AT137868B - Verfahren zur Keimbefreiung von Wasser. - Google Patents

Verfahren zur Keimbefreiung von Wasser.

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AT137868B
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Oscar Dr Adler
Rudolf Dr Adler
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    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/72Treatment of water, waste water, or sewage by oxidation
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    • C02F1/62Heavy metal compounds
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Description


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  Verfahren zur Keimbefreiung von Wasser. 



   Im Stammpatent Nr. 125497 wurde ein Verfahren zur Keimbefreiung von Wasser beschrieben. das darin besteht, dass dem in ständigem Strome befindlichen Wasser kontinuierlich freies Chlor oder ein Hypochlorit im   Überschusse   hinzugefügt wird, worauf das Wasser, das noch einen   Überschuss   an freiem Chlor enthält, über im wesentlichen aus Kohlenstoff bestehende Materialien, welche die kontinuierliche quantitative Umwandlung des Chlors in das Chlorion während des Durchlaufes des Wassers bewirken, fliessen gelassen wird. Gegebenenfalls kann vor dem Kohlenstoffmaterial ein poröser, filtrierender Körper angeordnet werden. 



   Im Verlaufe der praktischen Durchführung des vorbeschriebenen Verfahrens hat sich nun gezeigt, dass bei gewissen Wässern, welche Eisen-, Mangan-oder sonstige Schwermetallsalze enthalten, gewisse 
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 wirksamem Chlor versetzten Wassers durch das Kohlenstoffmaterial, dieses die erwähnten Schwermetallsalze zu adsorbieren vermag. Hiedurch wird die wirksame Oberfläche des Kohlenstoffes, in welcher die Umwandlung des freien oder wirksamen Chlors in das Chlorion eintritt, verringert, was die klaglose Durchführung des Betriebes beeinträchtigen kann. 



   Von den in Wässern in Betracht kommenden Schwermetallsalzen sind es in erster Linie die Eisenund Mangansalze, welche den erwähnten Übelstand verursachen können. Die Eisensalze finden sich zumeist in der Oxydulform, vielfach aber auch in organischer Bindung, z. B. als huminsaures Eisen im Wasser, vor. Durch Zusatz von freiem oder wirksamem Chlor zum Wasser werden nun die Eisenoxydulsalze ziemlich schnell in die Oxydsalze umgewandelt, welche grösstenteils hydrolytisch gespalten werden und sich als Ferrihydroxyd oder basische Ferrisalze ausscheiden. Die organischen Eisenverbindungen werden mit Rücksicht auf den grossen Überschuss an freiem oder wirksamem Chlor zersetzt ; das so gebildete   Ferrichlorid ist dann gleichfalls der hydrolytischen Dissoziation unterworfen.

   Die im Wasser vorkommenden   Mangansalze werden bei hohem Karbonatgehalte durch freies oder wirksames Chlor zu   Mangansuper-   oxydhydrat oxydiert. 



   Insoweit eine vollkommene Ausfällung der erwähnten Schwermetallsalze eintritt, werden diese allerdings durch den porösen Körper zurückgehalten ; die ausgefällten Niederschläge können dann gelegent- 
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 oder kolloidaler Form im Wasser gelöst bleibt und daher den porösen Körper passiert, gelangt in das Kohlenstoffmaterial, wird von diesem während des Durchlaufes des Wassers adsorbiert und ruft die erwähnten Übelstände hervor. 



   Gegenstand vorliegender Anmeldung ist es, diesen Übelstand dadurch zu beheben, dass das freies oder wirksames Chlor enthaltende Wasser vor dem Durchfluss durch die kohlenstoffhaltige Masse über solche gegen freies oder wirksames Chlor widerstandsfähige, in Wasser unlösliche Körper fliesst, welche die Eigenschaft besitzen, die erwähnten Schwermetallsalze, insbesondere Eisen-und Mangansalze, auf ihrer Oberfläche niederzuschlagen oder zurückzuhalten. Von den verschiedenen für diesen Zweck in Frage kommenden Materialien seien in erster Linie Mangansuperoxyd oder die manganige Säure erwähnt. Auch andere Stoffe, wie z. B. viele Metalloxyde, insbesondere das Eisenoxyd, in geringerem Masse auch die Karbonate der Erdalkalien zeigen diese Eigenschaft.

   Diese   natürlich   vorkommenden oder künstlich erzeugten Stoffe können entweder in pulverigem, körnigem oder in einem auf künstlichem Wege geformten 

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 Zustande oder auch auf feste Körper (wie z. B. Sand, Bimsstein, Tuffe, auf natürliche   oder künstliche   Zeolite) niedergeschlagen zur Anwendung kommen. Diese Stoffe können entweder allein oder in Mischung mit filtrierenden Körpern, wie Sand, Kalkstein, Asbest u. dgl., verwendet werden. 



   Welche Art der Anordnung auch immer gewählt werden mag, ist es grundsätzlich erforderlich, dass in dem Wasser, welches die erwähnten Metallsalze ausscheidende Stoffe   durchströmt,   während des ganzen Durchflusses ein Überschuss an freiem oder wirksamen Chlor verbleibt, welcher erst beim Passieren durch das kohlenstoffhlatige Material beseitigt wird. 



   Sobald die Menge der ausgeschiedenen Metallverbindungen jenen Grad erreicht hat, welcher die Durchlässigkeit für das Wasser behindern würde, wird in bekannter Weise entgegengesetzt der normalen 
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   Schwermetallsalze   bestimmten Stoffe wieder genügend durchlässig gemacht. 



   Bei der Durchführung der vorbeschriebenen Massnahmen hat sich mitunter noch ein weiterer Übelstand gezeigt, der im folgenden besteht : Durch die hydrolytische Dissoziation der oxydierten Schwermetallsalze und beim Niederschlagen der Schwermetallsalze auf die erwähnten Stoffe wird die dem Anion entsprechende an das Schwermetall gebundene Säure frei, wodurch eine Erhöhung der Wasserstoffionenkonzentration eintritt. So bildet sich beispielsweise infolge der oxydierenden Wirkung des Chlors und der hydrolytischen Spaltung aus dem Ferrobikarbonat das Ferrihydroxyd neben Kohlensäure, aus dem Ferrosulfat das Ferrihydroxyd neben Schwefelsäure und aus den analogen Mangansalzen die gleichen Säuren neben Mangansuperoxydhydrat. Durch die Erhöhung der Wasserstoffionenkonzentration wird aber die aggressive Wirkung des Reinwassers auf das Wasserleitungsnetz erhöht.

   Zur Vermeidung dieses Übelstandes kann man in bekannter Weise die   Sehwermetall   abscheidenden Stoffe oder das Kohlenstoffmaterial mit Säure bindende Stoffe, wie Kalkstein, Kreide, Marmor u. dgl., vermischen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Keimbefreiung von Wasser nach dem Patente Nr.   125497,   dadurch gekennzeichnet, dass das strömende Wasser nach dem kontinuierlichen Zusatze   eines Überschusses   an freiem oder wirksamem Chlor und vor dem Passieren über die im wesentlichen aus Kohlenstoff bestehende Masse, welche zur Umwandlung des noch vorhandenen Überschusses an freiem oder wirksamem Chlor in das Chlorion dient, vorerst über solche in Wasser unlösliche, gegen freies oder wirksames Chlor widerstandsfähige Körper fliessen gelassen wird, welche die Eigenschaft besitzen, in Wasser gelöste Eisen-, Mangan-oder sonstige Schwermetallsalze an ihrer Oberfläche als in Wasser unlösliche Schwermetallverbindungen niederzuschlagen oder diese zurückzuhalten.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Ausscheidung der Eisen-, Mangan-oder sonstiger Schwermetallsalze dienenden Stoffe mit filtrierenden Stoffen, wie Sand, Kalkstein, Asbest u. dgl., gemischt werden.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass vor den zur Ausscheidung der Schwermetallverbindungen dienenden Stoffe poröse, filtrierende Körper angeordnet werden.
AT137868D 1926-09-24 1928-06-09 Verfahren zur Keimbefreiung von Wasser. AT137868B (de)

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FR626817T 1926-12-28
BE338253T 1926-12-31
CS35429X 1927-06-13

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GB286338A (en) 1928-03-05
FR35429E (fr) 1930-03-08
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