DE2840929C2 - Verfahren zum Ermitteln einer Besetzt- bzw. einer Freimeldung eines Streckenabschnittes - Google Patents

Verfahren zum Ermitteln einer Besetzt- bzw. einer Freimeldung eines Streckenabschnittes

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DE2840929C2
DE2840929C2 DE19782840929 DE2840929A DE2840929C2 DE 2840929 C2 DE2840929 C2 DE 2840929C2 DE 19782840929 DE19782840929 DE 19782840929 DE 2840929 A DE2840929 A DE 2840929A DE 2840929 C2 DE2840929 C2 DE 2840929C2
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Christian Dipl.-Ing. Lambrecht
Walter Ing.(grad.) 3300 Braunschweig Schwarzbach
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L21/00Station blocking between signal boxes in one yard
    • B61L21/06Vehicle-on-line indication; Monitoring locking and release of the route

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Ermitteln von Besetzt- bzw. Freimeldungen beim Besetzen bzw. Freifahren eines aus einem ersten und einem in einer vorgegebenen Regelfahrrichtung unmittelbar folgenden zweiten Teilabschnitt bestehenden Streckenabschnittes durch ein Fahrzeug, wobei Detektoreinrichtungen vorgesehen sind, die den Besetzt- bzw. Freizustand jedes Teilabschnittes melden.
Im Interesse der Zügigkeit des Stadtbahnverkehrs haben induktiv fahrzeugseitig steuerbare Weichenantriebe eine breite Verwendung gefunden. Um hierbei ein Stellen einer von einem Fahrzeug besetzten, spitz zu befahrenden Weiche durch ein nachfolgendes Fahrzeug zu verhindern, sind Weichensperrkreise, z. B. nach der DE-PS 17 80 280, eingeführt worden. Diese üblichen Weichensperrkreise benötigen vor der Weichenspitze eine erhebliche Einbaulänge, die jedoch nicht immer zur Verfügung steht. Es erweist sich in diesem Fall als vorteilhaft, einen ersten verkürzten Weichensperrkreis vor der Weichenspitze anzuordnen und einen zweiten verkürzten Weichensperrkreis zwischen den Weichenzungen vorzusehen, wobei die resultierende Länge dieser beiden Weichensperrkreise mindestens der Länge üblicher Weichensperrkreise entspricht
Diese Anordnung von zwei verkürzten Weichensperrkreisen kann als Sonderfall einer Anordnung von einer Vielzahl von aufeinanderfolgenden, jeweils einem Teilabschnitt eines Streckenabschnittes zugeordneten is Gleisstromkreisen angesehen werden, wie sie aus der DE-PS 12 65 186 bekannt ist. Einer solchen Einrichtung liegt das Verfahren der eingangs genannten Gattung zugrunde, indem Detektoreinrichtungen das Besetzen und das Freifahren der Teilabschnitte feststellen und demgemäß den Besetzt- bzw. Freizustand der jeweiligen Teilabschnitte melden.
Die Gleisnetze von Stadtbahnen sind selten völlig
vom Individualverkehr, insbesondere Querverkehr, getrennt, so daß nicht nur die Stadtbahnfahrzeuge, sondern auch beispielsweise schwere Lastkraftwagen Besetztmeldungen auslösen können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingings genannten Gattung so zu verfeinern, daß ein ordnungsgemäßes (reguläres) Besetzen eines zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Weichensperrkreisen zugeordneten Streckenabschnittes durch ein Schienenfahrzeug eindeutig erkennbar ist und nur durch ein ordnungsgemäßes (reguläres) Freifahren aufhebbar ist.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe durch die folgenden Verfahrensschritte gelöst:
a) Solange der Besetztzustand des ersten Teilabschnittes besteht, löst der Freizustand des zweiten Teilabschnittes eine Vormeldung aus,
b) der gleichzeitige Besetztzustand des ersten und des zweiten Teilabschnittes löst oei bestehender Vormeldung eine ein ordnungsgemäßes vollständiges Besetzen des Streckenabschnittes anzeigende reguläre Besetztmeldung aus,
c) der Freizustand des ersten und gleichzeitige Besetztzustand des zweiten Teilabschnittes löst bei bestehender regulärer Besetztmeldung ein Vorquittungssignal aus,
d) der gleichzeitige Freizustand des ersten und des zweiten Teilabschnittes löst bei einem bestehenden
Vorquittungssignal eine ein ordnungsgemäßes vollständiges Freifahren des Streckenabschnittes anzeigende reguläre Freimeldung aus.
Es erweist sich dabei als besonders vorteilhaft, daß ein solches Verfahren schaltungstechnisch äußerst einfach realisiert werden kann.
Eine Ausbildung der Erfindung ist durch die folgenden Verfahrensschritte gekennzeichnet:
e) der Besetztzustand des ersten Teilabschnittes setzt ein Speicherglied in dessen Grundstellung, der Freizustand des ersten Teilabschnittes setzt das Speieherglied in dessen Arbeitsstellung,
f) der Besetztzustand des zweiten Teilabschnittes setzt ein weiteres Speicherglied in dessen Grundes stellung, der Freizustand des zweiten Teilabschnittes setzt das weitere Speicherglied in dessen Arbeitsstellung,
g) das Vorliegen der Grundstellung mindestens eines
der Speicherglieder löst eine vorläufige Besetztmeldung aus,
h) das Nicht-Vorliegen einer vorläufigen Besetztmeldung löst eine vorläufige Freimeldung aus.
Es erweist sich dabei als besonders vorteilhaft, daß die von Fahrzeugen des Individualverkehrs ausgelösten Besetztmeldungen unmittelbar nach dem Räumen des Streckenabschnittes durch solche Fahrzeuge wieder aufgehoben werden.
Das Verfahren nach der Erfindung wird an Hand eines Ausführungsbeispiels geschildert Es zeigt
F i g. 1 eine das Besetzen und Freifahren zweier zusammenwirkender Weichensperrkreise veranschaulichende Darstellung und
F i g. 2 eine Logikschaltung.
In der Darstellung nach F i g. 1 ist ein Fahrzeug F gezeigt, das in einer durch einen Pfeil angedeuteten Regelfahrrichtung R ein Gleis Gbefährt
Bei der Regelfahrrichtung R besetzt das Fahrzeug F, wenn es in einen Streckenabschnitt 5 einfährt der aus zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Teilabschnitten I und II besteht zunächst allein den Teilabschnitt I und dann sowohl den Teilabschnitt I als zuch den Teilabschnitt II.
Das Freifahren des Streckenabschnittes 5 wird eingeleitet durch ein Freifahren des Teilabschnittes I bei fortbestehendem Besetzen des Teilabschnittes II und erfolgt endgültig, wenn neben dem Teilabschnitt I auch der Teilabschnitt II freigefahren worden ist.
Der Besetzt- bzw. Freizustand des Teilabschnittes I wird durch Signal Ib bzw. I/angezeigt die jweils durch eine Detektoreinrichtung DX ermittelt werden, die wiederum von einem dem Teilabschnitt I zugeordneten Weichensperrkreis WX angesteuert wird. In entsprechender Weise wird der Besetzt- bzw. Freizustand des Teilabschnittes II durch Signale Ub und II/von einer Detektoreinrichtung Dl gemeldet, die von einem dem Teilabschnitt I zugeordneten Weichensperrkreis Wl angesteuert wird.
In der Darstellung nach F i g. 2 ist eine besonders übersichtliche Logikschaltung zum Realisieren des erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt. Dieser Logikschaltung werden die Signale Ib, If, Ub und Uf zugeführt. An Hand dieser Signale ermittelt die Schaltung Besetzt- bzw. Freimeldungen für den Streckenabschnitt 5(Fig. 1). Die Schaltung besteht aus vier UND-Gliedern UX bis t/4, die drei Speicherglieder 51 bis 53 ansteuern, wobei das Speicherglied 52 reguläre Besetztmeldungen Br bzw. reguläre Freimeldungen Fr ausgibt. Zwei weitere Speicherglieder 54 und 55 dienen in Verbindung mit zwei ODER-Gliedern O X und O2 zum Ermitteln von vorläufigen Besetztmeldungen ßfhzw. vorläufigen Freimeldungen Fv. Auf die Bedeutung der verschiedenen Besetzt- bzw. Freimeldungen wird im folgenden noch eingegangen.
Es sei zunächst von einer Grundstellung der Speicherglieder 51 bis 53 ausgegangen; die Funktion der Speicherglieder 54 und 55 möge zunächst nicht betrachtet werden. Durch das Auftreten der Signale \b und Uf beim Einfahren eines Fahrzeuges F(Fig. 1) in einen Teilabschnitt I (F i g. 1) wird vom UND-Glied U1 das Speicherglied SX in seine Arbeitsstellung gesetzt. Das dann auf einer Ausgangsleitung A X des Speichergliedes 51 anstehende Signal ist das Zeichen einer Vormeldung.
Diese kann zunächst durch ein den Freizustand des Teilabschnittes I anzeigendes Signal \f zurückgenommen werden, so daß ein Kurzzeitiges Beeinflussen des Weichensperrkreises H'l keine dauernde Wirkung hat.
Wenn das Fahrzeug F(Fig. 1) im weiteren Verlauf der angenommenen Regelfahrrichtung R beide Teilabschnitte I und H belegt, lösen die Signale Io und Ub zusammen mit der Vormeldung am UND-Glied i/2 ein Ausgangssignal aus, welches das Speicherglied 52 in dessen Arbeitsstellung setzt Über eine Ausgangsleitung A 22 wird bei einem solchen ordnungsgemäßen Besetzen des Streckenabschnittes 5(Fig. 1) durch das gleisgeführte Fahrzeug Feine reguläre Besetztmeldung Br ausgegeben. Diese hebt eine auf einer Ausgangsleitung Λ 21 des Speichergliedes 52 anstehende, zur regulären Besetztmeldung Br antivalente reguläre Freimeldung Frauf.
Wenn das Fahrzeug F bei einer Weiterfahrt in der angenommenen Regelfahrrichtung R den Teilabschnitt I freigefahren hat und nur noch den Teilabschnitt II besetzt wird durch die Signale I/und lift beim Vorliegen der regulären Besetztmeldung Br das UND-Glied i/4 wirksamgeschaltet welches das Speicherglied 53 in dessen Arbeitsstellung setzt, in der auf einer Ausgangsleitung A 3 ein Vorquittungssignal aivsteht
Wenn das Fahrzeug F (Fig. 1) den gesamten Streckenabschnitt 5 geräumt hat, wird durch das Vorquittungssignal und die dann vorliegenden Signale I/ und Uf das UND-Glied t/3 wirksamgeschaltet, welches das Sj^icherglied 52 in dessen Grundstellung setzt. Ferner wird durch das Signal Il/auch das Speicherglied 53 wieder in seine Grundstellung geschaltet. Die durch das ordnungsgemäße Besetzen des Streckenabschnittes 5 (Fig. 1) durch das gleisgebundene Fahrzeug F ausgelöste reguläre Besetztmeldung BR wird also einzig und allein durch ein ordnungsgemäßes Freifahren zurückgenommen, wonach über den Grundstellungsausgang des Speichergiiedes 52 eine reguläre Freimeldung Fr erfolgt.
Für den Fall, daß aus Gründen der Sicherheit ein beliebiges regelloses Besetzen der Teilabschnitt I und/oder II (Fig. 1) z.B. durch Lastkraftwagen, eine vorläufige Besetztmeldung auslösen soll, sind die Speicherglieder 54 und 55 vorgesehen, die durch die Signale \b bzw. Ub in ihrer jeweiligen Grundstellung gehalten werden bzw. in ihre jeweilige Grundstellung gesetzt werden, wodurch über Ausgangsleitungen A 4 bzw. A 5 und das ODER-Glied 01 eine auf ein nicht an das Gleis G(F i g. 1) gebundenes Fahrzeug hinweisende vorläufige Besetztmeldung Bv ausgelöst wird. Eine solche vorläufige Besetztmeldung Bv kann ohne weiteres durch die entsprechende Rücknahme der Signale \b und/oder 116 und entsprechende Ausgabe der Signale !/"und Il/zurückgenommen werden, wodurch an Stelle der vorläufigen Besetztmeldung fiveine vorläufige Freimeldung Fv über das antivalenzbildende ODER-Glied O2 ausgelöst wird.
Sowohl die regulären als auch die vorläufigen Besetzt- oder Frcimeldungen Br, Bv, Fv können zur Steuerung von der Übersichtlichkeit halber nicht weiter dargestellten nachgeschalteten Verarbeitungseinrichtungen verwendet werden, wobei die regulären Besetztmeldunger Br und die vorläufigen Besetztmeldungen Bv sowie die regulären Freimeldungen Fr und die vorläufigen Freimeldungen Fvjeweils als gleichwertig verarbeitet werden können.
Die in der Darstellung nach F i g. 2 gezeigte Logikschaltung kann nach jeweils vorgegebenen betrieblichen Beding i."gen durch elektronische oder elektromechanische Bauelemente ausgeführt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Ermitteln von Besetzt- bzw. Freimeldungem beim Besetzen bzw. Freifahren eines aus einem ersten und einem in einer vorgegebenen Regelfahrrichtung unmittelbar folgenden zweiten Teilabschnitt bestehenden Strekkenabschnittes durch ein Fahrzeug, wobei Detektoreinrichtung vorgesehen sind, die den Besetzt- bzw. Freizustand jedes Teilabschnittes melden, gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:
a) Solange der Besetztzustand des ersten Teilabschnittes (I) besteht, löst der Freizustand des zweiten Teilabschnittes (II) eine Vormeldung aus,
b) der gleichzeitige Besetztzustand des ersten (I) und des zweiten Teilabschnittes (II) löst bei bestehender Vormeldung eine ein ordnungsgemäßes vollständiges Besetzen des Streckenabschnittes (S) anzeigende reguläre Besetztmeldung (Sr) aus,
c) der Freizustand des ersten (Ϊ) und gleichzeitige Besetztzustand des zweiten Teilabschnittes (II) löst bei bestehender regulärer Besetztmeldung (Br)em Vorquittungssignal aus,
d) der gleichzeitige Freizustand des ersten (I) und des zweiten Teilabschnittes (II) löst bei einem bestehenden Vorquittungssignal eine ein ordnungsgemäßes vollständiges Freifahren des Streckenabschnittes anzeigende reguläre Freimeldung (Fr) aus.
2. Verfahr;./! nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die folgenden Verfahren; -chritte:
e) der Besetztzustand des ersten Teilabschnittes
(I) setzt ein Speicherglie^" (S 4) in dessen Grundstellung, der Freizustand des ersten Teilabschnittes (I) setzt das Speicherglied (S4) in dessen Arbeitsstellung,
der Besetztzustand des zweiten Teilabschnittes
(II) setzt ein weiteres Speicherglied (S5) in dessen Grundstellung, der Freizustand des zweiten Teilabschnittes (II) setzt das weitere Speicherglied (SS) in dessen Arbeitsstellung,
g) das Vorliegen der Grundstellung mindestens eines der Speicherglieder (S4, 55) löst eine vorläufige Besetztmeldung (ßv^aus,
h) das Nicht-Vorliegen einer vorläufigen Besetztmeldung (Bv) löst eine vorläufige Freimeldung (Fv) aus.
DE19782840929 1978-09-20 1978-09-20 Verfahren zum Ermitteln einer Besetzt- bzw. einer Freimeldung eines Streckenabschnittes Expired DE2840929C2 (de)

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