DE284076C - - Google Patents
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- DE284076C DE284076C DENDAT284076D DE284076DA DE284076C DE 284076 C DE284076 C DE 284076C DE NDAT284076 D DENDAT284076 D DE NDAT284076D DE 284076D A DE284076D A DE 284076DA DE 284076 C DE284076 C DE 284076C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M3/00—Automatic or semi-automatic exchanges
- H04M3/08—Indicating faults in circuits or apparatus
- H04M3/12—Marking faulty circuits "busy"; Enabling equipment to disengage itself from faulty circuits ; Using redundant circuits; Response of a circuit, apparatus or system to an error
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Interface Circuits In Exchanges (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Um bei Nebenstellenanlagen die endgültige Schlußzeichengabe oder die selbsttätige Lösung
einer Verbindung zu verzögern, sind Einrichtungen bekannt, bei denen jeder Teilnehmer-5
oder Verbindungsleitung ein Zeitlaufwerk zugeordnet ist, welches erst nach einer bestimmten
Zeit umschaltet. Diese Anordnungen sind infolge ihres verhältnismäßig hohen Bedarfs an
Verzögerungsvorrichtungen, die immerhin von
ίο besonderer Bauart sein müssen, teuer, beanspruchen
viel Platz und erschweren demnach die Übersichtlichkeit in den Nebenstellenschränken,
in denen sie gewöhnlich untergebracht sind.
Diese Übelstände beseitigt die Erfindung, indem sie es ermöglicht, daß für eine Gruppe
von Teilnehmer- oder Verbindungsleitungen nur eine Verzögerungsvorrichtung nötig ist. Um
diesen Zweck zu erreichen, ist die Anordnung derart getroffen, daß die Verzögerungsvorrichtung
nur in der Ruhelage mit den Kontaktfedern, welche die endgültige Schlußzeichengabe
oder die selbsttätige Lösung einer Verbindung herbeiführen, durch eine vom Teilnehmer bewirkte
Schaltungsänderung gekuppelt wird. Sobald diese Vorrichtung in Tätigkeit gesetzt
worden ist, können weitere Kontaktfedern mit ihr nicht ein Eingriff gebracht werden, so daß
gleichzeitig immer nur eine Umschaltung durch die Verzögerungsvorrichtung vorgenommen werden
kann, wenn nicht gerade mehrere Teilnehmer zu genau derselben Zeit ein Gespräch beendigen und die Trennung der Verbindung
bewirken wollen.
In dem Ausführungsbeispiel der Erfindung, welches in den Fig. ia und ib im Grundriß
und in der Seitenansicht dargestellt ist, sind als Konstruktionseinzelheiten zum großen
Teil an sich bekannte Einrichtungen gewählt worden, und das Wesen der Erfindung wird
durch Fortlassen oder Änderung dieses oder jenes Teiles in keiner Weise berührt. Auf einer
gemeinsamen Schiene 1, welche durch Bolzen 2 auf einer Grundplatte 3 befestigt ist, sind mehrere
Elektromagnetspulen 4 angeordnet, von denen der Einfachheit halber nur zwei veranschaulicht
sind. Für jede Teilnehmer- oder Verbindungsleitung ist eine Spule 4 vorgesehen, welche durch Anziehen eines zweckmäßig mit
einer Blattfeder 5 versehenen Ankers 6 einen Stromschluß mit einer Kontaktschraube 7 bewirkt,
welche in eine durch Stützen 8 auf der Grundplatte 3 gehaltene Schiene 9 geschraubt
ist. Der Anker 6 bewegt beim Anziehen eine ■Kontaktfeder 10, welche durch eine Spiralfeder
11 in die Ruhelage zurückgeführt werden kann. Die Kontaktfeder 10 ist mit einer Feder
12 versehen, welche über eine in einer Schiene 13 angeordnete Kontaktschraube 14
einen Stromschluß bewirkt. In der Ruhelage legt sich die Kontaktfeder 10 gegen eine mit
einer Nut 15 versehene Walze i6, und zwar
derart, daß sie mit der Nut 15 nicht in Eingriff steht und demnach beim Drehen der
Walze 16 in der angegebenen Pfeilrichtung auf dem Umfang der Walze schleift. Ein Drehen
der Walze 16 wird in bekannter Weise durch Intätigkeitsetzen eines Elektromagne-
ten 17 erzielt, indem beim Anziehen des Ankers 19, welcher in den Hohlkörper des Elektromagneten
17 hereingezogen wird, ein mit der Walze 16 fest verbundenes Zahnrad 20 vermittels
eines aus der Zeichnung-nicht ersichtlichen Sperrhakens fortgeschaltet wird. Über
Zahnräder 21, 22, 23 steht die Walze 16 mit einem Windflügel 24 in Verbindung, welcher
beim Anziehen des Ankers 19 bzw. bei einer
ίο dadurch bewirkten Bewegung der Walze 16
rasch in Umdrehung gesetzt wird. Diese an sich bekannte Einrichtung bewirkt, daß die
Walze 16 in ihrer Bewegung verzögert wird.
Zur Erläuterung der Wirkungsweise der Erfindung ist in Fig. 2 als Anwendungsbeispiel
eine Schaltung eines Umschalteschrankes dargestellt, an dem in bekannter Weise durch
eine' Vermittlungsperson die Verbindungen hergestellt
werden. Der Einfachheit halber sind nur zwei nach verschiedenen, nicht veranschaulichten
Teilnehmerapparaten führende Leitungen 30,31 bzw. 32,33 und zwei. Amtsleitungen
34; 35 bzw. 36, 37 gezeichnet worden. Es ist angenommen worden, daß die Leitungen 30, 31
durch eine Taste T mit den Amtsleitungen 34, 35 und die Leitungen 32, 33 durch eine Taste T1
mit den Leitungen 36, 37 verbunden werden. Die Tasten T, T1 werden beispielsweise von
Hand eingeschaltet, dagegen durch einen Elektromagneten M, M1 ausgelöst, welcher von dem
aus Fig. ι bereits bekannten Elektromagneten 4 abhängig ist. Die Ankeranordnung dieser Elektromagnete
sowohl als auch der Walze 16 in Verbindung mit der Verzögerungsvorrichtung 17
sind schematisch dargestellt. Die tatsächliche Ausführung und Anordnung dieser Teile und
Apparate ergibt sich aus Fig. 2, und zum besseren Verständnis sind die Bezugszeichen aus
Fig. ι in entsprechender Weise in Fig. 2 verwendet worden. Als Speisespulen für die Teilnehmermikrophone
sind zwischen den Leitungen 30, 31 bzw. 32, 33 Relais R, R1 vorgesehen,
welche auch anderen Zwecken dienen können, beispielsweise zum Einschalten eines Überwachungszeichens
verwendet werden können.
Zur weiteren Erläuterung sei angenommen, daß ein Teilnehmer z. B. bei A1 durch Niederdrücken
einer Taste T über die Leitungen 30, 31 und 34, 35 mit dem Amte verbunden ist. Im
Gesprächszustand sind bekanntlich die Leitungen 30, 31 durch Apparate der Teilnehmerstation
überbrückt, und infolgedessen befindet sich das Relais R im Arbeitszustand. Gibt nun
der Teilnehmer in bekannter Weise durch Auf- und Abbewegen des Hörerhakens ein Flackersignal
nach dem Amte, so wird der Arbeitsstrom für das Relais R zeitweilig unterbrochen
und der Kontakt 38 vorübergehend geschlossen. Infolgedessen erhält der Elektromagnet 4 zeitweilig
Strom (—Pol der Batterie, 38, 39, 40, 41, 4, 42, 43, +-Pol der Batterie) und zieht seinen
Anker an. Sobald hierbei der Teil 10 des Ankers 6 in die Nut 15 der Walze 16 gesprungen
ist, wird der Kontakt zwischen 7 und 5 geschlossen und der Verzögerungsmagnet 17 in
Tätigkeit gesetzt (+-Pol der Batterie, 43, 5, 7, 44, 45, 17, —Pol der Batterie). Dieser versetzt
die Walze 16 infolge der Verzögerungsvorrichtung 24 (Fig. ia) langsam in der angegebenen
Pfeilrichtung in Drehung, welche den Ankerteil 10 mitnimmt und dadurch eine allmähliche
Annäherung der Feder 12 an den Kontakt 14 bewirkt. Eine Berührung zwischen 12,
14 kommt jedoch nicht zustande, denn die Bewegung der Walze ist gering, da der Verzögerungsmagnet
17 infolge der durch Relais R bedingten Arbeitsweise des Elektromagneten 4
nur vorübergehend Strom erhält. Der Verzögerungsmagnet 17 ist in bekannter Weise so
eingerichtet, daß sein Arbeitsmagnet sofort in die Ruhelage zurückkehrt, sobald die Elektromagnetspule
stromlos wird. Infolge der verzögerten Wirkungsweise und nur kurzen Arbeitsdauer
des Elektromagneten 17 kommt ein Kontakt zwischen 12, 14 nicht zustande und
der Auslösemagnet M bleibt von der. Tätigkeit des Teilnehmers unberührt. Hängt
dieser dagegen seinen Hörer nach Beendigung des Gespräches an, so fällt der Anker des Relais
R vollständig ab und die Elektromagnete 4, 17 erhalten dauernd Strom. Durch die sich
jetzt längere Zeit drehende Walze 16 erhält der Anker 6 mehr Spielraum für seinen Hub,
und er wird so weit angezogen, daß die Feder 12 mit dem Kontakt 14 verbunden und
der Auslösemagnet M in Tätigkeit gesetzt wird (+-Pol der Batterie, 43, 12,14, 46, M, —Pol
der Batterie); M zieht seinen Anker 47 an und löst die Taste T aus. Dadurch werden die
Teilnehmerleitungen 30, 31 von den Amtsleitungen 34,35 getrennt und gleichzeitig der Kontakt
40 unterbrochen, so daß der Elektromagnet 42 stromlos wird. Sobald die Walze 16
aus der Ruhestellung gekommen und die Nut
15 sich mehr und mehr von dem Ankerteil 10
entfernt, kann infolge geeigneter Hubbemessung des Ankers 6 ein zweiter Ankerteil 10 nicht in
die Nut 15 gelangen. Hat demnach ein Teilnehmer, beispielsweise bei A1, den Hörer nach
Gesprächsbeendigung aufgehängt und dadurch in der soeben geschilderten Weise die Walze 16
in Drehung gesetzt, und ist gleichzeitig ein anderer Teilnehmer, beispielsweise bei A%, durch
eine Taste T1 mit dem Amte verbunden, so kann diese Verbindung durch das Drehen der
Wake nicht unterbrochen werden, weil der Ankerteil 10 des ihm zugeordneten Elektromagneten
4 mit der Nut 15 der Walze 16 nicht mehr in Berührung kommen kann. Infolgedessen
kann auch der Kontakt zwischen 12,14 nicht geschlossen und demnach der Auslösemagnet
M1 nicht in Tätigkeit gesetzt werden.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:
ι. Einrichtung für Nebenstellenanlagen, bei denen die endgültige Schlußzeichengabe oder die selbsttätige Lösung einer Verbindung am Nebenstellenschrank verzögert wird, dadurch gekennzeichnet, daß einer Gruppe von Teilnehmer- oder Verbindungsleitungen (30,31 und 32,33) nur eine verzögert arbeitende Schaltvorrichtung (15, 17) zugeordnet ist, welche nur in der Ruhelage durch eine vom Teilnehmer vorgenommene Schaltungsänderung (bei 38) sich mit den die Schlußzeichengabe bzw. die Lösung einer Verbindung am Nebenstellenschrank bewirkenden Kontaktfedern (10,12) kuppelt und so eingerichtet ist, daß von einer mit dem Amte verbundenen Nebenstelle (^1, A2) aus Flackersignale nach dem Amte hin gegeben werden können, ohne dadurch die richtige Schlußzeichengabe zu beeinträchtigen oder die Verbindung am Nebenstellenschrank zu lösen. - 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ankerteil (io), der mit den die Lösung einer Verbindung bewirkenden Kontaktfedern (12,14) zusammenarbeitet, durch einen die Einschaltung der verzögert arbeitenden Schaltvorrichtung (15, 17) bewirkenden Anker (6) eines Elektromagneten (4) in eine Nut (15) einer gemeinsamen Walze (16) der Schaltvorrichtung gebracht und beim'Drehen der Walze mitgenommen wird, wodurch der Stromschluß (12, 14) für die Schlußzeichengabe bzw. Lösung einer Verbindung zwar vorbereitet, aber erst dann vollendet wird, wenn der Anker (6) nach längerem Drehen der Walze (16) genügend weit angezogen wird, um den Kontakt (12, 14) zum Intätigkeitsetzen des Auslösemagneten (M) zu schließen.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE284076C true DE284076C (de) |
Family
ID=539593
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT284076D Active DE284076C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE284076C (de) |
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