DE285358C - - Google Patents
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- DE285358C DE285358C DENDAT285358D DE285358DA DE285358C DE 285358 C DE285358 C DE 285358C DE NDAT285358 D DENDAT285358 D DE NDAT285358D DE 285358D A DE285358D A DE 285358DA DE 285358 C DE285358 C DE 285358C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04G—MAKING NETS BY KNOTTING OF FILAMENTARY MATERIAL; MAKING KNOTTED CARPETS OR TAPESTRIES; KNOTTING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D04G3/00—Making knotted carpets or tapestries
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Woven Fabrics (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT,
PATENTSCHRIFT
te 285358 KLASSE 25 d. GRUPPE
MOR BÄNYAI in TOLNA, Ungarn.
Teppichknoten.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. Januar 1914 ab.
Es sind viele Verfahren zur mechanischen Herstellung orientalischer Teppiche bekannt,
die praktische Ausführung derselben ist aber sehr kostspielig, da es Schwierigkeiten verursacht,
die Polfäden um die Kettenfäden zu schlingen.
Zweck vorliegender Erfindung ist die Überwindung dieser Schwierigkeiten. Das neue
Verfahren besteht darin, daß die Grundkettenfäden aus ihrer Ebene ausgehoben und voneinander
entfernt, dann die dieselben kreuzenden Polfäden erfaßt und zwischen ihnen hindurchgezogen
werden, worauf nach Zurücklassen der Kettenfäden in ihre ursprüngliche Lage ein fertiger Knoten erhalten wird, ohne
daß der Polfaden für diesen Zweck geknotet werden müßte.
Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsformen der Vorrichtung zur Durchführung des geschilderten
Verfahrens, und zwar ist in
Fig. ι eine Vorrichtung zur Herstellung von Smyrnaknoten schaubildlich und in
Fig. 2 in Draufsicht dargestellt.
Fig. 3 zeigt den hindurchgezogenen Polfaden.
und
Fig. 4 den fertigen Smyrnaknoten.
Fig. 5 zeigt eine Vorrichtung zur Herstellung von persischen Knoten, während in
Fig. 6 ähnlich wie in Fig. 3 der hindurchgezogene Polfaden dargestellt ist.
Der Knoten wird bei beiden Ausführungsformen aus den Grundkettenfäden a, a1 und
aus dem Polfaden b gebildet. Zur Erzeugung des Knotens wird eine Hebestange d verwendet,
in deren Kopfteil Nuten oder Kanäle e, e1 ausgebildet sind, welche bei der Herstellung von
Smyrnaknoten gegen den Polfaden b konvergieren (Fig. ι und 2), während im Falle von
Perserknoten die Nuten e, e1 parallel sind (Fig. 5 und 6). Mittels dieser Stange wird
ein Kettenfadenpaar a, a1 hochgehoben, wobei
sich die Grundkettenfäden a, a1 zunächst auf
den zwischen den Nuten e, e1 befindlichen Teil der Stange d legen und beim weiteren Hochheben
der Stange in die Nuten gleiten. Da die Entfernung der Nuten e, e1 voneinander
größer ist als diejenige zweier Kettenfäden, so werden letztere gleichzeitig voneinander
entfernt. Wenn man nun mit zwei parallelen Greifern c, c1 neben dem Halsteil f der Stange d
hindurchlangend den Faden b ergreift, den Fadenausheber d niederläßt und die Greifer
c, c1 zurückzieht, wobei die Kettenfäden wieder gespannt werden, so entsteht die Lage
gemäß Fig. 3 bzw. 6, und man erhält nach dem endgültigen Spannen den fertigen Knoten.
Fig. 4 zeigt den erzeugten Smyrnaknoten.
Die Nuten e, e1 der Aushebestange d sind
in Fig. ι und 2 für Smyrnaknoten gegen den Polfaden hin konvergierend ausgebildet, sie
können aber auch parallel sein, in welchem Falle die Entfernung der Kettenfäden vonein-
ander dadurch bewirkt wird, daß die Greifer c, c1, nachdem sie zwischen den Fäden a, a1
hindurchgedrungen sind, an dem von dem Polfaden abgewandten Ende voneinander entfernt
werden, worauf die in Fig. ι und 2 dargestellte Lage der Kettenfäden erhalten wird.
Bei Perserknoten sind die Nuten e, e1 parallel.
Die Aushebestange d ist nur beispielsweise dargestellt, indem die Grundkettenfäden in die
in Fig. ι dargestellte Lage auch von oben ausgehoben werden können, z. B. durch zwei
den Nadeln von Strickmaschinen ähnliche Vorrichtungen, aus deren Haken die Kettenfäden
mittels der sich schließenden Zungen der Nadeln freigelassen werden können.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:i. Verfahren zur mechanischen Herstellung echter orientalischer Teppichknoten, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundkettenfäden aus ihrer Ebene ausgehoben und voneinander entfernt, dann die dieselben kreuzenden Polfäden erfaßt und zwischen ihnen hindurchgezogen werden, worauf nach Zurücklassen der Kettenfäden in ihre ursprüngliche Lage ein fertiger Knoten erhalten wird.
- 2. Vorrichtung zur mechanischen Herstellung von echten orientalischen Teppichknoten, gekennzeichnet durch eine die Grundkettenfäden aushebende Stange und durch Klammern oder Greifer, mittels welchen die Polfäden zur Erzeugung des Knotens durch die Kettenfäden hindurchgezogen werden.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aushebestange mit zwei gegebenenfalls gegen den Polfaden hin konvergierenden Nuten oder Kanälen versehen ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE285358C true DE285358C (de) |
Family
ID=540751
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT285358D Active DE285358C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE285358C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1535769B1 (de) * | 1963-09-17 | 1971-07-29 | Alfa Laval Bergedorfer Eisen | Verfahren und Vorrichtung zum mechanischen Weben und Knuepfen von Florgeweben |
-
0
- DE DENDAT285358D patent/DE285358C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1535769B1 (de) * | 1963-09-17 | 1971-07-29 | Alfa Laval Bergedorfer Eisen | Verfahren und Vorrichtung zum mechanischen Weben und Knuepfen von Florgeweben |
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