DE286541C - - Google Patents

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DE286541C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60DVEHICLE CONNECTIONS
    • B60D1/00Traction couplings; Hitches; Draw-gear; Towing devices
    • B60D1/24Traction couplings; Hitches; Draw-gear; Towing devices characterised by arrangements for particular functions
    • B60D1/30Traction couplings; Hitches; Draw-gear; Towing devices characterised by arrangements for particular functions for sway control ; Sway alarm means
    • B60D1/32Traction couplings; Hitches; Draw-gear; Towing devices characterised by arrangements for particular functions for sway control ; Sway alarm means involving damping devices
    • B60D1/322Traction couplings; Hitches; Draw-gear; Towing devices characterised by arrangements for particular functions for sway control ; Sway alarm means involving damping devices using fluid dampers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Handcart (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
. — JYI 286541 -KLASSE 63 c. GRUPPE
in WIENER-NEUSTADT und HUGO REIK in WIEN.
Wagenzug. Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. April 1913 ab.
Die bei den bekannten Wagenzügen auftretenden Lenkungsstörungen (Schlingern) beeinträchtigen die Betriebssicherheit in erheblichem Maße. Solche Lenkungsstörungen werden bei großer Beweglichkeit der Räder (Achsen) hervorgerufen durch ungleiche Fahrtwiderstände an den Rädern einer Achse, beispielsweise infolge Unebenheiten der Fahrbahn, durch das bei Verminderung der Geschwindigkeit der vorderen Achsen auftretende Nachschieben infolge der lebendigen Kraft der rückwärtigen Achsen, welche Wirkung verstärkt wird, wenn die rückwärtigen Achsen Antrieb besitzen, durch geringe Seitenstützkraft ein-
!5 zelner Räder infolge der Ädhäsionsverhältnisse zwischen Rad und Fahrbahn derart, daß dieselbe nicht ausreicht, das Rad in der Fahrtrichtung zu erhalten. Diese Lenkungsstörungen ergeben sich vornehmlich bei größerer Fahrgeschwindigkeit, so daß durch dieselben der Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit eine Grenze gesetzt ist. Vorliegender Erfindung gemäß werden diese Lenkungsstörungen durch Einschaltung künstlicher Widerstände zwischen den Achsen (Achsstummeln) beseitigt. Die Anwendung künstlicher Widerstände bei Wagenzügen ist wohl an sich bekannt. Solche Widerstände wurden bisher entweder nur zwischen den mit freien Gelenken gekuppelten verschiedenen Wagen oder nur zwischen den einem Wagen (eventuell Doppelkarre) angehörenden Achsen angeordnet.
Die Erfindung beruht nun auf der Erkenntnis, daß Lenkungsstörungen nur dann vermieden werden können, wenn die Summe der Widerstände zwischen je zwei Achsen mindestens der Summe der Ablenkungskräfte gleich ist. Der Erfindung gemäß wird dies nun dadurch erreicht, daß künstliche Widerstände zwischen sämtlichen Achsen des Zuges (Fig. 4 und 5) eingeschaltet werden, und zwar zwischen den freien Achsen (das sind Achsen, die durch eine frei bewegliche Kupplung 13,14 verbunden sind) größere künstliche Widerstände als zwischen den gebundenen Achsen (das sind Achsen, die infolge der Konstruktion nur unter Überwindung größerer Widerstände beweglich sind, wie z. B. lenkbar eingerichtete Achsen 17 oder feste Achsen 20, die durch ein Horizontalgelenk 15, 18 verbunden sind), zweckmäßig derart, daß die Summe der natürlichen Widerstände (das sind die Widerstände, die in der Konstruktion liegen) und der künstlichen Widerstände zwischen je zwei Achsen für alle Achsen ungefähr gleich groß ist und daher den Ablenkungskräften an allen Achsen ungefähr gleich großer Widerstand entgegengesetzt wird.
Zweckmäßig ist es, die Widerstände regelbar oder einstellbar zu machen, um einerseits
die Kraftwirkungen sowohl dem beladehcn als dem unbeladenen Zug anpassen zu können und andererseits zwischen allen Achsen Widerstandseinrichtungen gleicher Konstruktion anzuwenden.
Als Widerstände eignen sich insbesondere Einrichtungen, welche bei raschen Bewegungen großen Kraftaufwand, bei langsamen Bewegungen aber einen relativ bedeutend kleineren
ίο Kraftaufwand zur Überwindung erfordern, weil dann das stets langsamer erfolgende Wenden noch möglich, dagegen die bei der Geradeausfahrt auftretenden raschen Schlingerbewegungen unmöglich sind. Als solche Widerstandseinrichtung kommen beispielsweise Flüssigkeitsdämpfer, wie Öl- und Glyzerinpumpen, in Betracht.
Eine geeignete Widerstandseinrichtung, welche sowohl für gebundene als auch für mit freiem Gelenk verbundene Achsen anwendbar ist, ist in der Zeichnung in einer beispielsweisen Ausführungsform in Fig. ι veranschaulicht. Fig. 2 und 3 veranschaulichen die Einrichtung in größerem Maßstabe. Fig. 4 zeigt einen Wagenzug aus einachsigen Karren und Fig. 5 einen Wagenzug aus zweiachsigen Wagen.
Auf dem einen Karren 1 ist die Widerstandseinrichtung gelagert, welche von einer an dem zweiten Karren 2 mittels Kugelgelenks 3 o. dgl.
angreifenden und die beiden Karren verbindenden Zahnstange 4 angetrieben wird. Die Zahnstange ist mit einem Triebrad 5 in Eingriff (Fig. 2), welches durch ein auf seiner Achse 12 sitzendes, zweckmäßig als Schwungmasse ausgebildetes Zahnrad 6 das Ritzel 7 der bei der veranschaulichten Ausführungsform als Zahnradpumpe 8 ausgebildeten Widerstandseinrichtung antreibt.
Um eine gegenseitige Verschwenkung der Karren in horizontaler Richtung, entsprechend der Beweglichkeit der zwischen den Karren herzustellenden Kupplung, zu ermöglichen, ist das mit der Zahnstange in Eingriff stehende Triebrad 5 in einem um einen vertikalen Zapfen 9 des einen Karrens drehbaren Lagerbügel 10 gelagert, auf welchem die Widerstandseinrichtung 8 angeordnet ist. Die Zahnstangenführung 11 ist auf der Triebradachse 12 schwingbar gelagert, so daß unter Aufrechterhaltung des Eingriffes zwischen Zahnstange und Zahnrad die Zahnstange unter beliebigem Neigungswinkel gegen das Gestell der Karren einstellbar ist.
Findet ein gegenseitiges Verschwenken der Karren in horizontaler Richtung statt, so wird der Lagerbügel 10 um seinen vertikalen Drehzapfen 9 und die Zahnstange im Kugelgelenk 3 schwingen und durch die hierdurch hervorgerufene Verdrehung der Flüssigkeitsdämpfer (Pumpe 8) angetrieben.
Verstellen sich die Karren in vertikaler Richtung, so daß ein Karren höher steht als der andere Karren, so wälzt sich die Zahnstange 4 auf dem in Eingriff stehenden Triebrad 5 ab, wobei die Zahnstangenführung 11 mitschwingt, so daß die Zahnstange sich unter beliebigem Winkel zu dem Gestell der beiden Karren einstellen kann.
Stellen sich die beiden Karren windschief, so gestattet das Kugelgelenk 3 die erforderliche Drehung.
Die Einrichtung der Erfindung gemäß ist sowohl für Züge aus einachsigen Karren als auch für Züge aus zwei- oder mehrachsigen Wagen anwendbar. Bei Zügen aus einachsigen Karren sind je zwei der einachsigen Karren durch eine Kupplung mit vertikaler Drehachse zu einem Doppelelement vereinigt, wodurch ein Doppelelement mit gebundenen Achsen gebildet wird.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Wagenzug, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verhinderung der Schlängelbewegung zwischen den durch freie Gelenke verbundenen Achsen größere künstliche Widerstände eingeschaltet sind als zwischen den gebundenen Achsen, zweckmäßig derart, daß die Summe der natürlichen und künstlichen Widerstände zwischen je zwei Achsen für alle Achsen ungefähr gleich groß ist und daher den Ablenkungskräften an allen Achsen gleicher oder annähernd gleicher Widerstand entgegengesetzt wird.
2. Wagenzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerstandseinrichtung mit ihrem Antriebsorgan auf einem Träger mit vertikalem Drehzapfen (9) gelagert ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen,
DENDAT286541D Active DE286541C (de)

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DE (1) DE286541C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE9319864U1 (de) * 1993-12-23 1995-04-20 Schumacher, Helmut, 48149 Münster Transportwagen mit Dämpfungskupplung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE9319864U1 (de) * 1993-12-23 1995-04-20 Schumacher, Helmut, 48149 Münster Transportwagen mit Dämpfungskupplung

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