DE285344C - - Google Patents

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DE285344C
DE285344C DENDAT285344D DE285344DA DE285344C DE 285344 C DE285344 C DE 285344C DE NDAT285344 D DENDAT285344 D DE NDAT285344D DE 285344D A DE285344D A DE 285344DA DE 285344 C DE285344 C DE 285344C
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zirconium
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iron
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G25/00Compounds of zirconium
    • C01G25/02Oxides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES A
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 285344 KLASSE 12m. GRUPPE
Dr. KARL LEUCHS in HASELMÜHLE b. AMBERG.
Verfahren zur Herstellung von reinem, insbesondere eisenfreiem Zirkonoxyd.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. März 1914 ab.
Die Gewinnung reiner Zirkonfällungen ist schon seit längerer Zeit Gegenstand zahlreicher Untersuchungen gewesen (vgl. Ber. d. D. ehem. Ges.'37, 2024; Zeitschr. f. anorg. Chem. Bd. 42, 87, Bd. 45, 185, Bd. 46, 449, Bd. 54, 196; Journal f. prakt. Chemie 76, 363 u. a.). Die in den Lehrbüchern Meyer und Hauser, Die Analyse der seltenen Erden, Classen, Ausgewählte Methoden der analyt. Chemie, Herzfeld und Korn, Chemie der seltenen Erden, und Panageff, Verhalten der seltenen Erden, beschriebenen Methoden eignen sich für das Arbeiten im größeren Maßstabe nicht und sind zum Teil unzulänglich, da sie von reinen Zirkonlösungen ausgehen, wie sie in der Technik zunächst nicht vorliegen.
Eine beachtenswerte Arbeit, die die Schwierigkeit dieser Materie deutlich hervorhebt, ist in der Zeitschrift für anorganische Chemie,
ao Bd. 65, 178 erschienen. Es wird darin eine Fällung von Zirkonerde und ihre Trennung, hauptsächlich von Eisen, auf umständliche Weise erzielt, da im Gegensatz zu den oben genannten Lehrbüchern die einfache Fällung
as mit Kaliumsulfat nicht zum Ziele führt (vgl. ebenda S. 200).
Am unangenehmsten machen sich bei Zirkonfällungen die schleimigen Niederschläge bemerkbar (s. wieder die oben angeführte Abhandlung S. 200 unten), die abzufiltrieren und auszuwaschen im großen völlig unmöglich ist.
Es finden sich zwar in der Literatur einige
Andeutungen, daß reine Zirkonlösungen unter gewissen Bedingungen durch Schwefelsäure fällbar sind, doch ist über die Beschaffenheit der Niederschläge, insbesondere ob sie schleimig oder kristallinisch fallen, nichts angegeben, und ebenso nicht, ob aus unreinen Lösungen eisenfreie Fällungen zu erhalten sind.
So ist nach der Patentschrift 262009 nur *° dann ein filtrierbarer Niederschlag zu bekommen, wenn man die Lösungen der Zirkonsalze unter Druck über den Siedepunkt der Flüssig-. keit auf 1300 erhitzt.
Es hat sich nun herausgestellt, daß man auch ohne Druck zu einem gut filtrierbaren, kristallinischen, eisenfreien Niederschlag eines basischen Zirkonsulf ates der Zusammensetzung: 7 ZrO2, 3 SO3,14 H2O (über H2 SO4 vom spez. Gewicht 1,64 getrocknet) gelangt, wenn man einer Lösung von unreinem Zirkonchlorid Schwefelsäure im ungefähren obigen Molekularverhältnis zusetzt und kocht.
Diese Methode, die bisher noch nirgends zur Reindarstellung des Zirkonoxydes empfohlen worden ist und deren Brauchbarkeit nach den früheren Arbeiten auf diesem Gebiete auch nicht vorauszusehen war, hat vor dem Druckverfahren den Vorzug der Einfachheit und Billigkeit und liefert auch reinere Produkte als dieses. Der Fällung läßt sich im Gegensatz zu anderen bekannten basischen Sulfaten des Zirkons die Schwefelsäure schon in der Kälte durch Ammoniak oder fixe Alkalien entziehen und bleibt dabei die pulvrige, fein verteilte Form erhalten. Diese Eigenschaft
macht sie besonders für Emaillierungszwecke /-geeignet, was zweifellos einen weiteren technischen Effekt bedeutet.
. Beispiel.
io kg Zirkonerz werden fein gemahlen und mit 5 kg Soda kalziniert. Das Glühprodukt wird .mit Wasser ausgezogen, das Unlösliche mit Salzsäure versetzt und die Kieselsäure in bekannter Weise abgeschieden. Hierbei bleibt etwas unaufgeschlossenes Erz und Kieselsäure zurück, das von neuem mit Soda aufgeschlossen werden kann. In der Lösung des Zirkonchlorides, vorhandenes Eisenchlorid wird reduziert und diese dann mit Schwefelsäure ungefähr in dem Verhältnis versetzt, daß auf 7 Moleküle ZrO., 4 Moleküle H2SO,, treffen. Die Lösung wird hierauf zum Kochen erhitzt und nötigenfalls die freie Säure ganz oder zum Teil neutralisiert. Der dichte kristalli- ao nische Niederschlag wird so lange; ausgewaschen, bis die Schweieliäureabgabc. an das Waschwasser einen konstanten Betrag erreicht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: %.
    Verfahren zur Herstellung von reinem Zirkonoxyd aus unreinen, insbesondere eisenhaltigen Lösungen, dadurch gekennzeichnet, daß man die salzsaure Zirkonlösung mit Schwefelsäure im ungefähren Molekülverhältnis Von 7ZrO2^H2SO4 versetzt und kocht.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1279668B (de) * 1961-10-26 1968-10-10 Degussa Verfahren zur Herstellung von Zirkoniumsulfat bzw. Zirkoniumoxid

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