DE284162C - - Google Patents

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DE284162C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05DINORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C; FERTILISERS PRODUCING CARBON DIOXIDE
    • C05D1/00Fertilisers containing potassium
    • C05D1/02Manufacture from potassium chloride or sulfate or double or mixed salts thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMI
in CÖLN.
Bei der Verarbeitung gewisser Kalirohsalze auf reine Produkte fallen Endlaugen in großen Mengen ab, welche bei einem spez. Gewicht von 1,31
KCL = i,a Prozent)
MgSO4= 5,, -
SS1 z't : I lid>
als Bestandteile enthalten.
Diese Laugen müssen aus der Fabrikation entfernt werden, und werden, soweit die landespolizeilichen Bestimmungen dem nicht entgegenstehen, in die öffentlichen Flußläufe abgelassen.
Daß diese Art der Beseitigung auf Widerstand der an den Flußläufen liegenden Städte stößt, ist bekannt, und ist daher die zweckmäßige Entfernung der Abfallaugen wesentlichste Voraussetzung bei der Konzessionierung einer Kalifabrik.
Die Gewinnung des Mg Cl2 aus den Laugen steht nun im Widerspruch zu den Absatzmöglichkeiten und tritt daher praktisch wenig in Erscheinung. In manchen Werken werden sie unter Wiedergewinnung des wertvollen K Cl eingedampft und das MgCl2 durch überhitzte Luft oder Wasserdampf im Cl bzw. H Cl und MgO gespalten. Da jedoch an HCl und Cl zur Zeit eine Überproduktion herrscht, hat diese Verwertung nur eine ganz lokale Bedeutung.
Neben der Verwendung als Bergversatz hat man endlich versucht, die Endlaugen in Düngemittel überzuführen. So ist vorgeschlagen worden, die Endlauge mit gebranntem Kalk zu versetzen, wobei neben der wasserbindenden Eigenschaft des gebrannten Kalkes einfach eine Wechselwirkung zwischen Mg Cl2 und Ca (O H)2 eintritt, ohne daß das Produkt wertvoller als die Endlauge selbst wird.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun ein Verfahren, nach welchem die Kaliendlauge nutzbare Verwendung findet, um damit Alkaliverbindungen (bzw. Kaliverbindungen) aus nicht wasserlöslichen Kalisilikaten, wie Phonolith, Feldspat, Glimmer, Leucitbasalte, Trachyt, Syenite usw., zu gewinnen.
Es wurde gefunden, daß Mg Cl2 allein oder in Mischung mit Kalkverbindungen (Ca O, Ca, C O3, Braunkohlenasche, Ca [N O3J2) in der Hitze aufschließend auf Kalisilikate wirkt und das Kalisilikat in bodenlösliche Form überführt. Es findet somit eine Verwertung des in der Endlauge noch enthaltenen K Cl wie des in bodenlöslicEe Form übergeführten Kalisilikats statt. In technischer Hinsicht bedeutet das Verfahren einerseits eine neue Verwendungsmöglichkeit der Kaliendlauge, während andererseits die Verarbeitung des sonst wertlosen Phonoliths usw. auf lösliche Kaliverbindungen wirtschaftlich sichergestellt ist.
Es ist zwar bekannt, aus kalihaltigen Silikatgesteinen die Alkalien durch Glühen mit Kalk bzw. durch Behandlung mit gespanntem Wasserdampf und Kalk ohne bzw. mit hohem Druck abzuspalten. Gegenüber diesen Ver-
fahren bietet /aber das vorliegende sehr erhebliche ,Vorteile und unterscheidet sich davon schön durch die Verwendung der die Kaliindustrie hemmenden abfallenden Endlaugen. :
In .Ausübung des Verfahrens verfährt man bespielsweise derart, daß man eine entsprechende Menge Silikatgesteine in Pulverform in einen erhitzten Drehrohrofen gibt und Endlauge hinzufließen läßt. Man erhält so eine gleichmäßige innige, Mischung von Lauge und Silikatmehl. Durch'- Glühen dieser Mischung . und durch die entstandene große Angriffs-/ oberfläche spaltet das Mg Cl2 intermediär H Cl
1.5 aby' und wirken die gebildeten Produkte, wie
:' H/Cl, MgO oder Magnesiumoxychlorid, überaus stark aufschließend auf das Silikat. Das erhaltene Reaktionsprodukt enthält das Kali in bodenlöslicher Form und kann, in streufähige Form gebracht, direkt als Düngemittel benutzt werden.
Oder man glüht nach obiger Weise Silikatmehl und Endlauge unter Hinzufügen von Kalkverbindungen, wie Ca O, Ca C O3 (Braunkohlenasche) oder Ca (N O3)2. Es bilden sich in der Hauptsache Ca Cl2 und Calciumoxychlorid oder Mischungen von basischem Magnesiumchlorid, Calciumchlorid und Calciumoxychlorid, welche noch intensiver aufschließend wirken als Mg Cl2 allein.
Die bei dem Prozeß entstehenden Abgase, wie H Cl, Cl, C O2 oder Stickstoffsauerstoffverbindungen, werden zweckmäßig wiederum in der Endlauge oder dem Kaliendlaugengemische gewaschen und finden zur nächsten Charge Verwendung.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Ausnutzung der Abfallaugen der Kaliindustrie zur Aufschließung nicht wasserlöslicher Kalisilikate, dadurch gekennzeichnet, daß die Laugen mit den kalihaltigen Mineralien (Phonolithen, Feldspat) versetzt und dann in offenen Vorrichtungen erhitzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Laugengemisch Kalk (gebrannter, kohlensaurer, salpetersaurer) zugefügt wird.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3223764A1 (de) * 1982-06-25 1983-12-29 Hubert Ing.(grad.) 4796 Salzkotten Wiegelmann Vorrichtung zum ausstreuen von koernigem und/oder pulverigem gut, insbesondere kunstduenger oder saatgut
US5601034A (en) * 1993-09-20 1997-02-11 Hitachi, Ltd. Rolling stock and method for equipping the interior the same

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3223764A1 (de) * 1982-06-25 1983-12-29 Hubert Ing.(grad.) 4796 Salzkotten Wiegelmann Vorrichtung zum ausstreuen von koernigem und/oder pulverigem gut, insbesondere kunstduenger oder saatgut
US5601034A (en) * 1993-09-20 1997-02-11 Hitachi, Ltd. Rolling stock and method for equipping the interior the same

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