DE289494C - - Google Patents
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- DE289494C DE289494C DENDAT289494D DE289494DA DE289494C DE 289494 C DE289494 C DE 289494C DE NDAT289494 D DENDAT289494 D DE NDAT289494D DE 289494D A DE289494D A DE 289494DA DE 289494 C DE289494 C DE 289494C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B28—WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
- B28B—SHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
- B28B11/00—Apparatus or processes for treating or working the shaped or preshaped articles
- B28B11/24—Apparatus or processes for treating or working the shaped or preshaped articles for curing, setting or hardening
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf ein stetiges Verfahren und auf Einrichtungen zur Nachbehandlung
frisch* mit hydraulischen Bindemitteln hergestellter Kunststeine und Platten, vornehmlich von solchen, die in bekannter
Weise aus einer Mischung von Zement, Sand und vorbehandelten bzw. imprägnierten Holzabfällen
erzeugt werden. Doch kann die Erfindung natürlich auch bei der Herstellung
der aus anderen Rohstoffen zu erzeugenden Baumaterialien sinngemäß angewendet werden,
sofern sie einem. Abbindeprozeß unterliegen.
Die bisherigen Anlagen zur Erzeugung von mit hydraulischen Bindemitteln hergestellten
1S Kunststeinen weisen eine Reihe von Mängeln,
wie beispielsweise den der periodischen Beschickung,
auf und sind häufig an anderweitige Betriebe gebunden, -die eine billige Wärmequelle
liefern. Dagegen ermöglicht vorliegende Erfindung bei voller Unabhängigkeit von anderen
Betrieben und bei größter Wirtschaftlichkeit <durch Regelung des vereinigten Abbinde-
und Erhärtungsvorganges in stetiger Folge sowohl ieine Abkürzung des Erzeugungsprozesses
a5 als auch völlige Gleichmäßigkeit der Fertigwaren.
Das neue Verfahren, ,bei ,dem in bekannter
Weise -ein. von den Kunststeinen durchwanderter Kanal und wasserdampfhaltige Gase als
Abbindemittel verwendet werden, erfolgt, indem die frischen Formlinge aus dem Stampfbzw.
Preßraum in dem vorderen Teil des Kanals unter besonderer Zuführung von Dampf einem stetig von hinten nach vorn geleiteten,
warmen Luft- oder Gasstrom und in dem hinteren Teil des , Kanals einem wärmeren,
trocknen, stetig von hinten nach vorn gehenden Luft- oder Gasstrom ausgesetzt werden.
In der Zeichnung ist in Fig. ι ,ein lotrechter
Längsschnitt und in Fig. 2 ein w.age- 4<> rechter Längsschnitt durch den Kanal mit
seinen Abteilungen dargestellt, und ,zwar sind mit A der Abbinderaurri, mit B der Darrraum, mit C und D zwei Schleusenkammern,
mit E eine Umleitung, mit F .die Erhitzungs- 4S
kammern, mit G die Heizanlage, mit H ,die
Ventilatoren und mit / der Preßraum bezeichnet.
Die beiden Räume, Abbinde- und Darraum, bilden zusammen einen langen Kanal, auf
dessen Gleisen die Gerüstwagen fahren. Der Kanal ist an beiden Enden durch je eine
Luftkammer C bzw. D abgeschlossen, von denen jede so groß ist, daß sie einen oder
nach Bedarf mehrere Wagen aufnehmen kann. Der Boiden des Kanals ist gegen den Darrraum
zu abfallend (etwa 2 pro Mille), wodurch das Fortbewegen der Wagen erleichtert wird.
Irri Abbinderaum weist 4er Boden an mehreren Stellen beliebig regelbare Dampf auslasse
auf, um so nach Wunsch eine größere oder geringere Dampfmenge auf beliebige Gruppen
der Formlinge einwirken lassen zu können.
Über dem Abbinderaum A befindet sich eine Umleitung E, ,die in den Raum eines am tiefliegenden
Ende des Abbinderaumes angeordneten Lufterhitzers mündet. Der letztere besteht
aus einer Erhitzungskammer, deren Heizrohre F z. B. durch Dampf (Abdampf)
erhitzt und aus der nahen Heizanlage gespeist
werden. Vor der Erhitzungskammer befindet sich ein Lüfter H, der die Luft aus der Umleitung
ansaugt und nach dem Heizkörper drückt, von wo sie angewärmt in den unteren
Abbinderaum strömt, um dann wieder in die Umleitung einzutreten. Die Umleitung ist an
geeigneten Stellen mit dem unteren Abbinderaum durch Öffnungen verbunden, die durch
Schieber, Jalousien oder sonstwie abgeschlossen
ίο werden können. Sind die Schieber geöffnet,
so wird ein Teil der Abbinderaumluft durch die Schieberöff nun gen nach dem Lüfter strömen,
wodurch die durch das vordere kalte Ende des Kanals strömende Luftmenge verringert
wird. Auf diese Weise kann am Anfang des Abbindeprozesses eine langsamere Erhitzung
erzielt werden. Der an den Abbinderaum sich unmittelbar anschließende Darraum ist
mit Heizrohren oder sonst einer Heizanlage versehen oder mit einer solchen in Verbindung
und weist ebenfalls einen Lüfter H auf, der im Darraum einen Überdruck gegen den Abbinderaum
zu schaffen hat.
Die Wagen sind in bekannter Weise einzurichten, am besten so, daß die Formlinge von
der Seite und auf eigenen durchbrochenen Unterlagen — Rosten — eingeschoben werden
können, so daß auch an der Unterseite die feuchte warme Luft nach Möglichkeit Zutritt
erlangen kann. Aus dem Abbinderaum gelangen die Wagen unmittelbar in den Darrraum,
wo die bereits abgebundenen Formlinge einem Austrocknungs- und Erhärtungsprozeß unterworfen werden, wobei der Arbeitsvorgang
wieder nach dem Gegenstromgrundsatze zu erfolgen hat. Da dieser Vorgang in der Regel
viel schneller erfolgen kann als der Abbindeprozeß, beansprucht der Darraum eine geringere
räumliche Ausdehnung als der Abbinderaum, dagegen jedoch größere Geschwindigkeiten
des durchströmenden heißen Luftstromes. Die sich mit Wasserdampf sättigende Luft kann mit Vorteil zur Beförderung
des Abbindevorganges verwendet werden, indem sie durch das die Räume A und B
trennende Schiebertor oder Jalousietor in den Abbinderaum gedrückt, bzw. durch einen
eigenen Leitkanal vor den ersten Lüfter H geführt und von diesem abgesaugt wird. Der
Abbinderaum A hat zweckmäßig einen Luftauslaß zum Arbeitsraum /hin. Die Verwendungsart
der Luftkammern am Anfang xmd Ende des Schlauches liegt auf der Hand, sie
ergibt Heizersparnisse namentlich in kalter Jahreszeit.
Durch die beschriebene Anlage werden die nachstehenden Vorteile erzielt: 1. Unabhängigkeit
von anderen Betrieben, 2. stetiger Arbeitsvorgang statt eines absetzenden, 3. Regelbarkeit
des Arbeitsvorganges einerseits durch Änderung der Geschwindigkeit der beiden Luftströme, anderseits durch wahlweises Öffnen
und Schließen der Dampfauslässe sowie der Öffnungen zwischen Abbinderaum Und Umleitung,
weiter durch Änderung der Geschwindigkeit des die Heizkörper durchströmenden Dampfes, 4. größte Wirtschaftlichkeit und
große Leistungsfähigkeit des Betriebes bei verhältnismäßig geringen Anlagekosten.
Claims (4)
1. Verfahren der Nachbehandlung frisch mit hydraulischen Bindemitteln hergestellter
Kunststeine in einem von den Künststeinen durchwanderten Kanal unter Verwendung
wasserdampfhaltiger Gase, dadurch gekennzeichnet, daß die Formlinge
in dem vorderen Teil (A) des Kanals unter besonderer Zuführung von Dampf einem
stetig von hinten nach vorn geleiteten warmen Luft- oder Gasstrom und in dem
- hinteren Teil (B) des Kanals einem wärmeren,
trockenen, stetig von hinten nach vorn gehenden Luft- oder Gasstrom ausgesetzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der feuchten
Schwaden des Trockenraumes durch Öffnungen im Trennungsschieber von dem Luft- oder Gasstrom im Abbinderaum (A)
angesaugt wird.
3. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet
durch eine über oder neben dem durch Schieber unterteilten Ärbeitskanal liegende Einrichtung zur Erzeugung von
Dampf und Vorwärmung von Luft oder Gas, deren neben oder über dem Trockenraum
(B) liegender Dampferzeuger (G) den Dampf an Heizkörper (F) zur Erwärmung
des am hinteren Ende des Trockenraumes (B) angesaugten Trockenmittels abgibt,
von wo der Dampf in vordere Heizkörper (F) zur Erwärmung des in dem Abbinderaum
(A) und in einer Umleitung (E) mittels einer am Ende der letzteren vor
dem Heizkörper stehenden Luftschleuder (H) erzeugten Kreisstromes und aus diesen
Heizkörpern schließlich in eine am Boden des Abbinderaumes befindliche Auslaßleitung
mit regelbaren Auslässen strömt.
4 Ausführungsform der Umleitung (E), dadurch gekennzeichnet, daß die Trennungswand zwischen ihr und dem Abbinderaum
(A) in Abständen liegende, beliebig verschließbare
Öffnungen hat.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
| AT191305516X | 1912-03-18 | ||
| FR457017T | 1913-03-08 |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE858655C (de) * | 1948-10-02 | 1952-12-08 | Gerhard Dipl-Ing Junge | Verfahren zur Betonhaertung durch Waermebehandlung |
| DE1061676B (de) * | 1953-03-09 | 1959-07-16 | Johannes V Fehrn | Anlage zum Haerten von kalkgebundenen Kunststeinen in Dampf |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL9500136A (nl) * | 1995-01-25 | 1996-09-02 | Elten Systems Bv | Werkwijze en inrichting voor het verharden van platen of andere gevormde voorwerpen uit vezels of spaanvormige deeltjes met cement als bindmiddel. |
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1913
- 1913-03-05 GB GB191305516D patent/GB191305516A/en not_active Expired
- 1913-03-08 FR FR457017A patent/FR457017A/fr not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE858655C (de) * | 1948-10-02 | 1952-12-08 | Gerhard Dipl-Ing Junge | Verfahren zur Betonhaertung durch Waermebehandlung |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| GB191305516A (en) | 1913-05-22 |
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