Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verbinden von
Textilfäden mit einer eine Längsnut aufweisenden Kammer, in die
die zu verbindenden Fäden unter Bildung von Fadenumschlingungen
an den Mündungsrändern der Kammer einlegbar sind, mit einem
Deckel zum vorübergehenden Verschließen der Kammer, mit einem in
die Längsnut einmündenden Druckluftkanal, dem über ein
steuerbares und einstellbares Druckluftdosierventil Druckluft
zuführbar ist, mit Fadenhaltevorrichtungen und mit zum Abtrennen
der Enden der Fäden dienenden Fadentrennvorrichtungen, wobei von
einer Fadenaufnahmestellung in eine Fadenabgabestellung
bewegbare, die Fäden in die Längsnut der Kammer unter Bildung der
Fadenumschlingungen an den Mündungsrändern einlegende
Fadenzubringer vorgesehen sind, in Abhängigkeit von deren
Stellung die steuerbaren Fadenhaltevorrichtungen, der Deckel, die
Fadentrennvorrichtungen und das Dosierventil derart gesteuert
sind, daß bei geschlossenem Deckel und geschlossenen
Fadenhaltevorrichtungen die Enden der Fäden während des
Einblasens von Druckluft in die Längsnut durch Betätigen der
Fadentrennvorrichtungen abgetrennt werden, nach Patent 28 10 741.
Diese Vorrichtung, die Gegenstand der Hauptpatents ist, versetzt
den Anwender in die Lage, von der Aufnahme der Einzelfäden bis
zur fertigen Fadenverbindung einen automatischen Arbeitsablauf
herbeizuführen.
Allerdings ist es schwierig, in Anbetracht der Vielfalt der
Fadenarten und Fadenabmessungen eine sichere Fadenverbindung mit
einem einzigen Luftdruckstoß zu erzielen. Bei Umstellung auf
andere Fäden ist mit umfangreichen Umstell- und
Einrichtungsarbeiten an den vielen Arbeitsstellen einer
Spulmaschine oder Spinnmaschine zu rechnen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, derartige Umstell-
und Einrichtungsarbeiten zu vermindern und die Fadenverbin
dung sicherer zu machen. Diese Aufgabe wird durch die im
Anspruch 1 beschriebene Erfindung gelöst. Vorteilhafte Aus
gestaltungen der neuen Vorrichtung sind in den Ansprüchen 2
bis 4 beschrieben.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile liegen insbeson
dere darin, daß die Fadenverbindung sicherer wird, bei einer
Umstellung der Produktion nicht in jedem Fall auch die Ein
stellung der Spleißvorrichtung geändert werden muß und eine
solche Änderung der Einstellung zentral durchgeführt werden
kann, falls sie doch erforderlich ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt. Anhand dieses Ausführungsbeispiels wird die
Erfindung näher erläutert und beschrieben.
Die Zeichnung zeigt eine perspektivische Ansicht der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung bei geöffneter Kammer.
Man erkennt eine insgesamt mit 11 bezeichnete Vorrichtung
zum Verbinden eines Oberfadens 12 mit einem Unterfaden 13.
Der Unterfaden 13 gelangt von einer Ablaufspule zur Vor
richtung 11. Der Oberfaden 12 gelangt von einer Auflauf
spule ebenfalls zur Vorrichtung 11.
Die Vorrichtung 11 besitzt zwei an einem nicht näher darge
stellten Maschinengestell befestigte Platinen 29, 30, die
durch einen Träger 31 miteinander verbunden sind. Am Trä
ger 31 ist eine Kammer 32 befestigt. Die Kammer 32 hat eine
Längsnut 33, die durch einen Deckel 34 verschlossen werden
kann. Bei geöffnetem Deckel können die Fäden in die Längs
nut der Kammer eingelegt werden. Die Mündungsränder 35, 36
der Längsnut 33 sind gerundet. Ein Druckluftkanal 37 mündet
in den durch die Längsnut 33 und den Deckel 34 gebildeten
Innenraum der Kammer 32 ein. Der Druckluftkanal 37 setzt
sich in einer Rohrleitung 38 fort, die zu einem Druckluft
dosierventil 39 führt. An der Drucklufteintrittsseite des
Druckluftdosierventils 39 ist ein Druckluftspeicher 39 a
angeordnet. Stromauf des Druckluftspeichers 39 a befindet
sich ein einstellbarer Druckminderer 39 b. Durch eine Rohr
leitung 40 ist das Druckluftdosierventil 39 an eine Druck
luftquelle anschließbar.
Ein Fadenzubringer 42 ist mit nicht näher dargestellten
Mitteln zum Aufsuchen und Festhalten des Fadenendes des
Oberfadens 12 versehen. Eines dieser Mittel besteht aus
einer Saugschlitzdüse 45. Die Zeichnung zeigt den Faden
zubringer 42 in der Fadenabgabestellung.
Ein weiterer schwenkbarer Fadenzubringer 46 ist mit Mitteln
zum Aufsuchen und Festhalten des Fadenendes des Unterfadens
13 versehen. Diese Mittel bestehen unter anderem aus einer
Saugdüse 49. Auch der Fadenzubringer 46 ist in der Faden
abgabestellung gezeichnet.
Die Zeichnung läßt auch zwei steuerbare Fadenklemmvorrich
tungen 52, 53 erkennen. Die Fadenklemmvorrichtung 52 ist
oberhalb der Kammer 32 und auch oberhalb der Platine 29, die
Fadenklemmvorrichtung 53 unterhalb der Kammer 32 und auch
unterhalb der Platine 30 angeordnet. Jede der beiden Faden
klemmvorrichtungen ist zweiteilig aufgebaut. Die Faden
klemmvorrichtung 52 besitzt ein feststehendes Klemmstück 54
und eine steuerbare Klemme 55, die um ein Drehgelenk 56
schwenkbar ist und einen Hebel 57 besitzt, der mittels einer
Stange 58 durch eine nicht dargestellte Kurvenscheibe steu
erbar ist. Die Fadenklemmvorrichtung 53 besitzt ein fest
stehendes Klemmstück 59 und eine steuerbare Klemme 60, die
wie die Klemmvorrichtung 52 durch eine nicht dargestellte
Kurvenscheibe steuerbar ist. Das Klemmstück 54 ist durch
einen Bügel 61 mit der Platine 29 verbunden. Das Klemm
stück 59 ist mit der Platine 30 verbunden.
Man erkennt in der Zeichnung außerdem einen schwenkbaren,
zweiarmigen Fadenzubringer 62, bestehend aus einem Bolzen 63
mit daran befestigten Armen 64, 65. Der Fadenzubringer 62
ist auf einer Achse 66, die die Platine 29 mit der Platine
30 verbindet, drehbar gelagert. Zum Schwenken des Fadenzu
bringers 62 um die Achse 66 ist eine Stange 67 beweglich
mit dem Bolzen 63 verbunden.
Der Fadenzubringer 62 kann von der bildlich dargestellten
Fadenaufnahmestellung in eine Fadenabgabestellung geschwenkt
werden. Die Schwenkebene des Arms 64 liegt oberhalb und die
Schwenkebene des Arms 65 unterhalb der Kammer 32. In der Fa
denaufnahmestellung liegen die beiden Arme des Fadenzubrin
gers 62 im Fadenlauf der nach dem Schwenken der Fadenzubrin
ger 42 und 46 in ihre Fadenabgabestellungen parallelliegen
den Fäden 12, 13.
Jeder Arm des Fadenzubringer 62 besitzt zwei nebeneinander
liegende, ungleich tiefe Fadenaufnahmeschlitze. Die Zeich
nung läßt erkennen, daß der Fadenaufnahmeschlitz 71 des
Arms 64 tiefer ist als der Fadenaufnahmeschlitz 70. Ebenso
ist der Fadenaufnahmeschlitz 72 des Arms 65 tiefer als der
Fadenaufnahmeschlitz 73. Diese ungleich tiefen Fadenauf
nahmeschlitze sind so angeordnet, daß jeweils der weniger
tiefe Fadenaufnahmeschlitz des einen Arms fluchtend über
dem tieferen Fadenaufnahmeschlitz des anderen Arms liegt.
In der Fadenaufnahmestellung des Fadenzubringer 62 liegen
die Fadenaufnahmeschlitze etwa in der Schwenkebene der
Fadenzubringer 42 und 46.
Jeder Arm des Fadenzubringers 62 hat eine steuerbare Faden
trennvorrichtung, und zwar ist dem Arm 64 die Fadentrenn
vorrichtung 74 und dem Arm 65 die Fadentrennvorrichtung 75
zugeordnet. Jede Fadentrennvorrichtung besteht aus zwei
scherenartig zusammenwirkenden Messern. Ein Messer ist je
weils mit dem zugehörigen Arm verbunden, das andere Messer,
und zwar jeweils das zur Kammer 32 hin gelegene Messer, ist
um die Achse 66 schwenkbar gelagert. Das Messer 76 der Fa
dentrennvorrichtung 74 ist zum Beispiel mit dem Arm 64 ver
bunden, während das Messer 77 der gleichen Fadentrennvor
richtung schwenkbar gelagert ist. Das Messer 78 der Faden
trennvorrichtung 75 ist mit dem Arm 65 verbunden, während
das Messer 79 der gleichen Fadentrennvorrichtung schwenkbar
gelagert ist. Das Messer 77 wird durch eine Schraubenfeder
gegen das Messer 76 gepreßt. Auch das Messer 79 wird durch
eine Schraubenfeder 81 gegen das Messer 78 gepreßt. Die
Schraubenfeder 81 stützt sich gegen eine auf der Achse 66
befestigte Scheibe 82 ab. Die andere, nicht näher darge
stellte Schraubenfeder stützt sich gegen einen auf der
Achse 66 drehbar gelagerten Schwenkarm 83 ab, der den Dec
kel 34 der Kammer 32 trägt. Der Deckel 34 hat aus Dichtungs
material bestehende Einlagen 84, 85, die sich beim Schlie
ßen gegen die Ränder 86, 87 der Längsnut 33 legen und da
durch verhindern, daß Druckluft und einzelne Fasern seit
lich aus der Kammer 32 entweichen können. Der Fadenzubrin
ger 62, die Fadentrennvorrichtungen 74, 75 und der Schwenk
arm 83 des Deckels 34 haben nicht nur eine gemeinsame
Schwenkachse 66, sie sind auch gemeinsam schwenkbar. Zu die
sem Zweck trägt der Schwenkarm 83 am hinteren Ende einen
Hebel 89, der sich unter der Wirkung einer gewundenen Biege
feder gegen den Bolzen 63 legt. Während die beiden Messer 76
und 78 mit den Armen 64 beziehungsweise 65 verbunden sind,
werden die schwenkbaren Messer 77 und 79 unter der Wirkung
der Schraubenfedern 80, 81 beim Schwenken des Fadenzubrin
gers 62 ebenfalls mitgenommen. Diese Mitnahme der Messer 76
und 78 ist durch einstellbare Anschläge 91, 92 begrenzt. Die
Einstellbarkeit ist durch Klemmschrauben 108, 109 gegeben.
Damit kann der Zeitpunkt des Abtrennens der Fadenenden
genau eingestellt und auf den Zeitpunkt des Druckluftein
lasses oder auf die Blaszeit abgestimmt werden. Wird nun
der Fadenzubringer 62 nach links geschwenkt, schließen sich
die Fadentrennvorrichtungen 74 und 75, wobei der Hebel 106
des Messers 77 und ebenfalls ein gleichartiger Hebel 107
des Messers 79 sich vom Bolzen 63 abhebt. Die Fadentrenn
vorrichtungen sind nun scherenartig geschlossen. Beim Zu
rückschwenken des Fadenzubringers 62 in die Fadenaufnahme
stellung legt sich der Bolzen 63 gegen die Hebel 106 und
107, wodurch beim Weiterschwenken die Fadentrennvorrich
tungen wieder scherenartig geöffnet werden. Die Fadentrenn
vorrichtungen 74 und 75 sind so angeordnet, daß sie jeweils
an den Fadenaufnahmeschlitzen tätig werden, in denen die ab
zutrennenden Fadenenden liegen, das ist beim Arm 64 also
der Fadenaufnahmeschlitz 71 und beim Arm 65 der Fadenauf
nahmeschlitz 72.
Das Dosierventil 39 ist mittels eines auf die Bewegung des
Fadenzubringers 62 ansprechbaren, in seiner Lage am Trä
ger 31 mittels einer Klemmschraube 110 einstellbaren Nähe
rungsschalters 93 steuerbar und mittels einer Zeitschalt
einrichtung 94 einstellbar und zugleich auch steuerbar.
Zu diesem Zweck sind die Teile 39, 93 und 94 an einen
Schaltkasten 95 angeschlossen, in dem sich eine elektrische
Schaltvorrichtung befindet. Die Einstellbarkeit des Nähe
rungsschalters 93 gewährleistet die genaue Einstellung des
Beginns des Lufteinblasens in Abhängigkeit von der Stellung
des Fadenzubringers 62 und letztenendes auch damit in Ab
hängigkeit von der Stellung der Fadentrennvorrichtungen
und dem Zeitpunkt des Abtrennens der Fadenenden. Man er
kennt in der Zeichnung die zum Näherungsschalter 93 führen
de Leitung 96 und die zum Druckluftdosierventil 39 führende
Leitung 97.
Das Druckluftdosierventil 39 ist auf die Zeitdauer der Inter
valle und deren zeitlichen Abstand einstellbar. Außerdem
ist das Druckluftdosierventil 39 mit dem als Vorrichtung
zum Einstellen und Steuern des Luftdruckes dienenden Druck
minderer 39 b verbunden. Zum Einstellen dient eine zentrale
Einstellvorrichtung 111, an die der Druckminderer 39 b,
der Schaltkasten 95 und die Zeitschalteinrichtung 94
durch Leitungen 112, 113 und 114 angeschlossen ist. Von
den Verzweigungspunkten 115, 116, 117 dieser Leitungen
gehen Abzweigungen zu den Druckminderern, Schaltkästen
und Zeitschalteinrichtungen der anderen Arbeitsstellen
derjenigen Textilmaschine, zu der auch die hier näher be
handelte Vorrichtung 11 gehört. Die zentrale Einstellung
des Luftdruckes geschieht durch den Einstellknopf 118, die
Einstellung dreier verschiedener Blasintervalle durch die
Einstellknöpfe 119, 120, 121 und die Einstellung der zeit
lichen Abstände der Intervalle durch die Einstellknöpfe
122 und 123.
Die Zeichnung läßt erkennen, daß einige Teile der Vorrich
tung 11 besondere Fadenleitkonturen haben. Das ist zum
Beispiel bei der Saugschlitzdüse 45 des Fadenzubringers 42,
bei den Fadenklemmvorrichtungen 52, 53 und bei den Plati
nen 29 und 30 der Fall.
Anhand der Zeichnung soll nun das Funktionieren der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung am Beispiel eines Fadenverbindungs
vorgangs erläutert werden.
Zunächst werden an der Einstellvorrichtung 111 die bereits
erwähnten Einstellungen vorgenommen. Wie in der Patent
schrift des Hauptpatents beschrieben, sind die Fäden beim
Zurückschwenken der Fadenzubringer 42 und 46 in die Faden
aufnahmeschlitze des Fadenzubringers 62 gelangt. Die oben
erwähnten Fadenleitkonturen sorgen dafür, daß der Oberfaden
12, von einer Auflaufspule kommend, zwischen Klemmstück 54
und Klemme 55 der Fadenklemmvorrichtung 52 und in die Fa
denaufnahmeschlitze 70 und 72 des Fadenzubringers 62 ein
gelegt wird.
Nun setzt ein nicht näher dargestelltes Steuergetriebe
zwei nicht dargestellte Kurvenscheiben in Bewegung, die
dafür sorgen, daß die Stange 67 in Richtung des Pfeils 104
und die Stange 58 in Richtung des Pfeils 105 gezogen wird.
Während der Bewegung der Stange 67 schwenken die beiden
Arme des Fadenzubringers 62 und der Schwenkarm 83 des Dec
kels 34 nach links. Wegen der ungleich tiefen Fadenauf
nahmeschlitze werden die Fäden einander überkreuzend in die
Längsnut 33 eingelegt. Die beiden Fadentrennvorrichtungen
sind noch geöffnet. Kurz vor dem Erreichen der Endstellung,
die für den Fadenzubringer 62 gleichbedeutend mit der Faden
abgabestellung ist, legt sich bereits der Deckel 34 mit
seinen Einlagen 84, 85 gegen die Ränder 86 und 87 der Längs
nut 33 der Kammer 32. Gleichzeitig schließen sich beide
Fadenklemmvorrichtungen 52, 53, während die Messer 77 und 79
gegen die Anschläge 91 beziehungsweise 92 anschlagen. Im
gleichen Augenblick erfaßt der Näherungsschalter 93 die An
näherung des Armes 65 des Fadenzubringers 62. Der Nähe
rungsschalter 93 veranlaßt über die im Schaltkasten 95 be
findliche elektrische Schaltvorrichtung das Einschalten des
Druckluftdosierventils 39 mit den an der zentralen Einstell
vorrichtung 111 eingestellten Intervallen, mit denen die
Zeitschalteinrichtung 94 nun die Blaszeit steuert. Der im
Druckluftspeicher 39 a vorhandene Druckluftvorrat strömt nun
in die Kammer 32. Zugleich setzt über den ebenfalls zentral
eingestellten Druckminderer 39 b ein Nachströmen von Druck
luft eingestellten Druckes ein. Während der Blasintervalle
schwenken die beiden Arme des Fadenzubringers 62 weiter
nach links, so daß sie schließlich die Endstellung erreichen.
Währenddessen kommen die Fadentrennvorrichtungen zur Wirkung
und die überschüssigen Fadenenden werden abgetrennt und ab
gesaugt beziehungsweise von einem Klemmdeckel festgehalten.
Eine weiche Einstellung der Fadenklemmvorrichtungen gewähr
leistet ein Nachziehen der Fäden, falls der Spleißvorgang
dies erfordert.
Aus der Endstellung heraus wird der Fadenzubringer 62 ohne
Verzögerung wieder in seine Grundstellung gebracht und
die Fadenklemmvorrichtungen geöffnet, indem die Kurven
scheiben dafür sorgen, daß die Stange 67 gegen die Rich
tung des Pfeils 104 und die Stange 58 gegen die Richtung
des Pfeils 105 zurückbewegt wird. Zu Beginn dieser Rück
wärtsbewegung bleiben die Fadentrennvorrichtungen zunächst
noch für eine begrenzte Zeit geschlossen, nämlich solange,
bis der Bolzen 63 die beiden Hebel 106 und 107 erreicht hat,
wonach die Fadentrennvorrichtungen erst wieder geöffnet
werden können. Auch der Deckel 34 wird mit Zeitverzögerung
geöffnet, und zwar auch erst wieder von dem Zeitpunkt an,
in dem der Bolzen 63 den Hebel 89 des Schwenkarms 83 er
reicht hat. Die Rückstellung der Fadentrennvorrichtungen
und die völlige Öffnung des Deckels 34 ist erst dann er
reicht, wenn der Bolzen 63 durch die Stange 67 soweit zu
rückgeführt ist, wie es die Zeichnung zeigt.
Der durch Spleißen mittels Druckluft verbundene Faden liegt
nun in der geöffneten Fadenklemmvorrichtung 75, dem Faden
aufnahmeschlitz 73 des Arms 65, vor der geöffneten Kammer 32,
dem Fadenaufnahmeschlitz 70 des Arms 64 und in der geöff
neten Fadenklemmvorrichtung 52. Wenn nun anschließend die
Spulstelle wieder in Betrieb geht, schnellt der Faden in
folge der wiedereinsetzenden Wickelspannung aus der Vor
richtung 11 heraus.
Die Vorrichtung 11 kann stationär oder wanderfähig einge
setzt sein. Sie kann wahlweise an jeder Spulstelle bezie
hungsweise Arbeitsstelle einer Textilmaschine vorhanden
sein oder nacheinander an verschiedenen Arbeitsstellen tä
tig werden. Alternativ kann der Druckminderer von Intervall
zu Intervall eine andere Einstellung erhalten, was ebenfalls
durch den Einstellknopf 118 möglich ist.