DE548574C - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Knuepfteppichen als Doppelware - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Knuepfteppichen als Doppelware

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DE548574C
DE548574C DEK117792D DEK0117792D DE548574C DE 548574 C DE548574 C DE 548574C DE K117792 D DEK117792 D DE K117792D DE K0117792 D DEK0117792 D DE K0117792D DE 548574 C DE548574 C DE 548574C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D39/00Pile-fabric looms
    • D03D39/02Axminster looms, i.e. wherein pile tufts are inserted during weaving

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Knüpfteppichen als Doppelware Die Erfindung betrifft ein Verfahren nebst Einrichtung zur Herstellung von Knüpfteppichen als Doppelware.
  • Es ist bereits bekannt, bei der Herstellung von Knüpfteppichen einerseits als einfache Ware den Kettenfaden vorübergehend zu einer Schlinge zu formen, durch diese den Florfaden hindurchzuziehen und durch Geradestrecken der Kettenfadenschlinge den Florfaden zu einem Knoten umzubilden, andererseits als Doppelware den Florfaden durch Schußeinzug in zwei im Abstand der doppelten Florhöhe des einfachen Teppichs übereinanderliegender Kettenfädensysteme zu einer fortlaufenden Reihe nebeneinanderliegender und miteinander verbundener, dem Smyrnaknoten nur ähnlicher Doppelknoten umzuformen.
  • Zweck der Erfindung ist, Smyrnateppiche als Doppelware mechanisch herzustellen. Die Erfindung besteht darin, daß die Kettenfäden zweier im Abstande der doppelten Florhöhe des einfachen Teppichs übereinanderliegender Kettenfädensysteme paarweise vorübergehend zu Schlingen mit entgegengesetzter Schlingrichtung gelegt werden. Alsdann wird durch diese Schlingen der Florfaden hindurchgezogen, der durch Auflösen der Schlingen zu zwei sowohl die Kettenfädenpaare des oberen als auch die des unteren Kettenfädensystems umschlingenden Smyrnaknoten umgeformt wird. Durch Zerschneiden des die beiden Smyrnaknoten miteinander sowie mit dem nicht zur Verarbeitung gelangenden Florfadenvorrat verbindenden Florfadenstückes, ferner durch Anschlagen der Smyrnaknoten und Eintragen der Bindeschüsse werden die Knotenreihen schließlich fertiggestellt, und zwar je eine im Ober- und Untergewebe.
  • Die Vorteile der Erfindung werden vor allem darin gesehen, daß mit dem vorliegenden Verfahren gleichzeitig zwei Teppiche hergestellt werden können, so daß in der gleichen Zeiteinheit der Dauer des Knüpfvorganges die doppelte Leistung erreicht wird.
  • An Hand der Zeichnungen soll nachstehend das neue Verfahren nebst der Vorrichtung zu seiner Durchführung erläutert werden.
  • Auf den Zeichnungen stellen dar: Abb. r eine schematische Ansicht des- fertigen Doppelknotens, Abb. 2 eine schaubildliche Darstellung der Anordnung- der Kettenfäden, Florkettenfäden und knotenbildenden Werkzeuge, Abb. 3 einen durch die Linie H-II gelegten Querschnitt der Knüpfeinrichtung gemäß Abb. 2, Abb. .4 bis 9 verschiedene Stadien der Knotenbildung. In den übereinander gelagerten Kettenfädensystemen i und 2 werden von einem Nadelsystem, welches -aus den Hubnadeln 3 und den Zugnadeln 4 besteht, in einer noch zu beschreibenden Weise zueinander in der Drehrichtung entgegengesetzte Schlingenpaare 5 und 6 gebildet. Die diese Schlingenpaare bildenden Nadeln 3 und 4, die am Fuße 7 bzw. 8 drehbar in den Nadelbalken 9 und io gelagert und deren Schäfte in der Längsachse innen um i8o° verwunden sind, werden durch zwei seitliche Flächen in der mit entsprechenden Schlitzen ii versehenen Führungsleiste 12 geführt. Die Drehrichtung zweier benachbarter Nadeln 3 und 4 ist zueinander entgegengesetzt.
  • Die in der Abb.2 seitlich herausgezogeir gezeichneten Schienen 13, 14, 15, 16 erstrecken sich über die ganze Webstuhlbreite und liegen zwischen den Kettenfädensystemen. In dem Zwischenraum A-B vollzieht sich die Schlingenbildung. Die Schienen selbst sichern den Abstand der Kettenfädensysteme voneinander und damit die gleichmäßige Länge der Schlingen. Der aus dem Farbsteller bekannter Art herausragende Florfaden 17 wird von der in den Nadelbalken 18 und i9 längsverschiebbar, aber nicht drehbar gelagerten und ebenfalls in den Schlitzen i i geführten Ausziehnadel 2o und der Schließnadel 21, die schräg durch die Kettenfädenschlingen von unten nach oben hindurchgreifen, erfaßt und durch zwei gegenüberliegende Schlingenpaare 5 und 6 hindurchgezogen. Nach erfolgtem Durchzug des Florfadens werden durch Zurückgehen der Hub- und Zugnadeln 3 und 4 in die Grundstellung die Schlingen aufgelöst, und der Florfaden legt sich nun, zwangsweise den sich auflösenden Schlingen, d. h. den sich streckenden Kettenfäden i und 2, folgend, um die Kettenfäden und bildet zwei miteinander verbundene Knoten (Abb. 1).
  • in den Abb. 4 bis- 9 sind die einzelnen Stadien der Knotenbildung dargestellt. Durch Heben des Nadelbalkens 9 werden die mit ihren seitlichen Flächen in den Schlitzen i i geführten und in der Längsachse schraubenförmig gewundenen Hubnadeln 3 derart an das untere Kettenfädensystem 2 gebracht, daß die Haken des Nadelkopfes die Kettenfäden hochheben und sich infolge der schraubenförmigen Bewegung unter Bildung einer Schlinge 6 um die Hubnadeln 3 legen (Abb. 4 und 5). Die nach Art einer Zungennadel ausgebildeten Zugnadeln 4, die im Nadelbalken io gelagert und ebenfalls schraubenförmig gewunden durch zwei seitliche Flächen in den Schlitzen i i geführt sind, werden durch Heben des Nadelbalkens io zwischen den einzelnen Fäden des unteren Kettenfädensystems 2 hindurchgeführt, ohne infolge ihrer Formgebung diese zu beeinflussen. Sie werden nur so weit über die oberen Kettenfäden gehoben, daß die Zunge 34 noch unterhalb der Kettenfäden i verbleibt, so daß beim darauffolgenden Abwärtsgang die offenen Haken des Nadelkopfes 4 die Fäden des oberen Kettenfädensystems i ergreifen und durch Senken des Nadelbalkens to sowie infolge rückläufiger Schraubenbewegung die Kettenfäden i ebenfalls zu Schlingen 5 legen (Abb. 6). Während die Hub- und Zugnadeln in dieser Lage (Abb.6) verharren, werden die Ausziehnadeln 2o und Schließnadeln 2i schräg durch die so gebildeten Schlingenpaare 5 und 6 geführt (Abb. 7). Dabei erfassen sie durch Festklemmen zwischen Ausziehnadelkopf 2o und Schließnadelöse 21 den Florfaden 17 am Farbsteller und ziehen ihn bis zwischen die Kettenfädensysteme aus (Abb. 8). Hierauf erfolgt die Auflösung der Schlingenpaare 5 und 6, indem sich die Hubnadeln 3 in die Grundstellung (Abb.4) senken, während die Zugnadeln 4 so hoch über das Kettenfädensystem i gehoben werden, daß dieses in seine frühere Lage (Abh. 4) zurückkehren kann, daß ferner beim Senken der Zugnadeln 4 in die Grundstellung die Zungen 34 hochgehoben und die Nadelöffnung verschlossen wird, wodurch das Mitnehmen der Kettenfäden vermieden wird. Durch das Auflösen der Schlingenpaare 5 und 6 legt sich der Florfaden, dabei so viel Fadenreserve nachziehend, wie der gegenseitige Abstand der beiden Kettenfädensysteme erfordert, zwangsläufig derart um die Kettenfäden, daß er einen Doppelknoten bildet (Abb.9). Nach Freigabe des Florfadenendes durch die Ausziehnadel 2o und die Schließnadel 21 sowie durch Senken in die Grundstellung (Abb.4) wird der Florfaden nach. Zerschneiden in Richtung E-F in zwei einfache Smyrnaknoten getrennt. Die Florfadenreserve wird hierauf bis auf ein brauchbares Maß zur Florfadenöse zurückgezogen.
  • Sind alle Smyrnaknoten einer Reihe eingetragen, so erfolgt in bekannter Weise der Ladenanschlag und zwecks Abbindens gegen die nächstfolgende Knötenreihe das Eintragen von zwei Grundschüssen in die Kettenfädensysteme i und 2.
  • Der Ladenanschlag erfolgt in Richtung des Pfeiles lt (Abb. 2) hinter den Schienen 13, 14, 15, 16, die als Ganzes derart federnd gelagert sind, daß sie dem Drucke der Lade in der Richtung des Anschlages nachgeben und beim Zurückgehen der Lade gleichfalls in ihre Anfangsstellung zurückkehren. Der Ladenklotz ist wegen des beschränkten Raumes zwischen den Nadelköpfen und dem Kettenfädensystem 2 als Eisenschiene mit einem diesem Raume entsprechenden Querschnilgt ausgeführt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Knüpfteppichen als Doppelware, wie nachstehend gekennzeichnet: Die Kettenfäden zweier im Abstande der doppelten Florhöhe des einfachen Teppichs übereinanderliegender Kettenfädensysteme werden paarweise vorübergehend zu Schlingen mit entgegengesetzter Schlingrichtung gelegt. Alsdann wird durch diese Schlingen der Florfaden hindurchgezogen, der durch Auflösen der Schlingen zu zwei sowohl die Kettenfädenpaare des oberen als auch die des unteren Kettenfädensystems umschlingenden Smyrnaknoten umgeformt wird. Durch Zerschneiden des die beiden Smyrnaknoten miteinander sowie mit dem nicht zur Verarbeitung gelangenden Florfadenvorrat verbindenden Florfadenstückes, ferner durch Anschlagen der Smyrnaknoten und Eintragen der Bindeschüsse werden die Knotenreihen schließlich fertiggestellt, und zwar je eine im Obergewebe und eine im Untergev-ebe
  2. 2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichpet, daß für j e zwei übereinanderliegende Kettenfäden der beiden Kettenfädensysteme eine Hubnadel (3) zum Anheben des unteren Kettenfadens (2) und eine zungennadelförmige Zugnadel (q.) zum Herabziehen des oberen Kettenfadens (i) vorgesehen ist, die beide während ihrer Hubbewegungen Drehungen von i8o° um ihre Längsachse zum Zwecke der Schlingenbildung der von ihnen erfaßten Kettenfäden ausführen, und daß weiter eine mit einer Schließnadel (21) zusammenarbeitende, durch die Schlingen hindurchgreifende Ausziehnadel (2o)- angeordnet ist, mit deren Hilfe durch jene Schlingen ein von einem mustergemäß steuerbaren Farbsteller dargebotener Florfaden (17) hindurchgezogen wird, der sich nach Auflösen der Kettenfädenschlingen und Geradestrecken der Kettenfäden als Smyrnaknoten um die Kettenfäden schlingt.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlich abgeflachten und schraubenförmig gewundenen Hubnadel- und Zugnadelschäfte zwischen Schlitzen (i i) einer Führungsplatte (12) längsverschiebbar angeordnet sind.
DEK117792D 1928-12-06 1929-12-04 Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Knuepfteppichen als Doppelware Expired DE548574C (de)

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