DE2907960C3 - Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Wärmebehandeln von vereinzeltem, langgestrecktem metallischen Gut - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Wärmebehandeln von vereinzeltem, langgestrecktem metallischen GutInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Wärmebehandeln von
vereinzeltem, langgestrecktem metallischen Gut, wie Rundstangen, Rohre od. dgl., insbesondere aus Aluminium
oder Magnesium und seinen Legierungen, mittels Heißgas, das bezogen auf die Durchlaufrichtung des
Gutes in einer einzigen Heizzone angewärmt und in einer einzigen Umwälzzone in erzwungene Bewegung
versetzt wird, wobei das Gut während seines Transports in einem Anwärmabschnitt auf die erforderliche
Temperatur angewärmt und anschließend in einem Warmhalteabschnitt auf dieser Temperatur warmgehalten
wird.
Es sind ein Verfahren und eine Vorrichtung dieser Art bekannt (GB-PS 5 49 450), wobei das Heißgas im
Gegenstrom über das zu erwärmende Gut strömt und sich dabei abkühlt. Hierbei läßt sich nicht sicherstellen,
daß im Warmhalteabschnitt stets die gewünschte Warmhaltetemperatur auf vorgeschriebener Höhe
gehalten oder auch nur erreicht wird. Dies ist aber
Voraussetzung zur Erzielung einer gleichmäßigen Qualität des Gutes.
Es sind auch ein Verfahren und eine Vorrichtung bekannt (Zeitschrift »Modem Metals«, Sept 1972, Seite
9, Firmenveröffentlichung der Sui.beam Equipment Corporation), wobei das Gut im Anwärmabschnitt in
einer eigenen Anwärmatmosphäre mit eigener Heiz- und Umwälzvorrichtung angewärmt und im Warmhalteabschnitt
in einer eigenen Warmhalteatmosphäre mit eigener Heiz- und Umwälzvorrichtung warmgehalten
wird. Bei diesem bekannten Verfahren und der bekannten Vorrichtung entsteht eine gegenseitige
Beeinflussung der Umwälzzonen. Besonders deshalb lassen sich die gewünschten Qualitätsanforderungen vor
allem hinsichtlich der Gleichmäßigkeit nicht erreichen, is
weil bei der bekannten Vorgehensweise Temperaturschwankungen in den Abschnitten unvermeidbar sind,
die zu Qualitätsschwankungen führen. Davon abgesehen ist das getrennte Heizen und Umwälzen des
Heißgases (Heißluft) in den beiden Abschnitten aufwendig.
Um die Gleichmäßigkeit der Qualität zu erhöhen und gleichzeitig eine größere Variabilität des Temperatur-Zeitverlaufes
zu schaffen, wurde ausgehend von dem oben beschriebenen bekannten Verfahren eine vollständige
Trennung von Anwärmen und Warmhalten vorgeschlagen (DE-AS 22 56 978), wobei das Gut in
einem Anwärmofen schnell angewärmt und in einem gesonderten Warmhalteofen mit getrennter Transportvorrichtung
unter Drehung um seine Längsachse 3Q warmgehalten wird. Dies hat zwar zu einer Verbesserung
der Qualität und zu größerer Flexibilität geführt; jedoch ist der Aufwand wegen Vorsehens gesonderter
Öfen mit gesonderten Transportvorrichtungen groß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren und eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die bei größerer Einfachheit der
Verfahrensweise bzw. des Vorrichtungsaufbaus eine höhere Qualität des Endproduktes ermöglicht, die an die
mit dem zuletzt genannten Verfahren erzeugbare 4Q Qualität heranreicht.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einem Verfahren der
eingangs genannten Art gemäß der Erfindung vorgesehen, daß die Heißgastemperatur an der Übergangsstelle
zwischen Anwärm- und Warmhalteabschnitt gernessen und als Ist-Temperaturfüreine Temperaturregelung der
HeizungdesHeißgases verwendet wird.
Die Regelung der Heißgastemperatur allein führt bereits zu einem Endprodukt einer hohen Qualität. Um
die Gleichmäßigkeit aber noch zu stejgern, wird vorzugsweise an der Übergangsstelle zwischen Anwärm-
und Warmhalteabschnitt auch noch die Quttenv peratur gemessen und der Guttransport so lange
unterbrochen, bis das Gut die gewünschte Behandlungstemperatur angenommen hat. Diese Maßnahme stellt
unter allen Umständen, d. h. auch bei nicht ganz exakter Heißgastemperaturregelung sicher, daß nur solches Gut
in den Warmhalteabschnitt gelangt, das die gewünschte Behandlungstemperatur angenommen hat. So ist es
auch möglich, die vorgegebene Warmhaltezejt, die sich
aus dem Produkt der Anzahl der vorhandenen Gutplätze und der jaktzeit ermitteln läßt, genau
eingehalten werden kann.
Bei langgestrecktem Gut ist es zweckmäßig, wenn quer zur Durchlaufrichtung und in Längsrichtung des
Gutes gesehen mehrere Heiz-, Warmhalte- und diese
jeweils paarweise zusammenfassende Regelzonen pebeneinander vorgesehen werden.
Es ist ferner vorteilhaft, wenn das Gut im Gegenstrom,
d. h. mit zur Heißgasströmung entgegengesetzter
Förderrichtung angewärmt und warmgehalten wird, und zwar vorzugsweise mit der Längserstreckung des
Gutes quer zur Förder- und Heißgasströmungsrichtung.
Der Erhöhung der Gleichmäßigkeit der Qualität dient ferner, wenn in an sich bekannter Weise das Gut
während des Anwärmens und Warmhaltens und ggf. während eines nachfolgenden Abkühlvorganges um
seine Längsachse gedreht wird, wie es während des Warmhaltens und Abkühlens an sich bekannt ist
(DE-OS 23 49 765).
Bei einem speziellen Verfahren gemäß der Erfindung kann das Gut nach dem Warmbaltevorgang abgeschert
und auf eine Weiterverarbeitungstemperatur, insbesondere auf Preßtemperatur abgekühlt werden, wie es
beispielsweise zum Herstellen von Leichtmetall-Strangpreßprofilen zweckmäßig ist
Eine Vorrichtung zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens unter Verwendung eines Ofens mit
einer einzigen Kammer und einer einzigen Durchlauf-Transportvorrichtung sowie bezogen auf die Durchlaufrichtung
einer einzigen Heizvorrichtung und einer einzigen Umwälzvorrichtung zum Anwärmen und
Warmhalten des Gutes weist erfindungsgemäß eine einzige, die Heißgastemperatur regelnde Temperatur-Regeivorrichtung
mit Isttemperaturmessung der Heißgastemperatur an der Übergangsstelle zwischen Anwärmabschnitt
und Warmhalteabschnitt auf.
Um insbesondere zur Wärmebehandlung langgestreckten Gutes die Gleichmäßigkeit der Qualität über
die Länge zu erhöhen, kann der Ofen in Richtung quer zur Durchlaufrichtung mehrere Zonen aufweisen, in
deren jeder je eine Heizvorrichtung und je eine Umwälzvorrichtung sowie je eine Temperaturregelvorrichtung
für das Heißgas vorgesehen sind.
Als Transportvorrichtung in dem einheitlichen Ofen wird vorteilhaft eine den Ofen durchsetzende Hubbalkentransportvorrichtung
zum schrittweisen Transport unter Drehung des Gutes vorgesehen, wie sie an sich bekannt ist (DE-OS 27 12 279).
Vorteilhaft ist zur Messung der Heißgas-Isttemperatur an der Übergangsstelle zwischen Anwärmabschnitt
und Warmhalteabschnitt in der oder jeder Regelzone ein Temperaturfühler vorgesehen, dessen Signale an die
oder jede Temperaturregelvorrichtung abgegeben werden, welche über eine Stellvorrichtung auf die
Heizvorrichtung einwirkt.
Um unter allen Umständen zu gewährleisten, daß nur
auf Solltemperatur befindliches Gut in den Warmhalteabschnitt eintreten kann, ist gemäß einer weiteren
Ausgestaltung der Vorrichtung nach der Erfindung vorgesehen, daß zur Messung der Gutiemperatur an der
Übergangsstelle zwischen Anwärmabschnitt und Wftrmhalteabschnitt für die oder jede Regelzone ein
Guttemperaturfühler vorgesehen ist, dessen Signale an eine Steuervorrichtung abgegeben werden, welche über
eine Schaltvorrichtung den Antrieb der Transportvorrichtung anhält, solange das vor die Übergangsstelle
geförderte Gut nicht die gewünschte Guttemperatur erreicht hat. Die Vorrichtung gemäß der Erfindung kann
durch eine Warmschere sowie eine Kühlvorrichtung zum Abkühlen des gescherten Gutes auf eine Weiterverarbeitungsterpperatur
erweitert sein.
Die Erfindung ist im folgenden anhand schematischer Zeichnungen mit weiteren Einzelheiten näher erläutert.
Es zeigt
pig. 1 einen Längsschnitt durch eine Vorrichtung
gemäß der Erfindung,
F i g. 2 einen Querschnitt durch den Ofen nach F i g. 1 in größerem Maßstab, der sich aus vier Teilschnitten
nach den Linien 1-1, H-Il, Ill-III und IV-IV in Fig. 1
zusammensetzt und
F i g. 3 ein Diagramm, welches die Temperaturverhältnisse über der Längsabmessung der Vorrichtung
nach den F i g. 1 und 2 darstellt.
Die in den F i g. 1 und 2 gezeigte Vorrichtung umfaßt
einen einheitlichen Ofen mit einer einzigen Kammer 1 und einer einzigen Durchlauf-Transportvorrichtung 2
mit feststehenden Balken mit sägezahnartigen Erhöhungen 3 und Hubbalken 4. Die Hubbalken 4 sind mittels
eines hydraulischen Antriebes 5 in horizontaler Richtung und unabhängig davon mittels elektrischem
Antrieb 6(F i g. 2) in vertikaler Richtung verfahrbar.
Die Kammer 1 ist in vier nebeneinanderliegende Zonen I, II, III und IV unterteilt. Jede dieser Zonen hat
einen Anwärmabschnitt der Länge A und einen Warmhalteabschnitt der Länge k (F i g. 1). In jeder Zone
ist oberhalb einer die eigentliche Kammer 1 oben abschließenden Trennwand 7 ein Kanal 8 vorgesehen, in
dem die die Ofenatmosphäre bildende Luft umgewälzt und geheizt wird. Zum Umwälzen der Luft dient ein in
F i g. 1 links angeordneter Ventilator 9. Zum Heizen dient eine Anordnung von insgesamt vier Gruppen 10
von elektrisch beheizten Stäben 11, die sich quer durch
den Kanal 8 erstrecken (F i g. 2). Am in F i g. 1 rechten Ende des Kanals 8 wird die so erhitzte und bewegte
Heißluft umgelenkt, so daß sie in Richtung des Pfeiles a im Gegenstrom zur Förderrichtung b der Transportvorrichtung
2 über und unter dem Gut 12 strömt, das in den Figuren als Rundstangen dargestellt ist. Nur zur
Veranschaulichung sind in Fig. 1 Rundstangen 12, 12'
unterschiedlichen Durchmessers gezeichnet, die veranschaulichen sollen, daß langgestrecktes Gut von um
über 100% voneinander abweichenden Querschnittsabmessungen durch den Ofen gefördert werden kann. An
der durch die Achse A-A in F i g. 1 bezeichneten Übergangsstelle zwischen dem Anwärmabschnitt und
dem Warmhalteabschnitt ist in der Kammer 1 ein Thermoelement 13 zur Messung der Heißlufuemperatur
angeordnet Die gemessene Isttemperatur Tu wird über eine Meßleitung 14 einem Vergleichspunkt 15
zugeführt an welchem die Heißluft-Isstemperatur Tu
mit der einstellbaren Heißluft-Solltemperatur Tu
verglichen wird. Die gebildete Differenz A Tl wird einem
Regler 16 zugeführt der über eine Stellvorrichtung 17 ein Stellsignal abgibt, das die Heizungsvorrichtung in
dem Sinne verstellt, daß die Heißlufttemperatur im Sinne einer Verringerung der Regelabweichung Δ Tl
verändert "wird.
Auf der Höhe der Achse A-A ist ferner ein Berührungs-Thermoelement 18 angeordnet, das als
druckluftbetätigbares Spitzenelement ausgebildet ist welches an die Gutoberfläche gefahren und während
des Transportes des Gutes wieder zurückgezogen werden kann. Dieses Thermoelement 18 gibt die
gemessene Metalltemperatur Tm, über eine Meßleitung
18' an einen Vergleichspunkt 19, dem auch eine vorgebbare Metall-Solltemperatur Tms zugeführt wird.
Die Differenz ΔΤΜ wird einer Steuervorrichtung 20
zugeführt die über eine Schaltvorrichtung 21 den Antrieb 5,6 so lange anhält bis TM, = T\ts ist mit anderen
Worten die Gutoberfläche die Solltemperatur Tm5
erreicht hat Erst dann wird der Antrieb 5,6 und damit die Transportvorrichtung wieder betätigt Dies stellt
sicher, daß sich nur Rundstangen mit Solltemperatur im Warmhalteabschnitt befinden, und daß die entsprechende
Warmhaltezeit für jede einzelne Rundstange 12, 12' eingehalten werden kann, wobei sich diese Warmhaltezeit
aus dem Produkt einer gewählten Taktzeit für die Hubbalkenschritte multipliziert mit der Anzahl der im
Warmhalteabschnitt befindlichen Rundstangen 12, 12' ergibt.
Zusätzlich zu den genannten Thermoelementen können noch Thermoelemente für eine Kontrollmes-
to sung der Guttemperatur am Gutaustritt bei 22 und am Heißgaseintritt bei 23 vorgesehen sein (beides in F i g. 1
ganz rechts). Die gemessenen Temperaturen werden in bekannter Weise registriert. In gleicher Weise kann
auch die Guteintrittstemperatur mit einem Thermoelement bei 24 am Guteintritt gemessen und registriert
werden.
Mit 25 ist ein Einführrollgang und mit 26 ein Abführrollgang für das Gut bezeichnet, wobei das Gut
jeweils durch eine druckluftbetätigbare Tür 27 in die Kammer 1 ein- bzw. daraus herausgefahren wird
(F ig. 2).
F i g. 2 zeigt vor allem die Anordnung von vier Zonen nebeneinander, von denen jede einen Anwärmabschnitt
und einen Warmhalteabschnitt sowie eine eigene Umwälzvorrichtung 9, Heizvorrichtung 10 und Heißgastemperaturregelvorrichtung
13 bis 17 hat. Die Zonen sind in F i g. 2 mit 1, II, III und IV bezeichnet. Durch das
Vorsehen dieser Zonen ergibt sich ein sehr exaktes Anwärmen und Warmhalten des Gutes 12 über dessen
ganze Länge, wie besonders F i g. 2 veranschaulicht Der Steuerkreis für die Guttemperatur Tm mit den Komponenten
18 bis 21 zur Beeinflussung des Antriebes 5, 6 kann ebenfalls mehrfach, d.h. je Regelzone einmal
vorgesehen sein. Es ist jedoch auch denkbar, diesen Steuerkreis nur einmal für alle Regelzonen zu
verwenden.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung sei im folgenden anhand des Diagrammes nach F i g. 3
erläutert:
In dem in Fig.3 gezeigten Diagramm sind die Temperaturverläufe über der Ofenlänge dargestellt Mit
TLo ist die Kurve für die Heißgas-Temperatur bei
Nulldurchsatz des Gutes bezeichnet. Mit 7]l™» ist die
Kurve für die Heißgastemperatur bei Maximaldurchsatz des Gutes bezeichnet Mit TMmix ist die Kurve für die
Guttemperatur bei Maximaldurchsatz bezeichnet Tu ist die Heißgas-Eintrittstemperatur und TMa die Gutaustrittstemperatur.
Schräg schraffiert ist ein Bereich für die Heißgastemperatur TL und etwa vertikal schraffiert
so ist ein Bereich für die Guttemperatur Tm- Die Stelle des
Überganges zwischen Anwärmabschitt \\ und Warmhalteabschnitt k ist wieder durch eine Achse A-A markiert
An dieser Stelle wird die Heißgas-Isttemperatur Γ/., und die Gut-Isttemperatur ΓΜ/gemessen.
Die Temperatur des in Fig.3 gesehen rechts eingesetzten Gutes hat bei Maximaldurchsatz, d. h. bei
Ausnutzung aller Plätze der Transportvorrichtung 2 einen Verlauf gemäß der Kurve TMma- Entsprechend
höher verläuft die Kurve Tumx für die Heißgastemperatür.
Mit zunehmendem Fortschreiten des Gutes in Richtung des Pfeiles b (Gutförderrichtung) nimmt die
Guttemperatur zu, und zwar stärker als die Heißgastemperatur. Ist an der Übergangsstelle A-A noch nicht
die Gutsolltemperatur TMs erreicht so wird die
Transportvorrichtung 2 auf die beschriebene Weise angehalten, bis die Guttemperatur auf die Solltemperatur
angestiegen ist (so in Fig.3 dargestellt). Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel handelt es sich um
die Behandlungstemperatur von 585° C. Im Warmhalteabschnitt ändert sich die Temperatur des Gutes nur
noch geringfügig in der Größenordnung von 10" bis zur
Austrittstemperatur TM,- Das in F i g. 3 gesehen von
links nach rechts in Richtung des Pfeiles a strömende Heißgas, in der Praxis vorzugsweise Heißluft, hat am
Gutaustritt ganz links die höchste Temperatur Tu.
Ausgehend von der Heißgas-Isttemperaturmessung an der Übergangsstelle A-A wird die Heizung 10 für das
Heißgas so geregelt, daß an der Stelle A-A das Heißgas Solltemperatur Tu annimmt. In Richtung nach rechts
fortschreitend nimmt die Temperatur des Heißgases wegen der Wärmeabgabe an das kühl eintretende Gut
zunehmend ab. Die Heißgas-Austrittstemperatur Tu und die Guteintrittstemperatur Tmc kann zu Kontroll-
zwecken ebenfalls gemessen und registriert werden.
Mit der beschriebenen Regelung der Heißgastemperatur
und der Kontrolle der Guttemperatur mit eventuell erfolgender Sperrung des Transportes der
Übergangsstelle A-A zwischen Anwärmabschnitt und Warmhalteabschnitt wird erreicht, daß an keiner Stelle
des Ofens, zu keiner Zeit und bei keinem Durchsatz zwischen Nulldurchsatz und maximalem Durchsatz die
Guttemperatur die Heißgastemperatur überschreiten
ίο kann.
Ferner wird durch die beschriebenen Maßnahmen sichergestellt, daß die geforderte Warmhaltezeit im
Warmhalteabschnitt, die sich aus dem Produkt der Taktzeit mit den im Warmhalteabschnitt verfügbare
Gutplätzen ermitteln läßt, stets erreicht wird.
Claims (14)
1. Verfahren zum kontinuierlichen Wärmebehandeln von vereinzeltem, langgestrecktem metallischen
Gut, wie Rundstangen, Rohre od. dgL, insbesondere aus Aluminium oder Magnesium und
seinen Legierungen, mittels Heißgas, das bezogen auf die Durchlaufrichtung des Gutes in einer
einzigen Heizzone angewärmt und in einer einzigen Umwälzzone in erzwungene Bewegung versetzt
wird, wobei das Gut während seines Transportes in einem Anwärmabschnitt auf die erforderliche
Temperatur angewärmt und anschließend in einem Warmhalteabschnitt auf dieser Temperatur warmgehalten
wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die Heißgastemperatur an der Übergangsstelle zwischen Anwärm- und Warmhalteabschniu gemessen
und als Ist-Temperatur für eine Temperaturregelung der Heizung des Heißgases verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Übergangsstelle
zwischen Anwärm- und Warmhalteabschniu die Guttemperatur gemessen und der Guttransport so
lange unterbrochen wird, bis das an der Übergangsstelle befindliche Gut die gewünschte Behandlungstemperatur hat.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß quer zur Durchlaufrichtung
gesehen mehrere Heiz-, Warmhalte- und diese jeweils paarweise zusammenfassende Regelzonen
nebeneinander vorgesehen werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, d?,ß das Gut mit seiner
Längserstreckung quer zur Förder- und Heißgasströmungsrichtung schrittweise durch den Anwärmabschnitt
und den Warmhalteabschnitt transportiert wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Gut während des
Anwärmens und Warmhaltens und ggf. auch während eines nachfolgenden Abkühivorganges um
seine Längsachse gedreht wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Gut nach dem
Warmhaltevorgang abgeschert und auf eine Weiterverarbeitungstemperatur, insbesondere auf Preßtemperatur
abgekühlt wird.
7. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6 unter Verwendung
eines einheitlichen Ofens mit einer einzigen Kammer und einer einzigen Durchlauf-Transportvorrichtung,
wobei bezogen auf die Durchlaufrichtung eine einzige Heizvorrichtung und, eine einzige Umwälzvorrichtung
für das Heißgas zum Anwärmen und Warmhalten des Gutes vorgesehen sind, gekennzeichnet
durch eine einzige, die Heißgastemperatur regelnde Temperatur-Regelvorrichtung (16), mit
Isttemperaturmessung der Heißgastemperatur an der Übergangsstelle (A-A) zwischen Anwärmabschnitt
und Warmhalteabschnitt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, bei welcher der Ofen in Richtung quer zur Durchlaufrichtung
mehrere Zonen aufweist, in deren jeder je eine Heizvorrichtung und je eine Umwälzvorrichtung
vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Zone je eine Temperatur-Regelvorrichtung (16) für
das Heißgas zugeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Transportvorrichtung eine
den Ofen durchsetzende Hubbalkentransportvorrichtung (2) zum schrittweisen Transport unter
Drehung des Gutes (12,12') vorgesehen ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9 zur Durchführung des Verfahrens nach einem der
Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Messung der Heißgas-Istiemperatur in der oder
jeder Regelzone ein Temperaturfühler (13) an der genannten Übergangsstelle (A-A) vorgesehen ist,
dessen Signale an die oder jede Temperaturregelvorrichtung (16) abgegeben werden, weiche über
eine Stellvorrichtung (17) auf die Heizvorrichtung (10) einwirkt
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis
10 zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 5 bi* 8, oadurch gekennzeichnet, daß zur
Messung der Guttemperatur an der Übergangsstelle (A-A) zwischen Anwärmabschnitt und Warmhalteabschnitt
in der oder jeder Regelzone ein Guttemperaturfühler (18) vorgesehen ist, dessen Signale an
eine Steuervorrichtung (20) abgegeben werden, welche über eine Schaltvorrichtung (21) den Antrieb
(5, 6) der Transportvorrichtung (2) anhält, solange das vor die Übergangsstelle geförderte Gut (12,12')
nicht die gewünschte Guttemperatur (TMs)Y\zi.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der oder jeder Gut-Temperaturfühler
(18) ein Thermo-Spitzenelement ist, das gegen die Gutoberfläche fahrbar und bei einer
Transportbewegung davon zurückziehbar ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß Temperaturfühler
für eine Kontrollmessung der Guttemperatur am Gutaustritt (22) und/oder der Gastemperatur am
Heißgaseintritt (23) vorgesehen sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 13 zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch
6, dadurch gekennzeichnet, daß dem Ofen eine Warmschere sowie eine Kühlvorrichtung zum
Abkühlen des gescherten Gutes auf eine Weiterverarbeitungstemperatur, insbesondere auf Preßtemperatur,
nachgeschaltet sind.
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