DE2854103C2 - Einrichtung an einem Bandgerät zur Überwachung des vom Motor einer Bandvorratsspule auf diese ausgeübten Gegenmoments - Google Patents
Einrichtung an einem Bandgerät zur Überwachung des vom Motor einer Bandvorratsspule auf diese ausgeübten GegenmomentsInfo
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Description
55
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung an einem Bandgerät insbesondere Magnetbandgerät, zur Überwachung des vom Motor einer Bandvorratsspule auf
diese ausgeübten Gegenmoments, derart, daß das Band mit im wesentlichen konstanter Zugspannung transportiert wird, mit einer Vorrichtung zur Abtastung der
Drehgeschwindigkeit der Vorratsspule und zur Erzeugung eines der Drehgeschwindigkeit entsprechenden
Ausgangssignals, das über eine Phasenschieberschaltung eine das Gegenmoment des Motors bei kleiner
werdender Drehgeschwindigkeit der Bandvorratsspule erhöhende Motor-Treiberschaltung speist.
bekannt und gestattet es, Zugspannuhgsänderungen des
Magnetbandes infolge unterschiedlicher Hebelarme an der Bandvorratsspule im Laufe des-Abwickelvorgangs
zu vermeiden. Diese unterschiedlichen Hebelarme ergeben sich aufgrund des sich ändernden effektiven
Durchmessers des au_£ der Vorratsspule vorhandenen
Bandwickels. Das Ausgangssignal der Vorrichtung zur Abtastung der Drehgeschwindigkeit der Vorratsspule
T/ird bei der bekannten Einrichtung in der Weise
verarbeitet, daß das Drehmoment des als Bremsmotor wirkenden Motors der Bandvorratsspule umgekehrt
proportional zur Drehgeschwindigkeit oder Drehzahl der Bandvorratsspule ist Auf diese Weise übt der Motor
bei einer vollen Bandvorratsspule, das heißtbei einer
kleinen Drehgeschwindigkeit ein hohes Gegenmoment und bei einer fast leeren Bandvorrratsspule, das heißt
einer großen Drehgeschwindigkeit, ein kleines Gegenmoment aus. Auf diese Weise ist die Zugspannung des
Magnetbandes unabhängig vom Bandvorrat Da bei der bekannten Einrichtung der Bremsmotorstrom in Abhängigkeit von der Bremsmotorgcschwindigkeit immer
so gesteuert wird, daß bei ansteigender Bremsmotorgeschwindigkeit eine Verringerung und bei abfallender
Bremsmotorgeschwindigkeit eine Erhöhung des Gegenmomentes erfolgt, werden von außen einwirkende
dynamische Geschwindigkeitsänderungen infolge von Beschleunigungskräften, die durch Bewegungen des
Bandgerätes, verursacht werden, verstärkt Führen solche äußere Störgrößen beispielsweise zu einer
Verringerung dar Drehgeschwindigkeit der Vorratsspule, so bewirkt die bekannte Einrichtung eine Erhöhung
des durch den Motor ausgeübten Gegenmomentes, so daß der Transport des Bandes infolge einer größeren
Rückzugskraft auf das Band zusätzlich gebremst wird. Eine entsprechende Verstärkung der Störgröße tritt auf,
wenn Bewegungen des Bandgerätes eine Drehzahlerhöhung bewirken.
Auch in der US-PS 38 00 !96 ist eine Bandüberwachungs-Vorrichtung beschrieben,^» der eine Prüf- oder
Abtasteinrichtung ein der Winkelgeschwindigkeit der Vorratsspule entsprechendes elektrisches Signal abgibt,
das proportional zum Bandwickeldurchmesser ist Dieses Signal speist eine Motortreiberschaltung, bei der
ein durch den Vorratsspulenmotor erzeugtes Gegendrehmoment in Abhängigkeit von der Frequenz dieses
elektrischen Signals geregelt wird. Dieses Gegenmoment sorgt für die gewünschte Überwachung der
Spannung am Band.
Zwar lassen sich mit diesen bekannten Einrichtungen sogenannte statische Geschwindigkeits- oder Drehzahländerungen der Vorratsspule aufgrund von Änderungen
im Bandwickeldurchmesser vollständig kompensieren, jedoch werden plötzliche Änderungen in der Wickelgeschwindigkeit nicht nur nicht unterdrückt, sondern
sogar verstärkt Für tragbare Video-Magnetbandaufzeichnungsgeräte hoher Qualität, wie sie insbesondere
für professionellen Gebrauch von Reportern und dergleichen benötigt werden, sind jedoch durch
Schwingbewegungen des Magnetbandgerätes verursachte dynamische Geschwindigkeitsänderungen nicht
tragbar, wenn eine gute Ton- und/oder Bildqualität gewünscht wird.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zu
schaffen, die sowohl die statischen als auch die dynamischen Drehzahländerungen kompensiert
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Phasenschieberschaltung das der Drehge-
schwindigkeit entsprechende Ausgangssignal bei nichtkontinuierlichen
schnellen Änderungen in entgegengesetzter Phase der Motortreiberschaltung zuführt.
Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß bei
Bandgeräten außer den statischen Bandzugsänderungen aufgrund vor Änderungen des effektiven Durchmessers
eines Bandwickels auch die erläuterten dynamischen Bandspannungsänderungen kompensiert werden. Dadurch,
daß bei plötzlichen Änderungen der Drehgeschwindigkeit eine Phasenumkehr erfolgt, wird äußeren
Störungen wirksam entgegengewirkt Bei einem schnellen Abfall der Drehgeschwindigkeit der Vorratsspule
wird statt eines höheren Gegenmomentes ein kleineres Gegenmoment erzeugt Auf diese Weise wird dem
Drehzahlabfall entgegengewirkt Entsprechendes ergibt sich bei einer plötzlichen Erhöhung der Drehgeschwindigkeit,
bei der statt einer Lockerung des Bandzuges eine größere Zugspannung auftritt, um dadurch eine
Regelung der Transportgeschwindigkeit des Magnetbandes im Sinne einer Stabilisierung zu erzielen, so daß
Schwing· und RoHbewegur.gen des Bandgerätes ohne
Einfluß auf die Aufnahme- oder Wiedergafriqualität
bleiben.
Vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgedankens sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet Die
Phasenschieberschaltung wird bei einem zweckmäßigen Ausführungsbeispiel während einer Hochlaufzeit des
Bandtransports unwirksam geschaltet um ein rasches Hochlaufen der Vorratsspule zu ermöglichen.
Die Erfindung und vorteilhafte Einzelheiten werden nachfolgend unter Bezug auf die Zeichnung in einer
beispielsweisen Ausführungsform näher erläutert Es zeigt
F i g. 1 eine Ausführungsform einer Bandzugservoeinrichtung,
Fig.2 eine die Winkelgeschwindigkeit einer Spule
erfassende Schaltung bei der Einrichtung nach F i g. 1,
F i g. 3 eine Phasenschieberschaltung bei der Servoeinrichtung
nach Fi g. 1 und
Fig.4 in graphischer Darstellung den Verlauf oder
die Arbeitskennlinie der Servoeinrichtung nach Fig. 1.
Im einzelnen zeigt die F i g. 1 ein auf einer Vorratsspule 1 aufgewickeltes Magnetband 10, das im
Zusammenwirken einer Bandantriebswelle 9 und einer Andruckrolle 8 über einen Bandweg transportiert wird,
der einen AtiSgleichsarm 6 und eine Magnetkopftrommel
7 einschließt Ein Motor 3 übt über eine Riemenscheibe 2 ein Gegenmoment auf die Vorratsspule
1 aus. Eine auf der gleichen Welle wie die Vorratsspule 1 und die Riemenscheibe 2 sitzende
Scheibe 4 weist eine Anzahl von Zähnen mit dazwischen liegenden LCcken entlang ihrer Außenumrandung auf.
Im Randbereich der Scheibe 4 ist ein Abtastelement 5 vorhanden, das beispielsweise aus einer auf einer Seite
der Scheibe 4 liegenden Lichtquelle und einem auf der anderen Seite der Scheibe 4 angeordneten Photodetektor
besteht Das Abtastelement 5 erzeugt ein Signal in Form einer Rechteckwelle deren Frequenz der Winkelgeschwindigkeit
der Spule 1 entspricht.
Zum Spulen-Servosystem gehören das Abtastelement 5, eine die Winkelgeschwindigkeit des Bandwickels
erfassende Schaltung 11, ein Phasenschieber 12 und eine
Motortreiberschaltung 13 sowie der Motor 3 für die Vorratsspule. Das durch das Abtastelement 5 gelieferte
Rechtecksignal gelangt auf die die Winkelgeschwindigkeit
der Bandspule erfassende Schaltung 11. Bei niedrigen Frequenzen d""· Ausgangssignals gibt der
Phasenschieber 12 das Ausgangssignal der Erfassungsschaltung ti pbasengleicb und bei hohen Frequenzen in
Gegenphase an die MotortreiberschaJtung 13 weiter;
Die Motortreiberschaltung 13 setzt die Ausgangsspannung des Phasenschiebers 12 in einen Steuerstrom zur
Regulierung des Mötordrehmoments um.
Im normalen Betriebszustand wird das Band 10 durch die Bandantriebswelle 9 im Zusammenwirken mit der
Andrückrolle 8 mit konstanter Geschwindigkeit angetrieben.
Wie erwähnt, muß die Spannung im Band 10 vor allem im Bereich' der Magnetkopftrommel 7 mit
konstanter Spannung durchlaufen, um eine stabile Aufzeichnung und/oder Wiedergabe mit guter Qualität
gewährleisten zu können. Um die konstante Bandspannung zu erreichen, übt der Motor 3 ein Gegenmoment
auf die Vorratsspule 1 aus. Die Bandspannung stellt sich entsprechend dem Drehmoment des Motors 3 ein, der
durch das Servosystem überwacht wird, welches die Erfassungsschaltung 11 für die Drehgeschwindigkeit des
Bandwickels, den Phasenschieber 12 und die Motortreiberschaltung 13 enthält und ein der W>*kelfrequenz der
Bandspule 1 entsprechendes Rechtecksignal liefert
Die F i g. 2 zeigt ein Beispiel der Erfassungsschaltung
11 für die Drehgeschwindigkeit des Bandwickais: Die Schaltung 11 umfaßt eine Formschaltung 38 für einen
Rücksetzimpuls, einen Zähler 24t eine Verriegelungsschaltung 25, einen Digital/Analog-Wandler 26 (nachfolgend
als D/A-Umsetzer bezeichnet) sowie eine Kompensationsschaltung 39. Das an einer Eingangsklemme 21 des Abtastelements 5 auftretende Rechtecksignal
wird durch einen Verstärker 33 verstärkt und gelangt auf die Formschaltung 38 für den Rücksetzimpuls
sowie auf einen Takteingang CK einer Verriegelungsschaltung 25, in der die Ausgänge des als
8-Bit-ZähIer aufgebauten Zählers 24 bei jeder Anstiegsflanke des zugeführten Rechtecksignals blockiert
werden. Die Impulsformschaltung 38 enthält ein NAND-Glied 31, welches direkt durch das Rechtecksignal
beaufschlagt ist einen Inverter 32 und ein. aus einem Widerstand 35 und einem Kondensator 34
bestehendes Integrierglied. Das durch den Inverter 32 invertierte Rechtecksigna! wird im Integrierglied um
einen kleinen Zeitbetrag verzögert Das so verzögerte Rechtecksignal speist das NAND-Glied 31, so daß ein
die abfallenden oder Rückflanken des Rechtecksignals identifizierendes Impulssignal erzeugt wird. Das Iiopulssignal
vom NAND-Glied 31 beaufschlagt die Rücksetzklemme R des Zählers 24 als Rücksetzimpuls.
Andererseits gelangt ein Taktsignal über ein UND-Glied 29 auf den Takteingang CK des Zählers 24, durch
den die Dauer des Rechtecksignals, das heißt dessen Frequenz in einen entsprechenden digitalcodierten
Wert entsprechend der Zählfolge des Taktimpulses umgesetzt wird. Die signifikanteren Ziffernstellen cder
Bits des Zählers 24, beispielsweise die Ziffernstellen 24,
25,2* und 27 gelangen über ein NAND-Glied 30 auf das
UND-Glied 29 und verhindern damit das Auftreten eines Überlaufbetrags am Zähler 24.
Die Ausgänge des Zählers 24 sind mit der e-Bit-Verriegelungs'chaltung 25 verbunden, in der die
8-Bit-Ausgangssignale zum Zeitpunkt der Anstiegsflanken des die Drehzahl angebenden Rechtecksignäls
festgehalten werden. Die Ausgänge der Verrtegefungsschaltung 25 sind mit dem D/A-Umsetzer 26 verbunden,
um den Digitalwert von der Verriegelungsschaltung 25 in ein entsprechendes Spannungssignal umzusetzen.
Es sei nun angenommen, daß der Motor 3 für die Vorratsspule durch dieses Spannungssignal gespeist
werde. Da die Ausgänge der Verriegelungsschaltung 25
proportional zum Bandwickeldurchmesser an der Bandspule 1 sind, wird die auf das Band wirkende
Rückzugspannung offensichtlich entsprechend den Durchmesseränderungen kompensiert
Das Ausgangssignal des D/A-Umsetzers 26 enthält außerdem noch eine durch zusätzliche Reibung am
Ausgleichsarm oder der Bandspulenwelle beeinflußte Komponente. Die Kompensationsschaltung 39 ist mit
dem Ausgang des D/A-Umsetzers 26 verbunden, um diese Komponente auch zu kompensieren. Die Kornpensationsschaltung 39 enthält einen Operationsverstärker 27, einen zwischen dem Ausgang und dem
invertierenden Eingang dieses Verstärkers 27 angeschlossenen Widerstand 37 sowie einen weiteren
Widerstand 36, der mit dem invertierenden Eingang verbunden ist. An einer Klemme 28 wird dem
invertierenden Eingang des Operationsverstärkers 27 über den Widerstand 36 eine negative Vorspannung
aufgedrückt, über die sich der Verstärkungsgrad der
Kompensationsschaltung 39 so einregeln läßt, daß die im Ausgangssignal des D/A-Umsetzers 26 aufgrund von
zusätzlicher Reibung oder dergleichen enthaltene Komponente kompensiert wird. Das kompensierte
Ausgangssignal erscheint an einer Klemme 23, die mit dem Phasenschieber 12 verbunden ist
Fig.3 zeigt ein Schaltungsbeispiel für den Phasenschieber 12:
Die Schaltung 12 des Phasenschiebers besteht aus einem Operationsverstärker 41 mit einem Eingangskreis und einer Rückführung, um den Frequenzgang des
Verstärkers 41 zu beeinflussen, und umfaßt außerdem eine Überwachungsschaltung SO für den Einschaltzeitpunkt Die Eingangs- und Rückführschaltung des
Verstärkers umfaßt Widerstände 43 und 44, die zum einen zwischen einem Eingang 47 und dem nicht-invertierenden Eingang des Verstärkers 41 bzw. andererseits
zwischen dem Eingang 47 und einem invertierenden Eingang des Verstärkers 41 liegen, einen zwischen dem
nicht-invertierenden Eingang und Masse liegenden Kondensator sowie einen Widerstand 45 als Rückkopplung für den Verstärker 41. Der Ausgang des
Verstärkers 41 ist über einen Widerstand 46 mit einer Ausgangsklemme 48 verbunden, die den Anschlußpunkt
für die Motortreiberschaltung 13 darstellt
Die Übertragungsfunktion des Operationsverstärkers 41 mit dem eben erläuterten Eingangs- und Rückkopplungskreis läßt sich in folgender Gleichung darstellen:
V0 _ \-\QCRS V1 \+CRS '
50
worin mit V/bzw. Vo die Eingangs- bzw. Ausgangsspannung, mit C der Kapazitätswert des Kondensators 42,
mit R der Wert der Widerstände 43 und 44 und mit S die
komplexe Frequenz ja bezeichnet sind und der ss Widerstand 45 zu 10R angenommen wird.
F i g. 4 zeigt die Frequenzgang-Kennlinie des Phasenschiebers 12, wenn C zu 10 μΕ, R zu 91 kH gewählt sind
und tacdurch den Faktor -— bestimmt ist
CK
Wie die graphische Darstellung der F i g. 4 erkennen
läßt, beginnt die normierte Übertragungsfunktion für
einen Gleichwert von Strom oder Spannung bei I, das heißt Aus- und Eingangssignal der Schaltung 12 liegen in
Phase, und die Phase des Ausgangssignals ändert sich in es
Abhängigkeit von der Frequenz des Eingangssignals. Für den Bereich höherer Frequenzen wird das
Ausgangssignal bei relativ hohem Verstärkungsgrad
vollständig in Gegenphase in bezug auf das Eingangssignal erhalten.
Da ein Gleichwert-Eingangssignal durch den Phasenschieber 12 unverändert übertragen wird, ist auch das
auf die Bandspule 1 ausgeübte Drehmoment proportional zur Drehperiode bzw. Drehzahl der Bandpule, das
heißt umgekehrt proportional zur Rotationsfrequenz. Die Bandspannung wird also konstant gehalten,
unabhängig von einer Durchmesseränderung des Bandwickels.
In einem höheren Frequenzbereich arbeitet das Bandwickel-Servosystem der F i g. 1 vollständig im
Bereich negativer Rückkopplung, das heißt als Drehzahlüberwachungssystem. Die Drehgeschwindigkeit der
Bandspule wird also vollständig konstant gehalten, und zwar auch dann, wenn das VTR-Gerät einer Schwingoder Rollbewegung ausgesetzt ist. Durch die erfindungsgemäße Schaltung wird also die Kennlinie des
Bandtransports im Zusammenwirken mit dem Ausgleichsarm 6 vollständig stabilisiert.
Die Schaltung 50 zur Festlegung des Start-Zeitpunkts
schaltet die Phasenschieberschaltung 12 zu Beginn des Bandtransports unwirksam, das heißt in den Zustand
AUS. Da der Phasenschieber 12 Änderungen in der Drehgeschwindigkeit des Bandwickels unterdrückt,
kann die Drehzahl beim Einschalten nicht rasch hochiaufen, es sei denn die Funktion des Phasenschiebers 1? ist unterdrückt
Die Schaltung 50 zur Festlegung des Einschaltzeitpunkts besteht aus einem Feldeffekttransistor (FET) 51,
dessen Source/Drain-Strecke den Widerstand 43 f überbrückt und dessen Gate mit dem Kollektor eines
Steuertransistors 52 verbunden ist Ein Startsignal wird von einer Eingangsklemme 59 über eine Zener-Diode 58
und einen Widerstand 55 der Basis des Transistors 52 zugeführt Eine Zeitkonstantenschaltung besteht aus
einem Widerstand 55, einer über diesen Widerstand geschalteten Diode 57 sowie aus einem Widerstand 54
und einem Kondensator 53, die einerseits zwischen einer Klemme 61 und der Kathode der Diode 57 und
andererseits zwischen der Klemme 61 und der Anode der Diode 57 Hegen. Der Kondensator 53 wird mit einer
relativ großen, durch den Wert des Widerstands 55 und den Wert des Kondensators 53 bestimmten Zeitkonstante aufgeladen; er entlädt sich mit kleiner Zeitkonstante, die bestimmt ist durch den Wert des Widerstands
54, der Diode 57 und den Wert des Widerstands 53. Der Emitter des Transistors 52 ist an eine Klemme 60
angeschlossen, an der eine negative Spannung anliegt die so groß gewählt wird, daß der FET 51 gesperrt ist
Auch an der Klemme 61 liegt eine festgelegte r .gative
Spannung.
Schaltet ein Signal bei Vorlauf transport des Bands auf Signalpegel »1« und beaufschlagt die Klemme 59, so
wird der Kondensator 53 mit der erwähnten relativ großen Zeitkonstante langsam aufgeladen. Der Transistor 52 bleibt gesperrt, bis die Ladespaimung am
Kondensator 53 einen bestimmten Pegel erreicht, woraufhin der FET 51 durch eine Durchlaß-Vorspannung leitend wird, die Ober einen zwischen dem Gate
des FET 51 und der Klemme 47 liegenden Widerstand 56 zugeführt wird. Erreicht die Ladespannung des
Kondensators 53 einen bestimmten Pegel, so schaltet der Transistor 52 durch. Als Folge davon gelangt die an
der Klemme 60 liegende negative Vorspannung auf den FET 51, der jetzt gesperrt wird.
Zum Startzeitpunkt des Bandtransports wird der Phasenschieber 12 also für eine festgelegte Zeitperiode
unwirksam geschaltet, um ein rasches Hochlaufen der
Vorratsspule 1 zu ermöglichen. Hat die Drehzahl der Spule 1 einen bestimmten Wert erreicht, so wird der
Phasenschieber 12 wirksam und legt über den Motor 3 die Bandspannung auf einen sehr konstanten Wert fest
unabhängig davon, ob das Gerät externen Kräften durch Erschütterungen, Schwingbewegungen und dergleicher unterliegt.
Claims (4)
1. Einrichtung an einem Bandgerät, insbesondere
Magnetbandgerät, zur Überwachung des vom Motor einer Bandvorratsspule auf diese ausgeübten
Gegenmoments, derart,: daß das Band mit im
wesentlichen konstanter Zugspannung transportiert wird, mit einer Vorrichtung zur Abtastung der
Drehgeschwindigkeit der Vorratsspule und zur Erzeugung eines der Drehgeschwindigkeit entsprechenden Ausgangssignals, das über eine Phasenschieberschaltung eine das Gegenmoment des
Motors bei kleiner werdender Drehgeschwindigkeit der Bandvorratsspule erhöhende Motor-Treiber- 3
schaltung speist, dadurch gekennzeichnet, daß die Phasenschieberschaltung (12) das der
Drehgeschwindigkeit entsprechende Ausgangssignal (47) bei nicht kontinuierlichen schnellen
Änderungen in entgegengesetzter Phase der Motortreiberschaltung (13) zuführt
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Phasenschieberschaltung (12) bei
Gleichspannung eine Phasenverschiebung von Null und bei einem auf eine relativ hohe Frequenz
ansteigenden Ausgangssignal der Drehzahlabtastvorrichtung eine auf —180° ansteigende Phasenverschiebung sowie einen mit der Frequenz auf einen
relativ hohen Wert steigenden Verstärkungsgrad aufweist
3. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Phasenschieberschaltung (12) einen Verstärker (41),
einen ersten Widerstand (44) und einen zweiten Widerstand (43), die zwischen einer Eingangsklemme (47) und einem invertierenden Eingang des
Verstärkers bzw. zwischen der Eingangsklemme und einem nicht invertierenden Eingang des Verstärkers
angeschlossen sind, einen Rückkopplungswiderstand (45) am Verstärker sowie einen mit dem nicht
invertierenden Eingang des Verstärkers verbundenen Kondensator (42) aufweist
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Phasenschieberschaltung (12) einen
parallel zum zweiten Widerstand (43) liegenden Schalter (50) aufweist, der während eines festgelegten Intervalls vom Einschaltzettpunkt des Motors (3)
der Vorratsspule an selbsttätig eingeschaltet ist und die Phasenschieberschaltung (12) während einer
Hochlaufzeit des Bandtransports unwirksam schal- so tet.
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