DE288584C - - Google Patents

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DE288584C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/07Preparation of halogenated hydrocarbons by addition of hydrogen halides
    • C07C17/08Preparation of halogenated hydrocarbons by addition of hydrogen halides to unsaturated hydrocarbons

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■- JVi 288584 KLASSE 12 o. GRUPPE
Zusatz zum Patent 278249.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. September 1913 ab. Längste Dauer: 10. Oktober 1927.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Anlagerung von Halogenwasserstoffsäuren an Acetylen. Die Erfindung stellt eine Ausbildung des durch Patent 278249 geschützten Verfahrens dar.
Es ist bereits bekannt, daß man mit Hilfe von Katalysatoren Halogenwasserstoffsäuren an Acetylen anlagern kann.
Es wurde nun gefunden, daß es in gegebenen Fällen besondere Vorteile bietet, die Katalysatoren in gelöstem oder suspendiertem Zustand anzuwenden.
Nimmt man z. B. Quecksilbersalze als Katalysatoren, so kann man beispielsweise Essigsäure, Aceton, Methyläthylketon und viele andere Substanzen, vor allem aber auch Wasser als Lösungsmittel verwenden. Während es sich für das Verfahren des Hauptpatents nicht als vorteilhaft erwiesen hat, die reagierenden Gase abwechselnd statt gleichzeitig mit dem Katalysator in Berührung zu bringen, empfiehlt sich dies für den Fall der Anwendung gelöster bzw. suspendierter Katalysatoren; denn weil alle diese Lösungsmittel auch Halogenwasserstoffe in reichlicher Menge aufnehmen, so ist es nicht nötig, Acetylen und Halogenwasserstoff gleichzeitig über bzw. durch den Katalysator zu leiten, sondern man kann z. B. von wäßriger Salzsäure ausgehen und diese nach Zusatz von etwas Quecksilberchlorid in einem gewöhnlichen Gefäß oder in Rühr-, Schütteloder Rieselapparaten o. dgl. so lange mit Acetylen behandeln, bis der Chlorwasserstoff zum größten Teil verbraucht ist. Hierauf wird die Lösung von neuem mit Salzsäure nachgesättigt usf.
An Stelle gelösten Quecksilberchlorids kann man mit ähnlichem Erfolge auch Suspensionen, z. B. eine solche von Quecksilberchlorür, verwenden. Die Temperatur hält man zweckmäßig einige Grade unter dem Siedepunkt des Lösungsmittels. Das Nachsättigen kann mit gasförmiger oder auch mit wäßriger Salzsäure erfolgen. In letzterem Falle ist natürlich dafür Sorge zu tragen, daß das überschüssige Wasser abdestillieren kann.
Unter Umständen ist es vorteilhaft, das Acetylen so rasch durch die Flüssigkeit zu leiten, daß sich nur ein Teil desselben umsetzt, und den Überschuß von· neuem zu verwenden, nachdem die entstandenen Additionsprodukte durch Abkühlen, Kompression oder Absorption in hierzu geeigneten Lösungsmitteln oder durch eine Kombination der genannten Abscheidungsverfahren entfernt worden sind.
Das auf diese Weise zurückgewonnene Acetylen kann dann in einen zweiten Reaktionsraum eingeleitet oder wieder in den ersten zurückgeleitet werden.
Will man den Katalysator in gelöstem oder suspendiertem Zustand anwenden, ohne auf die Vorteile einer kontinuierlichen Reaktion zu verzichten, so kann man natürlich auch hier die beiden Gase (Acetylen und Halogenwasserstoff) zugleich in die Flüssigkeit leiten.
Hat man nun hierbei, wie es in der Tech-
nik meist der Fall sein wird, keinen iooprozentigen Halogenwasserstoff zur Verfügung, so wird man, um das Acetylen nicht unnötigerweise durch die im Halogenwasserstoff enthaltenen Fremdgase zu verdünnen, zweckmäßig den Halogenwasserstoffabsorptionsraum vom eigentlichen Reaktionsraum trennen, z. B. in der Weise, daß man mit zwei Gefäßen arbeitet, deren Gasräume voneinander getrennt
ίο sind, während die Flüssigkeitsräume miteinander kommunizieren. In dem einen Gefäß vollzieht sich die Halogenwasserstoffabsorption, im andern die Reaktion mit dem Acetylen. Das Zirkulieren der Flüssigkeit in den beiden Gefäßen kann durch eine Pumpe, durch Ausnutzen der verschiedenen Temperatur und der verschiedenen Dichte in den beiden Gefäßen oder auf andere geeignete Weise bewirkt werden.
Man kann die Reaktion auch vorteilhaft unter Druck ausführen. Hierdurch hat man den doppelten Vorteil, daß durch den Druck einmal die Lösungsgeschwindigkeit des Acetylens vergrößert wird, während außerdem die Reaktion bei höherer Temperatur gegebenfalls über dem Siedepunkt, der Lösung ausgeführt werden kann.
Beispiel.
In einem Rühr-, Schüttel- oder Rieselgefäß befindet sich nicht ganz konzentrierte, wäßrige Salzsäure, der man etwas Quecksilberchlorid zugesetzt hat. . Durch die auf 80 bis 90 ° gehaltene Flüssigkeit wird ein ziemlich rascher Acetylenstrom geleitet. Das reichlich sich bildende Chlorvinyl wird dem Gasstrom durch Abkühlung, Kompression oder Absorption oder kombinierte Anwendung dieser Abscheidungsmöglichkeiten entzogen, worauf das unangegriffene Acetylen in das Reaktionsgefäß zurückgeleitet wird. Das Nachsättigen der Salzsäure erfolgt zweckmäßig kontinuierlich entweder derart, daß man flüssige Salzsäure zuführt, deren überschüssiges Wasser bei der Reaktionstemperatur abdestilliert, oder derart, daß man gasförmige Salzsäure in der in der Beschreibung geschilderten Weise einleitet.
Es ist bereits bekannt, Acetylen dadurch in Aldehyd überzuführen, daß man dasselbe in eine kochende, wäßrige Lösung von Quecksilbersalz einleitet, welcher man von Zeit zu Zeit ein wenig Salzsäure zusetzt, wobei der Salzsäuregehalt der Lösung unter 0,1 Prozent bleiben muß. Es ist mithin für das Gelingen des vorliegenden Verfahrens zur Darstellung der Halogenwasserstoff additionsprodukte des Acetylens wesentlich, daß bei Verwendung wäßriger Salzsäure stets ein höherer Gehalt von Chlorwasserstoff in der Lösung anwesend ist, dessen untere Grenze bei 5 Prozent liegt.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Abänderung des durch Patent 278249 geschützten Verfahrens zur Darstellung der Halogenwasserstoffadditionsprodukte des Acetylens durch Äufeinanderwirken von Acetylen und Halogenwasserstoff in Gegenwart von Katalysatoren, dadurch gekennzeichnet, daß man die Komponenten mit gelösten oder suspendierten Katalysatoren in Berührung bringt mit der Maßgabe, daß bei Verwendung von wäßrigen Katalysatorlösungen ein größerer Gehalt von Halogenwasserstoff (mindestens 5 Prozent) in der Lösung anwesend sein muß. ,
  2. 2. Abänderung des in Patentanspruch 1 beschriebenen Verfahrens, darin bestehend, daß die reagierenden Gase nicht gleichzeitig, sondern abwechselnd mit dem Katalysator in Berührung gebracht werden.
  3. 3. Abänderung des Verfahrens nach Patentansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die reagierenden Gase gleichzeitig, jedoch an verschiedenen Stellen des Reaktionsraumes mit dem Katalysator in Berührung gebracht werden.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE762845C (de) * 1939-11-11 1953-03-23 Consortium Elektrochem Ind Verfahren zur Herstellung von Acrylnitril
DE764595C (de) * 1939-02-14 1953-11-02 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Herstellung von 1-Oxy-2-chlorpropen-2
DE910410C (de) * 1939-07-20 1954-05-03 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von Vinylchlorid

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