DE288439C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE288439C DE288439C DENDAT288439D DE288439DA DE288439C DE 288439 C DE288439 C DE 288439C DE NDAT288439 D DENDAT288439 D DE NDAT288439D DE 288439D A DE288439D A DE 288439DA DE 288439 C DE288439 C DE 288439C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- block
- longitudinal axis
- during casting
- compressed
- cross
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21J—FORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
- B21J1/00—Preparing metal stock or similar ancillary operations prior, during or post forging, e.g. heating or cooling
- B21J1/04—Shaping in the rough solely by forging or pressing
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Metal Rolling (AREA)
Description
KAISERLICHES A
PATENTAMT.
Stehend gegossene Blöcke werden bis jetzt unmittelbar in der Richtung ihrer Längsachse
zum Fertigerzeugnis ausgewalzt; nach der Erfindung geschieht dies nicht mehr, sondem
sie erhalten eine bisher nicht bekannte, ihre Form ändernde Vorbehandlung, durch
die erreicht wird, daß die Folge der. Gefügeoder Sortenschichten beim Walzen dieselbe
Lage behält, wie im stehend gegossenen Block.
ίο Bei den nach' den bisher bekannten Verfahren
erzeugten Eisenbahnschienen und anderen langen Walzstäben besitzen die mit ihrer Längsachse stehend gegossenen Blöcke
an ihrem während des Gießens unteren Ende nach dem Erkalten meist ein fehlerfreies,
dichtes Gefüge, dagegen zeigt bereits der mittlere Teil des Blockes Blasen und Saigerungen,
und das obere Ende enthält diese Fehler in noch bedeutenderer Menge und außerdem auch
'noch Schlackenteilchen und sonstige Fremdkörper, besonders aber die bekannten Schwin-'
dungshohlräume (Lunker). Diese Gußblöcke werden bisher unmittelbar in der Richtung
ihrer Längsachse zu den fertigen Stäben ausgewalzt, und infolgedessen sind die Walzstäbe
nicht in ihrer ganzen Länge von einem Ende bis zum anderen von einem gleichen Gefüge,
sondern jeder Stab ist an dem einen Ende fehlerfrei und dicht, er wird dann immer
schlechter, und gegen das andere Ende zu ist das Material — selbst nach dem Wegschneiden
eines die zusammengedrückten Schwindungshohlr,äume enthaltenden Endstückes —
von bedeutend schlechterer Beschaffenheit als an dem ersteren Ende.
Ist diese Ungleichmäßigkeit des Gefüges, z. B. bei Eisenbahnschienen, bereits im mittleren
Teile der Schiene vom großem Nachteil, wegen der ungleichen Abnutzung des Fahrkopfes,
so ist dieser Nachteil noch viel größer an den Enden der Schienen (an den Schienenstößen).
Bei dem Einbau der Schienen in den Gleisstrecken stoßen dann nur selten zwei gleich gute
Schienenenden zusammen; meist stoßen entweder zwei schlechtere Enden zusammen,
oder ein besseres und ein schlechteres Ende. Dies hat zur Folge, daß sich die Fahrköpfe
an dem Zusammenstoß je zweier Schienen ungleich abnutzen und hierdurch die bekannten
Nachteile an den Schienenstößen entstehen.
Der ErfinÖung gemäß wird dieser Nachteil dadurch vollständig sicher beseitigt, daß nach
dem an sich bekannten Wegschneiden des oberen, die Schwindungshohlräume und Unreinigkeiten
enthaltenen Endes der Block in der Richtung seiner während des Gießens senkrechten
Längsachse gestaucht und zugleich in einer dazu senkrechten Richtung ausgereckt wird,
bis die während des Gießens senkrechte Längsachse des gegossenen Blockes zu einer Querschnittsachse
des gestauchten und ausgereckten Blockes geworden ist, und letzterer einen solchen
Querschnitt und eine solche Länge erreicht hat, daß er in den Blockwalzen oder
in den Vorstreckwalzen weiter ausgereckt wer-
den kann. Durch diese Behandlung wird also der Block in eine Gestalt gebracht, welche
es ermöglicht, ihn unter Beibehaltung der Schichtenlage durch die Walzen zu schicken.
Nebensächlich wird bei dieser Formgebung auch eine gewisse Verdichtung des Gefüges
erreicht, wie sie bei allen unter Anwendung . von Druck arbeitenden Formgebungsarbeiten,
■■'■' mag der Druck durch Pressen oder durch
10' Walzen ausgeübt werden, erzielt wird.
Nach diesem Verfahren hergestellte Eisenbahnschienen und sonstige Walzstäbe sind in
ihrer ganzen Länge, von einem Ende bis zum anderen, in jedem Querschnitt von gleich guter
Beschaffenheit, weil in allen Querschnitten die Metallschichten in gleicher Weise übereinander
Hegen. Dabei kann, z. B. bei Eisen-
• bahnschienen, der während des Gießens untere Teil des Blockes ausschließlich für den Fahrkopf
bestimmt und verwendet werden.
Das vorstehend beschriebene Verfahren findet auch mit großem Vorteil bei der Herstellung
von Eisenbahnschienen und anderen Walzstäben aus Verbundblöcken Anwendung.
In diesem Falle wird bei den Verbundblöcken zuerst der für den Schienenfahrkopf
bestimmte harte Stahl in die stehende Gußform gegossen und hierauf die aus weichem,
zähen Flußeisen bestehende Metallschicht; diese 'Schichten behalten dann sowohl während der
vorformenden Behandlung durch Stauchen, als auch während der weiteren Formgebung
und der Fertigformung durch Walzen ihre gegenseitige Lage bei.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung von Eisen-■ bahnschienen und sonstigen Walzstäben, . Platten, Bändern u. dgl. aus mit stehen- * der Längsachse aus einer oder aus mehreren verschiedenen Metallsorten gegossenen Blöcken, dadurch gekennzeichnet, daß nach. : dem an sich bekannten Wegschneiden des während des Gießens oberen, die Schwin- , dungshohlräume enthaltenden Blockendes der Hauptteil des Blockes in der Rieh-, tung seiner während des Gießens senk- ·:■ rechten Längsachse gestaucht und zugleich in der dazu senkrechten Richtung aus- : gereckt wird, bis die während des Gießens senkrechte Längsachse des gegossenen Blokkes zu einer Querschnittsachse des gestauch-"ten und ausgereckten Blockes geworden ist und letzterer eine solche Länge und • einen solchen Querschnitt erlangt hat, daß er in die Blockwalze oder in die Vorstreckwalze eingebracht und dann weiter bis zum Fertigerzeugnis ausgewalzt werden kann. .·,.·
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE288439C true DE288439C (de) |
Family
ID=543564
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT288439D Active DE288439C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE288439C (de) |
-
0
- DE DENDAT288439D patent/DE288439C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3424276C2 (de) | ||
| DE2733276A1 (de) | Verfahren bei stranggiessen von staehlen und metallegierungen mit seigerungsneigung und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens | |
| DE1602127A1 (de) | Verfahren zur Beseitigung bzw. Verringerung von Innenfehlern bei Halbzeug,insbesondere bei gegossenen Bloecken,Brammen,Knueppeln u.dgl. | |
| DE920362C (de) | Verfahren und Anlage zur Herstellung von Metall-Halbfabrikaten ver-schiedener Art (Draehte, Barren, Stangen, Platten, Baender, Bleche od. dgl.) | |
| DE288439C (de) | ||
| DE2717886A1 (de) | Verfahren zur herstellung eines metallkoerpers sowie dabei auftretendes zwischenprodukt | |
| DE2420347A1 (de) | Verfahren zur herstellung von kupfermaschinendraht | |
| DE3002347A1 (de) | Neues gusstahlprodukt und verfahren zu seiner herstellung | |
| DE277292C (de) | ||
| DE298717C (de) | ||
| DE168572C (de) | ||
| AT368416B (de) | Verfahren zur herstellung von makroseigerungsarmen straengen | |
| DE199720C (de) | ||
| DE547564C (de) | Verfahren zur Herstellung lunkerfreier Metallbarren | |
| DE379371C (de) | Herstellung von stabfoermigen Formstuecken | |
| DE809089C (de) | Verfahren zur Herstellung von Bloecken und Hohlkoerpern durch Verbundguss | |
| AT250594B (de) | Verfahren zur Herstellung von Blöcken aus Verbundgußstahl durch Kernlegieren | |
| DE1433032A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen gewalzter Metallerzeugnisse aus geschmolzenem Material | |
| DE1758560A1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines heissverformten Produktes auf Aluminiumbasis | |
| DE94004C (de) | ||
| DE2035251A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Vorma tenal gleichmaßigen Querschnitts aus Me tall, insbesondere Stahl | |
| AT92775B (de) | Verfahren zur Herstellung gelochter Metallrohrblöcke für die Herstellung nahtloser Rohre. | |
| DE675093C (de) | Verfahren zum Herstellen von Dauergiessformen fuer Formgussstuecke | |
| DE2652943A1 (de) | Verfahren und anlage zur erzeugung flacher, horizontal liegender stahlbloecke mit groesserer breite als hoehe | |
| AT295765B (de) | Kokille zum Herstellen von Hohlblöcken aus Metall oder Metallegierungen |