DE28579C - Neuerung an Quecksilber - Luftpumpen - Google Patents

Neuerung an Quecksilber - Luftpumpen

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DE28579C
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Siemens and Halske AG
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04BPOSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
    • F04B39/00Component parts, details, or accessories, of pumps or pumping systems specially adapted for elastic fluids, not otherwise provided for in, or of interest apart from, groups F04B25/00 - F04B37/00
    • F04B39/0005Component parts, details, or accessories, of pumps or pumping systems specially adapted for elastic fluids, not otherwise provided for in, or of interest apart from, groups F04B25/00 - F04B37/00 adaptations of pistons
    • F04B39/0011Component parts, details, or accessories, of pumps or pumping systems specially adapted for elastic fluids, not otherwise provided for in, or of interest apart from, groups F04B25/00 - F04B37/00 adaptations of pistons liquid pistons

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. Januar 1884 ab.
Bei den bis jetzt gebräuchlichen Quecksilber-Luftpumpen werden die Luftmengen, welche bei jedem Spiel der Pumpe aus dem Recipienten in den Stiefel übertreten, wieder comprimirt und aus dem Stiefel entlassen, und zwar entweder nach Oeffnen eines Hahnes oder auch durch eine nach unten gebogene Capillarröhre, deren abwärts gebogener Theil länger ist als die Barometerstandhöhe und in ein mit Quecksilber gefälltes offenes Gefäfs einmündet.
Die vorliegende Neuerung besteht darin, dafs diese Luftmengen durch ein verhältnifsmäfsig kurzes Capillarröhrchen, welches von dem höchsten Punkt des Pumpenstiefels ausgeht und mit seinem freien Ende nach unten gebogen ist, ausgetrieben werden, zunächst aber nicht in die Atmosphäre, sondern in einen stark luftverdünnten Vorraum, welcher seinerseits durch eine besondere Operation in diesem Zustande erhalten wird. Der Abschlufs gegen das Wiederzurückströmen der Luft in den Pumpenstiefel wird durch Quecksilber bewirkt, unter dessen Spiegel das freie Ende des Capillarröhrchens einmündet.
Die Abbildung zeigt eine specielle Anordnung einer solchen Luftpumpe. E ist der erwähnte luftverdünnte Vorraum, A der Pumpenstiefel, welcher wie bei den anderen Quecksilber-Luftpumpen die Erweiterung des Vacuumraumes eines Barometerrohres B darstellt. Derselbe wird durch Heben und Senken des Gefäfses C, welches Quecksilber enthält und durch einen biegsamen Schlauch mit dem unteren Ende des Barometerrohres B communicirt, mit Quecksilber gefüllt und wieder entleert. Das Rohr d, welches die Pumpe mit dem Recipienten verbindet, mündet dicht unterhalb des Stiefels A ein. Jedesmal nach der Entleerung des Stiefels strömt ein Theil der im Recipienten noch enthaltenen Luft in den Stiefel ein. Beim Wiederemporsteigen des Quecksilbers im Stiefel wird zunächst dieses Rohr d durch Quecksilber verschlossen. Das Gefäfs C wird dann so hoch gehoben, dafs das Quecksilber in A diesen Raum nicht nur ganz ausfüllt, sondern auch dafs ein wenig davon durch das bereits erwähnte gebogene Capillarrohr g in den luftverdünnten Raum E überfiiefst. Dabei wird die aus dem Stiefel verdrängte Luft mitgerissen und durch das bei q befindliche Quecksilber in den luftverdünnten Raum E geschafft. Der Spiegel der Quecksilbermenge q wird durch das Abflufsrohr_/ auf gleicher Höhe erhalten, welches den Raum E mit dem unteren Theile des Barometerrohres verbindet und durch welches das Quecksilber entsprechend dem Zuflüsse durch das Capillarrohr wieder in den unteren Theil der Pumpe zurückfliefst.
Das Rohr f ist mit einer Verengung oder einem Hahn h versehen, durch welche die Zuströmung des Quecksilbers durch dasselbe etwas verzögert wird, so dafs es eher durch das Capillarrohr g strömt, als es am oberen Ende des Rohres f erscheint, von da aus einströmt und das Quecksilberniveau q zu heben beginnt.
Die Luft aus dem Vorraum E wird entweder durch eine besondere Luftpumpe, welche dann gleichzeitig mehrere Quecksilberpumpen versorgen kann, ausgesaugt, oder auch durch eine besondere Hantirung mit der Quecksilber-Luftpumpe selbst.
Für den letzteren Fall mufs sich im Gefäfs C soviel Quecksilber befinden, dafs man beide
Gefäfse A und E damit anfüllen kann. Es geschieht dies, indem man das Gefäfs C so hoch hebt, dafs der Quecksilberspiegel in demselben höher zu stehen kommt als der Hahn i, dessen Bohrung an den höchst gelegenen Theilen des Raumes E einmündet. Dabei wird durch Oeffnen des Hahnes i die aus beiden Gefäfsen durch das aufsteigende Quecksilber verdrängte Luft in das Freie entlassen, dann der Hahn wieder geschlossen und das Gefäfs C wieder gesenkt. Es ist dies die gleiche Hantirung wie bei einer gewöhnlichen Quecksilber-Luftpumpe. Es wird mit ihr das Leerpumpen des Recipienten begonnen und sie wird jedesmal dann wiederholt, wenn nach vielfacher Anwendung der vorbeschriebenen Hantirung sich die Luft in dem Vorderraum E infolge der durch das Capillarröhrchen eingeströmten Luftmengen nach und nach wieder zu weit verdichtet hat.
Es ist noch zu bemerken, dafs beim Steigen des Quecksilbers über die Bohrung des Hahnes, dasselbe noch höher in dem zum Recipienten führenden Rohr d steigt. Damit es nicht in den Recipienten eintritt, mufs der Zugang dazu entweder so lange durch einen Hahn verschlossen werden, oder besser das Rohr d ist an einer Stelle so hoch geführt (ca. 90 cm über i), dafs das Quecksilber nicht übertreten kann.
Wenn einmal die Luft im Raum E einen zu hohen Grad der Verdichtung erreicht hat, so drückt sie das Quecksilber q durch das Capillarröhrchen g in den Stiefel A zurück. Geschieht dies so lange, bis dafs der Quecksilberspiegel q unter die Oeffnung des Capillarröhrchens gesunken ist, so strömt dann auch die im Vorraum E angesammelte Luft wieder in den Stiefel A zurück, und das vorangegangene Pumpen wäre umsonst gewesen. Läfst man dagegen die Füllungen des Stiefels so rasch auf einander folgen, dafs in den Zwischenzeiten das Quecksilber q nicht so weit abfliefsen kann, so bleibt auch dann noch, d. h. also, wenn im Raum E auch Luftdruck vorhanden ist, das Spiel der Pumpen wirksam. Die Anwendung der oben bezeichneten Vorsicht vorausgesetzt, könnte also auch das Gefäfs E ein offenes und mit atmosphärischer Luft gefülltes sein. Es wäre dies eine Modification der vorbeschriebenen Pumpe, jedoch keine empfehlenswerthe, da es nicht gut ist, das Quecksilber bei jedem Spiel der Pumpe mit verdichteter Luft in Berührung zu bringen. Statt alles Quecksilber, welches zur Füllung der beiden Räume A und E erforderlich ist, in dem einen Gefäfs C unterzubringen, kann man auch ein zweites Gefäfs K anwenden, welches das zur Füllung des Raumes E bestimmte Quecksilber enthält, und welches ebenfalls durch einen biegsamen Schlauch mit dem unteren Theile der Pumpe communicirt.
Um den Quecksilberspiegel in den Gefäfsen C und K nicht stets mit frischer und mehr oder weniger feuchter Luft in Berührung zu bringen, sind dieselben durch luftdichte Säcke L Z1 verschlossen, welche sich stets mit dem gleichbleibenden Luftquantum füllen und wieder entleeren, wenn das Quecksilber in den Gefäfsen auf- und absteigt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die derartige Anordnung der Quecksilber-Luftpumpe, dafs die bei jeder Füllung des Stiefels durch das Quecksilber verdrängte Luft durch ein kurzes, mit seinem Ende nach unten gebogenes und unter Quecksilber mündendes Capillarröhrchen unter dem Drucke des nachfliefsenden Quecksilbers ausgetrieben wird, und zwar entweder in einen luftverdünnten Vorraum, oder in einen lufterfüllten Raum, in welchem letzteren Falle jedoch ein Theil des Quecksilbers in der zwischen zwei Füllungen des Stiefels verstreichenden Zeit in diesen unter Einwirkung des Luftdruckes zurückfliefst.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT28579D Neuerung an Quecksilber - Luftpumpen Active DE28579C (de)

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