DE290302C - - Google Patents

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DE290302C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B27/00Work-feeding means
    • D05B27/02Work-feeding means with feed dogs having horizontal and vertical movements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorschubvorrichtung für Nähmaschinen und bezweckt, bei Maschinen mit oberem und unterem Stoffvorschub eine Einrichtung zur Regelung der Schwingweite der Vorschubbewegungen dieser beiden Vörschubvorrichtungen im Verhältnis zueinander zu schaffen.
Wenn Stoffteile zusammengenäht werden, ist es häufig erwünscht, die Vorschubbewegungen gewisser Stofflagen in bezug auf eine obere oder Untere Lage ein wenig zu vergrößern oder zu verringern, so daß bei der Beendigung der Naht die freien Kanten zum Zusammenfall gebracht werden, wie zum Beispiel, wenn eine verhältnismäßig breite kreisförmige Saumfalte genäht wird oder wenn irgendeine andere gegebene Ausrichtung der Stoffteile in Rücksicht auf das Muster oder das gute Aussehen des fertigen Gegenstandes nötig ist.
Nach der vorliegenden Erfindung ist eine Differentialvorschubvorrichtung vorgesehen, bei welcher die Nadel seitliche Schwingungen ausführt, während sie im Stoff sich befindet, die den Vorschubvorrichtungen des Vorschubfußes entsprechen. Ohne diese Einrichtung würde es unmöglich sein, die zwangläufige Regelung, des Mindestmaßes des Differentialvorschubes zu bewirken; bei ' der vorliegenden Vorrichtung wird der Stoff derartig vorgeführt, daß das gewünschte Aussehen des Arbeitsstückes erreicht wird. Um diese Differenzierung des Stoffvorschubes bequem ausführen zu können, ist ein Hebel vorgesehen, der mit der unteren Vorschubvorrichtung wirksam verbunden ist und nach dein Wunsch des Arbeiters während des Nähvorganges verstellbar · ist, um die Schwingweite der unteren Vorschubvorrichtung zu wechseln. ... ..· ■;.
In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Es.bedeuten:
Fig. ι eine Vorderansicht einer Nähmaschine mit der Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung, teilweise im. Schnitt, :
Fig. 2 eine Ansicht der Maschine nach Fig. τ von unten.
Fig. 3 ist eine Ansicht der Stirnseite der Maschine.
Fig. 4 ist ein Querschnitt durch den Maschinenständer, nach der Stirnseite der Maschine zu gesehen.
Fig. 5 zeigt eine Einzelheit.
ι ist die Maschinengrundplatte. 4 ist die Maschinenantriebswelle, die in den üblichen Lagern 5 und 6 im Maschinenarm liegt und mit der Greiferantriebswelle 7 durch den über die feste Scheibe 9 und 10 laufenden Riemen 8 verbunden ist. Die Übersetzung ist 2:1, so daß die Greiferantriebswelle zwei Umdrehungen auf eine Umdrehung der Maschi-
nenantriebswelle ausführt, ii ist der Greifer, 12 das Spulengehäuse. Das nach der Stirnseite der Maschine zu gelegene Ende der Maschinenantriebswelle 4 besitzt einen Flansch 14, in welchem mittels der Schraube 15 ein Arm 16 einer Kurbel 17 befestigt ist, deren anderer Arm 18 in einem Lager im Lenker 19, der den Drückerfuß anhebt, gelagert ist. Der Lenker 19 ist an dem Arm 20 des Winkelhebeis 21 angelenkt. Der Winkelhebel 21 ist auf einem Zapfen 22 gelagert, der einen Teil des üblichen (nicht dargestellten) Bundes zum Anheben der unter Federdruck stehenden Drükkerstange 23 bildet. Der Hebel 21 wird gegen zufällige Verschiebung auf dem Zapfen 22 durch eine Schraube 24 gehalten. Der Arm 25 des Hebels 21 ist drehbar mit dem Vorschublenker 26 verbunden, dessen unteres Ende drehbar mit der Vorschubstange 27 verbunden ist, die in entsprechenden Lagern in dem Vorschubschwingrahmen 28 liegt und den Vorschubfuß 29 trägt; das obere Ende des Vorschubschwingrahmens ist drehbar an einem Zapfen 30 befestigt, der von einer Schraube 31 im Maschinenkopf gehalten wird.
,32 ist die Nadelstange, die mit dem Rahmen 28 schwingt und in diesem sich senkrecht bewegt. Letztere Bewegung wird von dem Lenker 33 herbeigeführt, dessen eines Ende drehbar mit der Nadelstange verbunden ist. Sein anderes Ende ist auf dem von dem Flansch 14 getragenen Arm 16 drehbar angeordnet. Der Fadenaufnehmer 34 ist von üblicher Bauart und wird durch die übliehe Gelenkverbindung 35 betätigt. 37 ist der Stoffdrücker, der an dem unteren Ende der Drückerstange mittels der Schraube 36 befestigt ist. 38 ist die übliche Nadelfadenspannung, 39 die Stichplatte.
Die Vorrichtung zum Hervorrufen der Schwingbewegungen des Vorschubschwingrahmens 28 besteht aus einem Vorschubexzenter 40, das aus einem Stück mit dem Vorschubexzenterrahmen 41 gebildet ist, welcher einstellbar an einer Seite der Riemenscheibe 9 befestigt ist, wobei die Einstellung des Rahmens 41 durch Drehung des geriffelten Kopfes 41' der in der Maschinenantriebswelle untergebrachten Stange 41" erfolgt.
42 ist ein Vorschubwinkelhebel, der auf der Schwingwelle 43 befestigt ist; der Arm 44 des Winkelhebels ist gegabelt und umfaßt einen Exzenterklotz 45, der auf dem Exzenter 40 sitzt. Das andere Ende der Schwingwelle 43 trägt einen Kurbelarm 46, welcher mit einer in punktierten Linien in Fig. 1 angedeuteten Nut 47 im Schwingrahmen 28 derart zusammenwirkt, daß Schwingbewegungen vom Exzenter 40 auf den Schwingrahmen 28 durch Vermittlung der Verbindungen 45, 44, 42, 43 und 46 übertragen werden.
Die Ausbildung und Arbeitsweise der Vorrichtung zur Übertragung der Vorschubbewegungen auf den ' Vorschubfuß und der senkrechten Bewegungen auf den Drückerfuß sind dieselben, wie in der Patentschrift 250102 beschrieben, mit der Ausnahme, daß bei der erwähnten Patentschrift die Nadelstange und die Stoffschieberstange in einem mit 41 bezeichneten, zum Stoffvorschub dienenden Schwingrahmen angeordnet sind, der auch den Stoffschieber trägt, während nach der vorliegenden Erfindung die Nadelstange und die Stoffschieberstange in dem Schwingrahmen 28 angeordnet sind, welcher, wie bei der vorerwähnten Konstruktion, wirksam mit dem von der Maschinenantriebswelle getragenen Vorschubexzenter verbunden ist.
48 ist eine Verbindungsstange, die an ihrem oberen Ende drehbar mit dem Arm 49 des Winkelhebels 42 verbunden ist, während ihr unteres Ende drehbar auf einem Schraubzapfen 50 sitzt, der einen Gleitklotz 51 trägt; der Bolzen 50 führt durch eine entsprechende Öffnung im Ende der Vorschubeinstellstange 52 hindurch und wird durch die Mutter 53 festgehalten. Die Stange 52 bewirkt durch die weiter unten beschriebene Einrichtung eine Verschiebung des Klotzes 51 in dem Schlitz 54 des von der Vorschubschwingwelle 56 getragenen Armes 55 zu dem weiter unten auseinandergesetzten Zweck.
57 ist die Tragstange für den Stoffschieber 57' und ist drehbar mit der Vorschubschwingwelle 56 in der üblichen Weise verbunden; das andere Ende der Stoffschieberstange 57 ist zur Aufnahme eines ortsfesten Führungsklotzes 58 gegabelt, und es werden so Vorschubbewegungen von dem als Winkelhebel ausgebildeten Vorschubhebel durch die Verbindungen 48, 50, 51, 55, 56 und 57 auf den Stoffschieber übertragen, wobei zu bemerken ist, daß der Stoffschieber nur Bewegungen in wagerechter Ebene ausführt, ebenso wie bei der Konstruktion nach dem bereits oben erwähnten Patent 250102.
59 ist ein Drehzapfen, der mittels einer Schraube 60 in einem von der Grundplatte 1 abwärts führenden Ansatz 61 einstellbar befestigt ist. Der Zapfen 59 ist aus einem Stück mit einer Scheibe 62 gebildet, die mit einem Zapfen 63 versehen ist, auf welchem drehbar der Vorschubeinstellhebel 65 angeordnet ist, der Schwingbewegungen auf dem Zapfen zu dem weiter unten beschriebenen Zweck erhält.
An dem unteren Ende des Vorschubeinstellhebels 65 ist mittels der Schraube 66 und der Mutter 67 ein Ende der Vorschubeinstellstange 52 befestigt, so daß der Arbeiter durch Verstellen des Handhebels 65 den Klotz 51 in bezug auf die Achse der Vorschubschwingwelle 56 einstellen kann, wobei die Verschie-
bung des Klotzes nach der Achse der Schwingwelle zu die Größe der Vorschubbewegung des Stoffschiebers vermehrt und die Verschiebung des Klotzes in entgegengesetzter Richtung die Schwingweite der Vorschubbewegung verringert.
Bei der Betätigung der gesamten Vorschubvorrichtung, die aus der oberen Stoffvorschubeinrichtung, bestehend aus Nadel und Vorschubfuß und dem unteren Vorschuborgan besteht, ist zu bemerken, daß, wenn der Vorschubfuß bis zu seiner untersten Stellung bewegt wird, die Nadel eine entsprechende Stellung einnimmt, und, wenn die Nadel ihren Aufwärtsgang beginnt, der Drückerfuß über das Arbeitsstück angehoben wird, worauf dann Vorschubbewegungen dem oberen und unteren Vorschuborgan erteilt werden; bei der Beendigung der Vorschubbewegungen wird der Vorschubfuß angehoben, die Nadel aus dem Stoff gezogen und der Drückerfuß auf den Stoff gesetzt, worauf die Vorschuborgane in ihre Ausgangsstellungen zurückgehen und die Nadel bei ihrem Abwärtsgang in die längliche öffnung 68 des Stoffschiebers eintritt.
Die Aufgabe des einstellbaren Exzenters 40 ist es, eine gleiche Schwingweite der Vorschubbewegung der oberen und unteren Vorschuborgane zu bewirken. Wenn der Vorschubeinstellhebel 65 seine Nullstellung, wie in Fig. 4 dargestellt, einnimmt, werden die oberen Vorschuborgane und das untere Vorschuborgan die gegebenen Vorschubbewegungen von gleicher Schwingweite ausführen. Wenn aber infolge der Verstellung des Hebels 65 von Hand der Gleitklotz 51 in der Pfeilrichtung t (Fig. 4) verschoben wird, werden die Vorschubbewegungen des Stoffschiebers von größerem Wert als diejenigen des oberen Vorschuborgans sein, und wenn der Gleitklotz 51 in der entgegengesetzten Richtung zum Pfeil t aus der in Fig. 4 dargestellten Stellung verschoben wird, werden die Vorschubbewegungen des oberen Vorschuborgans von größerem Wert als diejenigen des unteren Organs sein. Es folgt daraus, daß in Abwesenheit der Nadel die mit dem gerade die größere Schwingweite besitzenden Vorschuborgan in Berührung stehende Stofflage zusammengeschoben wird, wie dies bei früheren Konstruktionen von Differentialvorschubvorrichtungen der Fall war.
Nach der vorliegenden Erfindung wird nun die Nadel benutzt, um ein zwangläufig geregeltes Mindestmaß von Differentialvorschub zu bewirken, das bei den bisherigen Vorrichtungen nicht erhalten werden konnte, ein Mindestmaß an Differentialvorschub, welches ein so geringes Zusammenschieben des Arbeitsstückes bewirkt, daß dies nicht bemerkbar ist, wohl aber genügt, um ein gegebenes Muster oder eine Zeichnung von einem zum anderen Stoffteil des mit gleicher Zeichnung versehenen Arbeitsstückes fortlaufen zu lassen, ohne die Linien zu verzerren oder aus dem Zusammenhang zu bringen, und diese zwangr läufige Regelung der Vorschubbewegung der übereinanderliegenden Stofflagen ist zurückzuführen auf diejenige Stoff lage, die die größere Vorschubbewegung erhält, wodurch die Nadel veranlaßt wird, das Einstichloch in der Stofflage, die die kürzere Vorschubbewegung erfährt, um ein geringes in die Länge zu ziehen.

Claims (2)

Pat ent-An Sprüche:
1. Nähmaschine mit oberem und unterem Stoffvorschub, bei welcher die Nadel, während sie sich im Stoff befindet, Vorschubbewegungen ausführt, die mit den Vorschubbewegungen des oberen Vorschuborgans zusammenfallen und in bezug auf die Schwingweite diesen entsprechen,' dadurch gekennzeichnet, daß eine Einstellvorrichtung vorgesehen ist, die dem einen der Vorschuborgane Vorschubbewegungen von einer Schwingweite erteilt, die verschieden ist von derjenigen des anderen Vorschuborgans.
2. Nähmaschine nach Anspruch 1 mit einer Vorschubschwingwelle für das untere Vorschuborgan, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Vorschubschwingwelle ein Vorschubeinstellhebel in Verbindung steht, der durch das Maschinengestell zur bequemeren Handhabung durch den Arbeiter während des Näh Vorganges hindurchgeführt ist, zum Zwecke, einen Wechsel in der Schwingweite der Vorschubbewegungen des unteren Vorschuborgans unabhängig von dem Werte der Vorschubbewegungen des mit ihm zusammenarbeitenden oberen Vorschuborgans vornehmen zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT290302D 1915-01-09 Active DE290302C (de)

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GB191500387T 1915-01-09

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GB (1) GB191500387A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1049213B (de) * 1953-03-07 1959-01-22 Singer Mfg Co Naehmaschine mit einem unteren Stoffschieber und einer Nadelvorschubeinrichtung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1049213B (de) * 1953-03-07 1959-01-22 Singer Mfg Co Naehmaschine mit einem unteren Stoffschieber und einer Nadelvorschubeinrichtung

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GB191500387A (en) 1915-06-10

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