DE289495C - - Google Patents

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DE289495C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/72Treatment of water, waste water, or sewage by oxidation
    • C02F1/76Treatment of water, waste water, or sewage by oxidation with halogens or compounds of halogens

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  • Hydrology & Water Resources (AREA)
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  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Silicates, Zeolites, And Molecular Sieves (AREA)

Description

KAISERLICHES A
PATENTAMf:
Es ist bekannt, daß zu den sichersten Sterilisationsmitteln zur Befreiung des Trinkwassers von allen Bakterien das Chlor bzw. dessen Zersetzungsprodukt in Wasser, die unterchlorige Säure, gehören. Es war aber bisher schwierig, die Chlorspuren, die als Überschuß unvermeidlich sind, in einfacher, billiger und sicherer Weise völlig zu entfernen, ohne dem Wasser gleichzeitig andere, fremde Bestandteile hinzufügen. Dem wird durch vorliegende Erfindung abgeholfen.
Das Verfahren gründet sich auf den leichten Zerfall von Natriumhypochlorit durch schwache Säuren, z. B. Kohlensäure. Sorgt man gleichzeitig für die Absorption des bei der Zersetzung frei werdenden Sauerstoffes durch ein leicht oxydierbares Metall oder Metalloxydul, so tritt die gebildete Salzsäure zurück an die Natriumbase, die schwache Säure an die schwache SchwermetaEbase, bzw. bleibt die schwache Säure in Freiheit bei gleichzeitiger Abscheidung des Metalloxyds.
2 Na OCl+ H2 O+ CO2
^Na2CO3+ 2 HCl+ O2,
O + Fe + CO3 Na2 + 2 HCl
= FeOCO2 + 2 NaCl + H2 O,
2 FeCO3 + 3 H2 O + O = 2 CO2 + 2 Fe (OH)3
oder
FeCO3 + H2 CO3 = FeH2 (CO3)2 *
(bei Gegenwart genügend freier Kohlensäure zur Lösung in Wasser). Man hat es daher ! in der Hand, durch einfache Regulierung des zuzuleitenden Kohlensäurestromes die Reaktion zu leiten in der Weise, daß man die Eisenoxydmenge vermehrt, die Oxydulsalzmenge verringert.
Die aber stets unvermeidlichen Eisensalzmengen werden durch eine Filtration über natürliche oder künstliche Stoffe mit einer austauschfähigen Kalkbase absorbiert. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß nicht nur Alkali-Tonerde-Silikate ihr Alkali austauschen unter quantitativer Aufnahme von Kalk, Magnesia und anderen Basen, während dagegen der Ersatz dieser Basen zwecks Regeneration nur durch 6- bis 8 fache Mengen Salz in mindestens 8prozentiger Lösung bewirkt werden konnte, sondern daß vielmehr auch ein CaI-ciumoxyd-Tonerde-Silikat zu weiterer Umwandlung durch einfache Filtration unter geeigneten Bedingungen fähig ist, nämlich Eisenoxydulsalz aus nur Milligramme enthaltenden Lösungen quantitativ aufzunehmen und grünes Eisen-Tonerde-Silikat zu bilden, welches durch stärkere Chlorcalciumlösung regeneriert werden kann. Diese Erscheinung bietet die Möglichkeit, Eisensalz quantitativ aus Wasser zu entfernen, und läßt somit die Verwendung von Eisen zur Absorption von überschüssigem Sauerstoff aus Hypochlorit, dem sonst für direkte Sterilisation unbrauchbaren Mittel, als möglich zu.
Als Beispiel sei folgendes aufgeführt.
Das Wasser mit dem nach Bedarf bemessenen Zusatz von 1 bis 5 mg Chlor in Form von Natriumhypochloritlösung (NaOCl) pro Liter Wasser leitet man zur Zerstörung und Absorption der bei der Sterilisation übrig gebliebenen Hypochloritmengen über einen Skrub-

Claims (1)

  1. ber, der mit Eisen in Form von Nägeln, Draht oder anderem viel Oberfläche bietenden Material gefüllt ist, so daß das Wasser in einer Kohlensäure-Atmosphäre über Eisen hinabrieselt. Das gebildete Chlomatrium im Wasser wird mit Eisenoxydflocken und je nach der zugeleiteten Menge Kohlensäure mehr oder weniger großen Mengen gelösten Eisensalzes zunächst über ein gewöhnliches Filter und ίο dann durch eine Schicht eines basenaustauschenden calciumhaltigen Stoffes nitriert. Infolge Austausches des Eisens gegen dessen Kalkbase nimmt dieser eine grünlichblaue Farbe an, die von der Oberfläche her fortschreitend den Zeitpunkt erkennen läßt, an dem er durch Behandlung mit stärkerer Chlor calciumlösung in der für Alkali-Zeolithe bekannten Weise zu regenerieren ist, um dann erneut zur Eisenabsorption zu dienen.
    . ■.' Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Trinkbarmachen von mit Natriumhypochlorit behandeltem Wasser, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasser in Gegenwart von Kohlensäure mit metallischem Eisen behandelt und dieses schwach saure Wasser über einen Calciumoxyd austauschenden Stoff filtriert wird.
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