DE286404C - - Google Patents

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DE286404C
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Germany
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diaphragm
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vapor
mercury
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04FPUMPING OF FLUID BY DIRECT CONTACT OF ANOTHER FLUID OR BY USING INERTIA OF FLUID TO BE PUMPED; SIPHONS
    • F04F9/00Diffusion pumps

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structure Of Emergency Protection For Nuclear Reactors (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erzeugung eines hohen Vakuums mit Hilfe der Diffusion. Der Rezipient sei durch eine Trennungswand abgeschlossen, die so feine Öffnungen hat, daß ihre Weite die freie Weglänge der Gasmoleküle größenordnungsweise nicht überschreitet. Eine derartige Trennungswand bezeichnen wir als »Diffusionsdiaphragma«. Die vom Rezipienten abgewandte Seite dieser
ίο Wand werde von einem möglichst luftfreien Dampfstrom bespült. Alsdann diffundiert das
^^im Rezipienten vorhandene Gas durch die
^^frennungswand und wird von dem Dampfstrom weggeführt. Wird außerdem der in entgegengesetzter Richtung diffundierende Dampf durch einen zwischen dem Diffusionsdiaphragma und dem Rezipienten angebrachten Kühler kondensiert oder mit chemischen Mitteln gebunden, so entsteht im Rezipienten ein Vakuum. Da die freie Weglänge der Moleküle mit steigendem Druck abnimmt, so müssen die Öffnungen des Diffusionsdiaphragmas um so feiner sein, je größer der Dampfdruck ist. Wird aber umgekehrt ein verhältnismäßig hohes Vorvakuum angewendet, so dürfen die Poren so weit sein, daß sich durchlochte oder geschlitzte Bleche oder Netze als Diffusionsdiaphragma verwenden lassen.
Die beiden Figuren der Zeichnung sind schematisch gehaltene Längsschnitte durch zwei verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung.
In ein Glasgefäß 1 ist ein mit einem ungefähr 0,1 mm weiten Schlitz versehenes, oben geschlossenes Stahlrohr 2 eingesetzt und durch eine Quecksilberrinne 4 abgedichtet. Am Boden des Gefäßes 1 befindet sich Quecksilber 5, das durch einen Brenner 6 erhitzt wird, so daß der Quecksilberdampf an dem Schlitz 3 vorbei durch ein Rohr 7 zu einem Rückflußkühler 8 strömt, und daß das kondensierte Quecksilber nach 5 zurückfließen kann. An einen Stutzen 9 wird der Rezipient, an einen Stutzen 10 eine Vorvakuumpumpe angeschlossen.
Die durch den Spalt 3 dringende Luft wird durch den Quecksilberdampf strom nach 10 geführt. Der in umgekehrter Richtung durch den Spalt 3 diffundierende Dampf wird durch den Rückflußkühler 11 kondensiert.
Die Ausführungsform nach Fig. 2 verwendet anstatt des geschlitzten Metalldiaphragmas eine Tonzelle. Der Tonzylinder 1 ist bei 2 auf ein Messingrohr 3 gekittet. Vom Boden des Messingrohres 3 ragt ein Kühler 4 in die Tonzelle. Ein Rohr 5 dient als Zufluß und ein Rohr 6 als Abfluß für das Kühlwasser. Ein Rohr 7 führt zum Innenraum der Tonzelle. Über die Tonzelle ist eine Haube 8 gesetzt, welche mit einem Kessel 9 verbunden ist, in dem sich Wasser 10 befindet. Durch Erhitzen des Wassers 10 mit Hilfe eines Brenners 11 wird der Tonzylinder außen mit Wasserdampf umspült. Wird das Rohr 7 in ein Quecksilbergefäß 12 getaucht, so steigt das Quecksilber bis 13 und um so höher, je vollkommener die Kühlung bei 4 ist. Statt des Kühlers 4 kann auch ein Gefäß verwendet werden, welches Wasserdampf absorbierende Mittel, wie Schwefelsäure 0. dgl., enthält. Auch
kann an das Rohr 7 eine zweite Vorrichtung, wie die beschriebene, angeschlossen werden oder noch eine dritte nach Fig. 1 usf.
Besonders vorteilhaft ist es bei der Pumpe nach Fig. 2, den Dampf zu überhitzen, indem dadurch verhindert wird, daß die Tonzelle naß wird und die Poren sich verstopfen.

Claims (3)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Vorrichtung zum Evakuieren, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuleitung zum Rezipienten durch ein Diffusionsdiaphragma gesperrt ist, und daß auf der dem Gefäß abgewandten Seite des Diaphragmas ein Dampfstrom vorbeigeleitet wird, während auf der Vakuumseite eine Kondensationsoder Absorptionsvorrichtung den diffundierenden Dampf aufnimmt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der durch das Diaphragma diffundierende Dampf überhitzt ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Quecksilberdampf verwendet wird, und daß der Dampf in einem Haupt- und Vorvakuum durch Kühler niedergeschlagen und als Flüssigkeit in den Verdampfungsraum zurückgeleitet wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE966544C (de) * 1951-08-14 1957-08-29 Atlas Werke Ag In Verbindung mit einer Hochvakuumpumpe zu benutzende Einrichtung zum Kondensieren von Daempfen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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