DE466865C - Bunsenbrenner - Google Patents

Bunsenbrenner

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DE466865C
DE466865C DEG69176D DEG0069176D DE466865C DE 466865 C DE466865 C DE 466865C DE G69176 D DEG69176 D DE G69176D DE G0069176 D DEG0069176 D DE G0069176D DE 466865 C DE466865 C DE 466865C
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Germany
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bunsen burner
exciter
gas
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  • Gas Burners (AREA)

Description

  • Bunsenbrenner Bei dem Entwurf von Gasbrennern für Heiz-und Leuchtzwecke besteht die Forderung, ein Rückschlagen der Flamme zu vermeiden, d. h. zu verhindern, daß die Flamme nicht am eigentlichen Brennerkopf brennt, sondern an der Düse, die die Mischung des austretenden Gasstrahles mit Luft bewirkt. Die Schwierigkeit besteht insbesondere darin, das Rückschlagen auch bei wechselndem Gasdruck und bei wechselnder Zusammensetzung des Gases in jedem Falle zu vermeiden. Man hat schon verschiedene Vorschläge gemacht, um. dies zu erreichen. Insbesondere hat man ein Davysches Sicherheitsgitter an der Brennermündung oder im Mischrohr selbst angeordnet bzw. dieses Gitter durch enge Öffnungen ersetzt. Ebenso hat man auch vorgeschlagen, die zutretende Luft je nach den Gasverhältnissen von Hand oder auch durch Steuerung von dem Gashahn aus zu regulieren, aber alle diese Ausführungen versagen öfters, namentlich bei niederen Gasdrücken.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird der Bunsenbrenner so eingerichtet, daß das Gas unter Schwingungen aus der Düse in das Mischrohr einströmt. Ls hat sich dabei herausgestellt, daß, wenn die Schwingungen genügend stark sind, dadurch ein Rückschlagen der Flamme vermieden wird. Die Schwingungen werden durch besondere Schwingungserreger erzeugt, wobei die Gasdüse selbst als Schwingungserreger ausgebildet sein kann.
  • Eine Reihe von Ausführungsformen sind in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt, und zwar zeigt Abb. i ganz allgemein die Anordnung einer Düse zu einem Mischrohr, Abb. 2 bis 4 die vom Erfinder vorgenommenen Versuchseinrichtungen, die das Wesentliche der neuen Erfindung zeigen. Abb. 3 zeigt den -einfachen Brenner mit Düse und Mischrohr. Die Abb. 6 bis ii-zeigen verschiedene Ausführungsformen des Brenners mit verschiedenartigen, die Schwingungen -erregenden Düsen. Abb. 12 ist ein Doppelsparbrenner, mit der Einrichtung versehen. Abb. 13 und 1q. zeigen die Anwendung bei verschiedenartig gestalteten Brennerrohren,: Bei Bunsenbrennern (Abb. i), gleichgültig, welchen besonderen Verwendungszwecken dieselben dienen sollen, ist das Zurückschlagen der Flamme vom Brenner durch das Mischrohr 2 zur Gasdüse. ein technischer Fehler. Brennt das-Gas einmal an der Gasdüse i, was besonders dann eintritt, wenn die Gaszufuhr zu klein wird, so brennt die Flamme dauernd falsch; das Mischrohr wird heiß, die Heizkraft der Flamme ist auf einen Bruchteil gesunken, wenn sie nicht erlischt, und die zurückgeschlagene Flamme verbreitet. einen widerlichen Geruch. Dieser Zustand ändert sich bei allen bisherigen Brennern nicht auch wenn die normale Gaszufuhr wiederhergestellt wird.
  • Dieser Fehler der alten Brenner ist durch die vorliegende Erfindung behoben. Das Wesen dieser wird am besten durch die Versuchsanordnung (Abb. 2) geklärt.
  • 3 ist die Gasdüse, q. das Mischrohr, g der Brenner, bei 6 wird das Brenngas zugeführt, bei S die Flamme angesteckt. Die Flamme brennt bei 5, solange die Gaszufuhr normal ist. Wird diese zu schwach, so schlägt die Flamme nach ii zurück und brennt im Rohr 4. Auch wenn die Gaszufuhr wieder normal wird, brennt die Flamme bei ix weiter.
  • Die neue Erfindung besteht nun in der Anbringung einer Schwingungsvorrichtung, z. B. der Pfeife 7, 8, 9, 1o. Man bläst bei io Luft in das Labium 9. Dann gerät die Luftsäule 8 in Schwingungen, und diese Schwingungen werden durch die Gummimembran 7 auf das bei 3 ausströmende Gas übertragen. Beim Anblasen der Pfeife beobachten wir folgende merkwürdige Erscheinung. Die bei dem obengenannten Versuch bei ii zurückgeschlagene Flamme erlischt sofort bei ii, und der Bunsenbrenner brennt wieder richtig bei 5. Daraus folgt, daß Longitudinalschwingungen des an der Gasdüse 3 in das Mischrohr 4 eintretenden Gasstrahles das Zurückschlagen des Brenners bei normalen Gasdrücken verhindert. Die Erklärung hierfür erzielt folgender Versuch: Nimmt man die Pfeifendüse aus dem Mischrohr 4 heraus und läßt sie frei brennen, ohne zu pfeifen, so beobachtet man, daß die Flamme unmittelbar an der Düse brennt. Sobald jedoch die Pfeife angeblasen wird, erlischt die Flamme unmittelbar an der Düse und brennt erst in einem gewissen Abstand 13 von der Düse 12, wie Abb. 3 zeigt. Die Schwingungen machen somit die an die Düse 12 zurückgeschlagene Flamme selbstlöschend.
  • Für den praktischen Gebrauch ist es nun wünschenswert, erstens die besondere Luftzufuhr zur Erregung einer Pfeife zu vermeiden und zweitens den mit dem Tönen der Pfeife verbundenen Lärm zu umgehen. Ersteres wird erreicht, indem die Pfeife durch den Gasstrom selbst angeblasen wird. Letzteres wird erreicht, indem man die Schwingungen so kurz macht, daß sie an der Hörbarkeitsgrenze liegen.
  • Die im folgenden beschriebenen Ausführungsformen zeigen, wie dieses Ziel erreicht wurde. Die Gasdüse des Bunsenbrenners kann auf verschiedene Arten so ausgestaltet werden, daß sie als Schwingungserreger wirkt. In den Abb. 6, 7, 8, 9, io sind verschiedene Ausführungsformen gezeichnet, bei denen 14 die Erregerdüse in verschiedenster Gestaltung, 16 die Schwingungskammer, 15 die Strahldüse darstellt. 17 ist die vordere konische Erweiterung der Düse, i$ die äußere konische Verengung derselben. In Abb. 6 besteht die Schwingungserregerdüse aus einem schräg abgeschnittenen Rohrstückchen, welches in das hintere Ende der Schwingungskammer eingesetzt ist. Es kann selbstverständlich mit der Düse auch aus einem Stück bestehen. Dieses Rohrstückchen hat als Erregerdüse nun ein Loch, durch welches das Gas eintritt und in der Schwingungskammer 16 durch teilweise Umsetzung des Gasdruckes in Geschwindigkeit Schwingungen erregt.
  • In den Abb. 7, 8, 9, io sind andere Ausführungsformen skizziert, durch welche Schwingungen im Innern der Düse hervorgerufen werden. Sie können bestehen aus pfeifenartigen Abschrägungen, Zungen, Membranen, Saiten, verschieden großen Schlitzen oder einseitig oder schräg gesetzten Bohrungen oder andersartigen Verengungen. Damit Schwingungen durch den Gasstrahl erzeugt werden können, muß der Erreger eine größere Gaseinlaßöffnung haben als die Strahldüse i5. Ebenso sind die Maße der Erregerkammer 16 sowie auch deren Form durch den Zweck, die Schwingungserregung, bestimmt.
  • Es hat sich auch als vorteilhaft erwiesen, daß die Strahldüse 15 nach außen konisch erweitert ist, am besten in einem Winkel von 3o° bis 50°, damit der in Schwingungen versetzte Gasstrahl sich in geeigneter Art mit Luft vermischt und die Schwingungen dem der Düse vorgelagerten Mischrohr i9 mitteilen kann. Auch die konische Zuspitzung 18 der Düse dient dazu, die Luft direkt am Austritt der Strahldüse zur Hand zu haben. Weiter ist sie vorteilhaft zum Regeln des Gas-Luft-Gemisches im Brennermischrohr i9, das zweckmäßig durch Heranrücken des Brenners selbst an -die Düse oder umgekehrt wohl besser durch Aeran-oder Wegrücken (Schrauben) der Düse an das Brennermischrohr erfolgen kann (Abb. ii). Das Zurückschlagen des Brenners an die Düse wird durch die selbstlöschende Wirkung der vorstehend beschriebenen Düse vermieden, und besonders wird diese Wirkung dadurch verstärkt, daß das Mischrohr i9 des Brenners in der Nähe der Strahldüse eine zylindrische Verengung aufweist, die sich nach der Brennerseite zu erweitert (Abb. 5). Die Verengung ist ungefähr 2I2- bis 4fach so lang, wie der Durchmesser an der engsten Stelle beträgt. Es wird durch diese Ausführung, enges Mischrohr nahe der Düse in Verbindung mit der Schwingungsdüse, erreicht, daß die Flamme nicht nur nicht zurückschlägt, sondern daß eine an der Strahldüse angezündete Flamme dort erlischt und durch den Brenner hindurch nach vorn zum Brennerkopf läuft und dort mit richtig entleuchteter Flamme weiterbrennt.
  • Die Vorteile vorstehend beschriebener Erfindung können selbstverständlich auch heute bestehenden Bunsendoppel- und -mehrfachbrennern zugute kommen, dadurch, da.ß man diese Einrichtung an gewöhnlichen Brennern einbaut. In Abb. 5, 12 bis 14 sind einige derartige Ausführungsformen skizziert.
  • In Abb. 5 ist ein einfacher Brenner dargestellt, welcher mit Düse und Mischrohr, wie vorstehend beschrieben, ausgerüstet ist. Der Gasstrahl tritt aus der konischen Mündung 17 in das enge Mischrohr ig ein, welches sich nach der Seite 2o des Brennerkopfes erweitert und am Brennerkopf 21 entzündet.
  • In Abb. 12 ist ein Doppelsparbrenner bekannter Bauart dargestellt. In das Hahngehäuse 22 ist eine Düse 23 eingeschaltet, die nach ihrer Bauart den Abb. 6 bis il entspricht. Das vorgeschaltete enge zylindrische Mischrohr entspricht gleichfalls den früheren Ausführungen. Aus dem Brennerkopf 24 tritt das Bunsengemisch aus. Das Sparflammenrohr 25 zweigt von dem Hahn 22 ab und sendet das Gas durch die Schwingungsdüse 26, in Bauart wie oben beschrieben, in das enge zylindrische Mischrohr 27, in Bauart wie oben beschrieben, welches an dem Sparflammenkranz 28 mündet. Es können natürlich Doppelbrennersysteme verschiedener Bauart verwendet werden, insbesondere kann das Sparflammenmischrohr, entsprechend bekannten Bauarten, auch horizontal sein.
  • In Abb. 13 und 14 sind Brennerrohre dargestellt in beliebiger Form und Schaltungen, die mit Schwingungsdüsen 32 und Mischrohren 33, wie dargestellt und beschrieben, ausgerüstet sind.
  • Unter Umständen kann die Erregung der Schwingungen auch von außen her etwa durch mechanische, elektrische oder sonstige Oszillatoren u. dgl; erzeugt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Bunsenbrenner, dadurch gekennzeichnet, daß das Gas unter lebhaften Schwingungen aus der Düse in das Mischrohr strömt, und daß die Schwingungen durch einen mechanischen, akustischen, elektrischen o. dgl. Erreger erzeugt werden. z. Bunsenbrenner nach Anspruch i; dadurch gekennzeichnet, daß der Düsenkörper selbst als Schwingungserreger ausgebildet ist. 3. Bunsenbrenner nach den Ansprüchen r. und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Düsenkörper aus einer Erregerdüse und einer Strahldüse mit dazwischenliegender Schwingungskammer besteht. q. Bunsenbrenner nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingungen durch besondereSchwingungserreger mechanischer, akustischer, elektrischer Art erzeugt werden. 5. Bunsenbrenner nach den Ansprüchen i bis .4, dadurch gekennzeichnet, daß der aus der Erregerdüse austretende Gasstrahl dadurch in Schwingungen versetzt wird, daß er von der Achse der Strahldüse abgelenkt wird entweder durch ungleiche Längen der Wände der Erregerdüse oder durch axiales Versetzen der Erregerdüse gegen die Strahldüse oder durch Anordnung mehrerer axialer Bohrungen oder durch eine oder mehrere axial versetzte Bohrungen oder Schlitze. 6. Bunsenbrenner nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die zylindrisch geformte Strahldüse an der Mündung nach außen divergiert, um den in Schwingungen versetzten Gasstrahl bei seinem Austritt fließend ohne Stoß innig mit Luft zu durchmischen, =die Schwingungen der Zusatzluft mitzuteilen und ins Mischrohr zu übertragen. 7. Ausführungsform des Bunsenbrenners nach den Ansprüchen i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Gas-Luft-Gemisch durch Verstellen der schwingungserregenden Düsen reguliert wird.
DEG69176D 1927-01-16 1927-01-16 Bunsenbrenner Expired DE466865C (de)

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