DE2837985B2 - Verfahren und Vorrichtung zur thermischen Behandlung einer Glastafel - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur thermischen Behandlung einer Glastafel

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DE2837985B2 DE2837985A DE2837985A DE2837985B2 DE 2837985 B2 DE2837985 B2 DE 2837985B2 DE 2837985 A DE2837985 A DE 2837985A DE 2837985 A DE2837985 A DE 2837985A DE 2837985 B2 DE2837985 B2 DE 2837985B2
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur thermischen Behandlung von Glastafeln und insbesondere die thermische Behandlung von Glastafeln, die durch Metallzangen von der selbstschließenden Art gehalten werden, die eine größere Wärmekapazität pro Flächeneinheit haben als die Gfastafeln, die der thermischen Behandlung unterworfen werden. Während der thermischen Behandlung von Glastafeln, die beispielsweise zur Wärmeverfestigung, Temperung, Anlassen, Verformung und/oder zum Besehiehfen durchgeführt wird, ist es erforderlich, das Glas oberhalb seines Spannungspunktes zu erwärmen und es dann abzukühlen. Zwischen dem Erwärmen und dem Abkühlen können auch Zwischenbehandlungen vorgenommen werden, wie eine Verformung und/oder eine Beschichtung.
Bei einer derartigen thermischen Behandlung werden die Glastafeln häufig in einer vertikalen Anordnung von Metallzangen gehalten, die eine größere Wärmekapazität pro Flächeneinheit als das Glas haben. Bei den bekannten Heizelementen werden die Zangen nicht ausreichend erwärmt, um dem Glas die Möglichkeit zu geben, sich in der Nähe der Zangen auf die hohen Temperaturen, die für die anschließende Behandlung erforderlich sind, zu erwärmen. Aus diesem Grund neigt die obere Kante der Glastafel in der Nähe jeder Griffstelie einer Zange dazu, kühler zu sein, als der Rest ίο der Glastafel. Dadurch treten häufig sogenannte Zangenspuren in der Nachbarschaft der Glasbereiche ein, die von den Zangen ergriffen werden. Solche Zangenspuren führen zu Beanstandungen und verursachen häufig sogar einen spontanen Bruch des Glases entweder während oder nach der Behandlung.
Es sind schon Versuche unternommen worden, um die Häufigkeit der Zangenspuren durch Vorerwärmen der Zangen vor ihrem Eingriff mit der oberen Kante der Glastafel herabzusetzen. Es gibt jedoch einige Nachteile beim Vorerwärmen der Zangen in einer derartigen Weise. Zunächst ist es schwierig für das Betriebspersonal, die Glastafel an den heißen Zangen zu befestigen. Das Personal muß wärmeisolierende Handschuhe tragen, die derartig dick sind, daß die Manipulierung der Zange und/oder der Glastafeln sehr schwierig ist Eine Vorerwärmung der Zangen vor ihrem Eingriff mit der Glastafel ist aber auch unwirtschaftlich, da Wärme vergeudet wird. Ferner ergibt die Vorerwärmung auch nur ungenaue Ergebnisse, da der Grad der Abkühlung zwischen der Vorerwärmung und der Verwendung zum Halten der Glastaieln schwer zu kontrollieren ist
Das Glas in der Nachbarschaft der vorerwärmten Zangen kann auch auf eine höhere Temperatur als der Rest des Glases während der ersten Stufen des Erwärmungszyklus der Glastafel erwärmt werden. Diese Anfangserwärmung kann eine lokale Verzerrung des Glases in der Nachbarschaft der Zangen hervorrufen. Ein derartiges Phänomen wird in der Technik als ein »Zangenverziehen« bezeichnet Den Grad dieser Zangenverziehung bestimmen sowuh! die Zeit als auch die Temperatur des Glasteiis in der Nähe der sich auf hoher Temperatur befindlichen Zange. Diese örtlichen Verzerrungsbereiche, die als Folge des Zangenverziehens auftreten, liegen nicht nur hinsichtlich der Gestalt des Glases außerhalb der Toleranz, sondern besitzen auch optische Fehler oder Abdrücke der Zangen, wenn die Zangen tief in das durch Erwärmen erweichte Glas eindringen. Derartige optische Fehler müssen aber für Glastafeln vermieden werden, die als Fensterscheiben
so dienen sollen, oder für getemperte Seitenscheiben und
Rückscheiben von Automobilen oder für getemperte
beschichtete Scheiben, wie sie in Gebäuden verwendet werden.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, daß
durch die Erfassung der Glastafeln durch Zangen beim thermischen Vergüten der Glastafeln Schwierigkeiten existierten, die auf einen Temperaturgradienten zwischen den Teilen der Glastafel in der Nähe der Zangen und den restlichen Teilen des Glases zurückzuführen waren. Wenn die Zangen zu kalt im Vergleich zu dem Glas waren, traten Zangenspuren in dem Glas auf. Wenn die Zangen zu heiß im Vergleich zum Glas waren, wurde ein Ausziehen durch die Zange beobachtet und es waren auf dem Glas tiefe Zangeneindrücke zu erkennen.
hi In den folgenden Patentschriften sind öfen für die Behandlung von Glastafeln beschrieben, bei denen die Glastafeln während des Erhitzens von Zangen getragen werden. In der US-PS 32 93 020 ist ein Ofen zur
Behandlung von durch Zangen erfaßten Glastafeln beschrieben. Der Ofen ist mit einer Reihe von elektrischen Erhitzern 42 ausgerüstet, die entlang der inneren Seitenwände 44 und 46 angeordnet sind. Die Spannung jedes elektrischen Erhitzers kann kontrolliert werden. Es werden keine Angaben darüber gemacht, wie die Spannung für die einzelnen Erhitzer eingestellt werden soll.
In der US-PS 32 95 843 wird ein geschlossener Ofen zum Erwärmen einer großen und von Zangen getragenen Glastafel beschrieben. Die Strahlungstemperatur der Heizelemente wird so kontrolliert, daß eine gleichmäßige Temperatur über die gesamte Glastafel eingestellt wird. Diese Patentschrift betrifft nur die Erwärmung der Glastafeln, aber nicht die Erwärmung der Zangen.
Die US-PS 37 44 985 zeigt einen Ofen, durch welchen Glasscheiben geführt werden, während sie an Zangen hängen. Der Ofen ist in sechs Zonen in horizontaler Richtung unterteilt, wobei jede Zone drei Abschnitte in vertikaler Richtung untereinander besitzt Die Energiezufuhr zu den Heizelementen wird in jedem Abschnitt von jeder Zone kontrolliert Der Heizofen wird bei dieser Patentschrift in Verbindung mit einer Verformungsvorrichtung verwendet, wobei das Glas gebogen wird, nachdem es den Ofen verläßt Es sind Einrichtungen vorhanden, um die Wärmezufuhr in vorgewählten Kontrollzonen in Abhängigkeit von lokalen Abweichungen von der gewünschten Gestalt der verformten Glastafeln zu steuern. Die restlichen Zonen werden so programmiert, daß sie automatisch in Abhängigkeit von Variationen der Temperatur der verschiedenen Bereiche der Glastafel im Vergleich zu festgelegten Temperaturpunkten eingestellt werden, um die gewünschte lokalisierte Krümmung für entsprechende Bereiche des gebogenen Glases zu ergeben. Bei diesem Ofen sind keine Einrichtungen vorhanden, um selektiv die Intensität der Erhitzungseinrichtungen gegenüber den Haltezangen zu kontrollieren.
US-PS 38 54 920 zeigt einen Ofen zur Behandlung von Glastafem, die an Zangen hängen, wobei Heizelemente 23 in die Seitenwände, Heizelemente 24 am Boden und Heizelemente 25 an der Decke angeordnet sind. Einige dieser Heizelemente stehen den Zangen 8 gegenüber und andere Heizelemente stehen der Glastafel 7 gegenüber. Auch diese Patentschrift enthält keine Angabe oder Lehre dafür, daß die Wärme der Heizelemente für die Zangen eine andere intensität haben soll als diejenige der Heizelemente für die Glastafel.
Ursache für optische Fehler im Glas ist die unterschiedliche Wärmekapazität der Werkstoffe, die bei konventioneller Erwärmung zu Temperaturdifferenzen zwischen Glas und den haltenden Zangen führt, so daß in diesen Bereichen ein Wärmetransport in den Zangen stattfindet. Dies bewirkt jedoch wieder, daß die Glastafeln in ihrer Gesamtheit nicht gleichmäßig erwärmt werden. In der anschließenden Kühlungsstufe ist der Effekt nicht kompensierbar und führt zu optischen Fehlern im Glas.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, eine Vorrichtung und ein Verfahren aufzuzeigen, bei denen das Auftreten von Zangenspuren in den Randpartien der Glastafeln in der Umgebung der Zange sicher und zuverlässig vermieden wird, so daß die Glastafeln keine optischen Fehler aufweisen.
Aus der Schilderung des Standes der Technik geht hervor, daß kein Verfahren und keine Vorrichtung zur thermischen Behandlung von durch Zangen gehaltenen Glastafeln bekannt war, bei denen unabhängig Wärmeenergie den Heizgeräten zugeführt wurde, die den Weg gegenüberstehen, den die Zangen beim Durchgang s durch die Behandlungseinrichtung nehmen, wobei diese Unabhängigkeit sich auf die Einrichtungen zur Lieferung von Energie gegenüber dem Weg, den die von Zangen gehaltene Glasscheibe nimmt, bezieht, so daß gleichzeitig unterschiedliche Wärmeanteile zu den Zangen und zu der Glastafel während ihres Durchganges durch den Ofen während der Erwärmungsphase des thermischen Verfahrens zugeleitet werden.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein verbessertes Verfahren und eine verbesserte Vorrich tung zur thermischen Behandlung einer Glastafel, bei denen beim Durchgang durch die Behandlungseinrichtung den die Glastafel haltenden Zangen und der Glastafel unterschiedliche Wärmemengen zugeführt werden.
Gegenstand der Erfindung ist also ein Verfahren zur thermischen Behandlung einer Gty· tafel, bei dem die Glastafel bis oberhalb ihres Spannungsp'-nktes erwärmt und dann gekühlt wird, und die Glastafel dabei an den Randzonen von Metallzangen gehalten wird, wobei das Erwärmen durch Bewegen der Glastafel entlang überein \nder an zur Längsausdehnung der Glastafelheizzonen parallelen Wegen angeordneter Reihen von Heizelementen erfolgt, deren Energiezufuhr unabhängig voneinander gesteuert wird, das dadurch gekenn- zeichnet ist, daß man die außerhalb des Randes der Glastafel befindlichen Teile der Zangen einer zweiten Reihe von Heizelementen aussetzt, wobei sich jedoch kein Teil der Glastafel im Bereich dieser Heizelemente befindet, und man die mittlere Erwärmungsgeschwin digkeit im Bereich der zweiten Reihe von Heizelemen ten größer einstellt als diejenige im Bereich der darunter befindlichen Reihe und das Auftreten von Zangenspuren aufgrund von Temperaturdifferenzen zwischen Zangen und Glastafel vermeidet
Die Erfindung umfaßt auch eine Vorrichtung zum Erwärmen von vertikal in Zangen hängenden Glastafeln in unem Ofen, mit einer schmalen vertikalen Erwärmungskammer zur Aufnahme senkrecht hängender Glastafeln mit Heizelementen in den Kaminerwänden, wobei gegenüberliegende Paare eine Vielzahl von untereinander angeordneten, sich längs des Ofens erstreckende Heizzonen bilden, Einrichtungen zur unabhängigen Regelung der Energiezufuhr zu den Heizzonen, Transporteinrichtungen, die Glashaltezan gen aufweisen, um die Glastafeln durch die Kammer zu fördern, die dadurch gekennzeichnet ist, daß die Glashaltezangen eine solche Größe aufweisen und so angeordnet sind, daß sich ihre unteren, mit den Glasf'.fdn in Kontakt befindlichen Teile gegenüber einer ersten Heizzone befinden, während die oberen, außerhalb der Glastafel liegenden Teile der Zangen sich gegenüber einer oberhalb der ersten Heizzone angeordneten zweiten Heizzone befinden. Bei der Erfindung ist die Intensität des Heizpro gramms für die Zangen so viel größer als die Intensität des Heizprogrammes für die Erwärmung der Glastafel, so daß die Frequenz der Zangenspuren in der Ciastafel wesentlich erniedrigt wird. Zur gleichen Zeit ist aber die den Zangen zugeführte Wärmeintensität nicht so groß,
μ daß die Glastafel sich örtlich in der Nachbarschaft der Griffstellen der Zangen verrormt, so daß ein Ausziehen an den Griffstellen der Zangen und ein Eindringen der Zangen vermieden wird.
Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert:
Fig. I zeigt eine schaubildliche Längsansicht im Aufriß eines länglichen Ofens, bei der ein Teil in jedem Abschnitt weggebrochen ist, um einige Elemente klarer zu zeigen und aus der sichtlich ist, wie der Ofen in den verschiedenen Zonen und Abschnitten gebaut ist, um gleichzeitig einer Glastafel und den das Glas erfassen den Zangen kontrollierte Wärme in jeder dieser Zonen und Abschnitte während der thermischen Behandlung der von Zangen gehaltenen Glastafel zuzuführen;
F i g. 2 zeigt eine Skizze, die eine typische Glastafel, die von Zangen getragen wird, für Temperaturmessungen zeigt und wo diese Messungen gemacht werden;
F i g. 3 zeigt ein ZeitTemperaturdiagramm. das die Glastemperatur in der Nachbarschaft der das Glas erfassenden Zangen vergleicht mit der Glastcmperatiir entlang der oberen Kante in einer Stellung entfernt von
F i g. 1 zeigt einen länglichen Ofen 10. der sechs Zonen in horizontaler Flichtung besitzt. |ede Zone hat vier Abschnitte, die in vertikaler Ebene angeordnet sind. Die Zonen sind nacheinander mit den Zahlen 11 bis 16 numeriert, wobei die Numerierung mit dem kalten Ende des Ofens an der linken Seite beginnt und mit dem heißen Ausgangsende des Ofens an der rechten Seite endet, (ede der Ofenzonen hat einen Zangenheizabschnitt 117" bis 167" in ihrem obersten Abschnitt. Unmittelbar darunter befindet sich ein entsprechender oberer Glasheizabschnitt HU bis 16L/. Daran schließt sich in vertikaler Richtung ein mittlerer Glasheizabschnitt HC bis 16C an, dem ein unterer Glasheizabschnitt llSbis 16ßfolgt.
Die Ofenzonen 13 und 14 sind länger als die anderen Zonen. Die Zonen befinden sich in End-zu-End-Beziehung vom Eingang bis zum Ausgang des Ofens, so daß eine tunnelartige Öffnung für die Bewegung der Glastafeln und der sie tragenden Zangen durch den Ofen 10 vorhanden ist.
Jeder Abschnitt jeder Ofenzone ist mit einem Thermoelement 20 ausgestattet. Die Standorte der Thermoelemente sind im allgemeinen im geographischen Mittelpunkt von einem der Heizelemente innerhalb der Zone, jedes der Heizelemente besteht aus einem spiralförmig gebogenen Draht und jedes Thermoelement ist zentral von einer Spiralrohrschlange in dem Längszentrum der Heizeinrichtung innerhalb jeder Ol'enzone angeordnet.
Die Glastafein G werden von Zangen 22 gehalten. Die Zangen hängen an einem Laufwerk 24. die durch Förderwaizen 26 angetrieben werden. Die Förderwalzen sind in der Nähe dei; Daches des Ofens angebracht und sie bewegen die Laufwerke 24 entlang eines Weges, der sich über die Länge des Ofens 10 in gut bekannter Weise erstreckt.
Gemäß der vorliegenden Erfindung bewegen sich die Zangen 22 entlang eines Weges, der den Abschnitten der Heizelemente 117; 127; 137; 147; 147; 157~und 16Γ gegenüberliegt, so daß das Heizprogramm für die Zangen durch die Spannung bestimmt wird, die den verschiedenen elektrischen Heizgeräten in den entsprechenden Heizabschnitten llTbis 167~der Heizzonen 11 bis 16 des Ofens 10 zur Verfügung gestellt wird. Gleichzeitig geht die Glastafel C. deren obere Kantenabschnitte durch die Zangen 22 erfaßt werden, durch die Zonen 11 bis 116. wobei ihre oberen Teile den Heizelementen der oberen Glasheizabschnilte 11U bis 16IJ gegenüberliegen, ihre mittleren Teile den Heizelementen der mittleren Glasheizabschnitte IiC bis I6C gegenüberliegen und ihre unteren Teile den unteren Glasheizabschnitten HB bis 160 gegenüberliegen. In dieser Weise können die Zangen 22 und die Glastafeln G unabhängig voneinander erwärmt werden, so daß die Temperatur der Teile der Glastafel, die von den Zangen erfaßt werden, durch die Zangen nicht modifiziert wird. Wenn nicht nach der Erfindung gearbeitet wird, erfolgt eine Modifizierung der Temperatur der von den Zangen erfaßten Glasteile aufgrund der relativ hohen Wärmekapazität der Zangen im Vergleich zu der Wärmekapazität der benachbarten Teile der Glastafel, wodurch das Glas daran gehindert wird, eine ausreichend hohe Temperatur zu erreichen, die Voraussetzung für eine gute thermische Vergütung des Glases ohne das Auftreten von Zangenspuren ist.
Vor dieser Erfindung hatte jede der Ofenzonen 11 bis 16 drei vertikale Abschnitte. Es waren infolgedessen die
n τ .,„,ι
ι Abschnitte vereinigt in einen einzigen Abschnitt in der Zone 11 und in ähnlicher Weise waren die Abschnitte 127" bis 167" und 12t7 bis 16t/ in den Zonen 12 bis 16 jeweils vereinigt zu einem einzigen Abschnitt. Bei einer derartigen Beheizung des Ofens war die Glastafel an ihren oberen, mittleren und unteren Teilen verschiedenen Heizprogrammen ausgesetzt, um die entsprechenden Teiie der Glastafel zu erhitzen. Wenn vor dieser ErfindiK j das Heizprogramm für die oberen Heizelemente in den Zonen kaum ausreichend war. um den
* oberen Teil der Glastafel auf eine für die Temperatur geeignete Temperatur zu bringen, traten häufig Zangenspuren in der Nähe der Gtiffstellen der Zangen ein. Es wurden thermische Studien der Zeit-Temperatur-Beziehungen an drei Punkten entlang des oberen Kantenteils durchgeführt, um die Ursacht dieser Zangenspuren zu ermitteln. Bei diesen thermischen Studien, die in Fi g. 2 dargestellt sind, ergriffen Zangen die untersuchte Glastafel G in Nachbarschaft der Punkte A und C. Es wurden Thermoelemente an den Punkten A und C entlang ihrer oberen Kante in Nachbarschaft der Griffstellen der Zangen angebracht und an einen anderen Punkt ßentlang der oberen Kante etwa in der Mitte zwischen den Punkten A und B.
Fig. 3 zeigt eine typische Zeit-Temperatur-Be/iehung des Glases in der Nachbarschaft der Zangenpunkte A und C im Vergleich zu dem Punkt B entlang der oberen Kante zwischen den Zangenpunkten. Das Glas in der Nachbarschaft der Griffstellen der Zangen war wesentlich kühler, als die obere Glaskante am Punkt B in Entfernung von den Griffpunkten der Zange. 5 mm dicke Glastafeln von klarem Floatglas, das in e.nem Ofen mit sechs Zonen und drei Abschnitten pro Zone mit den nachstehend angegebenen Temperaturen behandelt wurde, zeigte zahlreiche Zangenspuren. Das Temperaturprogramm ist in Tabelle I angegeben, wobei die Temperaturen mit Thermoelementen gemessen wurden, die sich im Mittelpunkt von schneckenförmigen Heizschlangen für die Abschnitte Hi/bis 16t/, HCbis 16Cund llßbis 16ßbefanden.
Tabelle I
Temperaturverteilung im Ofen (Stand derTechnik)( C)
Zone
Oberer Heizabschnitt
Mittlerer Heizabschnitt
Unterer Heizabschnitt
716
710
716
710
727'
732
I οι ΚιΊ/ιιηΐ'
Oberer llei/-ahschnilt
Minierer llei/-nhschnill
Unlerer llei/-abschnitt
738
771
766
766
738
735
766
777
732 777 771 771
Nachdem der Ofen eingestellt worden war. in dem unabhängig voneinander Wärme dem Zangenheizabschnitt in jeder Zone zugeführt wurde, zeigte nur das erste klare Floatglas eine Zangenspur. Danach fehlten bei einem Versuch mit 25 klaren Floatglastafcln die Zangenspuren. Das modifizierte Heizbild für den Betrieb des Ofens war das gleiche wie in Tabelle I. mit der Ausnahme, daß zusätzliche Thermoelementablesungen für die neuen Ofenabschnitte 117 bis Ι6Γ eingerichtet wurden, wobei diese zusätzlichen Abschnitte aus den früheren Abschnitten l\U bis 16f/ herausgeschnitten wurden, so daß die Höhe der Abschnitte 11 (/bis 16(/auf diejenige der Konfiguration von Fig. 1 herabgesetzt wurde. Tabelle Il zeigt ein erfolgreiches Temperaturschema, das sich auf Thermoelementablesungen im Mittelpunkt der schraubenförmigen Heizschlangen der Abschnitte des modifizierten Ofens stützt, wobei Glastafeln aus klarem Floatglas von einer Dicke von 5 mm erwärmt wurden, bevor sie dem Preßbiegen und der Temperatur unterworfen wurden. Es traten keine Zangenspuren während eines Betriebes des dens im Verlauf von mehreren Monaten auf, wobei eine unabhängige Kontrolle der Heizelemente, die dem Weg der Zangen gegenüberlagen, eingerichtet war.
Tabellen Zangen- Oberer im Ofen für klares Glas
heiz- Glasheiz-
Modifiziertes Temperaturbild abschnitt abschnitt Mittlerer Unterer
( C) 749 716 Glasheiz Glasheiz
Zone 749 710 abschnitt abschnitt
766 738 716 727
777 771 710 732
I 768 766 738 738
2 779 766 735 777
3 766 771
4 777 771
5
6
Fin weiteres Schema fur das Erhitzen der das Glas
erfassenden Zangen und der Glastafel von gefärbtem Floatglas ist in Tabelle III wiedergegeben. Rei getöntem Glas ist das Auftreten von Zangenspuren nicht so
< kritisch wie bei klarem Glas.
Tabelle III
Modifiziertes Temperaturbild in einem Ofen liir gei< > töntes Ciliis ( C)
Die besten Ergebnisse wurden erzielt, wenn das Heizprogramm für die Zangen höhere Temperaturen für die Heizelemente, die den Zangen gegenüberlagen, ergab, als das Programm für die Heizelemente, die dem größten Teil der Glastafel gegenüberlagen. Es ist besonders vorteilhaft, während der ersten Stufen des Heizprogrammes die Zangen Heizelementen von höheren Temperatur auszusetzen, so daß in den ersten Heizstufen die Zangen, die eine höhere Wärmekapazitat als das Glas besitzen, eine Temperatur erreichen, die derjenigen von Glas nahekommt Dies ist offensichtlich bei der bekannten Temperaturkonfiguration gemäß Tabelle I nicht möglich.
55
/one
/,inpen- Oberer Mittlerer I nterer
hei/- (ilashei/- (ilashci/- (ilashri/-
ahschnitt abschnitt abschnitt abschnitt
I /27 716 716 738
2 732 710 710 732
3 749 738 727 738
Λ T*7 I TT I TTT
/ / /
S 779 766 757 771
b 779 766 768 771
Aus diesen Versuchen geht hervor, daß Zangenspuren bei der Behandlung von Glastafeln, insbesondere beim Preßbiegen und Tempern, wie sie in den Tabellen Il und III zusammengefaßt sind, durch ein Heizprogramm im wesentlichen eliminiert werden, bei dem die Zangen durch Strahlungselemente von höherer Temperatur erwärmt werden, als die Temperatur der Heizelemente für die Glastafeln, die durch die Zangen gehalten werden. Aus diesen Ergebnissen geht auch hervor, daß man die Zangen durch ein verschiedenes Heizprogramm gegenüber demjenigen für den oberen Teil der Glastafeln be; der thermischen Behandlung so erwärmen kann, daß eine Überhitzung des Glases, die zu einem Ausziehen an den Griffstellen der Zangen und zu Markierungen der Zangen durch ein tiefes Eindringen der Zangen in die erweichte Glastafel vermieden werden kann.
Bei den Versuchen zur Ermittlung der Daten für die Tabellen II und 111 wurde die obere Kante der Glastafel durch den Ofen geringfügig unter einer horizontalen Ebene geführt, die die Grenze zwischen den Heizelementen der Abschnitte 11Γ bis 16 Γ und den Heizelementen für die Abschnitte UUbis 167"und den Heizelementen für die Abschnitte UU bis 16L/ schneidet. Der größere Teil der Zangen 22 lag den Heizelementen der Abschnitte 117"bis 167gegenüber, wogegen der kleine untere Teil der Zangen, die die Glastafel G ergriffen hatten, den Heizelementen in den Abschnitten UUbis 16Ugegenüberlag. Infolgedessen waren die unteren Teile der Zangen durch Wärmeleitung von ihren Hauptteilen und auch durch Strahlung von den Heizelementen erwärmt Dadurch wurde die Neigung der Zangen zur Verzögerung der Erwärmung der benachbarten Kantenteile der Glastafel reduziert und ein weniger steiles Temperaturgefälle zwischen den von den Zangen ergriffenen Teilen der Glastafel und den von den Zangen entfernten Teilen verursacht Es wird angenommen, daß dieses Phänomen die Vermeidung von Zangenspuren in von Zangen gehaltenen Glastafeln nach Modifizierung des Ofens gemäß der Erfindung erklärt
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

23 37 985 Patentansprüche:
1. Verfahren zur thermischen Behandlung einer Glastafel, bei dem die Glastafel bis oberhalb ihres Spannungspunktes erwärmt und dann gekühlt wird, und die Glastafel dabei an den Randzonen von Metallzangen gehalten wird, wobei das Erwärmen durch Bewegen der Glastafel entlang übereinander an zur Längsausdehnung der Glastafelheizzonen parallelen Wegen angeordneter Reihen von Heizelementen erfolgt, deren Energiezufuhr unabhängig voneinander gesteuert wird,
dadurch gekennzeichnet, daß man die außerhalb des Randes der Glastafel befindlichen Teile der Zangen einer zweiten Reihe von Heizelementen aussetzt, wobei sich jedoch kein Teil der Glastafel im Bereich dieser Heizelemente befindet,
und man die mittlere Erwärmungsgeschwindigkeit im Bereich der zweiten Reihe von Heizelementen größer einsteilt als diejenige im Bereich der darunter befindlichen Reihe und
das Auftreten von Zangenspuren aufgrund von Temperaturdifferenzen zwischen Zangen und Glastafel vermeidet
2. Vorrichtung zum Erwärmen von vertikal in Zangen hängenden Glastafeln in einem Ofen, mit einer schmalen vertikalen Erwärmungskammer zur Aufnahme senkrecht hängender Glastafeln mit Heizelementen in den Kammerwänden, wobei gegenüberliegende Paare eine Vielzahl von untereinander angeordneten, sich längs des Ofens erstreckende Heizzonen bilden,
Einrichtungen zur unabhängig ;n Regelung der Energiezufuhr zu den Heizzonen, Transporteinrichtungen, die Glashaltezangen aufweisen, um die Glastafeln durch die Kammer zu fördern,
dadurch gekennzeichnet, daß die Glashaltezangen eine solche Größe aufweisen und so angeordnet sind, daß sich ihre unteren, mit den Glastafeln in Kontakt befindlichen Teile gegenüber einer erste··, Heizzone befinden, während die oberen, außerhalb der Glastafel liegenden Teile der Zangen ?ich gegenüber einer oberhalb der ersten Heizzone angeordneten zweiten Heizzonen befinden.
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