DE28525C - Briquettes-Abkühlungs- und Verlade-Apparat - Google Patents

Briquettes-Abkühlungs- und Verlade-Apparat

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DE28525C
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Application number
DENDAT28525D
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J.WERMINGHOFF in Berlin W., Königin-Augustastr. 46
Publication of DE28525C publication Critical patent/DE28525C/de
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L5/00Solid fuels
    • C10L5/02Solid fuels such as briquettes consisting mainly of carbonaceous materials of mineral or non-mineral origin
    • C10L5/26After-treatment of the shaped fuels, e.g. briquettes
    • C10L5/30Cooling the shaped fuels, e.g. briquettes

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  • Geology (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Refuse Collection And Transfer (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 10: Brennstoffe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. October 1883 ab.
Bisher wird von den Briquettefabriken zur Beförderung der Briquettes von der Presse nach dem Verladeplatz bezw. den Eisenbahnlowrys nur eine einfache Rutschrinne benutzt, was zur Folge hat, dafs die frischen Briquettes in einem noch nicht genügend abgekühlten Zustand verladen werden, so dafs sie sich während des Transportes zuweilen überhitzen, schliefslich zu schwelen beginnen und somit nicht selten Waggonbrände verursachen.
Falls aber auch ein Ueberhitzen nicht eintritt, sondern die Briquettes sich im Gegentheil während des Transportes wirklich abkühlen, so sind doch' auch hiermit häufig Beschädigungen der betreffenden Wagen verbunden. Die unter hohem Druck geprefsten Briquettes dehnen sich nämlich, sobald sie die Presse verlassen haben, naturgemäfs allmälig wieder etwas aus. Wenn diese Ausdehnung nun theilweise erst in den Lowrys, wo die Briquettes wohl stets äufserst eng verladen werden, eintritt, so hat dies Ausbauchungen und wohl gar ein Auseinandersprengen der Wagenwände zur Folge, was wiederum leicht einen gröfseren Unfall nach sich ziehen kann.
Der den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Apparat bezweckt daher die vollständige Abkühlung der Briquettes vor ihrem Verladen, selbstredend unter der Bedingung, dafs Herstellung sowohl wie Verladung der Briquettes ohne Unterbrechung ihren Fortgang nehmen können.
Auf beiliegender Zeichnung stellt Fig. 1 einen Längsschnitt, Fig. 2 einen Grundrifs des Apparates dar.
Derselbe besteht aus einer gröfseren Anzahl neben einander oder auch in mehreren Gruppen über einander angeordneter Rutschbahnen a, welche, an dem einen Ende um Zapfen b drehbar, so in einem Gestell A gelagert sind, dafs sie sämmtlich einzeln mit dem freien Ende nach dem Mundstück c der Briquettepresse B hin eingestellt werden können. Direct vor dem Mundstück c ist eine einzelne Gleitbahn d an einem Drehzapfen e lose befestigt, so dafs sie in die Richtung der Rutschbahnen a gebracht werden kann. Das freie Ende derselben kann aufserdem noch mittelst des Hebels f in die Höhe der oberen Rutschbahnengruppe gehoben bezw. auf die der unteren gesenkt werden. Die Länge der Gleitbahn d ist so bemessen, dafs sie nur mit der äufsersten Spitze auf der betreffenden Rutschbahn α aufliegt; die auf einander liegenden Enden sind übrigens zugeschärft, um möglichst bündig an einander anzuschliefsen.
An die Lagerenden der Rutschbahnen a schliefsen sich feste,' aus Latten hergestellte Gleitbahnen g an, welche bis in die Nähe des Ladegeleises führen, in ihrer Länge von der betreffenden Oertlichkeit abhängen · und für den gezeichneten Fall mit zehn Gleitbahnen ca. 20 bis 25 m lang zu denken sind. Klappen h vermitteln schliefslich den Uebergang von den . Rutschbahnen g nach dem Transportwaggon i.
Die Verwendung des Apparates ist nun folgende :
Die Gleitbahn d wird zunächst an die erste entsprechend eingestellte Bahn al der oberen Gruppe angeschlossen, so dafs also die automatisch aus dem Mundstück c der Presse B
vorgeschobenen heifsen Briquettes allmälig die Bahn d, dann auch die Rutschbahn al und ferner die sich an letztere anschliefsende feste Lattenbahn g^ anfüllen und sich bis auf die obere Klappe h1, wie in Fig. 2 gezeichnet, erstrecken.
Sobald letzteres eingetreten, wird der infolge der Prefshitze und des beständigen Nachschiebens meist aus zusammenbackenden Briquettes bestehende Strang D vermittelst der Scheerenzange k von den nachfolgenden Briquettes abgerissen.
Diese Zange k ist auf einem Gehäuse / be-· festigt, welches auf der Gleitbahn d verschiebbar ist, ohne dabei jedoch das Passiren der Briquettes irgendwie zu hindern. Das Schliefsen der Zange kann bequem und, um sofort den Strang in der Rutschrinne weiter zu schieben, das Vorziehen derselben von einer Kurbel m aus mittelst der Seiltrommel η und des Seiles 0 bewirkt werden.
Sobald der erste Strang D losgetrennt worden ist, entsteht eine Lücke zwischen dem von der Zange erfafsten und rasch vorgeschobenen Strang und dem aus der Presse langsam nachrückenden Tneil desselben', und es wird nun die Gleitbahn d auf die nächste Bahn a2 übergeschoben, Fig. 2; wenn diese mit der daran stofsenden Lattenbahn mit Briquettes gefüllt ist, wird wiederum mit der Zange abgekniffen und dann d auf λ3 hinübergeschoben u. s. w., wobei die betreffenden Bahnen α mit der Bahn d stets in dieselbe Richtung eingestellt werden, um ein seitliches Klemmen der Briquettes an den Rutschbahnen zu verhüten. Wenn sämmtliche oberen Gleitbahnen mit Briquettes gefüllt sind, wird d auf die untere Gruppe herabgelassen und auch diese nach und nach voll Briquettes geschoben.
Dann wird die Gleitbahn d mittelst Hebels/ wieder auf die erste obere Bahn αΛ gehoben, so dafs nun die Briquettes des inzwischen vollständig abgekühlten ersten Stranges D durch frische Briquettes nach und nach über die Klappe h1 hinweg in den Eisenbahnwagen geschoben werden, wo sie sofort regelrecht eingeordnet werden können. Der Vorschub wird dann wieder unterbrochen, sobald der neu hervorgetretene Strang die Lage des eben verdrängten eingenommen hat.
Derselbe Vorgang wiederholt sich auch bei allen übrigen Rutschbahnen α immer wieder aufs neue, so dafs also das Pressen und das Verladen ohne Unterbrechung weitergehen können und dabei doch nur vollständig abgekühlte und hierdurch auch fest gewordene Briquettes zur Weiterbeförderung kommen.
Selbstredend kann die Anordnung des ganzen Apparates mancherlei Modificationen unterworfen werden, ohne am Wesen der Erfindung etwas zu ändern. So könnte beispielsweise die Gleitbahn d fest, das ganze Gestell A dagegen mit den Gleitbahnen α drehbar und verschiebbar gelagert sein und die Anlage der Lattenbahneh dann vielleicht eine mehr radial aus einander gehende Gestalt annehmen. Ebenso kann die Construction für den Anschlufs an die Verladewaggons vielfach variirt werden. Hier liegt die obere Klappe mit dem freien Ende einfach auf der unteren Klappe bezw. den dort befindlichen Briquettes auf. Damit letztere aber leicht darunter hinweg vorgeschoben werden können, besteht der untere Theil der Klappe aus einem breiten Lederstreifen /, Fig. 1.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Das Verfahren, den aus der Briquettepresse kommenden Strang zum Zweck der Abkühlung vor der Verladung auf einzelne Gleitbahnen zu schieben, wobei nach Füllung einer solchen Bahn der Strang abgerissen und auf eine zweite Gleitbahn geleitet wird u. s. w., während nach Füllung sämmtlicher Bahnen die zuerst beschickte durch den frischen Strang zur Verladung vorgeschoben wird und so ein neuer Strangtheil zur Abkühlung gelangt.
2. Das Verfahren, beim Abreifsen der einzelnen Stränge den abgerissenen Theil schneller zu verschieben als die Presse dies thnt, so dafs zwischen den beiden Theilen eine Lücke entsteht, welche das Ueberführen der Stränge auf andere Gleitbahnen ermöglicht.
3. Zur Ausübung des unter 1. angegebenen Verfahrens ein Briquettes-Abkühlungs- und Verladeapparat, charakterisirt durch eine Anzahl theilweise fester, g, theilweise stellbarer, a, Gleitbahnen, welche nach einander mit einer vom Mundstück c der Briquettepresse B ausgehenden, beliebig einstellbaren Gleitbahn d in Verbindung gebracht und dann automatisch mit Briquettes gefüllt werden können, sowie ferner die Vorrichtung k I zum Trennen der zusammenbackenden Briqnettes und die Klappen h zum Anschlufs an die Verladewaggons, . zu dem Zweck, nur vollständig abgekühlte Briquettes in die Wagen überzuführen.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT28525D Briquettes-Abkühlungs- und Verlade-Apparat Active DE28525C (de)

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