DE2901700C2 - Verfahren zur Herstellung einer Magnetron-Anode - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer Magnetron-AnodeInfo
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Description
29 Ol 700
In der genannten DE-OS 27 33 925 und in der Auslegeschrift
20 13 452 ist ferner ein Verfahren beschrieben, bei dem mit einer Lötung oder Verschweißung zwischen
dem äußeren Zylinder der inneren Scheibe bzw. den einzelnen Rippen gearbeitet wird. Eine Lötverbindung
ist, insbesondere wenn sie an den einzelnen Rippen ausgeführt wird, für die Massenfertigung ungeeignet.
Beim Verschweißen ist es schwierig, eine Verbindung der beiden Teile über deren gesamte Bei ührungsfläche
zu erzielen, ohne wegen der dabei erforderlichen hohen Temperatur das Werkstück zu beschädigen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung einer Magnetron-Anode anzugeben,
mit dem sich eine feste und maßhaltige Verbindung zwischen dem Stahlzvlinder und der Kupferscheibe
erzielen läßt und das sich gleichzeitig für eine Massenfertigung
eignet-
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist im Kennzeichenteil des Patentanspruchs 1 angegeben. Die
danach durchgeführte Relativbewegung des Stahlzylinders während der Warm-Preßverformung der Kupferscheibe
wird ein besonders gleichmäßiges Anpressen der Scheibe an die Innenwandung des Zylinders und
damit eine dauerhafte Verbindung erreicht. Gleichzeitig wirkt die Bewegung des Stahlzylinders dem Auftreten
übermäßiger, möglicherweise zu einem Platzen des Zylinders führender Kräfte entgegen. Bei entsprechender
Steuerung der Bewegungen läßt sich die vorgeschriebene axiale Verbindungsstelle zwischen Stahlzylinder und
Kupferscheibe mit hoher Genauigkeit einhalten. Da das erfindungsgemäße Verfahren mit einem geraden Stahlzylinder
auskommt, erfordert es entsprechend geringen vorherigen Bearbeitungs-Zeitaufwand und ist daher für
Massenfertigung geeignet.
Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele des crfindungsgenu^en
Verfahrens anhand der Zeichnungen erläutert. In den Zeichnungen zeigt
F i g. 1 eine perspektivische Schnittdarstellung einer
typischen Magnetron-Anode,
F i g. 2 eine Darstellung aufeinanderfolgender Studien bei dem oben beschriebenen Verfahren nach dem Stnncl
der Technik,
Fig.3 eine schematische Schnittansicht zur Erläuterung
eines Platzens des Stahlzylinders.
F i g. 4 eine Darstellung zur Erläuterung des im folgenden beschriebenen Verfahrens,
Fig.5 ein Diagramm zur Darstellung der zeitlichen
Beziehung zwischen der Preßverformungskraft und der
Abwärtsbewegung der Form,
F i g. 6 ein Diagramm zur Erläuterung der Beziehung zwischen dem Innendurchmesser des Stahlzylinders und
dem Formänderungsverhältnis,
Fig. 7 aufeinanderfolgende Stadien des nachfolgend beschriebenen Verfahrens,
Fi g. 8 ein Diagramm zur Erläuterung der Temperaturabhängigkeit
der Härten des Stahlzylindcrs und der Kupferscheibe, Und
Fig.9 eine Darstellung des Profils des Gegcnstcmpels.
Wie in F i g. 4 gezeigt, wird beim Eindrücken des Rippenformstempels
37 in die Kupferscheibc 32 der gerade Stahlzylinder 31 entgegengesetzt zur Eindringrichtung
des Formstempels 37 abgehoben.
Um ein gutes Verschweißen zu crcichcn, ist es wichtig,
eine konstante Länge /ι zwischen dem oberen Ende
des Stahlzylinders 31 und dem Kupferausgangsstück aufrechtzuerhalten, das heißt, ein Gleiten des Abschnitts
der Länge A zu verhindern. Es ist daher notwendig, daß die Anhebung /; des Stahlzylinder-Ausgangsstücks 31
kleiner oder gleich einer Länge (R-1) · / ist, wobei /
und R die Eindringtiefe des Rippenformstempels 37 bzw. das Forniänderungsverhältnis (Querschnittsfiäche
des Kupfcrausgangssiücks/Qucrschnittsfläche der Kupferanode)
bedeuten.
Das Anheben des Stahlzylinder-Ausgangsstücks kann
auf die verschiedensten Weisen bewirkt werden. Beispielsweise ist es möglich, die Form 35, in der sich das
Stahlzyündcr-Ausgangsstück 31, wie in Fig.4 gezeigt,
befindet, mit Hilfe eines hydraulischen Servomechanismus
anzuheben. Wenn man für das Anheben so vorgeht, wird die Beginnzeit für das Anheben der Form 35 vorzugsweise
so gewählt, daß sie in einen Zeitbereich zwischen dem Moment, zu dem der Rippenformstempel 37
mit dem Xupfcrausgangsstück in Berührung kommt, und dem Moment, zu dem das Ripp.'.-iiormen tatsächlich
begonnen wird, fällt. Insbesondere wiri das Anheben der Form 35 gleichzeitig mit dem Beginn des tatsächlichen
Rippenformens begonnen.
F i g. 5 zeigt die Beziehung zwischen der durch den Rippenformstempel auszuübenden Preßkraft und der
zeitlichen Führung des Anhebens der Form. In Fig.5 bezeichnen a und b die Preßformungskraft bzw. die Anhebehöhe
der Form. Der Zeitpunkt, in dem die Preßverformung begonnen wird, und der Zeitpunkt, in dem Ausformen
der Rippen tatsächlich beginnt, sind durch S bzw. P bezeichnet. Das konstante plastische Fließen von
Metall beginnt in einem Zeitpunkt Q.
Wie oben ausgeführt, wird bevorzugt, das Anheben der Form in einem Augenblick zwischen den Zeitpunkten
Sund ζ)zu beginnen.
Insbesondere wird das Anheben der Form in dem Zeilpunkt P begonnen, in dem das Formen der Rippen
tatsächlich beginnt.
Gleichzeitig ist aus dem obengenannten Grund die Formwandergeschwindigkeit (R-l)mal der Eindringgeschwindigkeit des Rippenformstempels oder kleiner. Fig.6 zeigt die Beziehung zwischen dem Innendurchmesser Di des Stahlzylinder-Ausgangostücks und dem Formänderungsverhältnis R. In F i g. 6 sind die Werte für das Formänderungsverhältnis R und die Werte für das Zugehörige (R-1) durch die Geraden a und b wiedergegeben. Die Gerade 6 zeigt also die Obergrenze für das Verhältnis der Anhebung des Stahlzylinder-Ausgangsstücks zur Eindringung des Formstempels bzw. das Verhältnis der Formwanderungsgeschwindigkeit zur Formstcmpcl-Eindringgeschwindigkeit.
Gleichzeitig ist aus dem obengenannten Grund die Formwandergeschwindigkeit (R-l)mal der Eindringgeschwindigkeit des Rippenformstempels oder kleiner. Fig.6 zeigt die Beziehung zwischen dem Innendurchmesser Di des Stahlzylinder-Ausgangostücks und dem Formänderungsverhältnis R. In F i g. 6 sind die Werte für das Formänderungsverhältnis R und die Werte für das Zugehörige (R-1) durch die Geraden a und b wiedergegeben. Die Gerade 6 zeigt also die Obergrenze für das Verhältnis der Anhebung des Stahlzylinder-Ausgangsstücks zur Eindringung des Formstempels bzw. das Verhältnis der Formwanderungsgeschwindigkeit zur Formstcmpcl-Eindringgeschwindigkeit.
Im einzelnen nimmt (/M) Werte von ungefähr 1,8,1,6.
ί,4 ozw. 1,25 für Durchmesser Di von 42, 43, 44 und
45 mm an. Die Gerade c gibt die Optimalwerte für das
oben genannte Verhältnis für die entsprechenden Innendurchmesser Di an. Das heißt, die Optimalverhältnissc
sind ungefähr 1,2, 1,1, 1,0 und 0,9 für diese Innendurchmesser. Dir:e Optimalwerte betragen jeweils ungefähr
70% der oberen Grenzwerte.
bo Unter der Voraussetzung, daß ein Slählzylmder-Aüsgangsstück
mit einem Innendurchmesser Divon 43 mm verwendet wird, muß die Anhebung /fdes Stahlzylinder-Ausgangsstücks
l,6mal die Formstempel-Eindringung / oder kleiner sein u?d beträgt vorzugsweise 1.1 mal die
si Eindringung /. Mit anderen Worten, die Anhebungsgeschwindigkcit
des Stahlzylinder-Ausgangsstücks, d. h., die Formwandergeschwindigkeit muß l,6mal die Eindringgeschwindigkeil
des Formstempels oder kleiner
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sein und ist vorzugsweise 1.1 mal die Eindringgeschwindigkeit.
Anstelle des vorgenannten hydraulischen Mechanismus zur Anhebung des Stahlzylindcr-Ausgangsslücks
kann auch eine besondere Preßmaschine verwendet werden, welche die zusätzliche Funktion der Anhebung
der Form besitzt. Es ist auch möglich, den Gegenstempel
mit einer der Eindringung des Rippenformstcmpels in das Kupfer-Ausgangsstück entsprechenden Geschwindigkeit
zurückzuziehen, anstelle die Form anzuheben.
Ein weiterer Vorteil, den die Erfindung bietet, liegt
darin, daß kein Abschrecken des Stahlzylindcr-Ausgangsstücks
notwendig ist. ohne daß es deshalb /um Platzen desselben kommt, und daß die Vcrschwcißfcstigkeit
zwischen dem kreisförmigen Siahlzylindcr und der Kupferanode erhöht ist.
Diese Vorteile werden durch folgende Maßnahmen herbeigeführt: (1) Durch eine Verminderung der für die
Verdichtung benötigten Kraft durch Verwendung eines vorgeformten Kupfcr-Ausgangsslücks, (2) durch Verwendung
eines Stahls mit einer Fließspannung, die wenigstens zweimal so hoch wie diejenige von Kupfer ist,
als Material für das Siahlzylindcr-Ausgangs.stück, und (3) durch Vorgabe einer geeigneten Temperatur, bei
welcher das Formen der Rippen durchgeführt wird.
Diese Maßnahmen (1) bis (3) werden im folgenden im einzelnen beschrieben.
Mit Beziehung auf die Verwendung eines vorgeformten Ausgangsstücks liegt der Zweck der Verdichtung
darin, zu verhindern, daß der in dem Produkt benötigte Schweißbereich, d. h., der durch Iv in F i g. 2f dargestellte
Bereich, beim Tempern auf hoher Temperatur oxidiert wird. Daher muß die Länge /, des Bereichs, in dem der
Stahl und das Kupfer, wie in Fig. 2c gezeigt, in enger
Berührung miteinander stehen, größer als die Länge /,· sein.
In manchen Fällen ist die angenommene Länge /, kleiner
als die Länge /,·. In einem solchen Fall ist. wie in der
später noch erwähnten Fig. 7b gezeigt, das Kupfer-Ausgangsstück mit einem zylindrischen Abschnitt C'dcr
Länge U versehen und wird gegen die innere Umfangsfläche des kreisförmigen Stahlzylinders an den Umfang
des zylindrischen Abschnitts Cverdichtci. Dies trägt zur
Einsparung von Kupfer bei.
In diesem Fall wird das Stahlzylindcr-Ausgangsstück
gleichzeitig mit dem Eindringen des Rippenformstcmpels in das Kupfer-Ausgangsstück bewegt, so daß die
Rippen bis hinunter zu dem Abschnitt des Kupfer-Ausgangsstücks getr'det werden, wo der Zylinder C vorgesehen
isL Es ist jedoch notwendig, die Größe des Gegenstempels in jedem Verfahrensschritt so zu wählen,
daß sich der zylindrische Abschnitt des Kupfers plastisch ausbreiten kann, um zu verhindern, daß es zu
einer Trennung des Kupfer-Ausgangsstücks von der inneren Umfangsfläche des Stahlzylinder-Ausgangsstücks
kommt
Bei dem herkömmlichen Verfahren, bei welchem das Kupfer im Stahlzylinder-Ausgangsstück gemäß Fig.2
geformt wird, ist die für das Formen erforderliche Kraft
so groß, daß das Stahizylinder-Ausgangsstück platzen kann, wie dies in F i g. 3 gezeigt ist. es sei denn, daß das
Stahlzylinder-Ausgangsstück in geeigneter Weise abgeschreckt wird.
Um dieses Platzen des Stahlzylinder-Ausgangsstücks zu vermeiden, wird das scheibenförmige Kupfcr-Ausgangsstück
32 mit der in Fig. 7a gezeigten Form in die
in F i g. 7b gezeigte Form vorgeformt. Dann werden die mit den Pfeilen A'und B'markierten Flächen des Stahlzylinder-Ausgangsstücks
31 und des Kupfer-Ausgangsstücks 32 gereinigt. Daran anschließend, werden wie in
Fig. 7c gezeigt, beide Teile zusammengepaßt und eine
Verdichtung bei Raumtemperatur durchgeführt. Dann wird nach einem Vorwärmen, wie in Fig.7d gezeigt,
eine Preßverformung des Kupfer-Ausgangsstücks 32 im Stahl/.ylindcr-Ausgangsstück 31 durchgeführt, um die
Rippen auszubilden. Dabei ist es möglich, die Verdichtungskraft auf denjenigen niedrigen Wert zu vermindern,
bei welchem die plastische Verformung des Kupfers beginnt. Gleichzeitig wird eine Oxidation des Bereichs
der Länge /,während der Temperaturbehandlung bei einer hohen Temperatur verhindert.
Was die vorgenannten Maßnahmen (2) und (3) anbelangt,
d. h.. die Fließspannung des Stahlzylinder-Ausgangsstücks
und die Temperatur, bei welcher die Rippen ausgeformt werden, beides im Hinblick auf die Vermeidung
einer übermäßig großen Verformung oder eincs Platzens des Stahlzylindcr-Ausgangsstücks. ist es
notwendig, daß die Fließspannung des Stahlzylinder-Ausgangsstücks mindestens zweimal so groß wie diejenige
von Kupfer ist. und zwar während der Verdichtung, welche bei Raumtemperatur durchgeführt wird. Gleichzeitig
muß. um eine übermäßig große Verformung oder ein Pl&izcn des Stahlzylinder-Ausgangsstücks während
der Ripncnausformung, welche bei einer hohen Vorwärmtemperatur durchgeführt wird, zu verhindern, die
Fließspannung des Stahlzylinder-Ausgangsstücks we· nigstens 4,5mal so hoch wie diejenige von Kupfer sein.
Um diese oben angegebenen Verhältnisse für die Fließspannungen zu erreichen, ist es notwendig,das Material
für das Stahlzylinder-Ausgangsstück und die Temperatur,
bei welcher die Rippen geformt werden, geeignet auszuwählen.
Insbesondere empfiehlt sich ein Stahl, welcher Blaubrüchigkcil
und dementsprechend eine erhöhte Fließspannung bei der Rippenformtemperatur zeigt, als Material
für das Stahlzylindcr-Ausgangsstück.
Durch Vorsehen des oben angeführten spezifischen Werkstoffs und der Rippenformtemperatur ist es daher
möglich, die Abschreckhärtung des Stahlzylinder-Ausgangsstiicks
zu clcminieren.
F i g. 7 zeigt eine praktische Ausführungsform des erfindungxgcmäßcn
Verfahrens. Bei dieser Ausführungsform wurde ein kaltgehärtetes Kohlenstoffstahl-Rohr
für Maschinenbauzwecke (|!S STKM-17-C. 0.45 bis 055% C 43 mm Innendurchmesser. 48 mm Außendurchmesscr
und 35 mm Höhe) als gerades Zylinder-Ausgangsstück verwendet, während ein scheiber 'örmigcs
Ausgangsstück (43 mm Durchmesser, ungefähr 11 mm Dicke) aus sauerstoffreiem Kupfer als Ausgangsstück
für die Kupferanode verwendet wurde.
Zunächst wurde ein Kupfer-Ausgangsstück 32 mit der in Fig. 7a gezeigten Form in die in Fig. 7bgezeigte Form vorgeformt (Λ<> = 8—9 mm, A = 5 mm). Dann wurden sowohl das Kupfer-Ausgangsstück 32 als auch das Stahlzylinder-Ausgangsstück 31 entfettet. Danach wurden die innere Umfangsfläche des Stahlzylinder-
Zunächst wurde ein Kupfer-Ausgangsstück 32 mit der in Fig. 7a gezeigten Form in die in Fig. 7bgezeigte Form vorgeformt (Λ<> = 8—9 mm, A = 5 mm). Dann wurden sowohl das Kupfer-Ausgangsstück 32 als auch das Stahlzylinder-Ausgangsstück 31 entfettet. Danach wurden die innere Umfangsfläche des Stahlzylinder-
bo Ausgangsslücks 31 und die äußere Umfangsfläche des
Kupfer-Ausgangsstücks 32 durch Bearbeitung mit einer Drahtbürste gereinigt. Darauffolgend wurden beide
Elemente, wie in F i g. 7c gezeigt, zusammengepaßt, wobei
darauf geachtet wurde, die gereinigten Oberflächen nicht zu verunreinigen, und eine Kalt-Verdichtung bei
Raumtemperatur durchgeführt.
Die Verfahrensschritte bis hin zur Verdichtung können
auf verschiedene Weisen durchgeführt werden. Bei-
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spielsweise kann das Verfahren derart abgewandelt
werden, daß nach dem Reinigen der äußeren Umfangsflache
des Kupfcr-Ausgangsslüeks 32, wie es in I·' i g. 7a
gezeigt ist, und dci inneren Unifangsflächc des Slahlzyiinder-Ausgangssiücks
31, wie es in I·' i g. 7b gezeigt isi. die beiden Teile so zusammengepaßt werden, daß eine
Verunreinigung der gereinigten Rächen ausgeschlossen ist (vg: f i g. 7c), und dann die Kallvcrdichiung bewirkt
wird.
Der verdichtete Körper aus Kupfer und Stahl wurde dann auf die Rippenformtemperalur, d.e /wischen
573 K und 923 K (3000C und 6500C) liegt, vorgewärmt.
Danach wurde die Preßformung des vom Slahl/.ylindcr-Ausgangsstück
31 umschlossenen Kupfer-Ausgang.sstücks 32 durchgeführt und eine Anzahl von Rippen 33,
wie in F i g. 7e gezeigt, ausgebildet.
Dabei ist es, wie oben ausgeführt, notwendig, das Stahlzylinder-Ausgangsstück 31 während des Eindringens
des Ripperiiormsiempcis 37 in das Kupier-Atisgangsstück
32 zwangsanzuhebcn.
Bei der beschriebenen Ausführungsform wurde ein hydraulischer Servomechanismus zum Anheben der
Form 35, durch welche das Stahlzylinder-Ausgangsstück 31 gehalten wird, und damit zur Anhebung des
letzteren verwendet. In diesem Fall wurde der Gegenstempel 36 stationär gehalten. Der Anhebezeitpunkt der
Form 35 wurde so gewählt, daß er mit dem Zeitpunkt zusammenfiel, an dem das Formen der Rippen durch
den Rippenformstempel 37 im Zuge der Absenkung desselben tatsächlich begann. Gleichzeitig wurde die
Wancicrgeschwindigkeit der Form so gewählt, daß sie 1,1 mal die Eindringsgeschwindigkeit des Rippenformstempels
37 war.
Nach dem Formen der Rippen wurde zur Gewinnung eines Produkts, wie es in F i g. 7f gezeigt ist, eine Nachbehandlung
durchgeführt. Um ferner die Verschweißfestigkeit zu erhöhen, wurde ein Diffusionsglühen bei einer
Glühtemperatur von 1073 K (8000C) über 10 bis 60
Minuten durchgeführt.
Es wurde also eine Kupferanode mit einer Anzahl von Rippen innerhalb eines geraden kreisförmigen Stahlzylinders
mit hoher Präzision und guter Schweißfestigkeit ohne ein Abschreckhärten des Stahlzylinder-Ausgangsstücks
und unter Vermeidung eines Platzens desselben durchgeführt.
Fig.8 zeigt die gemessene Härte bei höheren Temperaturen
für die bei dieser Ausführungsform verwendeten Werkstoffe. Da im üblichen Fall die Härte direkt
proportional zur Fließspannung ist. ist es möglich, das Verhältnis von Fließspannung des Stahlzylinder-Ausgangsmaterials
zu demjenigen des Kupfer-Ausgangsmaterials aus den in F i g. 8 gezeigten Daten zu ermitteln.
Das Verhältnis der Fließspannung von STKM-17C zu derjenigen von sauerstofffreiem Kupfer ist bei Raumtemperatur
ungefähr 25 und ungefähr 5 in einer Atmosphäre
einer Temperatur von 623 K (350° C) oder mehr.
Obiges Verhältnis nimmt etwas ab, wenn ein durch Normalisierung des STKM-17C gewonnenes Material,
d. h., ein Material entsprechend STKM-17A als Material
für das Stahlzylinder-Ausgangsstück verwendet wird. Auch in diesem Fall wurde jedoch ein Platzen gemäß
Fig.3 des Stahlzylinder-Ausgangsstücks nicht beobachtet,
wenn das Formen der Rippen bei einer Temperatur zwischen 633 K und 873 K (420° C und 600"C) bewirkt
wird. Unter Berücksichtigung des obigen läßt sich schließen, daß bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
das obige Verhältnis der Fließspannungen wenigstens 2 bei Raumtemperatur und wenigstens 4,5 bei der Rippcnformicmpcrnlur
sein muß.
Wenn mich STKM-17C-StHhI oder STKM-I7A-Stahl
bei der beschriebenen Ausführungsform verwendet
ϊ wurden, so ist chis Material für das Stahlzylindcr-Ausgangssliick
jedoch niehl auf diese mehr als 0,45% Kohlenstoff
enthaltende Stähle beschränkt. Beispielsweise können nicdrigliegcndc Stähle, etwa Ni. Cr oder dergleichen
enthaltende, welche zu Blausprödigkeit neigen, als
ίο Material für das Stahlzylinder-Ausgangssiück verwendet
werden. In einem solchen Fall kann das Rippenformen ohne Bruch des Stahlzylinder-Ausgangsstücks
selbst bei niedrigen Temperaturen von um 473 K (200"C) durchgeführt werden.
r> Ähnlich ist sauerstofffreies Kupfer, wie es bei der Beschreibung der Ausführungsform erwähnt wurde,
nicht ausschließlich verwendbar, sondern das Kupfer-Ausgangsstück kann auch aus anderen Kupferwerkstofien,
wie etwa einer kommerziell verfugbaren reinen Legicrung von 99,9% Reinheit, sein. Bei Verwendung anderer
Materialien werden die Verfahrensbedingungen, wie etwa die Rippenformtcmperatur, die Glühtemperatur,
die Glühzeit usw. zur Optimalisierung des Verfahrens in geeigneter Weise ausgewählt.
Eine Untersuchung des Verschweißungsbereichs von Siahlzylinder-Ausgangsstück und Kupfer-Ausgangsstück
hat gezeigt, daß es zur Erzielung einer ausreichend hohen Schweißfestigkeit an dem auf den Kupfer-Ausgangsstück
vorgesehenen zylindrischen Abschnitt C
jo notwendig ist, daß dieser Abschnitt C einen innigen und
engen Kontakt mit dem Stahlzylinder-Ausgangsstück über alle Verfahrensschritte nach der Verdichtung hinweg
einhält. Dazu ist es, wie oben ausgeführt, notwendig, die Größe der in den einzelnen Verfahrensschritten
J5 verwendeten Gegenstempel in geeigneter Weise auszuwählen.
Im einzelnen heißt dies, daß. bezugnehmend auf
F i g. 9, der Außendurchmesser d,, der Spitze des Gegenstempels
sowie der Winkel θν des Konus desselben mindestens
gleich denjenigen im vorhergehenden Verfahrensschritt sein müssen.
Die Größen und Konuswinkel, die bei der beschriebenen
Ausführungsform verwendet wurden, sind im folgenden als Beispiele angegeben.
(1) Gegenstempel zur Vorformung des Kupfer-Ausgangsstücks:
dp = 38,4 mm. 0;, = 5° 20'
(2) Gegcnstcmpel für die Verdichtung: ■50 dp = 38,b mm, ΘΡ = 6°30'
(3) Gegenstempel für das Rippenformen: dp = 39 mm, θρ = 6°30'.
Als Folge davon ist der Antioxidationseffekt, der durch den zylindrischen Abschnitt C des Kupfer-Ausgangsstücks
geschaffen wird, über alle Verfahrensschrilte
hinweg sichergestellt und es wurde möglich, die Länge des Schweißbereiches bis auf ha+k zu erhöhen.
Die oben angegebenen Größen der Gegenstempel sind nicht einschränkend zu verstehen. Die Größen der
Gegensiempel werden vielmehr ganz allgemein geeignet
dafür ausgewählt, daß sich eine plastische Ausbreitung des zylindrischen Abschnitts C des Kupfer-Ausgangsstücks
entsprechend dem Fortschreiten des Verfahrens ergibt.
Darüber hinaus sind verschiedene numerische Daten, wie sie bei der Beschreibung der Ausführungsform verwendet
werden, nicht als ausschließliche zu verstehen.
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sondern können vielmehr entsprechend der Form und
Größe der herzustellenden Magnetron-Anode in weiten Bereichen verändert werden.
Wie im einzelnen dargelegt wurde, ist es nach dem erfindungsgemäßen Verfahren möglich, eine Magnetron-Anode,
bei welcher eine Kupferanode mit einer Anzahl von Rippen präzise innerhalb eines geraden
kreisförmigen Suhlzylinders mit hoher Schwcißfestigkeit bezüglich des letzteren, ausgebildet ist, mit guter
Massenfertigbarkeit, ohne Verwendung eines Stahl/.ylinder-Ausgangsstücks,
welches eine im herkömmlichen Verfahren unverzichtbare konisch zulaufende innere
Umfangsfläche aufweist, und ohne Notwendigkeit einer Abschreckhärtung des Stahlzylinder-Ausgangsstücks,
wie sie ebenfalls im herkömmlichen Verfahren notwendig ist. herzustellen.
Ferner wird es dank der Verformung des scheibenförmigen Kupfer-Ausgangsstücks möglich, eine größere
Verschweißfläche für Kupfer und Stahlzylinder bei kleinerem Volumen des Kupfer-Ausgangsstücks zu erzielen.
Folglich trägt das erfindungsgemäße Verfahren zu einer Verminderung der Herstellungskosten für eine
Magnetron-Anode bei, und bietet verschiedene weitere Vorteile bei der Herstellung derselben.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
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Claims (11)
1. Verfahren zur Herstellung einer Magnetron-Anode, bei dem
(a) eine vorgeformte Kupferscheibe (32) in einen Stahlzylinder (31) eingepaßt und mit diesem
verpreßt wird,
(b) die vorgeformte Kupferscheibe (32) zur Ausbildung von radial nach innen ragenden Rippen
(33) mittels axial gegeneinander wirkender Form- und Gegenstempel (37, 36) warm-preßverformt
wird, und
(c) das so gebildete Werkstück zur Erzielung einer festen Verbindung sowie der gewünschten Endform nachbehandelt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß während der Warm-Preßvfjrformung der Stahlzylinder (31) in
Achsrichtung relativ zu dem Gegenstempel (36) gegen den Formstempel (37) bewegt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß für die Warm-Preßverformung die Kupferscheibe (32) auf eine Temperatur zwischen
200 und 650° C vorgewärmt wird.
3. Verfahren nach Anspruch f oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stahlzylinder (31) relativ zu
dem Gegenstempel (36) um einen Weg IfS(R-I)/
bewegt wird, wobei R das Formänderungsverhältnis der Kupfersch?ibe (32) und / die Eindringliefe des
Formstempels (37) ist.
4. Verfahren nach Anspruch ->, dadurch gekennzeichnet,
daß mit der Bewegung des Stahlzylinders (31) in der zur Eindringrichtung v. es Formstempels
(37) entgegengesetzten Richtung zwischen dem Zeitpunkt, in dem der Formstempel (37) die Kupferscheibe
(32) berührt, und dem Zeitpunkt, in dem der Materialfluß der Kupferscheibe (32) konstant wird,
begonnen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Bewegung des Stahlzylindcrs
(31) in dem Zeitpunkt begonnen wird, in dem die Verformung der Kupferscheibe (32) tatsächlich beginnt.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß/ι = 0,7(K-l)/isl.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Stahlbinder (31)
mittels einer ihn aufnehmenden Form (35) zwangsbewegt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche I bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fließspannung des
Stahlzylinders (31) während der Verpressung wenigstens doppelt und während der Warm-Preßverformung
wenigstens 4,5mai so hoch ist wie die der Kupferscheibe
(32).
9. Verfahren nach einem der Ansprüche I bis 8, dadurch, gekennzeichnet, daß ein Stahlzylinder (31)
aus einem Stahl mit einem Gehalt von mindestens 0,45% Kohlenstoff verwendet wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Warm-Preßverformung der Kupferscheibe
(32) bei einer Temperatur von 350 bis 65O1-C durchgeführt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche I bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Kupfcrschcibc
(32) aus sauerstofffrcicm Kupfer verwende! wird.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
einer Magnetron-Anode der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Gattung.
Eine herkömmliche Magnetron-Anode, wie sie in
Haushalts-Mskrowellenherden verwendet wird, weist gemäß Fig. i einen kreisförmigen Stahlzylinder 1 auf,
an dessen innerer Umfangsfläche eine kreisförmige Kupferscheibe 2 befestigt ist, die ihrerseits an ihrer Innenseite
mehrere radial nach innen ragende Rippen aufweist.
Ein Verfahren der eingangs bezeichneten Gattung zur Herstellung einer solchen Magnetron-Anode ist in
der DE-OS 27 33 925 beschrieben. Dieses Verfahren nach dem Stand der Technik soll zunächst anhand der
is F i g. 2a bis 2f beschrieben werden.
Wie in Fig.2a gezeigt werden ein Stahlzylinder 21
an seiner ganz oder teilweise konisch zulaufenden inneren Umfangsfläche A sowie eine vorgeformte Kupferscheibe
22 an ihrer äußeren Umfangsfläche B gereinigt.
Sodann wird der Stahlzylinder 21 in eine Form 25 eingesetzt und die Kupferscheibe 22 in den Stahlzylinder 21
eingefügt, wie dies in Fig.2b gezeigt ist. Danach wird
gemäß F i g. 2c die Kupferscheibe 22 in dem Stahlzylinder 21 mit Hilfe eines Formstempels 24 und eines Gegenstempels
26 plastisch verformt, so daß es zu einer festen und satten Passung zwischen dieser, beiden Teilen
kommt. Dieser Verfahrensschritt wird im folgenden als »Verdichtung« bezeichnet Das Verbundelement
wird dann gemäß Fig.2d nach einem Vorwärmen durch einen Formstempel 27 der dargestellten Gestalt
einer Preßverformung unterworfen, wobei sich die in F i g. 2e gezeigten Rippen 23 ergeben. Dieser Verfahrensschritl
wird nachstehend als »Rippenformung« bezeichnet. Während der Rippenformung bewegt sich der
Stahlzylinder 21 wegen des Vorhandenseins der konisch zulaufenden Grenzfläche nach oben. Schließlich wird
das in F i g. 2e gezeigte Werkstück einer Nachbehandlung und anschließend einem Diffusionsglühen unterworfen,
um die Magnetron-Anode mn dem in Fig.2f gezeigten Aufbau zu erhalten.
In der genannten Patentanmeldung ist auch dargelegt,
daß es bei dem dort beschriebenen Verfahren zur Erzielung einer festen Verbindung zwischen den beiden
Teilen und zur Einhaltung einer in Axialrichiung vorgegebenen Verbindungsstelle erforderlich ist von einem
Stahlzylinder mit konisch zulaufender Innenfläche auszugehen. Diese Innenfläche wird üblicherweise auf einer
Drehbank oder dergleichen erzeugt. Der damit verbundene
Arbeitsaufwand stellt ein Hindernis für die Massenfertigung derartiger Magnetron-Anoden dar.
Bei dem benannten Verfahren nach dem Stand der Technik besteht ein weiteres Problem darin, daß die
Kupferscheibe einer plastischen Verformung unterworfen wird, während sie von dem Stahlzylinder umfaßt
wird. Während des Fressens unter Raumtemperatur bzw. der sekundären plastischen Verformung bei hoher
Temperatur besteht dabei die Gefahr, daß, wie in F i g. 3 angedeutet, der Stahlzylinder Γ unter der Wirkung der
auf die Kupferseheibc 2' ausgeübten Verformungskraft plastisch mitverformt, möglicherweise sogar zerstört
wird. Um dies zu vermeiden, ist es nötig, den Stahlzylinder
vorher abzuschrecken. Dieser Vorgang ist zeitaufwendig, und zwar nicht nur wegen der für das Erwärmen
und Abschrecken benötigten Zeit sondern auch wegen der Notwendigkeit, die durch das Abschrecken
bewirkten Oxidationsschichtcn und Formänderungen zu entfernen, was wiederum einer Massenfertigung der
Magnctron-Anodc entgegensteht
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