DE2853485C2 - Erdungsvorrichtung - Google Patents
ErdungsvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Erdungsvorrichtung, welche die Merkmale des Oberbegriffes des Anspruches
1 aufweist
is Bei einer bekannten Erdungsvorrichtung dieser Art
(DE-PS 22 38 652) ist die Kontakteinrichtung der Baueinheit mittels eines eine horizontale Achse
aufweisenden Schwenklagers unlösbar mit einer metallischen Platte verbunden, die ihrerseits höhenverstellbar
von zwei unterhalb der Erdungsstelle angeordneten, vertikalen Isolierstäben getragen wird. Ein flexibles
Band verbindet elektrisch leitend die Kontakteinrichtung mit der den Erdungsfestpunkt bildenden, metallischen
Platte, an welche ein Erdungsseil angeschlossen ist Da die Kontakteinrichtung ein Erdungsseil an der
Erdungsstange entbehrlich macht und außerdem eine mechanische Führung für die Erdungsstange bildet,
kann ein Monteur ohne Schwierigkeiten auch eine lange und schwere Erdungsstange noch sicher handhaben. Für
diesen Vorteil muß" jedoch bei dieser bekannten Erdungsvorrichtung der Nachteil in Kauf genommen
werden, daß überall dort, wo eine Erdung eines Leiters
eventuell erforderlich wird, eine derartige Baueinheit und der zugehörige Erdungsfestpunkt vorgesehen sein
muß, was zu einem beträchtlichen Aufwand führen kann. Außerdem sind dann, wenn, wie üblich, die gegebenenfalls
zu erdenden Leiter sich im Freien befinden, die Kontakteinrichtungen der Baueinheiten wegen deren
ständiger Verbindung mit dem zugeordneten Erdungsfestpunkt äußeren Einflüssen ausgesetzt. In der Regel
wird deshrlb in gewissen Zeitabständen eine Kontrolle notwendig sein, die noch dadurch erschwert wird, daß
sich die Baueinheiten normalerweise in einer Höhe befinden, in der sie nur mit Hilfe einer Leiter erreicht
werden können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Erdungsvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
1 zu schaffen, bei der die Verbindung zwischen dem fest geerdeten Erdungspunkt und dem
so metallenen Abschnitt der Erdungsstange einfach und wirtschaftlicher ausgebildet ist Diese Aufgabe löst eine
Erdungsvorrichtung, welche die Merkmale des Patentanspruches 1 aufweist.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Verbindungseinrichtung kann die Baueinheit für die Durchführung einer Erdung eines Leiters mit Hilfe der Erdungsstange an den fest geerdeten Erdungspunkt angesetzt und nach Beendigung der Erdung von diesem wieder abgenommen werden. Die Baueinheit kann deshalb ständig auf der Erdungsstange angeordnet sein. Es sind daher insgesamt nur so viele Baueinheiten erforderlich, als Erdungsstangen vorhanden sind oder gleichzeitig benötigt werden, unabhängig davon, wieviel Erdungsfestpunkte die gesamte Anlage aufweist Ferner ist dadurch, daß die Baueinheit nach Beendigung einer Erdung nicht am zugehörigen Erdungsfestpunkt verbleibt sondern mit der Erdungsstange abgenommen wird, ihre Kontakteinrichtung nur während des Erdens
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Verbindungseinrichtung kann die Baueinheit für die Durchführung einer Erdung eines Leiters mit Hilfe der Erdungsstange an den fest geerdeten Erdungspunkt angesetzt und nach Beendigung der Erdung von diesem wieder abgenommen werden. Die Baueinheit kann deshalb ständig auf der Erdungsstange angeordnet sein. Es sind daher insgesamt nur so viele Baueinheiten erforderlich, als Erdungsstangen vorhanden sind oder gleichzeitig benötigt werden, unabhängig davon, wieviel Erdungsfestpunkte die gesamte Anlage aufweist Ferner ist dadurch, daß die Baueinheit nach Beendigung einer Erdung nicht am zugehörigen Erdungsfestpunkt verbleibt sondern mit der Erdungsstange abgenommen wird, ihre Kontakteinrichtung nur während des Erdens
störenden äußeren Einflüssen ausgesetzt Eine Wartung
der Kontakteinrichtung braucht daher nur in relativ großen Zeitabständen zu erfolgen. Außerdem ist die
Wartung einfach, weil sie in einem geschlossenen Raum in der für die Wartungsarbeiten zweckmäßigen Lage
der Baueinheit erfolgen kann. Zur Einfachheit der erfindungsgemäßen Erdungsvorrichtung trägt das Ansetzen und Festhalten der Baueinheit <an Erdungsfestpunkt mittels der gegeneinander federbelasteten
Klemmbacken bei sowie die Erdung der Kontaktein- to richtung mittels wenigstens einer der beiden Klemmbacken. Außsrdem wird hierdurch auch eine einfache
Ausbildung der Erdungsvorrichtung erreicht Vorzugsweise haben die Klemmbacken eine Ausbildung gemäß
Anspruch 2, da hierdurch das Ansetzen der Klemmbakken an den Erdungsfestpunkt und das Abheben der
Klemmbacken voneinander zum Zwecke des Einführens des Erdungsfestpunktes erleichtert wird. Ein
weiterer Vorteil besteht darin, daß durch die Relativbewegung zwischen den Klemmbacken und dem von
ihnen erfaßten Teil des Erdungsfestpunktes beim Hersteilen der Verbindung ein Selbstreinigungseffekt
der Kontaktflächen auftritt, und daß auch bei hergestellter Verbindung noch eine Relativbewegung der
Baueinheit gegenüber dem Erdungsfestpunkt möglich ist, so daß letzterer so angeordnet werden kann, wie dies
von den baulichen Gegebenheiten her und im Hinblick auf die Handhabung der Erdungsstange am günstigsten
ist
Besonders zweckmäßig ist eine Ausbildung der Klemmbacken gemäß Anspruch 3, da mittels einer
schwenkbaren Lagerung in besonders einfacher Weise eine definierte Lage der Klemmbacken erreicht werden
kann. Ferner läßt sich mit einer derartigen Ausbildung der Klemmbacken in einfacher Weise eine definierte
Lage des von ihnen erfaßten Teils des Erdungsfestpunktes im vollständig eingeführten Zustand erreichen, was
einer guten Kontaktqualität förderlich ist.
Einen möglichst kleinen Aufwand für die Baueinheit
erhält man durch eine Ausbildung der erfindungsgemä-Ben Erdungsvorrichtung gemäß Anspruch 4.
Bei einer Ausgestaltung der Baueinheit gemäß Anspruch 5 läßt sich mit einfachen Mitteln eine
Beschädigung der Kontakteinrichtung durch mechanische Überlastung, wie sie bei der Handhabung der
Erdungsstange auftreten könnte, wenn diese in die Kontakteinrichtung eingreift, vermeiden.
Obwohl vor dem Erden einer Leitung geprüft werden muß, ob diese spannungsfrei ist, ist es von Vorteil, wenn
die Erdungsvorrichtung selbst eine Sicherheitseinrichtung aufweist welche der Bedienungsperson zu
erkennen gibt, ob die zu erdende Leitung unter Spannung steht, weil es beispielsweise vorkommen
kann, daß zwischen der Spannungsprüfung und der Herstellung der Erdungsverbindung an einer entfernten
Stelle der zu erdende Leiter wieder an Spannung gelagt worden ist Eine solche Sicherheitseinrichtung läßt sich
mit geringem Aufwand gemäß Anspruch 6 realisieren, da die Klemmbacken verhindern, daß die Erdungsstange durch die Kontakteinrichtung hindurchgeschoben
werden kann, wenn der Elektromagnet erregt ist und die Klemmbacken an die Erdungsstange anpreßt
Um die Verbindung der Baueinheit mit dem Erdungsfestpunkt und das Ansetzen der Baueinheit an
den Erdungsfestpunkt zu vereinfachen, ist eine Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Erdungsvorrichtung
gemäß Anspruch 7 vorteilhaft. Die Klemmbacken kommen dann nämlich beim Ansetzen zwangsläufig in
die gewünschte Lage auf dem Erdungsfestpunkt Außerdem sichert die Ringnut die Baueinheit gegen eine
ungewollte Verschiebung.
Im folgenden ist die Erfindung anhand von zwei in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
im einzelnen erläutert Es zeigt
F i g. 1 eine Ansicht des ersten Ausfuhrungsbeispiels
in einer Lage kurz vor dem Ansetzen an einen an einem Stützer vorgesehenen Erdungsfestpunkt,
F i g. 2 eine Ansicht des ersten Ausfüvirungsbeispiels
im Zustand während einer Erdung,
F i g. 3 einen vergrößert dargestellten Ausschnitt aus Fig. 2,
F i g. 6 die Steuerschaltung der Sicherungseinrichtung des ersten Ausführungsbeispiels,
F i g. 7 einen unvollständig dargestellten Schnitt entsprechend F i g. 4 durch das zweite Ausführungsbeispiel.
Eine transportable, teleskopartig verlängerbare und verkürzbare Erdungsstange weist einen auch als
Handgriff dienenden, elektrisch isolierenden Abschnitt
1 auf, der als Rohr ausgebildet ist um einen elektrisch leitenden Abschnitt 2 aufnehmen zu können, der
ebenfalls aus einem Rohr besteht Die beiden Abschnitte sind drehfest aber in ihrer Längsrichtung relativ
zueinander verschiebbar miteinander verbunden. Nicht dargestellte, kraftschlüssige Rastvorrichtungen sichern
den elektrisch leitenden Abschnitt 2 in seinen beiden Endstellungen, in denen er soweit wie möglich in den
elektrisch isolierenden Abschnitt 1 eingefahren bzw. so weit wie möglich aus diesem herausgezogen ist Die
F i g. 1 und 2 zeigen den elektrisch leitenden Abschnitt in diesen beiden Endstellungen. Das freie Ende des
elektrisch leitenden Abschnittes 2 trägt eine in bekannter Weise ausgebildete Anschlußeinrichtung 3
zum Erfassen und Kontaktieren des zu erdenden Leiters. Die Anschlußeinrichtung 3 bildet ein Klemmaul,
dessen Maulweite nach dem Einhängen in einen Leiter durch Drehen der Erdungsstange in der einen Richtung
verkleinert und in der anderen Richtung vergrößert werden kann. Das aus einem elektrisch gutleitenden
Material bestehende Klemmaul steht in elektrisch leitender Verbindung mit dem elektrisch leitenden
Abschnitt 2.
Wie insbesondere die Fig.3 und 4 zeigen, ist der elektrisch leitende Abschnitt 2 durch ein metallisches,
annähernd quaderförmiges Gehäuse 4 einer als Ganzes mit 5 bezeichneten Baueinheit hindurchgeführt, welche
eine Kontakteinrichtung 6 und eine Verbindungseinrichtung 7 baulich vereinigt. Die Rückwand des bis auf
die Vorderwand 8 einstückig ausgebildeten, metallischen Gehäuses, das wie F i g. 5 zeigt einen rechteckförmigen Querschnitt und eine Breite hat, die nur wenig
größer ist als der Außendurchmesser des elektrisch leitenden Abschnittes 2, bildet eine erste Klemmbacke 9.
Eine zweite, zur Erzielung einer ausreichenden Steifigkeit im Querschnitt U-förmige Klemmbacke 10, die wie
das Gehäuse 4 aus einem elektrisch gutleitenden Material, beispielsweise Alummiumguß, besteht, hat
nahe ihrem oberen Ende auf der der ersten Klemmbakke 9 zugekehrten Seite eine halbkreisförmige Quernut,
in welcher ein elektrisch leitender Gelenkzapfen It liegt, der durch im Durchmesser größere Endstücke
gegen eine axiale Verschiebung relativ zu den Klemmbacken gesichert ist Auch die erste Klemmbakke 9 ist mit einer entsprechenden Nut für den
Etwa in der Mitte zwischen diesem Ende, an dem die beiden Klemmbacken 9 und 10 um die Längsachse des
Gelenkzapfens 11 relativ zueinander schwenkbar miteinander verbunden sind, und dem anderen Ende der
beiden Klemmbacken ist ein zweiter zylindrischer Klemmkanal vorhanden, welcher wie der den Gelenkzapfen U aufnehmende Kanal durch je eine zylindrisch
gekrümmte Rinne in den beiden Klemmbacken 9 und 10 gebildet ist, jedoch an einen Zylinder mit größerem
Durchmesser angepaßt ist Die Längsachse dieses zweiten Klemmkanals liegt parallel zum Gelenkzapfen
11. Auf der letzteren abgekehrten Seite schließt sich an
den zweiten Klemmkanal ein Einführungsschlitz 12 an, der sich zum unteren Ende der Klemmb'acken 9 und 10
hin keilförmig verbreitert und an seiner engsten Stelle, an welcher er in den zweiten Klemmkanal übergeht,
eine Weite hat, die kleiner als der größte Durchmesser dieses Klemmkanals ist Wie F i g. 4 zeigt, ist nur die den
Einführungsschlitz 12 begrenzende Fläche der Klemmbacke 10 gegenüber der durch die Längsachsen der
beiden Kanäle definierten Mittelebene der Verbindungseinrichtung 7 geneigt, nicht auch die entsprechende Begrenzungsfläche der ersten Klemmbacke 9.
Tellerfedern 13, welche unter den Kopf einer Schraube 14 gelegt sind, welche die einander zugekehrten
Begrenzungswände der beiden Klemmbacken zwischen dem Gelenkzapfen U und dem sich an den Einführungsschlitz 12 anschließenden zweiten Klemmkanal rechtwinklig zu dessen Längsachse durchdringen, üben auf
die beiden Klemmbacken eine Kraft aus, welche diese in Anlage aneinander zu halten sucht
In die untere Wand des Gehäuses 4 ist nahe der ersten Klemmbacke 9 eine Führungsbuchse 15 eingesetzt
deren Längsachse lotrecht auf der unteren Wand steht und parallel zur ersten Klemmbacke 9 liegt Mit dieser
Führungsbuchse 15, deren Innendurchmesser an den Außendurchmesser des elektrisch leitenden Abschnittes
2 der Erdungsstange angepaßt ist da sie der Führung dieses Abschnittes dient ist gleichachsig zu dieser
Führungsbuchse 15 in die obere Wand des Gehäuses 4 der hülsenartige Basisteil 16 der Kontakteinrichtung 6
eingesetzt dessen Innendurchmesser nur geringfügig größer ist als der Außendurchmesser des elektrisch
leitenden Abschnittes 2, so daß auch er eine Führung für
letzteren bilden kann. Von der einen, im Ausführungsbeispiel der nach außen weisenden Stirnseite des
Basisteils 16 stehen in axialer Richtung einstückig mit ihm ausgebildete, radial federnde Kontaktfinger 17 ab,
die gleichmäßig auf den Umfang verteilt sind und auf der Innenseite ihres freien Endabschnittes je einen
kuppenartigen Vorsprung haben, weicher an der Außenmantelfläche des elektrisch leitenden Abschnitts
2 anliegt. Eine die Kontaktfinger 17 im Bereich ihres freien Endes umfassende Ringfeder 18 sorgt für den
erforderlichen Kontaktdruck. Eine Deformation der Kontaktfinger 17 durch die Erdungsstange ist nicht zu
befürchten, weil der Basisteil 16 die maximale radiale Verlagerung in engen Grenzen hält
Wenn die Erdungsstange auf ihre kleinste Länge verkürzt ist, werden die Kontaktfinger 17 von einer
Kappe 19 abgedeckt, die neben der Anschhißeinrichtung 3 auf dem elektrisch leitenden Abschnitt 2 sitzt, mit
diesem verstiftet und nur auf der dem elektrisch isolierenden Abschnitt 1 zugekehrten Stirnseite offen
ist. In der Transport- und AufbewahrungssteOung, in
welcher der elektrisch leitende Abschnitt 2 so weit wie möglich in den elektrisch isolierenden Abschnitt 1
eingefahren ist sind deshalb die Kontaktfinger 17 vollständig abgedeckt.
Innerhalb des Gehäuses 4 sind zwischen der die Gehäuserückwand bildenden ersten Klemmbacke 9 und
dem elektrisch leitenden Abschnitt 2 bzw. zwischen diesem und der Vorderwand je ein Klemmkörper 20
angeordnet, die auf ihren einander zugekehrten, entsprechend dem elektrisch leitenden Abschnitt 2
gekrümmten Seite je einen Bremsbelag 21, also einen
ίο Belag mit hohem Reibungskoeffizienten, tragen. Die
beiden Klemmkörper 20 sind auf je einer im rechten Winkel zur Längsachse der Isolierstange liegenden
Achse 22 schwenkbar gelagert, deren Enden in zwei laschenförmigen Schwenkarmen 23 gelagert sind, die
zusammen mit den Klemmkörpern einen den elektrisch leitenden Abschnitt 2 umfassenden Rahmen bilden.
Diejenigen der beiden Achsen 22, welche zwischen dem elektrisch leitenden Abschnitt 2 und der ersten
Klemmbacke 9 liegt, ist außerdem in den beiden
Seitenwänden des Gehäuses 4 gelagert. Das gegen die
vordere Wand des Gehäuses 4 weisende Ende der beiden Arme 23 ist über einen parallel zu den Achsen 22
liegenden Verbindungsstift mit dem Anker eines Elektromagneten 24 verbunden, der an der Innenseite
der oberen Gehäusewand befestigt ist und bei einer Blickrichtung gemäß Fig.4 das mit seinem Anker
verbundene Ende der beiden Arme 23 entgegen der Kraft einer Zugfeder 25 nach oben bewegt, welche
einerseits mit dem Verbindungsstift 24 und andererseits
mit dem Gehäuse verbunden ist In dem in Fig.4
dargestellten, entregten Zustand des Elektromagneten 24 hält die Zugfeder 25 die beiden Arme 23 in einer
Lage, in der die beiden Klemmkörper 20 auf gleicher Höhe liegen. Die Bremsbeläge 21 haben dann einen
Abstand voneinander, der etwas größer ist als der Außendurchmesser des elektrisch leitenden Abschnitts
2. Daher üben die Klemmkörper 20 in dieser Position keine oder zumindest keine nennenswerte Reibungskraft auf den elektrisch leitenden Abschnitt 2 aus. Sind
jedoch die Arme 23 vom Elektromagneten 24 nach oben geschwenkt dann werden die Bremsbeläge 21 der
Klemmkörper 20 an den elektrisch leitenden Abschnitt 2 angepreßt und diese Klemmwirkung erhöht sich noch,
wenn die Bedienungsperson versuchen sollte, den
elektrisch leitenden Abschnitt 2 durch die Baueinheit 5
hindurchzuschieben, wie dies notwendig ist, um die
heranzuführen.
einerseits geerdet ist, muß andererseits mit einer
Steuerleitung 26 verbunden werden, die zu einem nicht däf gesiclucii Trennschalter führt, mittels dessen der zu
erdende Leiter vom Netz abgetrennt werden kann. Es ist dadurch möglich, das Heranführen der Erdungsstan
ge an den zu erdenden Leiter zu verhindern, wenn
dieser unter Spannung steht Die Teile 20 bis 25 bilden daher eine Sicherungseinrichtung.
Ein von den beiden Klemmbacken 9 und 10 erfassbarer Erdungsfestpunkt braucht nur insoweit an
die Verbindungseinrichtung 7 angepaßt zu sein, als er einen Stab oder stabförmigen Abschnitt aufweisen muß,
welcher in dem sich an den Einführungsschlitz 12 anschließenden Klemmkanal so geklemmt werden kann,
daß nicht nur eine mechanische Verbindung besteht
sondern auch ein ausreichend guter elektrischer
durchgehenden, zentralen Längsbohrung versehenen Zylinderkörper auf, der elektrisch leitend ist und im
montierten Zustand mit seiner einen Stirnfläche an der vertikalen Fläche eines metallischen Trägers 28 anliegt,
der geerdet ist und den Erdungsfestpunkt ebenfalls auf Erdpotential hält. Eine den metallischen Träger 28
durchdringende und in die Längsbohrung des Erdungsfestpunktes eingreifende Schraube 29, die selbst auch
eine durchgehende, zentrale Längsbohrung aufweist, hält den Erdungsfestpunkt mit der notwendigen Kraft in ι ο
Anlage am metallischen Träger 28, von dem aus der Erdungsfestpunkt mit horizontaler Längsachse absteht.
Wie die F i g. 3 und 5 zeigen, ist der Erdungsfestpunkt 27 mit einer nach außen offenen Ringnut 30 versehen,
deren Breite an ihrem Grund an die Breite der beiden Klemmbacken 9 und 10 eingepaßt ist. An den unteren,
paraiieifiankigen Bereich dieser Ringnut 30 schließt sich ein Bereich an, in dem die Breite der Ringnut nach
außen hin zunimmt, was das Ansetzen der Klemmbakken 9 und 10 an den Erdungsfestpunkt 27 auch in
größerer Höhe erleichtert.
Wie insbesondere Fig.5 zeigt, ist in die zentrale
Bohrung des Erdungsfestpunktes 27 von dessen freiem Ende her der Schaft eines Isolierkörpers 31 eingesetzt,
dessen scheibenartiger Kopfteil einen an den größten Durchmesser des Erdungsfestpunktes 27 angepaßten
Außendurchmesser hat. Zwischen dem Kopfteil und der ihm zugekehrten Stirnfläche des Erdungsfestpunktes ist
ein Spalt vorgesehen, welcher den Kriechweg vom Erdungsfestpunkt zu einer Kontaktscheibe 32 vergrößert,
welche in eine ihrer Größe entsprechende Vertiefung in der nach außen weisenden Stirnseite des
Kopfteils des Isolierkörpers 31 eingelassen ist. Diese Kontaktscheibe 32 ist mit der Steuerleitung 26
verbunden, welche an die Kontaktscheibe durch die zentrale Bohrung der Schraube 29, des Erdungsfestpunktes
27 sowie eine zentrale, durchgehende Bohrung des Isolierkörpers 31 herangeführt ist.
Wie F i g. 3 zeigt, ist eine Kontaktzunge 33 mit dem freien Ende eines elektrisch isolierenden Distanzstückes
34 verbunden, das von der einen Seitenwand des Gehäuses 4 nahe dessen oberer Wand absteht. Die
Kontaktzunge 33 erstreckt sich von diesem Distanzstück 34 derart nach unten, daß sie mit dem
erforderlichen Kontaktdruck in Anlage an die Kontaktscheibe 32 kommt, wenn der Erdungsfestpunkt 27
zwischen die Klemmbacken 9 und 10 eingeführt wird. Von der Kontaktzunge 33 aus führt eine Verbindungsleitung zu der Erregerwicklung des Elektromagneten 24.
Um einen Leiter zu erden, wird die Erdungsstange an den im Bereich unterhalb dieses Leiters angeordneten
Erdungsfestpunkt 27 angesetzt, und zwar mit möglichst weit eingefahrenem elektrisch leitendem Abschnitt 2.
Dazu werden die beiden Klemmbacken 9 und 10 von oben her auf den Erdungsfestpunkt aufgesetzt und
dieser dann in den von den Klemmbacken gebildeten Klemmkanal eingerührt, indem auf die Erdungsstange
die hierzu erforderliche Zugkraft ausgeübt wird. Die
Erdungsstange ist nun mechanisch und elektrisch mit dem Erdungsfestpunkt verbunden, wobei die elektrische eo
Verbindung schon jetzt voll belastbar ist Anschließend wird der elektrisch leitende Abschnitt 2 aus dem
elektrisch isolierenden Abschnitt 1 herausgezogen, indem letzterer vom Erdungsfestpunkt wegbewegt
wird. Ist die erforderliche Stangenlänge erreicht, dann
wird der elektrisch leitende Abschnitt 2 durch das Gehäuse 4 hindurchgeführt Dabei sind die Kontaktfinger
17, weiche zu Beginn dieser Verschiebung der Erdungsstange von der Kappe 19 freigegeben werden,
ständig in Anlage am elektrisch leitenden Abschnitt 2. Wenn letzterer ausreichend weit durch das Gehäuse 4
hindurchgeführt worden ist, können die Erdungsstange in die vertikale Lage geschwenkt und ihre Anschlußleitung
3 an den zu erdenden Leiter herangeführt werden. Das nach dem Erfassen des zu erdenden Leiters durch
die Anschlußeinrichtung erforderliche Drehen der Erdungsstange zum Schließen der Anschlußeinrichtung
wird durch die Kontakteinrichtung 6 nicht behindert.
Beim Entfernen der Erdungsstange wird zunächst die Anschlußeinrichtung 3 gelöst, die Erdungsstange dann
geschwenkt und anschließend auf ihre kleinste Länge verkürzt. Danach wird die Verbindungseinrichtung 7
vom Erdungsfestpunkt 27 abgenommen.
Da nicht nur vermieden werden muß, daß ein nicht vom Netz getrennter Leiter geerdet wird, sondern auch,
daß der Trennschalter versehentlich wieder geschlossen wird, während der Leiter noch geerdet ist, ist eine
gegenseitige Verriegelung vorgesehen, welche mit der in F i g. 6 dargestellten Schaltung erreicht wird.
F i g. 6 zeigt den Zustand dieser Schaltung, wenn der Trennschalter, von dem nur sein elektromagnetischer
Steuerteil 35 dargestellt ist, geöffnet ist und die Erdungsstange nicht an den Erdungsfestpunkt 27
angesetzt ist. Wird bei diesem Zustand der Schaltung die Erdungsstange an den Erdungsfestpunkt 27 angesetzt,
dann wird ein erstes Relais 38 erregt, das einerseits mit dem Pluspol einer Energieversorgungsquelle und
andererseits über einen öffner eines zweiten Relais 36 mit der Steuerleitung 26 verbunden ist, die nun über die
Baueinheit 5 und den Erdungsfestpunkt 27 mit Erde verbunden ist. Die Erregerwicklungen des ersten Relais
38 und des Elektromagneten 24 sind so ausgelegt, daß bei dieser Reihenschaltung beider Wicklungen der
Erregerstrom nur für die Erregung des ersten Relais 38, nicht aber für die Erregung des Elektromagneten 24
ausreicht. Da der Steuerteil 35 des Trennschalters einerseits mit dem geerdeten Minuspol der Energieversorgungsquelle
und andererseits über einen Schließer des zweiten Relais 36 sowie einen mit diesem in Reihe
geschalteten Öffner des ersten Relais 38 an den Pluspol der Energieversorgungsquelle angeschlossen ist und bei
erregtem erstem Relais dieser Strompfad unterbrochen ist, kann der Trennschalter nicht geschlossen werden,
auch wenn sein Steuerschalter 37 geschlossen wird, solange die Erdungsstange an den Erdungsfestpunkt 27
angesetzt ist, weil im Erregerstromkreis des zweiten Relais 36 nicht nur der Steuerschalter 37, sondern auch
der öffner des ersten Relais 35 liegt Ist das erste Relais 38 entregt dann kann durch ein Schließen des
Steuerschalters 37 der Trennschalter geschlossen werden. Solange der Trennschalter geschlossen ist ist
das zweite Relais 36 erregt was zur Folge hat daß die Steuerleitung 26 ständig über einen zweiten Schließer
des zweiten Relais 36 und dem mit ihm in Reihe liegenden öffner des ersten Relais 38 an den Pluspol der
Energieversorgungsquelle angeschlossen ist Ober diesen Strompfad kann nun der zur Erregung des
Elektromagneten 24 erforderliche Strom fließen, was ein Wirksamwerden der beiden Klemmkörper 20 zur
Folge hat
Das in Fig.7 dargestellte Ausführungsbeispiel
unterscheidet sich von demjenigen gemäß den Fig. 1 bis 6 nur dadurch, daß seine Sicherungseinrichtung nicht
eine mechanische Sperre bildet die im wirksamen Zustand* eine Längsverschiebung des elektrisch leitenden
Abschnittes 102 der Erdungsstange relativ zum
Gehäuse 104 der Baueinheit 105 verhindert, sondern als ein im Gehäuse 104 angeordnetes Horn 124 ausgebildet
ist, das ertönt, wenn die Verbindung mit dem Erdungsfestpunkt 127 sowie mit der Steuerleitung 126
hergestellt ist und die Steuerleitung über den einen Schließer des zweiten Relais und den öffner des ersten
Relais an Spannung liegt.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Erdungsvorrichtung mit wenigstens einer mit einem fest geerdeten Erdungspunkt mechanisch und
elektrisch verbindbaren Erdungsstange, die im Anschluß an einen elektrisch isolierenden Abschnitt
einen metallischen Abschnitt aufweist, der während der elektrischen Verbindung zwischen ihm und dem
fest geerdeten Erdungspunkt über eine an ihm anliegende Kontakteinrichtung und eine mit dieser
zu einer Baueinheit vereinigte Verbindungseinrichtung, die eine Bewegung der Erdungsstange relativ
zum fest geerdeten Erdungspunkt wenigstens in Längsrichtung der Erdungsstangc zuläßt, mit dem
fest geerdeten Erdungspunkt verbunden ist, und der an seinem freien Endabschnitt eine an den zu
erdenden Leiter ansetzbare Anschlußeinrichtung trägt, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verbindungseinrichtung (7) der auf dem metallischen Abschnitt (2; 102) der Erdungsstange verschiebbar
angeordneten Baueinheit (5; 105) zwei relativ zueinander bewegbare, gegeneinander federbelastete
Klemmbacken (9, 10) aufweist, zwischen die der fest geerdete Erdungspunkt (27) einführbar
ist und von denen wenigstens die eine die Kontakteinrichtung (6) elektrisch leitend mit dem
eingeführten Erdungspunkt (27) verbindet
2. Erdungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmbacken (9,10) einen
keilförmigen Einführungsschlitz (12) für den Erdungspunkt (27) bilden.
3. Erdungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmbacken (9, 10) im
Bereich ihres einen Endes relativ zueinander schwenkbar gelagert sind und im Anschluß an das
innenliegende Ende des Einführungsschlitzes (12) einen an die Querschnittsform eines stabförmigen
Teils des Erdungsfestpunktes (27) angepaßten Klemmkanal bilden.
4. Erdungsvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Klemmbacke
(9) durch die eine Wand eines Gehäuses (4) gebildet ist, das vom metallischen Abschnitt (2) der
Erdungsstange durchdrungen wird und die Kontakteinrichtung (6) trägt
5. Erdungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Baueinheit
(5) im Abstand von der den metallischen Abschnitt (2) umfassenden Kontakteinrichtung (6), die mehrere
in radialer Richtung federnde und über den Umfang des metallischen Abschnittes verteilt angeordnete
Kontaktfinger hat, eine gleichachsig zu dem von der Kontakteinrichtung gebildeten Führungskanal angeordnete
Führungsbuchse (15) für den metallischen Abschnitt (2) aufweist.
6. Erdungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine Klemmvorrichtung,
die zwei im Abstand nebeneinander im Gehäuse (4) der Baueinheit (5) angeordnete Schwenkhebel (23) aufweist, die entgegen der Kraft
einer Rückstellfeder (25) mittels eines Elektromagneten (24) gemeinsam schwenkbar sind und zusammen
mit zwei zwischen ihnen angeordneten Klemmbakken (21) einen den metallischen Abschnitt (2) der
Erdungsstange umfassenden Rahmen bilden.
7. Erdungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet daß der zylindrisch
ausgebildete Erdungsfestpunkt (27), der an seinem einen Ende mit einem plattenförmigen sich annähernd
senkrecht zur Zylinderachse erstreckenden Träger (28) mechanisch fest und elektrisch leitend
verbunden ist eine im wesentlichen trapezförmige Ringnut (30) aufweist deren Breite am Nutengrund
mindestens gleich der Breite der Klemmbacken (9, IU) der Verbindungseinrichtung (7) ist
Priority Applications (6)
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|---|---|---|---|
| DE19782853485 DE2853485C2 (de) | 1978-12-12 | 1978-12-12 | Erdungsvorrichtung |
| SE7910002A SE7910002L (sv) | 1978-12-12 | 1979-12-04 | Jordningsanordning |
| FR7930209A FR2444348A1 (fr) | 1978-12-12 | 1979-12-10 | Dispositif de mise a la terre |
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| YU03035/79A YU303579A (en) | 1978-12-12 | 1979-12-12 | Earthing device |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19782853485 DE2853485C2 (de) | 1978-12-12 | 1978-12-12 | Erdungsvorrichtung |
Publications (2)
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Family
ID=6056875
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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| DE3227863C2 (de) * | 1982-07-26 | 1984-07-05 | Arcus Elektrotechnik Alois Schiffmann GmbH, 8000 München | Haltevorrichtung für eine Erdungsstange |
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| DE2540644C3 (de) * | 1975-09-12 | 1978-08-10 | Karl Pfisterer Elektrotechnische Spezialartikel Gmbh & Co Kg, 7000 Stuttgart | Längenveränderbare Stange, insbesondere Erdungsstange oder Betätigungsstange für elektrotechnische Einrichtungen |
-
1978
- 1978-12-12 DE DE19782853485 patent/DE2853485C2/de not_active Expired
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