DE287201C - - Google Patents
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- DE287201C DE287201C DE1915287201D DE287201DD DE287201C DE 287201 C DE287201 C DE 287201C DE 1915287201 D DE1915287201 D DE 1915287201D DE 287201D D DE287201D D DE 287201DD DE 287201 C DE287201 C DE 287201C
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- Expired
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01B—MEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
- G01B5/00—Measuring arrangements characterised by the use of mechanical techniques
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 287201-KLASSE 42 b. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. Januar 1915 ab.
Es ist bekannt, daß bei mit Schiebersteuerung versehenen Dampfmaschinen die genaue
Einstellung des Schiebers zur Symmetrieebene des Schieberspiegels große Mühe und Zeitaufwand
erfordert. Die genaue Einstellung der Schieber ist insbesondere bei Lokomotiven
schwierig, weil diese zur Erzielung der einzelnen charakteristischen Lagen der Steuerungsteile
von Hand aus hin und her geschoben werden müssen, was einen großen Zeitaufwand und daher auch große Kosten erfordert,
da hierzu außer dem Werkmeister oder Partieführer, der die jeweils angezeigten Stellungen
der Schieber abzulesen hat, noch vier bis sechs Mann benötigt werden, um die Lokomotive
in die zur Untersuchung der Schieberbewegung erforderlichen Kurbeltotlagen zu
bringen.
Die vorliegende Erfindung hat nun eine Vorrichtung zum Gegenstande, mittels derer
es ermöglicht ist, die Übereinstimmung der Symmetrieebene des Schieberweges mit der
Symmetrieebene des Schieberspiegels ohne Schwierigkeiten und besonderen Zeitaufwand
genau und einwandfrei zu kontrollieren bzw. bei Nicht Vorhandensein dieser zu fordernden
Übereinstimmung die Größe der Abweichung festzustellen, ohne die Maschine in bestimmte
Steuerungslageh zu bringen. Die neue Vorrichtung
besteht darin, daß auf einer in geeigneter Weise am Schieberspiegel oder an
! einer anderen passenden Stelle außerhalb des Schieberkastens befestigten Gleitschiene zwei
Schieber angeordnet sind, zwischen denen ein am Schieberrahmen in dessen Längsmitte bzw.
an der Schieberschubstange in einem dem Abstand der Schiene zur Schieberspiegelachse
entsprechenden Abstand befestigter Arm eingreift, der bei einer ein- oder mehrmaligen
Umdrehung der das Antriebsorgan (Exzenter) tragenden Welle die beiden Schieber der Vorrichtung
in einem der Schieberbewegung entsprechenden Maße auseinanderschiebt, so daß durch die Ausschläge der beiden Schieber von
der Mittellage aus die eventuelle Abweichung der Schieberbewegung von der zu fordernden
Symmetrie erkannt und durch Abmessen der beiderseitigen Abstände der Schieber von der
Mittellage bzw. durch Ablesen derselben an einer an der Schiene vorgesehenen Skala festgestellt
werden können, wonach durch entsprechendes Verlängern oder Verkürzen der Schieberschubstange bzw. der Exzenterstangen
der konstatierte Fehler behoben wird. .
In der Zeichnung ist diese Einrichtung an einem Flachschieber in einer beispielsweisen
Ausführungsform dargestellt. Fig. 1 zeigt den Schieberspiegel mit dem auf ihm angebrachten
Lineal in Draufsicht; die Fig. 2 und 3 zeigen einen Längs- und Querschnitt nach der
Fig. i, während Fig. 4 den leeren Schieberrahmen mit dem an ihm angebrachten Arm
darstellt. Die Fig. 5 und 6 zeigen den Arm und dessen Befestigung in größerem Maßstab
in Seitenansicht und Vorderansicht bei teilweisem Schnitt; die Fig. 7· und 8 stellen hierzu
gehörige Einzelheiten dar.
In den Fig. 1 bis 3 sind mit 1 und 2 die
Einströmkanäle und mit 3 der Auspuffkanal bezeichnet. Im letzteren ist der eine Teil
der Vorrichtung, nämlich das Lineal, mit den Schiebern befestigt. Zu diesem Zwecke ist
das Lineal 4 an einem Träger 5 angebracht, der an seinen Enden zwei mit Körnern versehene
Gegenschrauben 6, 7 bzw. 6', 7' trägt, mittels welcher er bzw. das Lineal 4 im Auspuffkanal
3 festgeklemmt wird. Das Lineal 4 ist mit zwei von der Mitte ausgehenden, miteinander
korrespondierenden Skalen sowie mit zwei nach dem gezeichneten Ausführungsbeispiel
zu Nonien ausgebildeten Schiebern 8 und 8' versehen, die am Lineal 4 mittels
Schwalbenschwanzführung 9 (Fig. 3) geführt sind. Dieser Linealmaßstab wird unter entsprechender
Berücksichtigung der Ausdehnung der Schieberschubstange durch die Wärme symmetrisch zur Quersymmetrieebene des Schieberspiegels
eingestellt. Hierzu bedient man sich der an den Nonienschiebern vorgesehenen Nasen 10 und 10', mit welchen die Schieber 8
und 8' bis zu den Außenkanten der Kanäle 1 und 2 geschoben werden. Sodann wird das
Lineal 4 mittels der Schrauben 6, 7 und 6', 7' so eingestellt, daß der vordere Schieber, z. B. 8,
auf der Skala des Lineals 4 um etwa 0,5 bis 1,5 mm mehr anzeigt als der hintere Schieber
8'; dadurch wird der Ausdehnung der Schieberstange Rechnung getragen. Der zweite
Teil der Vorrichtung besteht aus einem Arm 11, der an dem leeren Schieberrahmen 12 befestigt
ist und mit seinem freien Ende zwisehen die beiden Schieber 8, 8' eingreift (Fig. 2
und 3). Der Arm 11 sitzt auf einer mit
Klemmbacken 13 und 13' versehenen Spannschraube 14, 15, mittels welcher er am Schieberrahmen
12 festgeklemmt und genau in die Mitte des · Schieberrahmens eingestellt wird
(Fig. 4). Zu diesem Zweck besteht die Spannschraube 14, 15 (Fig. 6) aus einer mit der
Backe 13' aus einem Stück bestehenden Hülse 14 und einem mit einer Spannmutter 18 gegen
die Hülse 14 sich stützenden, mit der Backe 13 versehenen und mit seinem Ende in die
Hülse 14 lose hineinragenden Schraubenbolzen 15, auf welchem der Arm 11 mittels zweier
Muttern 16, 17 einstellbar ist. Die Einstellung
des Armes erfolgt in der Weise, daß die beiderseitigen Abstände desselben von den
Innenkanten des Rahmens abgemessen und miteinander verglichen werden und bei Vorhandensein
einer Differenz zwischen den beiden Abständen der Arm 11 mittals der Muttern
16 und 17 auf der Schraube 15 so lange
verstellt wird, bis die Differenz behoben ist. Zweckmäßig wird die Vorrichtung mit mehreren
Backenhülsen 13', 14 verschiedener Länge versehen, so daß durch Austausch einer Hülse
13', 14 gegen eine längere oder kürzere die
Spannschraube bei Anwendung eines einzigen Schraubenbolzens 13,15 für verschiedene Schieberdimensionen
verwendbar ist. Zu demselben Zwecke ist auch die Schiene 4 am Träger 5 auswechselbar angebracht.
Ist nun die Vorrichtung in der vorbeschriebenen Weise montiert, so wird bei vollständig
montierter äußerer Steuerung die Antriebswelle ein- oder mehreremal gedreht, wobei die beiden
Nonienschieber 8 und 8' durch den Arm 11 bei der hin und her gehenden Bewegung
des Schieberrahmens 12 mitgenommen und auf der Schiene 4 verschoben werden. Der Schieberrahmen
muß nun so lange in seiner Stellung gegenüber dem Schieberspiegel geändert
werden, bis die Endstellungen der beiden Nonienschieber auf der Schiene 4 gleiche Ausschläge
vom Mittel aus ergeben, wodurch die Gewähr geboten ist, daß nach erfolgter Entfernung
der Vorrichtung der sonach in den Rahmen 12 eingesetzte Steuerungsschieber sich
auf dem Schieberspiegel symmetrisch bewegt und somit eine richtige Dampfverteilung bewirkt.
Es ist ohne weiteres einleuchtend, daß die Vorrichtung insbesondere bei Anwendung zum
Einstellen der Schieber von Lokomotiven sehr wesentliche Vorteile bietet. Denn, da mit
Hilfe dieser Vorrichtung ein Feststellen der Abweichungen der Schieberbewegung von der
geforderten Übereinstimmung mit der Mittelebene des Schieberspiegels unabhängig von
der genauen Einstellung der Lokomotive in bestimmte Kurbellagen möglich ist, so entfällt
das langsame und zeitraubende Verschieben der Lokomotive von Hand aus und es können
die erforderlichen Lokomotivbewegungen jeweils um einen Triebradumfang oder mehr
vor- oder rückwärts mittels Spill und Zugseil oder aber mittels einer Verschubmaschine, also
jedenfalls motorisch vorgenommen werden.
Die Vorrichtung kann nicht nur bei Flachschiebern, sondern auch bei allen anderen
Schieberformen, wie z. B. bei Kolbenschiebern, angewendet werden. In diesem Falle wird,
da sich die Vorrichtung nicht innerhalb des schwer zugänglichen Schiebergehäuses anbringen
läßt, das Lineal außerhalb desselben im Bereiche der Schieberschubstange, und zwar in
einer bestimmten Entfernung χ von der Schieberspiegelmitte
am Maschinengestell angebracht, während der die Nonienschieber betätigende Arm 11 an der Schubstange so befestigt wird,
daß dessen Abstand vom Mittel des Steuer-Schiebers genau dem Abstand χ vom Mittel
des Lineals bzw. dessen Skala zur Mittelebene
des Schieberspiegels gleicht. Die Nonienschieber werden sodann bei der hin und her gehenden
Bewegung der Schubstange durch den zwischen sie eingreifenden Arm ii in gleicher
Weise wie bei dem vorbeschriebenen Anwendungsbeispiel der Vorrichtung in die der Rahmenbewegung
entsprechenden Lagen eingestellt.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:i. Vorrichtung zum Einstellen der Schieber bei Dampfmaschinen, gekennzeichnet durch ein Lineal (4) mit zwei auf ihm gleitbar angeordneten Schiebern (8, 8') und einem zwischen diesen eingreifenden Arm (11), von welchen Teilen der erstere (4) am Schieberspiegel symmetrisch zu dessen Längsmitte oder an anderer passender Stelle außerhalb des Schieberkastens am Maschinengestell und der letztere (11) am Schieberrahmen (12) in dessen Längsmitte bzw. an der Schieberschubstange in einem dem Abstand des Lineals zur Schieberspiegelmitte entsprechenden Abstand angebracht wird, so daß beim Drehen der Antriebswelle und der hierbei "erfolgenden Hin- und Herbewegung der Schubstange die Schieber (8, 8') der Vorrichtung durch den Arm (11) in einem der Schieberbewegung entsprechenden Maß verstellt werden und somit durch Abmessen der Abstände der Schieber von der Mittellage bzw. durch Ablesen derselben an einer an dem Lineal vorgesehenen Skala die Abweichung der Schieberbewegung von der zu fordernden Symmetrie festgestellt werden kann.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schieber (8, 8') des mit einer Skala versehenen Lineals (4) zu Nonien ausgebildet sind, um die Abstände der Schieber von der Mittellage genauer und leichter feststellen zu können.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 in Anwendung für einen Flachschieber, dadurch gekennzeichnet, daß das Lineal (4) von einem Querträger (5) getragen wird, der an seinen Enden mit je zwei Gegenschrauben (6, 7) versehen ist, mittels welcher er in dem Auspuffkanal (3) festgeklemmt und symmetrisch zur Schieberspiegelmitte eingestellt wird.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 in Anwendung für Flachschieber, dadurch gekennzeichnet, daß der Arm (11) an einer Spannschraube verstellbar angeordnet ist, mittels welcher- er in den Schieberrahmen (12) eingespannt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT287201X | 1915-01-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE287201C true DE287201C (de) | 1915-09-15 |
Family
ID=33545794
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1915287201D Expired DE287201C (de) | 1915-01-12 | 1915-01-20 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE287201C (de) |
-
1915
- 1915-01-20 DE DE1915287201D patent/DE287201C/de not_active Expired
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