DE2534163C2 - Pneumatisches Einstellventil zum Einstellen des Meßbereiches eines pneumatischen Meßgerätes - Google Patents
Pneumatisches Einstellventil zum Einstellen des Meßbereiches eines pneumatischen MeßgerätesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein pneumatisches Einstellventil zum Einstellen des Meßbereichs eines pneumatischen
Meßgerätes mit Durchflußdüsen, deren Durchflußquerschnitt der Durchflußcharakteristik entsprechender
pneumatischer Einstellehren entspricht.
Es ist bekannt, daß pneumatische Meßmittel, wie z. B. Feintaster, Düsendorne usw. mittels Einstellehren für
den richtigen Meßbereich und die vorgesehene Übersetzung am pneumatischen Anzeigegerät entsprechend
eingestellt werden müssen. Hierzu werden Einstellehren verwendet, deren Einstellmaß bekannt ist
und als Ausgangsbasis für die Einstellung eines Istmaßes dient. Die Ausführung der Einstellehren ist dem
jeweiligen pneumatischen Meßmittel angepaßt.
So werden z. B. für pneumatische Feintaster sogenannte Einstellfühler verwendet, die den Hub des
Taststiftes, entsprechend dem Einstellmaß, begrenzen. Dies ist sehr umständlich, besonders dann, wenn die
pneumatischen Feintaster in einer Meßvorrichtung angeordnet sind. Entweder muß an der Meßvorrichtung
der pneumatische Feintaster jedesmal für die Einstellung herausgenommen werden, oder an der Meßvorrichtung
sind zusätzliche Vorkehrungen für die eventuelle Einführung der Einstellfühler zu treffen, wenn dies
überhaupt möglich ist
Weiterhin werden für z. B. Düsendorne ganz allgemein
Einstellringe mit bekanntem Istmaß zum Einstellen verwendet Die Handhabung der Einstellringe ist
besonders bei großen Dimensionen und kleinen Meßbereichen sehr umständlich. Außerdem sind die
Einstellringe verhältnismäßig teuer.
Die geschilderten Nachteile treffen auch für alle anderen pneumatischen Meßmittel zui, besonders bei
kombinierten Meßvorrichtungen mit mehreren Meßstellen.
Bekanntlich beruht das pneumatische Messen darauf, daß sich für unterschiedliche mechanische Dimensionen
auch unterschiedliche Durchströmungsfunktionen der notwendigen Meßluft ergeben, wobei das pneumatische
Meßmittel durch einen Meßluftschlauch mit dem pneumatischen Anzeigegerät verbunden ist Die Einstellehre
ergibt also für ein bestimmtes dimensionelles Maß eine bestimmte Durchströmcharakteristik der
Meßluft, die an der Skala des pneumatischen Anzeigegerätes direkt als dimensionelles Maß abgelesen
werden kann.
Es ist nun naheliegend, und auch bereits ausgeführt worden, statt der üblichen Einstellehren zum Einstellen
Durchflußdüsen zu verwenden. Der Durchströmquerschnitt entspricht hierbei genau der geforderten
Durchströmfunktion eines dimensioneilen Maßes gemäß der Einstellehre. Hierbei wird der Meßluftschlauch
vom pneumatischen Meßmittel entfernt und stattdessen die Durchflußdüse befestigt und das pneumatische
Anzeigegerät eingestellt. Anschließend wird das pneumatische Meßmittel wieder mit dem Meßluftschlauch
verbunden und ist dann wieder meßbereit.
Diese Handhabung ist natürlich sehr umständlich und nachteilig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Einstellventil zu schaffen, mit dtra die erforderliche Einstellung des Meßbereiches einfach und schnell durchgeführt werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Einstellventil zu schaffen, mit dtra die erforderliche Einstellung des Meßbereiches einfach und schnell durchgeführt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen
gelöst.
Das Einstellventil wird am Meßluftschlauch zwischen pneumatischem Meßmittel und pneumatischem Anzeigegerät
stationär angeordnet. Durch Umschalten kann die durchströmende Meßluft, wahlweise, dem pneumatisehen
Meßmittel oder einer Durchflußdüse, die der Durchflußcharakteristik einer dimensioneilen Einstellehre
entspricht, zum Einstellen des pneumatischen Anzeigegerätes zugeführt werden. Je nachdem, welche
Meßaufgabe zu erfüllen ist, können am Einstellventil auch mehrere Durchflußdüsen angeordnet werden. Das
Einstellventil erhält dann mehrere Stellungsmöglichkeiten.
Der wesentliche Vorteil des erfindungsgemäßen Einstellventiles ist damit begründet, daß die notwendige
Einstellung des Meßbereiches oder der Übersetzung am pneumatischen Anzeigegerät für alle pneumatischen
Meßmittel ohne mechanische Einstellehren erfolgt. Die stationäre Anordnung des Einstellventiles unmittelbar
am Meßluftschlauch zwischen dem pneumatischen
Meßmittel und dem pneumatischen Anzeigegerät gestattet eine einfache Überprüfung der Einstellung
ohne die ständige Meßbereitschaft der pneumatischen Meßmittel zu stören, besonders bei kombinierten
pneumatischen Mehrfachmeßeinrichtungen.
So ist z. B. bei umfangreichen Meßautomaten die Zugängigkeit zu den pneumatischen Meßmitteln häufig
schwierig. Gerade hierbei hat das Einstellventil zusätzlich wesentliche Vorteile, wenn eine Einstellung
über SteUmotore von einem Zentralplatz aus erfolgt
Die Erfindung ist in den A b b. 1 —8 dargestellt und
nachstehend beschrieben:
A b b. 1 zeigt einen Schnitt durch das Einstellventil. In
einem Körper 1 mit zwei Schlauchanschlüssen 2 und 3 befindet sich ein Schieber 4, der in einer Bohrung des
Körpers 1 verschiebbar ist und durch die Anschlagschraube 5 begrenzt wird. Die Durchgangsöffnungen
der Schlauchanschlüsse 2 und 3 sind verbunden durch eine Querbohrung 6 im Schieber 4, so daß ein
ungehinderter Durchfluß der Meßluft in Pfeilrichtung vom Meßluftschlauch 7 des pneumatischen Anzeigegerätes
(nicht dargestellt) zum Meßluftschlauch 8 des pneumatischen Meßmittels (nicht dargestellt) stattfindet.
Weiterhin sind im Schieber 4 zwei Durchflußdüsenbohrungen 9 und 10 angeordnet, die in einer
Längsbohrung 11 mit der Querbohrung 12 enden.
Wird nun nach A b b. 2 der Schieber 4 verschoben, so
wird der freie Durchfluß der Schlauchanschlüsse 2 und 3 unterbrochen und die vom pneumatischen Anzeigegerät 2d
einströmende Meßluft kann durch die Durchflußdüsenbohrung 9 über die Längsbohrung 11 und die
Querbohrung 12 in die freie Atmosphäre abfließen. Die Durchflußdüsenbohrung 9 entspricht hierbei der pneumatischen
Durchströmcharakteristik einer dimenaionellen
Einstellehre und gestattet die Einstellung des Meßbereiches oder der Übersetzung am pneumatischen
Anzeigegerät.
Das gleiche gilt für die Durchflußdüsenbohrung 10, wenn der Schieber 4 weiterhin verschoben wird, jedoch J'
für einen anderen Einstellwert.
Nach erfolgter Einstellung des pneumatischen Anzeigegerätes wird der Schieber 4 wieder in die Anfangsstellung
nach A b b. 1 geschoben, wofür auch eine Druckfeder vorgesehen werden kann, so daß die
Meßluft ungehindert zum Meßmittel beliebiger Ausführung strömt und damit meßbereit ist.
Eine weitere Ausführung des Einstellventils ist nach A b b. 3 im Schnitt gezeigt. Der Körper 13 mit den
Schlauchanschlüssen 14 und 15 weist je eine Durch- 4:)
gangsöffnung auf, die als Winkelbohrurgen 16 und 17 an einer Planfläche enden. Auf dieser Planfläche befindet
sich eine drehbare Deckplatte 18 mit der Halteschraube 19 und den Tellerfedern 20.
Ein in der drehbaren Deckplatte 18 befindlicher kreisbogenförmiger Strömungskanal 21 stellt mit den
Winkelbohrungen 16 und 17 eine durchgehende Durchflußöffnung für die über den Meßluftschlauch 22
und 23 vom pneumatischen Anzeigegerät in Pfeilrichtung zum pneumatischen Meßmittel strömende Meßluft
dar, wie A b b. 4 im Schnitt A-B zeigt In der drehbaren Deckplatte 18 befinden sich gleichzeitig je 1 Durchflußdüsenbohrung
24 und 25, deren pneumatische Durchflußcharakteristik der dimensionellen Einstellehren
entspricht
Wird nun nach A b b. 5 und 6 die drehbare Deckplatte 18 verdreht, so wird die durchgehende Durchflußöffnung
unterbrochen und stattdessen strömt die vom pneumatischen Anzeigegerät kommende Meßluft über
die Winkelbohrung 17 zur Durchflußdüsenbohrung 24 in Pfeilrichtung in die freie Atmosphäre. In dieser Stellung
erfolgt wiederum die Einstellung des Meßbereiches und der Obersetzung am pneumatischen Anzeigegerät.
Das gleiche gilt auch für die Durchflußdüsenbohrung
25, wenn die drehbare Deckplatte 18 weiterhin verdreht wird, jedoch für einen anderen Einstellwen.
Erst wenn Jie drehbare Deckplatte 18 wieder in die Anfangsstellung zurückgedreht wird, strömt die Meßluft
wieder ungehindert über den kreisbogenförmigen Strömungjkanal 21 zum pneumatischen Meßmittel
beliebiger Art und ist nach der vorausgegangenen Einstellung des pneumatischen Anzeigegerätes meßbereit.
Eine Möglichkeit zur Automatisierung der Einstellung des beschriebenen Einstellventiles nach A b b. 1
und 2 ist durch einen bekannten pneumatischen oder hydraulischen Stellungszylinder 26 gegeben, wie in
A b b. 7 schematisch dargestellt.
Ebenfalls schematisch dargestellt ist in A b b. 8 eine automatische Verdrehungsmöglichkeit für das beschriebene
Einstellventil nach Abb. 3—6 mittels eines bekannten Stellmotors 27 und einem Zahntrieb 28 mit
dem Zahnrad 29, dessen Planfläche entsprechend der drehbaren Deckplatte 18 nach A b b. 3 ausgebildet ist.
Die dargestellten und beschriebenen Ausführungsmöglichkeiten des Einstellventils stellen nur Beispiele in
der einfachsten Ausführung, auch zum nachträglichen Anschluß an den Zuführungsschlauch der Meß'uft dar.
Das Einstellventil kann natürlich auch als fester Bestandteil dem Anzeigegerät oder dem Meßmittel
direkt zugeordnet werden, je nach der günstigsten konstruktiven Gestaltung. Außerdem ist das Einstellventil
für alle pneumatischen Meßverfahren anwendbar.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Pneumatisches Einstellventil zum Einstellen des Meßbereichs eines pneumatischen Meßgerätes mit
Durchflußdüsen, deren Durchflußquerschnitt der Durchflußcharakteristik entsprechender pneumatischer
Einstellehren entspricht, dadurch gekennzeichnet,
daß die Durchflußdüsen (9,10) an einem in die Meßluftzuleitungen (7, 8) zwischen
dem pneumatischen Meßgerät und dem pneumatischen Meßmittel mit den Schlauchanschlüssen (2,3)
einschaltbarer Körper (1) angeordnet sind und in die freie Atmosphäre münden und daß der Körper (1)
einen Ventilschieber (4) aufweist, mit dem die Meßluftleitung (7) wahlweise mit einer der Durchflußdüsen
(9 oder 10) oder mit dem Meßmittel verbindbar ist
2. Pneumatisches Einstellventil zum Einstellen des Meßbereiches eines pneumatischen Meßgerätes mit
Durchflußdüsen, deren Durchflußcharakteristik entsprechendtr
pneumatischer Einstellehren entspricht, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchflußdüsen
(24, 25) in einer drehbar mit dem Körper (13) verbundenen Deckplatte (18) angeordnet sind, daß
die Schlauchanschlüsse (14,15) der Meßluftleitungen (22, 23) in Winkellbohrungen (16, 17) des Körpers
(13) münden, die in einer von der Deckplatte (18) abgedeckten Planfläche des Körpers (13) enden und
daß die Deckplatte (18) einen halbkreisförmigen Strömungskanal (21) aufweist, so daß die Meßluftleitung
(22) durch Drehen der Deckplatte (18) wahlweise mit einer der Durchflußdüsen (24 oder 25)
oder mit dem Meßrnittel verbindbar ist.
3. Pneumatisches Einstellventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckplatte (18) mit
den Durchflußdüsen (24 oder U) für unterschiedliche Meßbereiche auswechselbar ist.
4. Pneumatisches Einstellventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß für eine
automatische Fernbetätigung ein pneumatischer oder hydraulischer Stellungszylinder (26) oder ein
Stellmotor (27) mit einem Zahntrieb (28) und einem Zahnrad (29) angeordnet ist.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752534163 DE2534163C2 (de) | 1975-07-31 | 1975-07-31 | Pneumatisches Einstellventil zum Einstellen des Meßbereiches eines pneumatischen Meßgerätes |
Publications (2)
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| DE2534163A1 DE2534163A1 (de) | 1977-02-03 |
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ID=5952875
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19752534163 Expired DE2534163C2 (de) | 1975-07-31 | 1975-07-31 | Pneumatisches Einstellventil zum Einstellen des Meßbereiches eines pneumatischen Meßgerätes |
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1975
- 1975-07-31 DE DE19752534163 patent/DE2534163C2/de not_active Expired
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