DE235706C - - Google Patents

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DE235706C
DE235706C DENDAT235706D DE235706DA DE235706C DE 235706 C DE235706 C DE 235706C DE NDAT235706 D DENDAT235706 D DE NDAT235706D DE 235706D A DE235706D A DE 235706DA DE 235706 C DE235706 C DE 235706C
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chlorate
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25BELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25B1/00Electrolytic production of inorganic compounds or non-metals
    • C25B1/01Products
    • C25B1/24Halogens or compounds thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE Ml GRUPPE
CENTRALSTELLE FÜR WISSENSCHAFTLICHTECHNISCHE UNTERSUCHUNGEN G.m.b.H. in NEUBABELSBERG.
Bei der Elektrolyse der Alkalien und Erdalkalien zwecks Darstellung der entsprechenden Halogensauerstoffverbindungen hat es sich, um hohe Stromausbeuten zu erlangen, als vorteilhaft erwiesen, dem Elektrolyten ein Chlorid eines solchen Metalls zuzusetzen, das durch Alkali aus seinen Salzlösungen als Oxyd oder Hydroxyd gefällt wird. Bedingung für die Wirksamkeit dieser Zusätze war indessen bisher
ίο die Gegenwart von Chromat. Es wurde gefunden, daß das technische Chlorid des Cers eine Ausnahme macht insofern, als durch dessen Zusatz zum Elektrolyten auch ohne Gegenwart von Chromat hohe Stromausbeuten erzielt werden.
Diese spezifische Fähigkeit, die Reduktion der unterhälogenigen Säuren zu verhindern, kommt auch anderen Verbindungen seltener Erden zu; indessen ist die Verwendung von Cerochlorid besonders vorteilhaft.
Die Verbindungen der seltenen Erden scheiden sich an der Kathode in unlöslicher, festhaftender Form ab und bilden ein sichtbares, wirksames Diaphragma. Der nicht für die
Bildung eines Überzuges an den Elektroden in Anspruch genommene Teil fällt in unlöslicher Form aus. Der Elektrolyt selbst bleibt frei von Verunreinigungen und auch vollkommen klar.
In der Literatur sind mehrfach Mittel genannt worden, die in gleicher Weise wie die seltenen Erden, also ohne Zusatz von Chromat, die Ausbeute an Chlorat zu erhöhen gestatten sollen. So wird in der Patentschrift 174128 das Vanadin als die Ausbeute verbessernder Zusatz empfohlen. Bei sachgemäßer Nachprüfung der Angaben dieser Patentschrift hat sich indessen gezeigt, daß die Ausbeuten an Chlorat durch den Zusatz von Vanadin entweder gar nicht oder nur in ungünstigem Sinne beeinflußt werden. Das Vanadin scheidet sich hauptsächlich an der Anode in dicken Krusten ab, welche unvermeidlich bei einem Dauerprozeß zu Störungen führen müssen ; auch sind die Chloratlösungen stark gefärbt.
Zu noch ungünstigeren Resultaten gelangt man bei dem Zusatz von Eisen- und Kupferverbindungen gemäß der französischen Patentschrift 367337 nebst Zusätzen 6049 un<^ 6192. Auch hier wird, wie die umstehenden Vergleichsversuche zeigen, durch den Zusatz dieser Verbindungen die Stromausbeute nicht besser, sondern eher geringer erhalten.
Die nachstehenden Beispiele erweisen demgegenüber, daß durch den beanspruchten Zusatz eines Salzes von seltenen Erden zu angesäuerten Elektrolyten ein großer technischer Erfolg erzielt wird.
Beispiele. 6ο
Es wurden 1800 ecm einer mit 8 g bzw. 4 g Cerochlorid versetzten 28 prozentigen Kochsalzlösung zwischen Graphit- und Platinelektroden unter Einleiten von HCl-Gas elektrolysiert. Die Badtemperatur betrug etwa 700C.
Die Versuche wurden bis zu 1300 Amperestunden und darüber fortgesetzt.
. Die Verluste bei der Elektrolyse wurden
durch Auffangen und Analysieren der ent- ! Zum Vergleich wurden unter genau den wickelten Gase und die Gesamtstromausbeute j gleichen Bedingungen Parallel versuche ohne
am Schluß des Versuches durch Bestimmen des Chloratgehalts ermittelt.
jeden Zusatz sowie mit einem Zusatz ausgeführt.
Tabelle 1. Stromausbeute an Natriumchlorat in Prozenten.
Versuch Mit Cerochlorid
und Salzsäure
Ohne jeden
Zusatz
Mit Chromat
und Salzsäure
I 82 44 83
II 84 41 84
III 80 46 82
Tabelle 2. Stromausbeute an Natriumchlorat in Prozenten.
25 Zeit in
Ampere-
stunden
I. II. III. IV. V. VI. VII.
2O In schwach
saurer
Lösung
Zugabe
von 1 g
Vanadium
chlorid
pro Liter
Zugabe
von 0,5 g
CuCl2
pro Liter
Zugabe
von 2 g
FeCk
pro Liter
Zugabe
2 g
Erbium
chlorid
pro Liter
von seltenen
2g
Lanthan
chlorid
pro Liter
Erden :
2 g
Yttrium
chlorid
pro Liter
35 SCO 62,8 53.5 56,1 59.9 67,0 66,5 64
430 54-8 56-4 41.7 28 84,0 80,0 78
4° 900 54.6 54.4 45.9 27,6 87,0 8l,O 77.5
I242 52,5 55.O 86,0 82,0 80,0
86,5 83.3 8i,3

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur elektrolytischen Darstellung von Halogensauerstoffverbindungen,
    dadurch gekennzeichnet, daß dem Elektrolyten in saurer Lösung Verbindungen der
    seltenen Erden zugesetzt werden.
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