DE2851228C2 - Abstreifer zum Entfernen von Unterwindungen von dem Unterwindebereich einer Ringspinn- oder -zwirnspindel - Google Patents
Abstreifer zum Entfernen von Unterwindungen von dem Unterwindebereich einer Ringspinn- oder -zwirnspindelInfo
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Description
Ein aus der US-PS 29 32 149 bekanntgewordener Abstreifer der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen
Art ist mit einer Schneidkante versehen, an der sich die Bedienungsperson bei Durchführung von
Wartungsarbeiten, z. B. beim Aus- und Einbau von Spindelteilen, verletzen kann. Der bekannte Abstreifer
ist auch mit verhältnismäßig aufwendigen Verstellteilen versehen, die zum Abstreifen von Unterwindungen eine
Auf- und Abbewegung der Schneidkante über den Unterwindebereich hinweg veranlassen.
Die Gefahr von Verletzungen besteht auch bei einem aus der DE-OS 19 06 824 bekanntgewordenen Abstreifer,
bei dem ein den Abstreifvorgang bewirkendes Steuerelement einen Teil eines Winkelhebels bildet.
Die der Spindel bzw. deren Unterwindebereich zugeordnete Kante des radial zur Spindel gerichteten
Scheuerelementes ist der Kontur des Unterwindebereiches angepaßt und führt diesem gegenüber eine
Bewegung um die Achse des Winkelhebels aus.
Abgesehen von der Verletzungsgefahr bringen diese bekannten Abstreifer aber auch Probleme technologischer
Art mit sich.
Mit der Einführung neuer Stapelfasergarne, die z. B. aus Kunstfasern und Mischungen aus Kunst- und
Naturfasern bestehen, wurde das Entfernen der Garnwindungen zunehmend schwieriger. Viele derartige
Garnarten sind extrem widerstandsfähig und reißfest, so daß es ziemlich schwierig ist, sie abzureiben oder
durchzutrennen. Die neuen Garnarten bringen es mit sich, daß Messerschneiden rasch stumpf werden und
sich Reibwerkzeuge schnell abnutzen. Zudem scheinen die Garne zunehmend längere Zekabstände zwischen
den Abstreifvorgängen zu erfordern, und insbesondere bei Garnen mit Fasern aus thermoplastischem Kunststoff
verschmelzen die Fasern infolge der beim Abstreifvorgang entwickelten großen. Reibungswärme
miteinander, was den Abstreifvorgang erheblich erschwert
Bei Vorrichtungen mit starrem Abstreifer, z. B. mit einem Schneidblatt, führen die sich ständig wiederholenden
Schläge, die von den mit dem Unterwindebereich umlaufenden Garnwindungen ausgehen, nicht nur dazu,
daß die Schneiden oder Reibflächen ihre Wirkung verlieren, sondern daß an der Oberfläche ingesamt ein
Verschleiß auftritt wodurch sich der Abstand zwischen der betreffenden Oberfläche und dem Unterwindebereich
rasch vergrößert, so daß immer mehr Garnwindüngen auf dem Unterwindebereich verbleiben. 1st die
Vorrichtung einstellbar befestigt, so führen die Schläge dazu, daß sie sich verbiegt und locken und sich von dem
Unterwindebereich entfernt wodurch wiederum die zuvor beschriebene Wirkung eintritt. Wenn sich der
Abstreifer weitgehend gelockert hat, so wird er unwirksam und muß erneut eingestellt und befestigt
werden.
Der im Anspruch 1 angegebenen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die zuvor erwähnten Probleme zu
beseitigen und einen im Aufbau einfachen Abstreifer zu schaffen, der Garnwindungen automatisch und zuverlässig
vom Unterwindebereich einer laufenden Spindel abstreift und zwar ungeachtet der Garnart oder des
Garndralles. Der Abstreifer soll eine lange Lebensdauer besitzen und kombinierte Abrieb- und Trennvorgänge
durchführen, ohne daß außenliegende Schneidkanten oder sich rasch abnutzende Reibflächen erforderlich
sind.
Der erfindungsgemäße Abstreifer ist in unmittelbarer Nähe des Bereiches, in dem sich Unterwindungen
ansammeln, starr und in der Weise befestigt, daß die den Unterwindungen zugewandten Kanten seiner Durchtrittsöffnung
einen Abstand von dem Unterwindebereich haben, welcher der maximalen Tiefe bzw. Dicke
der Unterwindungen entspricht, die vor der Wiederaufnahme des Spinnvorganges auf dem Unterwindebereich
der Spindel verbleiben sollen.
Die Kanten der Durchtrittsöffnung bilden Abstreifkanten, die frei liegende Schneidkanten oder Reibflächen,
an denen man sich verletzen könnte, überflüssig machen.
Ein sanftes Abreiben, gegebenenfalls auch Durchtrennen und Abstreifen der Unterwindungen geht in erster
Linie darauf zurück, daß die Unterwindungen »arbeiten«,· d. h., daß sie infolge der ihnen innewohnenden
»Breiten-Elastizität« beim Vorbeilauf an der Abstreifplatte in deren Durchtrittsöffnung expandieren und
hierbei an der zuerst bestrichenen Abstreifkante reiben, um sofort danach von der zweiten Abstreifkante
zurückgehalten und komprimiert zu werden.
Eine Ausbildung des Abstreifers nach den Ansprüchen 2, 3 oder 4 trägt den Umständen bei der
Verarbeitung unterschiedlicher Garnarten Rechnung. Bei der Ausbildung des Abstreifers nach Anspruch 5
hängt die Richtung, in der die beiden schräg zueinander verlaufenden Kanten der Durchtrittsöffnung konvergieren,
davon ab, ob Garn mit S-Drall oder Z-Drall
verarbeitet wird.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend
an Hand der Zeichnungen näher beschrieben. Es ^eigt
F i g. 1 in perspektivischer Vorderansicht einen Abstreifer mit einer runden Durchtrittsöffnung in seiner
Zuordnung zu einer Spindel einer Ringspinnmaschine,
F i g. 2 in der Seitenansicht einen Teil des Aufbaues
nach Fig. 1, wobei der Abstreifer im Schnitt nach der Linie 2-2 der F i g. 1 dargestellt ist,
Fig.3 in der Seitenansicht, teilweise geschnitten,
einen Abstreifer mit konvexer Vorderseite, die dem konkav gewölbten Unterwindebereich der Spindel
gegenüberliegt,
Fig.4 in der Seitenansicht einen Abstreifer mit
konkaver Vorderseite, die dem konvex gewölbten Unterwindebereich der Spindel gegenüberliegt,
Fig.5 den oberen Abschnitt eines Abstreifers mit
einem Langloch als Durchtrittsöffnung und abgerundeter Oberseite,
Fig.6 einen dem Abstreifer nach Fig.5 ähnlichen
Abstreifer mit rechteckiger Durchtrittsöffnung und sattelförmiger, abgerundeter Oberseite,
F i g. 7 einen den Abstreifern nach den F i g. 5 und 6 ähnlichen Abstreifer mit einer unsymmetrischen, durch
vier gerade Kanten begrenzten Durchtrittsöffnung, dessen Oberseite abgerundet und einseitig abgeschrägt
ist, und
F i g. 8 einen dem Abstreifer nach F i g. 7 ähnlichen Abstreifer, dessen Oberseite und Durchtrittsöffnung zur
anderen Seite hin abgeschrägt sind.
Bei einer Ringspinnmaschine, von der in den F i g. t
und 2 nur der Bereich einer Spindel 10 wiedergegeben ist, sind an beiden Seiten der Maschine mit Abstand
voneinander Spindeln mit zugeordnetem Ring und Läufer für den Aufbau der Spulen angeordnet. Das Garn
K wird hierbei mit Hilfe eines ortsfesten Ringes 14 und eines auf diesem umlaufenden Läufers 16 versponnen
und auf eine Hülse 12 aufgewickelt; im Garn entsteht hierbei je nach der Umlaufrichtung des Läufers 16 und
der Hülse 12 ein S-Drall oder Z-Drall. Die Hülse 12 ist
auf das in gleicher Weise rotierende Spindelblatt 18 der Spindel 10 aufgesetzt. Zum Spinnen des Garnes yist der
den Läufer 16 tragende Ring 14 in einer Ausnehmung der Ringbank 20 der Maschine befestigt. Im Betrieb der
Maschine führt die Ringbank 20 eine gesteuerte, in einem vorgeschriebenen Arbeitszyklus verlaufende
Auf- und Abbewegung aus. Sie bewegt sich zwischen einer Stelle unterhalb des Kopfendes der Hülse 12 und
einer Stelle oberhalb des Fußendes der Hülse 12 auf und ab und erzeugt hierbei eine Vielzähl übereinander
gewickelter Garnlagen. Wenn sich auf der Hülse 12 eine vorbestimmte Garnmenge befindet, so ist eine Spule P
bestimmter Form entstanden, beispielsweise eine in F i g. 1 dargestellte Spule mit Kopf- und Fußkonus.
Danach wird die Ringbank 20 von Hand oder automatisch bis zu einer Höhe unterhalb des Spindelblattes
18 abgesenkt und im Unterwindebereich 22 der Spindel 10 verriegelt. Der Unterwindebereich 22 nimmt
danach einige als Unterwindungen bezeichnete Garnwindungen auf, wenn sich der Spinnvorgang bei
verriegelter Ringbank fortsetzt. Hierbei wird auf dem Unterwindebereich 22 Garn Yverankert, das jetzt ohne
Unterbrechung von der Stelle, an der es als Vorgarn aus den Lieferwalzen eines nicht dargestellten, oberhalb der
Spindel 10 angebrachten Steckwerkes austritt, nach unten durch den Läufer 16 bis zum Unterwindebereich
22 geführt und auf diesen aufgewickelt ist.
Das Spindelblatt 18 und der Unterwindebereich 22 werden stillgesetzt und die fertige Spule P wird nach
oben vom Spindelblatt 18 abgezogen. Die innerste Garnlage der Spule P ist mit den früher hergestellten
Unterwindungen verbunden, wobei der Garnabschnitt T über einen Messerflansch 24 hünvegläuft, der sich
zwischen dem Fußende des Spindelblattes 18 und dem Unterwindebereich 22 der Spindel 10 befindet Beim
Abheben der Spule P wird der Garnabschnitt T durchgetrennt Danach wird für den Aufbau der
nächsten Spule eine Hülse 12 oberhalb des Messerflansches 24 auf das Spindelblatt 18 aufgeschoben.
Nunmehr wird die Bremse für das Spindelblatt 18 und den Unterwindebereich 22 gelöst; die Ringbank 20 wird
entriegelt und so weit nach oben bewegt, daß sie sich zwischen dem Kopfende und dem Fußende der Hülse 12
befindet Im Zuge des wieder aufgenommenen Spinnvorganges werden Anfangswindungen des Garnes Y
versponnen und auf die Hülse 12 aufgewickelt, um zwischen den auf den Unterwindebereich 22 aufgewikkelten
Unterwindungen und den auf die Hülse 12 aufgewickelten Anfangswindungen des Garnes Y
wiederum einen durchgehenden Garnabschnitt T herzustellen. Danach nimmt die Ringbank 20 ihre
gesteuerte Auf- und Abbewegung zum Aufbau einer weiteren Spule Pwieder auf.
Auf diese Weise sammeln sich auf dem Unterwindebereich 22 Unterwindungen an, die entfernt werden
müssen.
λη einem ortsfesten Rahmenteil der Maschine, z. B.
an der Spindelbank 28, ist eine Platte 26 starr befestigt, und zwar in der Weise, daß ihr oberer Abschnitt 30 dem
Unterwindebereich 22 mit geringem Abstand gegenüberliegt. Die Platte 26 ist hierzu mit ihrem unteren
Befestigungsabschnitt, bei dem es sich um einen horizontal gerichteten Flansch 32 handelt, mit Hilfe
einer Schraube 34 starr an der Spindelbank 28 befestigt; die Schraube 34 ist gemäß F i g. 2 durch eine gegen die
Unterseite der Spindelbank 28 festgezogene Mutter 36 gesichert. Die Dicke der Platte 26 soll mindestens
0,8 mm und nicht mehr als 12,7 mm betragen, wobei von der dem Unterwindebereich 22 zugewandten vorderen
Seite 40 (F i g. 2) zur gegenüberliegenden, nach außen gerichteten Seite 38 gemessen wird. Im oberen
Abschnitt 30 der Platte 26 befindet sich eine von der Vorderseite 40 zur Rückseite 38 durchgehende Durchtrittsöffnung
42.
Aus praktischen Gründen bestimmt man die Größe der Durchtrittsöffnung 42 durch die Abstände der
Kanten 48 und 50 (F i g. 1 und 2) an der Vorderseite 40, die den auf den Unterwindebereich 22 aufgewickelten
Unterwindungen U zugewandt ist, wobei die Kanten 48 und 50 quer zu der Richtung verlaufen, in der die
Unterwindungen U aufgewickelt sind, d. h. in Richtung der Spindelachse. Die in den F i g. 1 und 2 wiedergegebene
runde Durchtrittsöffnung 42 kann daher so verstanden werden, daß sie sich aus zwei halbrunden,
einander gegenüberliegenden Kanten 48 und 50 zusammensetzt, die quer zu den horizontal aufgewickelten
Unterwindungen U gerichtet sind. Ihre Trennstelle und die Größe der Durchtrittsöffnung 42 werden durch
den Durchmesser, d. h. durch den diametralen Abstand der Kanten 48 und 50 bestimmt. Bei dieser Ausführungsform der Platte 26 bilden die Karten 48 und 50 die
Abstr<"ifkanten. Im allgemeinen entspricht der kleinste
Abstand zwischen den einander gegenüberliegenden Abstreifkanten etwa dem 0,1 fachen des Radius des
Unterwindebereiches, der größte Abstand etwa seinem Radius. Die in den Fig. 1, 2 und 5 bis 8 dargestellte
Platte 26 mit flachem, oberem Abschnitt 30 eignet sich besonders für zylindrische Unterwindebereiche 22.
Besitzt der Unterwindebereich 22 jedoch, wie in den Fig.3 und 4 dargestellt, keine zylindrische Form, so
wird der obere Abschnitt 30 an die Oberflächenkontur des Unterwindebereiches 22 angepaßt. Der in F i g. 3
wiedergegebene Unterwindebereich 22 hat eine konkav gewölbte Außenkontur; die Vorderseite 40 des oberen
Abschnittes 30 ist dementsprechend konvex gekrümmt. Gemäß Fig.4 besitzt der Unterwindebereich 22 eine
konvexe Außenkontur und der obere Abschnitt 30 bzw. seine Vorderseite 40 ist dementsprechend konkav
gewölbt. Die Durchtrittsöffnung 42, welche den oberen Abschnitt 30 des Abstreifers 26 ganz durchgreift, übt
mehrere Funktionen aus. Sie dient als Auslaß für Garnreste und Faserflug, der von den Unterwindungen
ty abgetrennt wurde. In ihrer Längsrichtung können die
inneren Wandungsabschnitte gemäß den F i g. 1 und 2 gekrümmt, oder gemäß den F i g. 6 bis 8 geradlinig, oder
gemäß Fig.5 auch teilweise geradlinig und teilweise gekrümmt verlaufen.
Im Gegensatz zu solchen Fällen, in denen es nur darum geht, beispielsweise Garnwindungen von einer
Spule abzustreifen, bedient man sich bei Verwendung der Platte 26 zum Entfernen von Unterwindungen U
vom Unterwindebereich 22 einer Spindel einer speziellen Ausbildung derjenigen Außenflächen der Platte 26,
die dem Garnabschnitt T am nächsten liegen. Da die Platte 26 mit ihrem oberen Abschnitt 30 in den Raum
zwischen dem Unterwindebereich 22 und dem Ring 14 sowie den an ihm angebrachten Läufer 16 greift, wenn
die Ringbank 20 unmittelbar vor dem Abziehen der Spulen P bis unter den Messerflansch 24 abgesenkt ist,
kommen die Unterwindungen U mit der Rückseite 38 der Platte 26 in Berührung, bevor sie aufgewickelt
werden. Es sind daher Vorkehrungen getroffen, damit das Garn Y über die Platte 26 hinweggleiten, auf den
Unterwindebereich 22 aufgewickelt und verankert werden kann.
Der obere Abschnitt 30 weist hierzu eine abgeschrägte Oberseite 44 auf, die zum abgerundeten Scheitel 46
des Abschnittes 30 in der gleichen Richtung geneigt verläuft, in der sich der Läufer 16 vor der Platte 26
vorbeibewegt. Wenn daher der Läufer 16 das Garn Y unter Spannung über die Rückseite 38 der Platte 26
hinwegzieht, so bewegt sich das Garn unter dieser Spannung die schräge Oberseite 44 hinauf, über den
Scheitel 46 des Abschnittes 30 hinweg und läuft auf den sich drehenden Unterwindebereich 22 auf. Sowohl der
Scheitel 46 als auch die schräge Oberseite 44 sind über die Dicke der Platte hinweg, d. h. von der Vorderseite 40
ίο bis zur Rückseite 38, abgerundet, um ein Reißen oder
Durchschneiden des Garnes Vdurch reibenden Eingriff zu verhindern, wenn das Garn über die Platte
hinwegläuft. Wie weiter oben erwähnt, wird dem Garn Y beim Ringspinnen je nach dem endgültigen
Verwendungszweck ein S-Drall oder Z-Drall erteilt. Beim Spinnen mit S-Drall drehen sich das Spindelblatt
18, die Hülse 12, die Spule P, der Läufer 16, der Messerflansch 24 und der Unterwindebereich 22 von
oben betrachtet gegen den Uhrzeigersinn oder gemäß den F i g. 1 und 2 von links nach rechts. Beim Spinnen
mit Z-Drall drehen sich die erwähnten Teile dagegen von oben betrachtet im Uhrzeigersinn bzw. von rechts
nach links, wenn man vom Bedienungsgang aus auf die in F i g. 1 wiedergegebene Spindel 10 blickt. Die Platte
26, deren oberer Abschnitt 30 gemäß den Fig. 1,5 und 6
sattelförmig ausgebildet, d. h. nach beiden Seiten hin abgeschrägt ist, eignet sich daher gleichermaßen zum
Spinnen bzw. zum Unterwinden von Garn mit S- oder Z-Drall. Die Platte nach F i g. 7, deren oberer Abschnitt
von hinten zu sehen ist, läßt sich nur zum Spinnen bzw. Unterwinden von Garn mit Z-Drall, die Platte nach
Fig.8 nur zum Spinnen bzw. Unterwinden von Garn mit S-Drall verwenden. Der obere Abschnitt 30 hat
jeweils nur eine abgeschrägte Oberseite 44, die bei den Ausführungsformen nach F i g. 7 und 8 in entgegengesetzten
Richtungen abfällt Damit das Garn Y über den Scheitel 46 der Platte 26 hinweglaufen kann, muß die
Platte 26 so befestigt sein, daß genügend Raum zwischen dem Scheitel 46 und dem nach außen
vorspringenden Abschnitt des Messerflansches 24 vorhanden ist
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Abstreifer zum Entfernen von .Unterwindungen von dem Unterwindebereich einer Ringspinn- oder
-zwirnspindel, mit einer neben der Ringspinn- oder -zwirnspindel in deren Drehrichtung ortsfest angebrachten,
starren Platte, deren der Ringspinn- oder -zwirnspindel zugewandte Seite in ihrer Kontur dem
Profil des Unterwindebereiches angepaßt ist und zum Unterwindebereich eine Tangentialstellung
einnimmt, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (26) in Höhe des Unterwindebereiches (22)
eine Durchtrittsöffnung (42) aufweist, deren Kanten (48, 50) Abstreifkanten bilden, die, quer zur
Spindelachse gemessen, einen größten Abstand voneinander haben, welcher dem 0,1- bis 1 fachen
Radius des Unterwindebereiches (22) entspricht
2. Abstreifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Durchtrittsöffnung (42) rund ist (F i g. 1 und 2).
3. Abstreifer nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet,
daß die Durchtrittsöffnung (42) ein Langloch ist, dessen Kanten (48,50) in Richtung der
Spindelachse geradlinig und parallel zueinander verlaufen (F i g. 5).
4. Abstreifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchtrittsöffnung (42) ein
Rechteck ist, dessen längere Kanten (48, 50) in Richtung der Spindelachse verlaufen (F i g. 6).
5. Abstreifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kanten der Durchtrittsöffnung (42) ein Viereck begrenzen, dessen zwei in Richtung der
Spindelachse verlaufende Kanten (48,50) geradlinig und parallel zueinander, und dessen zwei andere
Kanten geradlinig, jedoch schräg zueinander angeordnet sind (F i g. 7 und 8).
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