DE2851252C2 - - Google Patents

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DE2851252C2
DE2851252C2 DE19782851252 DE2851252A DE2851252C2 DE 2851252 C2 DE2851252 C2 DE 2851252C2 DE 19782851252 DE19782851252 DE 19782851252 DE 2851252 A DE2851252 A DE 2851252A DE 2851252 C2 DE2851252 C2 DE 2851252C2
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Joachim Rohner
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Oerlikon Textile GmbH and Co KG
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    • B65H2701/31Textiles threads or artificial strands of filaments

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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verbinden von Textilfäden mit einer eine Längsnut aufweisenden Kammer, in die die zu verbindenden Fäden unter Bildung von Fadenumschlingungen an den Mündungsrändern der Kammer einlegbar sind, mit einem Deckel zum vorübergehenden Verschließen der Kammer, mit einem in die Längsnut einmündenden Druckluftkanal, dem über ein steuerbares und einstellbares Druckluftdosierventil Druckluft zuführbar ist, mit Fadenhaltevorrichtungen und mit zum Abtrennen der Enden der Fäden dienenden Fadentrennvorrichtungen, wobei von einer Fadenaufnahmestellung in eine Fadenabgabestellung bewegbare, die Fäden in die Längsnut der Kammer unter Bildung der Fadenumschlingungen an den Mündungsrändern einlegende Fadenzubringer vorgesehen sind, in Abhängigkeit von deren Stellung die steuerbaren Fadenhaltevorrichtungen, der Deckel, die Fadentrennvorrichtungen und das Dosierventil derart gesteuert sind, daß bei geschlossenem Deckel und geschlossenen Fadenhaltevorrichtungen die Enden der Fäden während des Einblasens von Druckluft in die Längsnut durch Betätigen der Fadentrennvorrichtungen abgetrennt werden, nach Patent 28 10 741.
Diese Vorrichtung, die Gegenstand der Hauptpatents ist, versetzt den Anwender in die Lage, von der Aufnahme der Einzelfäden bis zur fertigen Fadenverbindung einen automatischen Arbeitsablauf herbeizuführen.
Allerdings ist es schwierig, in Anbetracht der Vielfalt der Fadenarten und Fadenabmessungen eine sichere Fadenverbindung mit einem einzigen Luftdruckstoß zu erzielen. Bei Umstellung auf andere Fäden ist mit umfangreichen Umstell- und Einrichtungsarbeiten an den vielen Arbeitsstellen einer Spulmaschine oder Spinnmaschine zu rechnen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, derartige Umstell- und Einrichtungsarbeiten zu vermindern und die Fadenverbin­ dung sicherer zu machen. Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 beschriebene Erfindung gelöst. Vorteilhafte Aus­ gestaltungen der neuen Vorrichtung sind in den Ansprüchen 2 bis 4 beschrieben.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile liegen insbeson­ dere darin, daß die Fadenverbindung sicherer wird, bei einer Umstellung der Produktion nicht in jedem Fall auch die Ein­ stellung der Spleißvorrichtung geändert werden muß und eine solche Änderung der Einstellung zentral durchgeführt werden kann, falls sie doch erforderlich ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Anhand dieses Ausführungsbeispiels wird die Erfindung näher erläutert und beschrieben.
Die Zeichnung zeigt eine perspektivische Ansicht der erfin­ dungsgemäßen Vorrichtung bei geöffneter Kammer.
Man erkennt eine insgesamt mit 11 bezeichnete Vorrichtung zum Verbinden eines Oberfadens 12 mit einem Unterfaden 13. Der Unterfaden 13 gelangt von einer Ablaufspule zur Vor­ richtung 11. Der Oberfaden 12 gelangt von einer Auflauf­ spule ebenfalls zur Vorrichtung 11.
Die Vorrichtung 11 besitzt zwei an einem nicht näher darge­ stellten Maschinengestell befestigte Platinen 29, 30, die durch einen Träger 31 miteinander verbunden sind. Am Trä­ ger 31 ist eine Kammer 32 befestigt. Die Kammer 32 hat eine Längsnut 33, die durch einen Deckel 34 verschlossen werden kann. Bei geöffnetem Deckel können die Fäden in die Längs­ nut der Kammer eingelegt werden. Die Mündungsränder 35, 36 der Längsnut 33 sind gerundet. Ein Druckluftkanal 37 mündet in den durch die Längsnut 33 und den Deckel 34 gebildeten Innenraum der Kammer 32 ein. Der Druckluftkanal 37 setzt sich in einer Rohrleitung 38 fort, die zu einem Druckluft­ dosierventil 39 führt. An der Drucklufteintrittsseite des Druckluftdosierventils 39 ist ein Druckluftspeicher 39 a angeordnet. Stromauf des Druckluftspeichers 39 a befindet sich ein einstellbarer Druckminderer 39 b. Durch eine Rohr­ leitung 40 ist das Druckluftdosierventil 39 an eine Druck­ luftquelle anschließbar.
Ein Fadenzubringer 42 ist mit nicht näher dargestellten Mitteln zum Aufsuchen und Festhalten des Fadenendes des Oberfadens 12 versehen. Eines dieser Mittel besteht aus einer Saugschlitzdüse 45. Die Zeichnung zeigt den Faden­ zubringer 42 in der Fadenabgabestellung.
Ein weiterer schwenkbarer Fadenzubringer 46 ist mit Mitteln zum Aufsuchen und Festhalten des Fadenendes des Unterfadens 13 versehen. Diese Mittel bestehen unter anderem aus einer Saugdüse 49. Auch der Fadenzubringer 46 ist in der Faden­ abgabestellung gezeichnet.
Die Zeichnung läßt auch zwei steuerbare Fadenklemmvorrich­ tungen 52, 53 erkennen. Die Fadenklemmvorrichtung 52 ist oberhalb der Kammer 32 und auch oberhalb der Platine 29, die Fadenklemmvorrichtung 53 unterhalb der Kammer 32 und auch unterhalb der Platine 30 angeordnet. Jede der beiden Faden­ klemmvorrichtungen ist zweiteilig aufgebaut. Die Faden­ klemmvorrichtung 52 besitzt ein feststehendes Klemmstück 54 und eine steuerbare Klemme 55, die um ein Drehgelenk 56 schwenkbar ist und einen Hebel 57 besitzt, der mittels einer Stange 58 durch eine nicht dargestellte Kurvenscheibe steu­ erbar ist. Die Fadenklemmvorrichtung 53 besitzt ein fest­ stehendes Klemmstück 59 und eine steuerbare Klemme 60, die wie die Klemmvorrichtung 52 durch eine nicht dargestellte Kurvenscheibe steuerbar ist. Das Klemmstück 54 ist durch einen Bügel 61 mit der Platine 29 verbunden. Das Klemm­ stück 59 ist mit der Platine 30 verbunden.
Man erkennt in der Zeichnung außerdem einen schwenkbaren, zweiarmigen Fadenzubringer 62, bestehend aus einem Bolzen 63 mit daran befestigten Armen 64, 65. Der Fadenzubringer 62 ist auf einer Achse 66, die die Platine 29 mit der Platine 30 verbindet, drehbar gelagert. Zum Schwenken des Fadenzu­ bringers 62 um die Achse 66 ist eine Stange 67 beweglich mit dem Bolzen 63 verbunden.
Der Fadenzubringer 62 kann von der bildlich dargestellten Fadenaufnahmestellung in eine Fadenabgabestellung geschwenkt werden. Die Schwenkebene des Arms 64 liegt oberhalb und die Schwenkebene des Arms 65 unterhalb der Kammer 32. In der Fa­ denaufnahmestellung liegen die beiden Arme des Fadenzubrin­ gers 62 im Fadenlauf der nach dem Schwenken der Fadenzubrin­ ger 42 und 46 in ihre Fadenabgabestellungen parallelliegen­ den Fäden 12, 13.
Jeder Arm des Fadenzubringer 62 besitzt zwei nebeneinander­ liegende, ungleich tiefe Fadenaufnahmeschlitze. Die Zeich­ nung läßt erkennen, daß der Fadenaufnahmeschlitz 71 des Arms 64 tiefer ist als der Fadenaufnahmeschlitz 70. Ebenso ist der Fadenaufnahmeschlitz 72 des Arms 65 tiefer als der Fadenaufnahmeschlitz 73. Diese ungleich tiefen Fadenauf­ nahmeschlitze sind so angeordnet, daß jeweils der weniger tiefe Fadenaufnahmeschlitz des einen Arms fluchtend über dem tieferen Fadenaufnahmeschlitz des anderen Arms liegt. In der Fadenaufnahmestellung des Fadenzubringer 62 liegen die Fadenaufnahmeschlitze etwa in der Schwenkebene der Fadenzubringer 42 und 46.
Jeder Arm des Fadenzubringers 62 hat eine steuerbare Faden­ trennvorrichtung, und zwar ist dem Arm 64 die Fadentrenn­ vorrichtung 74 und dem Arm 65 die Fadentrennvorrichtung 75 zugeordnet. Jede Fadentrennvorrichtung besteht aus zwei scherenartig zusammenwirkenden Messern. Ein Messer ist je­ weils mit dem zugehörigen Arm verbunden, das andere Messer, und zwar jeweils das zur Kammer 32 hin gelegene Messer, ist um die Achse 66 schwenkbar gelagert. Das Messer 76 der Fa­ dentrennvorrichtung 74 ist zum Beispiel mit dem Arm 64 ver­ bunden, während das Messer 77 der gleichen Fadentrennvor­ richtung schwenkbar gelagert ist. Das Messer 78 der Faden­ trennvorrichtung 75 ist mit dem Arm 65 verbunden, während das Messer 79 der gleichen Fadentrennvorrichtung schwenkbar gelagert ist. Das Messer 77 wird durch eine Schraubenfeder gegen das Messer 76 gepreßt. Auch das Messer 79 wird durch eine Schraubenfeder 81 gegen das Messer 78 gepreßt. Die Schraubenfeder 81 stützt sich gegen eine auf der Achse 66 befestigte Scheibe 82 ab. Die andere, nicht näher darge­ stellte Schraubenfeder stützt sich gegen einen auf der Achse 66 drehbar gelagerten Schwenkarm 83 ab, der den Dec­ kel 34 der Kammer 32 trägt. Der Deckel 34 hat aus Dichtungs­ material bestehende Einlagen 84, 85, die sich beim Schlie­ ßen gegen die Ränder 86, 87 der Längsnut 33 legen und da­ durch verhindern, daß Druckluft und einzelne Fasern seit­ lich aus der Kammer 32 entweichen können. Der Fadenzubrin­ ger 62, die Fadentrennvorrichtungen 74, 75 und der Schwenk­ arm 83 des Deckels 34 haben nicht nur eine gemeinsame Schwenkachse 66, sie sind auch gemeinsam schwenkbar. Zu die­ sem Zweck trägt der Schwenkarm 83 am hinteren Ende einen Hebel 89, der sich unter der Wirkung einer gewundenen Biege­ feder gegen den Bolzen 63 legt. Während die beiden Messer 76 und 78 mit den Armen 64 beziehungsweise 65 verbunden sind, werden die schwenkbaren Messer 77 und 79 unter der Wirkung der Schraubenfedern 80, 81 beim Schwenken des Fadenzubrin­ gers 62 ebenfalls mitgenommen. Diese Mitnahme der Messer 76 und 78 ist durch einstellbare Anschläge 91, 92 begrenzt. Die Einstellbarkeit ist durch Klemmschrauben 108, 109 gegeben. Damit kann der Zeitpunkt des Abtrennens der Fadenenden genau eingestellt und auf den Zeitpunkt des Druckluftein­ lasses oder auf die Blaszeit abgestimmt werden. Wird nun der Fadenzubringer 62 nach links geschwenkt, schließen sich die Fadentrennvorrichtungen 74 und 75, wobei der Hebel 106 des Messers 77 und ebenfalls ein gleichartiger Hebel 107 des Messers 79 sich vom Bolzen 63 abhebt. Die Fadentrenn­ vorrichtungen sind nun scherenartig geschlossen. Beim Zu­ rückschwenken des Fadenzubringers 62 in die Fadenaufnahme­ stellung legt sich der Bolzen 63 gegen die Hebel 106 und 107, wodurch beim Weiterschwenken die Fadentrennvorrich­ tungen wieder scherenartig geöffnet werden. Die Fadentrenn­ vorrichtungen 74 und 75 sind so angeordnet, daß sie jeweils an den Fadenaufnahmeschlitzen tätig werden, in denen die ab­ zutrennenden Fadenenden liegen, das ist beim Arm 64 also der Fadenaufnahmeschlitz 71 und beim Arm 65 der Fadenauf­ nahmeschlitz 72.
Das Dosierventil 39 ist mittels eines auf die Bewegung des Fadenzubringers 62 ansprechbaren, in seiner Lage am Trä­ ger 31 mittels einer Klemmschraube 110 einstellbaren Nähe­ rungsschalters 93 steuerbar und mittels einer Zeitschalt­ einrichtung 94 einstellbar und zugleich auch steuerbar. Zu diesem Zweck sind die Teile 39, 93 und 94 an einen Schaltkasten 95 angeschlossen, in dem sich eine elektrische Schaltvorrichtung befindet. Die Einstellbarkeit des Nähe­ rungsschalters 93 gewährleistet die genaue Einstellung des Beginns des Lufteinblasens in Abhängigkeit von der Stellung des Fadenzubringers 62 und letztenendes auch damit in Ab­ hängigkeit von der Stellung der Fadentrennvorrichtungen und dem Zeitpunkt des Abtrennens der Fadenenden. Man er­ kennt in der Zeichnung die zum Näherungsschalter 93 führen­ de Leitung 96 und die zum Druckluftdosierventil 39 führende Leitung 97.
Das Druckluftdosierventil 39 ist auf die Zeitdauer der Inter­ valle und deren zeitlichen Abstand einstellbar. Außerdem ist das Druckluftdosierventil 39 mit dem als Vorrichtung zum Einstellen und Steuern des Luftdruckes dienenden Druck­ minderer 39 b verbunden. Zum Einstellen dient eine zentrale Einstellvorrichtung 111, an die der Druckminderer 39 b, der Schaltkasten 95 und die Zeitschalteinrichtung 94 durch Leitungen 112, 113 und 114 angeschlossen ist. Von den Verzweigungspunkten 115, 116, 117 dieser Leitungen gehen Abzweigungen zu den Druckminderern, Schaltkästen und Zeitschalteinrichtungen der anderen Arbeitsstellen derjenigen Textilmaschine, zu der auch die hier näher be­ handelte Vorrichtung 11 gehört. Die zentrale Einstellung des Luftdruckes geschieht durch den Einstellknopf 118, die Einstellung dreier verschiedener Blasintervalle durch die Einstellknöpfe 119, 120, 121 und die Einstellung der zeit­ lichen Abstände der Intervalle durch die Einstellknöpfe 122 und 123.
Die Zeichnung läßt erkennen, daß einige Teile der Vorrich­ tung 11 besondere Fadenleitkonturen haben. Das ist zum Beispiel bei der Saugschlitzdüse 45 des Fadenzubringers 42, bei den Fadenklemmvorrichtungen 52, 53 und bei den Plati­ nen 29 und 30 der Fall.
Anhand der Zeichnung soll nun das Funktionieren der erfin­ dungsgemäßen Vorrichtung am Beispiel eines Fadenverbindungs­ vorgangs erläutert werden.
Zunächst werden an der Einstellvorrichtung 111 die bereits erwähnten Einstellungen vorgenommen. Wie in der Patent­ schrift des Hauptpatents beschrieben, sind die Fäden beim Zurückschwenken der Fadenzubringer 42 und 46 in die Faden­ aufnahmeschlitze des Fadenzubringers 62 gelangt. Die oben­ erwähnten Fadenleitkonturen sorgen dafür, daß der Oberfaden 12, von einer Auflaufspule kommend, zwischen Klemmstück 54 und Klemme 55 der Fadenklemmvorrichtung 52 und in die Fa­ denaufnahmeschlitze 70 und 72 des Fadenzubringers 62 ein­ gelegt wird.
Nun setzt ein nicht näher dargestelltes Steuergetriebe zwei nicht dargestellte Kurvenscheiben in Bewegung, die dafür sorgen, daß die Stange 67 in Richtung des Pfeils 104 und die Stange 58 in Richtung des Pfeils 105 gezogen wird. Während der Bewegung der Stange 67 schwenken die beiden Arme des Fadenzubringers 62 und der Schwenkarm 83 des Dec­ kels 34 nach links. Wegen der ungleich tiefen Fadenauf­ nahmeschlitze werden die Fäden einander überkreuzend in die Längsnut 33 eingelegt. Die beiden Fadentrennvorrichtungen sind noch geöffnet. Kurz vor dem Erreichen der Endstellung, die für den Fadenzubringer 62 gleichbedeutend mit der Faden­ abgabestellung ist, legt sich bereits der Deckel 34 mit seinen Einlagen 84, 85 gegen die Ränder 86 und 87 der Längs­ nut 33 der Kammer 32. Gleichzeitig schließen sich beide Fadenklemmvorrichtungen 52, 53, während die Messer 77 und 79 gegen die Anschläge 91 beziehungsweise 92 anschlagen. Im gleichen Augenblick erfaßt der Näherungsschalter 93 die An­ näherung des Armes 65 des Fadenzubringers 62. Der Nähe­ rungsschalter 93 veranlaßt über die im Schaltkasten 95 be­ findliche elektrische Schaltvorrichtung das Einschalten des Druckluftdosierventils 39 mit den an der zentralen Einstell­ vorrichtung 111 eingestellten Intervallen, mit denen die Zeitschalteinrichtung 94 nun die Blaszeit steuert. Der im Druckluftspeicher 39 a vorhandene Druckluftvorrat strömt nun in die Kammer 32. Zugleich setzt über den ebenfalls zentral eingestellten Druckminderer 39 b ein Nachströmen von Druck­ luft eingestellten Druckes ein. Während der Blasintervalle schwenken die beiden Arme des Fadenzubringers 62 weiter nach links, so daß sie schließlich die Endstellung erreichen. Währenddessen kommen die Fadentrennvorrichtungen zur Wirkung und die überschüssigen Fadenenden werden abgetrennt und ab­ gesaugt beziehungsweise von einem Klemmdeckel festgehalten. Eine weiche Einstellung der Fadenklemmvorrichtungen gewähr­ leistet ein Nachziehen der Fäden, falls der Spleißvorgang dies erfordert.
Aus der Endstellung heraus wird der Fadenzubringer 62 ohne Verzögerung wieder in seine Grundstellung gebracht und die Fadenklemmvorrichtungen geöffnet, indem die Kurven­ scheiben dafür sorgen, daß die Stange 67 gegen die Rich­ tung des Pfeils 104 und die Stange 58 gegen die Richtung des Pfeils 105 zurückbewegt wird. Zu Beginn dieser Rück­ wärtsbewegung bleiben die Fadentrennvorrichtungen zunächst noch für eine begrenzte Zeit geschlossen, nämlich solange, bis der Bolzen 63 die beiden Hebel 106 und 107 erreicht hat, wonach die Fadentrennvorrichtungen erst wieder geöffnet werden können. Auch der Deckel 34 wird mit Zeitverzögerung geöffnet, und zwar auch erst wieder von dem Zeitpunkt an, in dem der Bolzen 63 den Hebel 89 des Schwenkarms 83 er­ reicht hat. Die Rückstellung der Fadentrennvorrichtungen und die völlige Öffnung des Deckels 34 ist erst dann er­ reicht, wenn der Bolzen 63 durch die Stange 67 soweit zu­ rückgeführt ist, wie es die Zeichnung zeigt.
Der durch Spleißen mittels Druckluft verbundene Faden liegt nun in der geöffneten Fadenklemmvorrichtung 75, dem Faden­ aufnahmeschlitz 73 des Arms 65, vor der geöffneten Kammer 32, dem Fadenaufnahmeschlitz 70 des Arms 64 und in der geöff­ neten Fadenklemmvorrichtung 52. Wenn nun anschließend die Spulstelle wieder in Betrieb geht, schnellt der Faden in­ folge der wiedereinsetzenden Wickelspannung aus der Vor­ richtung 11 heraus.
Die Vorrichtung 11 kann stationär oder wanderfähig einge­ setzt sein. Sie kann wahlweise an jeder Spulstelle bezie­ hungsweise Arbeitsstelle einer Textilmaschine vorhanden sein oder nacheinander an verschiedenen Arbeitsstellen tä­ tig werden. Alternativ kann der Druckminderer von Intervall zu Intervall eine andere Einstellung erhalten, was ebenfalls durch den Einstellknopf 118 möglich ist.

Claims (4)

1. Vorrichtung zum Verbinden von Textilfäden mit einer eine Längsnut aufweisenden Kammer, in die die zu verbindenden Fäden unter Bildung von Fadenumschlingungen an den Mündungsrändern der Kammer einlegbar sind, mit einem Deckel zum vorübergehenden Verschließen der Kammer, mit einem in die Längsnut einmündenden Druckluftkanal, dem über ein steuerbares und einstellbares Druckluftdosierventil Druckluft zuführbar ist, mit Fadenhaltevorrichtungen und mit zum Abtrennen der Enden der Fäden dienenden Fadentrennvorrichtungen, wobei von einer Fadenaufnahmestellung in eine Fadenabgabestellung bewegbare, die Fäden in die Längsnut der Kammer unter Bildung der Fadenumschlingungen an den Mündungsrändern einlegende Fadenzubringer vorgesehen sind, in Abhängigkeit von deren Stellung die steuerbaren Fadenhaltevorrichtungen, der Deckel, die Fadentrennvorrichtungen und das Dosierventil derart gesteuert sind, daß bei geschlossenem Deckel und geschlossenen Fadenhaltevorrichtungen die Enden der Fäden während des Einblasens von Druckluft in die Längsnut durch Betätigen der Fadentrennvorrichtungen abgetrennt werden, nach Patent 28 10 741, dadurch gekennzeichnet, daß eine über eine Einstellvorrichtung (111) steuerbare und auf Intervalle einstellbare Zeitschaltvorrichtung (94) zur Steuerung von Blasintervallen über das Druckluftdosierventil (39) vorgesehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellvorrichtung (111) zwecks Einstellen und Steuern des Luftdrucks mit dem Druckminderer (39 b) in Verbindung steht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellvorrichtung (111) Einstellelemente (118, 119, 120, 121, 122, 123) zum Einstellen von Blasintervallen und zum Einstellen der zeitlichen Abstände der Intervalle sowie zum Einstellen und Steuern des Luftdrucks aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftdosierventile (39), die einstellbaren Druckminderer (39 b) zum Steuern des Luftdrucks und/oder die Zeitschalteinrichtungen (94) einer Mehrzahl von Arbeitsstellen an einer zentralen Einstellvorrichtung (111) angeschlossen sind.
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