DE285577C - - Google Patents

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DE285577C
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flame
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burner
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23DBURNERS
    • F23D14/00Burners for combustion of a gas, e.g. of a gas stored under pressure as a liquid
    • F23D14/30Inverted burners, e.g. for illumination

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Gas Burners (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 285577 KLASSE 4 g. GRUPPE
G. μ. β. H. in BERLIN.
des Gasluftgemisches.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. November 1913 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Erzielung einer ganz besonderen Flammenform von Bunsenbrennern für abwärts brennende Gasglühlichtlampen, bei welchen das Gasluftgemisch mit hoher Geschwin-
# digkeit aus dem Brennermundstück austritt. Solche Lampen werden entweder mit Preßgas von etwa 8oo bis 1500 mm W. S. betrieben, wobei sich das aus einer Injektordüse austretende Gas die nötige Luft ansaugt, oder mit einem Gasluftgemisch, das im Brennerrohr vor dem Austritt noch einen Druck von 20 bis 40 mm W. S. hat. Derartige Bunsenflammen haben das Bestreben, eine lange, spitze Form anzunehmen, wodurch die Verwendung normaler Glasumhüllung unmöglich gemacht wird, da dieselbe beim Abfallen des Glühkörpers durch die Stichflamme sofort zerstört wird.
Diesem Übelstande ist man bisher dadurch begegnet, daß man um die Brenner Glasglocken von ganz gewaltigen Dimensionen anordnete.
Die Verwendung kleinerer Glasglocken ist jedoch in vielen Fällen unbedingt geboten, z. B. in Zimmern, Eisenbahnwagen u. dgl.
Um die Verwendung kleinerer Glasglocken zu ermöglichen, hat man bereits versucht, Prallkörper außerhalb und unterhalb des Glühkörpers anzuordnen, so daß nach Abreißen des Strumpfes die lange Stichflamme auf diesen trifft, zerteilt wird und hierdurch ein Zerspringen der Glasglocken verhindert.
Diese Vorrichtung bedeutet jedoch nur einen Notbehelf, da die Anbringung leicht vergessen werden kann oder leicht zerstört wird, wenn der Prallkörper aus Magnesia, Glimmer o. dgl. hergestellt ist. Sie hat ferner den Nachteil, einen wesentlichen Teil des nach unten ausgestrahlten Lichtes wegzunehmen. Um nun diesen Nachteil zu vermeiden und trotzdem kleinere Glasglocken verwenden zu können, muß man die Stichflammenbildung selbst zu verhindern suchen, da hierdurch allein ein dauernder und zuverlässiger Schutz der Glasumhüllung gewährleistet wird.
Nach der Erfindung werden nun zur Erreichung dieses Zweckes folgende Mittel verwendet:
1. der Austritt des Gasluftgemisches in einem annähernd ringförmigen Querschnitt,
2. das ganze oder teilweise Aufprallen des Gasluftgemisches auf einen am Brennermundstück angebrachten Prallkörper, und
3. die Stauung der Flamme durch den entgegenströmenden Luftzug!
Bringt man diese drei Mittel in ein ganz bestimmtes, einem jeden Brennertyp angepaßtes Verhältnis, so erzielt man eine Flamme, deren Form einer nach unten hängenden Tulpe ähnelt. Diese Flamme hat die Eigenschaft, sich im Glühkörper vollkommen zu schließen, so daß derselbe,, voll und ganz erglüht. Nach Abfallen des Glühkörpers jedoch nimmt sie sofort wieder ihre tulpenförmige Form an.
Bei dieser Flammenform kann man mit der Glasumhüllung ganz nahe an die Flamme herangehen, ohne ein Zerspringen derselben befürchten zu müssen.
Brennermundstücke, bei welchen vor der Austrittsöffnung des Gasluftgemisches Körper aus unverbrennlichem Material angeordnet waren, sind bereits bekannt geworden, jedoch erfüllen diese Anordnungen nur den Zweck,
ίο entweder die Flamme der Glühkörperform anzupassen oder durch Ausfüllung eines Teiles des Flammenvolumens Gas zu ersparen. Hiervon ist die Erfindung grundverschieden, da sie sich auf eine besondere Anordnung bezieht, bei frei brennender Flamme die Stichflammenbildung zu vermeiden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt. Das Gasluftgemisch tritt aus einem Ringschlitz ä oder auch aus kleinen Löchern, die auf einem Ringe ziemlich nahe aneinander angeordnet sind, senkrecht nach unten aus; man erhält hierdurch einen zylindrischen Gasluftstrom b, welcher zweckmäßig von einem Schutzkörper c umschlossen wird, um eine seitliche Expansion zu verhindern. Dieser zylindrische Gasluftstrom trifft dann auf den Prallkörper d auf. Hierdurch wird die Strömungsrichtung entsprechend der Ausbildung des Prallkörpers d geändert, so daß jede gewünschte Flammenform erhalten werden kann. Eine zu starke Ablenkung würde eine vollkommen tellerförmige Flamme erzielen, da man mit dem Auftrieb der Flamme und dem Entgegenströmen der Luft rechnen muß. Die besondere Dimensionierung des Prallkörpers ist daher von Wichtigkeit, und es haben solche Körper die beste Flammenform ergeben, die im Durchmesser annähernd so groß sind wie der ringförmige Austritt. In diesem Falle wird nämlieh nur ein Teil des Gasluftstromes abgelenkt, während der restliche Teil seine Bewegung geradeaus fortsetzt.
Die Erzielung der tulpenförmigen Flamme hat außerdem noch den Vorteil, daß die Flamme in Verbindung mit dem Gegenluftstrom niemals abreißt, während dies bei den tellerförmigen Formen sofort nach Herabfallen des Glühkörpers der Fall ist. In letzterem Falle bewirkt nämlich der Gegenluftstrom eine Erhöhung der Flammengeschwindigkeit, ohne daß die Stauwirkung eintreten kann.
Die vorliegende Erfindung besitzt aber auch noch weitere Vorteile. Wird die Lampe kleingestellt, so bildet sich am Ausgange des Brennermundstückes eine sehr kleine Flamme, welche den Prallkörper d in Glut versetzt und somit einerseits als Notbeleuchtung dient, während andererseits die kleingestellte sögenannte Zündflamme selbst beim heftigsten Windzug nicht ausgeht, da sich das ausströmende Gasluftgemisch immer von neuem an dem glühenden Prallkörper entzündet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Brennermundstück für abwärts brennende Lampen mit hoher Austrittsgeschwindigkeit des Gasluftgemisches, gekennzeichnet durch eine ringförmige Austrittsöffnung (a), aus der das Gasluftgemisch gegen einen vor der Mundstücköff- ^ nung gelagerten Verteiler (d) prallt, dessen äußerer Durchmesser annähernd gleich dem Durchmesser der ringförmigen Austrittsöffnung («) ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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