DE28390C - Neuerungen in der Konstruktion von Rennbooten - Google Patents

Neuerungen in der Konstruktion von Rennbooten

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DE28390C
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Germany
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wall
stiffeners
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"W. A. rettig in Berlin
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H16/00Marine propulsion by muscle power
    • B63H16/06Rowlocks; Mountings therefor

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Tents Or Canopies (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Fig. ι zeigt den Grundrifs eines Wettruderbootes,
Fig. 2 einen Längenschnitt desselben,
Fig. 3 einen Querschnitt nach A-B der Fig. 2 an den Stellen a a . . . durch die mit lackirter Leinwand abgedeckte Spitze,
Fig. 4 einen Querschnitt nach C-D der Fig. 2 an den Stellen b b . . .,
Fig. 5 einen Querschnitt nach E-F der Fig. 2 an den Stellen cc...,
Fig. 6 einen Querschnitt nach G-H der Fig. 2 an den Stellen d d . . .
Die drei Hauptlängsrippen eines Rennbootes, die beiden Seitenleisten 5 und die Kielleiste K, Fig. 5, pflegten bisher durch in Abständen von etwa 30 cm angeordnete hölzerne Querrippen verbunden zu sein, auf welche der äufsere, aus leichtem gebogenen Holz bestehende Mantel M aufgenietet war.
Durch die wechselnden Einflüsse der Feuchtigkeit und Trockenheit entsteht nun erfahrungsgemäfs trotz bester Lackirung ein Schrumpfen und Quillen dieser Hülle nach ihrer Breitenausdehnung, welche die aus Langholz geschnittenen oder gebogenen Rippen nicht mitmachen können; bei feuchter Jahreszeit bläht sich die Wandung zwischen den Rippen nach aufsen auf und die auf die Rippen aufgenieteten Stellen erscheinen als eingezogene Nähte, während im Sommer die Rippen aufsen vorstehen und die Wände dazwischen einfallen.
Dafs die so entstandenen, auf die ganze Länge eines Rennbootes sich von etwa 40 mal wiederholenden Querwellen die Reibung am Wasser vergröfsern und daher dem Fortgang eines doch nur zum Zweck der Erreichung äufserster Geschwindigkeit, hergestellten Wettruderbootes undienlich und hinderlich sind, bedarf keines Beweises.
Das Weglassen der Querrippen und Wände hat nun den Zweck, die äufsere Haut von jeder Berührung von Hölzern, deren Fasern nicht in derselben Richtung wie die der Aufsenwand laufen und welche daher nicht in gleicher Weise schrumpfen und sich dehnen, frei zu machen, so dafs die letztere nach der Breitenausdehnung sich ungehindert bewegen kann.
Der Ersatz der Rippen durch Anordnung frei durch den Raum gehender Steifen und Anker in Verbindung mit der Versteifungsplatte V, Fig. ι und 5, hat den Zweck, die durch Fortfall der Rippen verringerte Steifigkeit des Bootes mittelst möglichst fester Verbindung der beiden Seitenleisten unter einander und mit der Kielleiste wieder herzustellen.
Der Ersatz der zum wasserdichten Abschluss der gedeckten Bootspitzen dienenden Querwände durch in die Oeffnungen der Versteifungsplatte eingesetzte Kasten hat den Zweck, das Innere des Bootes wieder wasserdicht abzuschliefsen, ohne dafs die Aufsenwand berührt zu werden braucht.
Die directe feste Verbindung von Kiel und Seitenleisten ist auf folgende Weise erreicht:
Auf frei durch den Raum gehenden Hauptrippen x, Fig. ι und 5, welche die Ausleger tragen, ist eine vertical stehende dünne Holzplatte y, Fig. s, aufgenietet, welche die Kielleiste bis dicht zu ihrer Unterkante fafst. Das Verbindungsstück ζ ist mit den Hauptrippen vernietet und mit einer Holzschraube mit dem Kiel verbunden.
An allen den Stellen, wo die Hauptrippen χ fehlen, wie bei a a . . . in den Spitzen, sowie bei //. . . d d, Fig. 2, unter den Spitzen, ist ein horizontaler Balken B, Fig. 6, angeordnet, von welchem aus die verticale Stütze m nach dem Kiel geht; ein aus einem Metallstreifen e, Fig. 6, hergestellter Zuganker, welcher durch den Kiel durchgezogen und sowohl auf diesem, wie auch auf den Seitenleisten festgenagelt ist, zieht die Binder-Construction zusammen. Auf diese Weise werden durch das ganze Boot Kiel und Seitenleisten unverschieblich gegenseitig verbunden und festgehalten, so dafs die längs ihrer Kanten aufgenietete, Hülle durch Einwirkung der beim Rudern ausgeübten Kräfte auf die Constructionstheile des Bootes in ihrer Querschnittsform nicht alterirt werden kann.
Die Einflüsse der Witterung werden bei einem derartig gebauten Boot die Querschnittsform nur im Ganzen bauchiger oder flacher machen können, der Länge nach aber der Bootskörper immer eine gleichmäfsige Glätte behalten.
Die Kasten JJ. . ., Fig. 1, 2 und 4, zur Unterbringung der Füfse der Ruderer sind aus drei Cylindermantelstücken h ik /1' P k1 etc. zusammengesetzt; dieselben sind unter beliebigem Winkel zu einander gestellt und schliefsen sich fest und wasserdicht an die horizontale Versteifungsplatte V, Fig. i, 2 und 4, an. Das mittlere Mantelstück i ruht auf dem Kiel, ist mittelst einer kleinen Leiste //, Fig. 4, an demselben befestigt und bildet somit an dieser Stelle einen doppelten Boden, Fig. 4.

Claims (2)

Pate nt-Ansprüche: An der durch P. R. No. 24553 geschützten Construction der Ruderboote für den Sportgebrauch :
1. Der Ersatz der bisher bei jedem Boot angewendeten Querrippen durch eine genügeride Anzahl Steifen xy ζ und Metallsteifen e e, welche den Kiel K des Bootes mit den oberen Bordleisten ί zu einem festen Gerippe verbinden, auf welchem die Aufsenwand des Bootskörpers von den zu seiner Versteifung dienenden Einrichtungen vollkommen frei und unbeeinflufst sich je nach Temperatur und Feuchtigkeit ohne Störung ausdehnen und zusammenziehen kann, so dafs die Wände des Bootes auf die Dauer vollkornmen glatt bleiben und unter keinen Ujnständen wellig werden können. j
2. Die Anwendung von separaten wasserdichten Kästen JJ zur Aufnahme der Beine der Ruderer, welche Kästen aus einigen unter einem passenden Winkel wasserdicht zusammengefügten Cylindermantelstücken aus gebogenem Holz hik, geprefster Pappe oder wasserdichten Geweben bestehen, die nur durch den Kiel und die VersteifungSr platte V, Fig. 4, gehalten werden, so dafs auch diese Kästen JJ mit der Aufsenwand des Bootes in keinerlei Verbindung stehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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