes
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WILHELM HESSEL DIPL ING
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Kaiser Wilhelm Inst fur Eisenforschung Ev
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B32/00Artificial stone not provided for in other groups of this subclass
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02WCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
    • Y02W30/00Technologies for solid waste management
    • Y02W30/50Reuse, recycling or recovery technologies
    • Y02W30/91Use of waste materials as fillers for mortars or concrete

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Steinzeugen aus Kesselschlacken, Müllschlacken, Aschen. Es ist bekannt, aus Kohlenschlacken (Kesselschlacken, Müllschlacken bzw. Aschen) Steinzeuge aller Art herzustellen, wie z. B. Mauersteine und sonstige massive und hohle Bausteine, Fußboden-- und Trottoirplatten, Dachpfannen, Röhren, Kaminsteine, Tröge, Isolatoren usw. Die Herstellung erfolgte bisher dadurch, daß der Kohlenschlacke ein Bindemittel, wie Kalk, Zement, Ton, Silikate, evtl. in Form fein zerteilten Glases o. dgl. zugesetzt wird. Die so hergestellten Steinzeuge haben eine für Außenmauerwerk wenig geeignete Farbe und die Druckfestigkeit ist verhältnismäßig niedrig. Außerdem enthalten die nach dem bekannten Verfahren hergestellten Steinzeuge häufig schädliche Bestandteile, die ihre Güte nicht unwesentlich beeinflussen.
  • Diese Nachteile werden gemäß der Erfindung dadurch behoben, daß die :Kohlenschlacken nach erfolgter Zerkleinerung zunächst geformt und dann einer Sinterung unterworfen werden. Hierbei kommt also das bisher gebräuchlicheBindemittel völlig inWegfall. Durch Regelung der Mahlfeinheit der Schlacke und der Brenntemperatur wird erreicht, daß die Sinterung des Preßkörpers nach innen gleichmäßig fortschreitet. Durch (lie zackige Ausbildung der Körnchen und durch den Gehalt an solchen Bestandteilen, die bereits bei Erreichung der Sinterternperatur verschlacken, wird eine große Bruch-und Druckfestigkeit erzielt. Bei Stücken von größeren Abmessungen kann der Sintervorgan g durch Aussparungen und Kanäle unterstützt werden. Durch eine zeitweilige Verstärkung oder Verminderung der therrnischen Einwirkung läßt sich eine für das betrettende Steinzeug erwünschte Beschaffenheit (glasige oder raube Oberfläche, Dichte, Wasserdurchlässigkeit u. a. m.) erzielen.
  • Dadurch, daß ein Teil der in den Schlacken enthaltenen, unverbrannten Brennstoffrückstände aus denselben nicht ausgeschieden, sondern zurückbehalten wird, kann der Sintervorgang beeinflußt werden. Die zurückgebliebenen brennbaren Bestandteile verbrennen bei geeigneter Führung des Sinterprozesses. Die dabei entwickelte Wärme unterstützt die Sinterwirkung.
  • Die praktische Ausführung des neuen Verfahrens erfolgt in der Weise, daß die Schlacken zerkleinert bzw. gemahlen und vollständig oder bis zu einem gewissen Prozentsatz von den unverbrannten Rückständen getrennt und nach geringer Anfeuchtung in die für das betreifende Steinzeug gewünschte Form gebracht, meist gepreßt werden. Diese Forrnlinge werden alsdann in einem Ofen, z. B, einem Kanalofen, nach den oben angegebenen Gesichtspunkten bezüglich Temperaturverlauf, zeitweilige Verstärkung, Verminderung oder Unterbrechung der thermischen Einwirkungen, dem S,interprozeß unterworfen. Nach erfolgter Abkühlung sind die auf diese Weise hergestellten Steinzeuge ohne weiteres gebrauchsfähig.
  • Nach dein neuen Verfahren können auch Leichtsteinzeuge von poröser, bimssteinartiger Beschatienheit in an sich bekannter Weise durch Zusatz von verbrennbaren Stoffen, wie Sägemehl, Korkabfällen, Torfstreu u. dgl., hergestellt werden.
  • Ebenso kann das Steinzeug durch Bespritzung mittels einer Zerstäubungsvorrichtung mit einem Überzug versehen werden, welcher fest an der 0l-erfläche haftet.
  • Die nach diesem Verfahren hergestellten Steinzeuge zeichnen sich sowohl durch große Bruch- und Druckfestigkeit, scharfe Kanten, Unempfindlichkeit gegen Witterungseinflüsse, genaueste Einhaltung der gewünschten Abmessungen, wie auch durch eine gleichmäßige Färbung aus.
  • Der technische und wirtschaftliche Fortschritt dieser Erfindung ergibt sich aus dem Vorstehenden von selbst. Hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit kommt dem Verfahren noch der Umstand zustatten, daß die aus den Schlacken vorher ausgeschiedenen Brennstoffrückstände unmittelbar zur Sinterung verwandt werden könne 1, z. B. mittels Kohlenstaubfeuerung. Die Abwärme der gesinterten und der Abkühlung zugeführten Sinterprodukte kann zur Erzeugung von Kraft wieder nutzbar gemacht «erden. Auf diese Weise kommt auch die vorliegende Erfindung einer Forderung der Zeit, nämlich Ersparung an Brennstoffen,. welche bekanntlich zur Herstellung der eingangs angeführten Bindemittel, wie Zement, Kalk usw., benötigt werden, sowie einer restlosen Ausnutzung der bisher als wertlos oder minderwertig angesehenen Abfallprodukte nach. Denn die gewaltigen, in der Industrie, im Eisenbahnbetrieb - usw . entfallenden Schlackenmengen mit ihren oft hohen Gehalten an Brennstoffrückständen können nach diesem Verfahren in einer höchst ökonomischen Weise wieder der Gütererzeugung dienstbar gemacht werden.

Claims (1)

  1. PA l ENT-ANSPRU CH: Verfahren zur Herstellung von Steinzeugen aller Art aus Kohlenschlacken (Kesselschlacken, Müllschlacken bzw. Aschen), dadurch gekennzeichnet, daß die Schlacken nach erfolgter Zerkleinerung zunächst geformt und dann einer Sinterung unterworfen werden.
DEK86396D 1923-06-26 1923-06-26 Verfahren zur Herstellung von Steinzeugen aus Kesselschlacken, Muellschlacken, Aschen Expired DE407154C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2838299A (en) * 1955-07-29 1958-06-10 Toledo Scale Corp Weighbridge
DE1076552B (de) * 1955-11-04 1960-02-25 Steinkohlen Elek Zitaet Ag Druckfester Formkoerper
DE3713482A1 (de) * 1987-04-22 1988-11-10 Kurt Kretschmann Verfahren zur umweltschonenden entsorgung von schwermetallhaltigen rueckstaenden aus muellverbrennungsanlagen oder dergleichen
DE4006826A1 (de) * 1990-03-05 1991-09-12 Carl Adolf Weidt Verfahren zum binden von mit schadstoffen belasteten rueckstaenden

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